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Do.,15.02.2018 - Grauer Kopf 2793m - Verwallgruppe!

Äußerst selten begangene Skitour, bei der das eigentliche Ziel die großartige Abfahrt vom Matnaljoch hinunter nach Mathon im Paznaun ist. Der Aufstieg erfolgt über die Friedrichshafner Hütte die steilen Südhänge hinauf an den Fuß des Grauen Kopfes 2793m. Wenn man nun im oberen Plateaubereich gegen Norden zu das Matnaljoch anpeilt, kann man einerseits den Gipfel recht einfach von der Nordseite her besteigen, andererseits eröffnet sich einem auch der Matnalkopf 2897m als Ziel. Diesen haben wir allerdings wegen der eingewehten, steilen Südflanke und wegen des eisig kalten Windes diesmal nicht bestiegen. Aber wie gesagt, der eigentliche Höhepunkt erwartet einen dann im gewaltigen Kessel der Matnalalm. Die Abfahrtshänge selbst sind nicht allzu steil, die Lawinengefahr ist dadurch relativ gut einschätzbar. Die mächtigen, den ganzen Kessel, sowie das Tal umrahmenden Steilhänge sollte man dafür umso besser im Auge behalten. Außerdem gilt's bei Pt. 1870m die Ausfahrt aus dem in der Folge schluchtartig sich verengenden Matanaltal zu finden. Ein gut markierter Wandersteig leitet einen dabei zu einem Fosrtweg, der hinab nach Mathon führt. Einsame, gewaltige Skitour für erfahrene Alpinisten! Orientierung ist hier alles!

Di.,13.02.2018 - Hintere Karlesspitze 2641m - Stubaier Alpen!

Durch das Wörgetal bei ca.20cm Neuschnee und arktischen Temperaturen. Hart an der Grenze, aber schlussendlich lohnend. Entsprechend den Temperaturen und dem Wochentag war es relativ ruhig.

Sa.,09.02.2018 - Hochreichkopf 3010m - Stubaier Alpen!

Von Niederthai über 1450 Höhenmeter zu einem etwas schwierig zu besteigenden Gipfel. Die unverspurten Hänge an diesem Gipfel haben uns von unserem eigentlichen Ziel, den bereits stärker verspurten Hängen an der Hohen Wasserfalle 3003m abgehalten. Dafür gesprochen haben auch die für Mitte Februar sehr stabilen Schnee-, sowie sicheren Lawinenverhältnisse, denn der Gipfelaufschwung am Hochreichkopf 3010m weist doch mehr als 40° Neigung auf. Aber sogar in dieser Höhenlage hat die Sonne, begünstigt durch den stabilen Schneedeckenaufbau, bereits gut angreifen können. Perfekte Bedingungen und in den sonnenabgewandten Lagen nach wie vor perfekten Pulverschnee.

Mi.,07.02.2018 - Kraspesspitze 2954m - Ötztaler Alpen!

Von Niederthai 1540m über die Guben-Schweinfurter Hütte 2028m zum Gipfel. Die Schneelage ist auch hier im inneralpin gelegenen Ötztal ausgezeichnet. Ab ca. 1800m Seehöhe verschwindet zumindest schattseitig die Schmelz-, bzw. Regenschicht. Sonnseitig haben Sonne und Wärme hingegen ganze Arbeit geleistet und zumindest bis gegen 2400m Seehöhe hinauf in steilen Sonnenhängen einen tragfähigen Firndeckel ausgebildet. Damit kann man im steilen Südwesthang oberhalb der Hütte in den Rinnen spielen zwischen Firn und Pulverschnee wechseln. Im darüber gelegenen Weiten Kar findet man durchgängig lockeren Pulverschnee vor. Auch im wiederum etwas steileren Gipfelhang waren die Bedingungen perfekt.

