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Übersicht » Ötztaler Alpen | Pitztal - Taschach |

Hinterer Brochkogel 3625m Überschreitung schwer

Eine hochalpine Skitour für erfahrene Winteralpinisten

Letzter Schneefall
Keine Daten
Schneehöhe
Keine Daten
Schneehöhe
Keine Daten
SepOktNovDezJanFebMarAprMaiJunJulAug
TalPitztalTalortMandarfen
AusgangspunktTalstation Pitztaler Gletscherbahn (1740m) EndpunktTalstation Pitztaler Gletscherbahn (1740m)
StützpunktTaschachhaus, (Winterraum von Oktober bis Mai geöffnet)
KartenmaterialAV-Karte Blatt 30/6 Ötztaler Alpen - Wildspitze 1:25 000
TourentypHochalpine GletschertourMax. Hangneigungüber 40°
SkitechnikmittelGletscherJa
KlettertechnikI.-GradSpaltengefahrgroß
Potentielle
Lanwinenhänge
wiederholtAufstiegshilfePitztaler Gletscherbahn (Erste Bergfahrt 08:30, Frühjahr 08:00)
AufstiegAbfahrt
Höhe725 m2335 m
Distanz4.3 km16.1 km
Zeit2 ½ St.2 St.
ExpositionNO,SOS,NW,NO
Skitour Hinterer Brochkogel 3625m ÜberschreitungSkitour Hinterer Brochkogel 3625m Überschreitung

Lawinengefährdung

Subjektive Einschätzung des Autors bei welcher Lawinengefahrenstufe
die Tour nicht begangen werden sollte.
54321Normalroute
ACHTUNG: Für diese Tour sind keine aktuellen Lawinen-Informationen verfügbar!
Aktuelle Lawineninfos unter: Lawinenwarndienst Tirol
Der Hintere Brochkogel 3625m steht ganz eindeutig im Schatten des höchsten Berges Tirols, der Wildspitze 3768m. Aber wohl nicht nur weil er ca. 150 Höhenmeter niedriger ist, sondern weil er vom Taschachferner aus sowohl über den Südostgrat (Normalroute), als auch über den Nordgrat, oder auch die Nordflanke das durchaus anspruchsvollere alpine Ziel darstellt und somit deutlich mehr alpine Erfahrung, sowie Trittsicherheit erfordert als die Wildspitze 3768m über den Normalweg. Die erste Auffahrt mit dem Gletscherexpress kann im Hochwinter um 08:30 erfolgen. Im Frühjahr fährt die erste Bahn bereits um 08:00 ab. Von der Bergstation hat man zunächst eine kurze Abfahrt hinunter zur Talstation der Mittelbergbahn 2685m. Die Bergstation liegt auf 3290m. Von hier erfolgt die nächste Abfahrt über das Mittelbergjoch (3166m) hinunter auf den Taschachferner. Auf einer Seehöhe von ca.3100m beginnt nun der eigentliche Aufstieg. Die Gletscherspalten sind hier im oberen Teil des Taschachferners im Auge zu behalten, doch sind diese leicht zu erkennen. Bei guten Sichtverhältnissen kann man diesen problemlos ausweichen. Außerdem ist durch die große Zahl der Tourengeher der Aufstieg zumeist recht eindeutig vorgegeben. Beim Start ist jedoch zu beachten, dass man von den Eisbrüchen an der Nordabdachung der Wildspitze 3768m entsprechend Abstand halten sollte. Abgegangene Eislawinen künden davon, dass der Gletscher ständig in Bewegung ist. In flachem Anstieg geht es nun über den Gletscher in einer weiten Schleife, an den Fuß des Hinteren Brochkogels 3625m. Unterhalb der Ostflanke in entsprechendem Sicherheitsabstand quert man in Richtung Süden auf das Mitterkarjoch 3470m zu. Etwas östlich des Jochs steuert man über einen recht steilen Hang hinweg auf den Beginn des Südostgrates zu. Spätestens bei Pt.3540m muss man die Ski abschnallen und zu schultern beginnen. Der Südostgrat verläuft abschnittsweise sehr ausgesetzt. Nennenswerte klettertechnische Schwierigkeiten sind nicht dabei. Allerdings sind alpine Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt. Bei guten Verhältnissen, sprich ausreichender Schneelage und auffirnendem Schmelzharsch an der Südflanke des Hinteren Brochkogels 3625m kann man direkt vom Gipfel auf den Vernagtferner abfahren. Es können aber auch die Verhältnisse ungünstiger ausfallen, sodass man den bis zu 40° steilen oberen Teil der Südflanke absteigen muss. In diesem Fall können unter Umständen Steigeisen und ein Eispickel wertvolle Dienste leisten. Die weitere Abfahrt über den Vernagtferner ist dann problemlos. Bei Pt.3040m fellt man neuerlich auf und steigt in angenehmer Steigung unschwer in Richtung Taschachjoch 3236m auf. Von hier geht es auf den westlichen Teil des Taschachferners und weiter zum Urkundsattel 3060m. Der Übergang über das Taschachjoch 3236m stellt keine alpine Herausforderung dar und ist auch lawinentechnisch bei günstigen Verhältnissen gut einzuschätzen. Nur die Spaltengefahr ist stark zu berücksichtigen. Vom Urkundsattel 3060m setzt sich die Abfahrt im großteils 30° bis 40° geneigten Gletschergelände, welches zudem sehr spaltenreich ist, weiter fort. Am besten hält man sich dabei im orographisch ganz linken Teil des Gletschers. Diese Abfahrt ist nochmals ein Hochgenuss. Im Bereich des Taschachbruches (zwischen 2500m und 2700m), welcher während der letzten Jahre im Zuge des Gletscherrückzuges deutlich an Gefährlichkeit eingebüßt hat, erreichen wir den Hauptgletscher, wobei hier die Befahrung des Gletschers noch einmal höchste Vorsicht erfordert. Vor allem bei Schlechtwetter und bei geringer Schneelage kann die Spaltengefahr doch auch zum massiven Problem werden. Im Zuge des langgezogenen Taschachtales hat man nun in der Folge auf gut 5,5 Kilometern Länge zahlreiche Lawinenstriche zu passieren. Es ist somit von großem Vorteil, wenn sich die Lawinenstriche bereits im Vorfeld der Tour ausreichend entladen haben.
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Höhenprofil
Höhenprofil Hinterer Brochkogel 3625m Überschreitung
Für diese Tour sind (noch) keine Schneehöhen verfügbar!
Weitere Informationen finden Sie beim LWD-Tirol
FotosWebcamsHangneigungenGefahrenstellenInfrastrukturAV-HüttenOrteAufstiegs-VariantenAbfahrts-Varianten
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