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Giggler Spitze 2614m schwer

Selten machbar, weil extrem lawinengefährdet

Letzter Schneefall
17. Apr. 10 cm
Schneehöhe 2000m
90 cm
Schneehöhe 1000m
0 cm
SepOktNovDezJanFebMarAprMaiJunJulAug
TalStanzertalTalortTobadill
AusgangspunktTobadill (1215m) EndpunktTobadill (1150m)
Stützpunkt
KartenmaterialÖK Blatt 144 Landeck 1:25 000 V
TourentypHochalpintourMax. Hangneigungüber 40°
SkitechnikschwerGletscherNein
KlettertechnikkeineSpaltengefahrNein
Potentielle
Lanwinenhänge
durchgehendAufstiegshilfeNein
AufstiegAbfahrt
Höhe1400 m1470 m
Distanz5.9 km4.1 km
Zeit2 ¾ St.½ St.
ExpositionN,SONW
Skitour Giggler Spitze 2614mSkitour Giggler Spitze 2614m

Lawinengefährdung

Subjektive Einschätzung des Autors bei welcher Lawinengefahrenstufe
die Tour nicht begangen werden sollte.
54321Normalroute
ACHTUNG: Für diese Tour sind keine aktuellen Lawinen-Informationen verfügbar!
Aktuelle Lawineninfos unter: Lawinenwarndienst Tirol
Von Tobadill aus gibt es mehrere lohnende, aber teils eben auch hochalpine, sowie lawinengefährdete Tourenziele. Der am seltensten, weil mit der größten Lawinengefahr behaftete Skigipfel ist die Giggler Spitze 2614m. Aufstieg, als auch Abfahrt führen durch teils extrem lawinengefährdetes Tourengelände. Voraussetzung für die Skitour sind demnach optimale und ausreichende Schneeverhältnisse, sowie eine möglichst absolut sichere Lawinensituation. Das heißt, erst dann, wenn man bei anderen, weniger lawinengefährdeten Skitouren in der Umgebung die Sicherheit gewonnen hat, dass die Verhältnisse für die Giggler Spitze 2614m optimal sein müssten und der Lawinenlagebericht „grünes Licht“ gibt, erst dann sollte man mit dem Gedanken spielen. Da also die Rahmenbedingungen die absolut besten sein müssen, wird die Giggler Spitze 2614m auch nur selten als Tourenziel angegangen. Und auch dann trauen sich nur sehr erfahrene Winterbergsteiger aus der näheren Umgebung an die Umsetzung. Die Giggler Spitze 2614m ist keine Skitour, die man einmal so an einem Wochenende angeht, weil man grad Zeit hat. Für dieses Tourenziel muss man sich quasi auf die „Lauer“ legen. Verstehen wird man das spätestens dann, wenn man ab der Flathalm in Richtung Flathsee ausfzusteigen beginnt. In diesem unteren Flathkessel ist man umringt von Lawinenstrichen, die einen alle in die direkte „Schusslinie“ nehmen würden. Außerdem müssen wir hier einen 40° steilen, ausgesetzten Nordhang durchsteigen, der im Frühwinter häufig abgeweht und damit nur mit wenig Schnee bedeckt ist. Hier muss man also zumeist von einem Schwimmschneefundament ausgehen. Während schneereicher Winter ist diese Gefahr tendenziell geringer. Ab dem Flathsee muss man noch einen weiteren, steilen Südosthang durchsteigen um an den Ostgrat zu gelangen, der uns hinauf zur Gigglerspitze 2614m führen wird. Dieser Steilhang zeigt sich etwas begünstigt, da er ab Ende Februar bereits einiges an Sonneneinstrahlung abbekommt und sich so hier die Schneedecke früher zu setzen beginnt. Dafür kann sich hier nach Stauniederschlägen mit nördlichen Winden wiederum reichlich Schnee ablagern. Nachdem der Aufstieg also bereits genügend Gefahrenstellen aufweist, kommt es im Bereich der Abfahrtslinie vorerst zu keiner Besserung. Hinzu kommt, dass die Abfahrtsroute nicht im Bereich der Aufstiegsroute erfolgt, auch wenn diese natürlich ebenfalls eine sehr schöne Abfahrtsvariante darstellen würde. Aber mit der Abfahrt über die gewaltige Nordwestflanke kann diese nicht mithalten. Man muss sich aber schon absolut sicher sein, um dann als Erster in diesen mehr als 40° steilen Hang bei tiefem Pulverschnee einzufahren. Und im Verlauf der Abfahrt wird es einem dann rasch bewusst, dass man sich hier in einem einzigen, gewaltigen Lawinenhang befindet. Gleichzeitig handelt es sich hier aber auch um großartiges Abfahrtsgelände, wie man es nur selten vorfindet. Über mehr als 1000 Höhenmeter geht es nun in direkter Falllinie in Richtung Tobadill. 3 große Lawinenstriche sorgen hier auch im Wald für freies Skigelände. Bei optimalen Schneeverhältnissen reiht sich nun mehr Pulverschwung an Pulverschwung. Dort, wo man dann ca. bei Pt.1600m die Forststraße erreicht, kann man bei guter Schneelage dem Lawinenstrich weiter folgen und gelangt in weiterer Folge über schöne, freie Wiesen in weiterer, schöner Schwungfolge bis direkt in die Dorfmitte von Tobadill.
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Sonntag Montag Dienstag
Höhenprofil
Höhenprofil Giggler Spitze 2614m
Schneehöhe und Neuschnee in 2000m
FotosWebcamsHangneigungenGefahrenstellenInfrastrukturAV-HüttenOrteAufstiegs-VariantenAbfahrts-Varianten
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