Neutour Seeköpfe 3061m - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 20.03.2015!
Das Tourenziel der Seeköpfe 3061m stellt im Madleintal ein zumeist einsames Tourenziel dar. Auf Grund des in der zweiten Hälfte der Tour zumeist sehr steilen und teils sogar ausgesetzten Geländes sollte diese auch nur als Firntour im Frühjahr angegangen werden. Aber auch bei besten Firnverhältnissen sind die besten Winterbergsteiger immer noch ausreichend gefordert. Vor allem in der oberen, sehr steilen Gipfelregion ist Stürzen quasi verboten, da darunter abschüssiges Felsgelände wartet. Man sollte somit sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt konzentriert bleiben, zumal ja auch der letzte Teil des Gipfelanstieges in leichter, ausgesetzter Kletterei (Sommerbewertung: II-alpiner Schwierigkeitsgrad) nicht jedermanns Sache ist. Die Einsamkeit des Tourenziels manifestiert sich auch dadurch, dass ein Gipfelkreuz fehlt, man also hier oben kaum Besucher erwartet. Wenn nun der Schnee ideal aufzufirnen beginnt, dann erwartet einen eine sich über 1700 Höhenmeter erstreckende, spektakuläre, sowie anspruchsvolle, vor allem aber eine ausgesprochen genussvolle Abfahrt über den Madleinsee hinab ins Madleintal und weiter nach Ischgl.
Neutour Seeköpfe 3061m - Verwallgruppe!

Neutour Piz Sursass 2910 - Direkte Nordabfahrt - Sesvennagruppe!

Aufgenommen, am 28.03.2014!
Der Aufstieg auf den Piz Sursass 2910m wird bereits bei der Tour „Piz Sursass 2910m – Normalroute“ ausführlich beschrieben. Bei diesem Tourenvorschlag geht es nun vor allem um die großartige Abfahrtsvariante, die sich einem an der Nordseite des Piz Sursass 2910m erschließt. Während schneereicher Winter und bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen kann man diese Abfahrtsvariante als Alternative zur Abfahrt im Bereich der Normalroute durchaus ins Auge fassen. Allerdings konnte man das Gelände während des Aufstiegs nicht einsehen und es handelt sich auch um anders exponiertes Gelände. Außerdem bewegt man sich im Mittelteil der Abfahrt in einem sehr engen Tobel, aus dem es dann praktisch kein Entkommen mehr gibt. Zudem gilt es dann im unteren Teil dieses Tobels die Ausfahrt rechtzeitig zu erwischen. Mit genügend bergsteigerischer Erfahrung und einer gewissenhaften Vorbereitung wird man diese Herausforderungen aber gut meistern können und eine grandiose Abfahrt erleben. Bei dieser kann man direkt vom Gipfel zunächst über den breiten Nordwestgrat etwas abfahren bis man an eine Scharte gelangt, die eine Abfahrt in den obersten Bereich ermöglicht. Ein mehr als 40° steiler Nordhang wartet auf uns und stellt wohl die lawinengefährdetste Passage dar. Danach geht es deutlich sanfter durch das Val Soncha bis zur Hochalm Marangun Sursass. Traumhaft schönes und unberührtes Skigelände vom Feinsten. Ab der Hochalm wird das Gelände wieder steiler und es geht nun über einen 30° bis 35° steilen Nordhang hinab in das Tobel des Sursassbaches. Nordexposition, sowie Erlen und Stauden begünstigen hier sicherlich die Schwimmschneebildung, was man im Hinterkopf haben sollte. Im Zuge eines sehr schneereichen Winters ist diese Gefahr normalerweise sicherlich geringer. Und trotzdem hat dieses Tobel seine Tücken, da man ihm für längere Zeit nicht richtig entkommen kann und man es ständig mit steilen Seitenhängen zu tun hat, aus denen ja jederzeit ein Schneebrett abgehen könnte, womit man dann absolut in der Falle wäre. Aber auch wenn die Verhältnisse hier optimal sind, muss man trotzdem konzentriert bleiben, da man etwa bei Pt.1630m den „Ausgang“ aus dem Tobel nicht versäumen darf. Dabei hilft, dass sich diese Stelle genau im Lawinenstrich „Lavinar da Saglias“ befindet. Somit hat man einen weiteren Anhaltspunkt und kann nun entlang eines Wandersteiges aus dem Tobel herausqueren. Am Ende gelangt man über einen weiteren Lawinenstrich, sowie eine schöne Wiese an die Fahrstraße, die nach Sur En führt. Es sind dann nur noch wenig Meter zurück zum Parkplatz.
Neutour Piz Sursass 2910 - Direkte Nordabfahrt - Sesvennagruppe!

Neutour Äußerer Bärenbartkogel 3471m - Direkte Nordabfahrt - Ötztaler Alpen!

Aufgenommen, am 13.04.2103!
Der Äußere Bärenbartkogel 3471m ist das beliebteste Tourenziel im hinteren Langtauferertal. Dazu trägt unter anderem auch das hochalpine Ambiente bei, handelt es sich doch um eine Gletschertour. Aber bei diesem Tourenziel passt auch gut das Verhältnis zwischen Aufstieg und Abfahrt zusammen. Man spult nämlich nicht endlos Kilometer und Höhenmeter ab, um dann am Ende eine langweilige Abfahrt präsentiert zu bekommen, sondern hat sowohl bei der Normalabfahrt über den Bärenbartferner, als auch bei der direkten Nordabfahrt über den Freibrunnerferner jeweils einen abfahrerischen Leckerbissen vor sich. Dies gilt ganz besonders bei der hier beschriebenen Abfahrtsvariante über den Freibrunnerferner. Allerdings braucht’s dabei absolut sichere Lawinenverhältnisse, da man sich gerade in der Abfahrt über 1200 Höhenmeter hinweg fast durchwegs im nordexponierten Lawinengelände bewegt. Deshalb sollte diese Tour generell erst frühestens ab April ins Auge gefasst werden. Dann nämlich findet man auch in der Nordseite des Äußeren Bärenbartkogels gesetztere Schneeverhältnisse vor. Eine Unbekannte ist allerdings der Rückzug der Gletscherzunge am Freibrunnerferner, womit sich die Bedingungen von Jahr zu Jahr stärker verändern können. Dies sollte man nie ganz außer Acht lassen, zumal man ja im Aufstieg diese Passagen nicht entsprechend einsehen kann.
http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/langtaufer/baerenbartkogel_aeusserer_nord
Neutour Äußerer Bärenbartkogel 3471m - Direkte Nordabfahrt - Ötztaler Alpen!

Mi,24.01.2018 - Dawin/Gratl - Lechtaler Alpen!

Wer früh am Morgen unterwegs ist, findet nach klarer Nacht südseitig bereits wieder einen tragfähigen Harschdeckel bis gegen 1800m Seehöhe hinauf vor. Bei einem Start auf 900m Seehöhe in Pians sind das durchaus verlockende Aussichten, zumal obenauf in schattigen Bereichen bis zum Gratl auf 2100m Seehöhe lockerer Pulverschnee liegt. Die aktuellen Schneehöhen sind ausgesprochen überdurchschnittlich, nicht nur auf einen Gesamtwinter gesehen, sondern insbesondere für den Zeitpunkt drittes Jännerdrittel. Der Winter hat ja erst begonnen und der Geländepuffer ist für den Schnee oftmals schon aufgebraucht, was zukünftig bei der Lawinenbeurteilung infolge von Neuschneefällen berücksichtigt werden sollte. Wenn Schneebretter reißen, so können diese ab sofort viel leichter ein größeres Ausmaß annehmen, als man das von den letzten Wintern gewohnt war. Darauf sollte man in der Beurteilung unbedingt Rücksicht nehmen. Anbei noch ein paar Schneeimpressionen vom Dawin.

Mo,15.01.2018 - Vernungkopf 2870m - Sesvennagruppe!

In der Reschenregion gibt es momentan so viel Schnee wie schon lange nicht mehr, geschweige denn um diese Jahreszeit. Dazu kommt, dass die mächtige Schneedecke, wie in allen anderen Regionen perfekt gesetzt ist, wie man es sich eben so wünscht. Die ideale Zeit für eine Tour auf den Vernungkopf 2870m ist sicherlich das Frühjahr, weil man sich bei Firnbedingungen im langen Flachstück zwischen Brugger und Oberdörfler Alm deutlich leichter in der Abfahrt tut. Bei einer Aufstiegslänge von 10km auf 1480 Höhenmetern ist man natürlich froh, wenn man in der Abfahrt nicht mehr in den Schiebemodus übergehen müsste. Trotzdem hat die Tour auch im Hochwinter ihren besonderen Reiz, weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, hier absolut einsam am Weg zu sein.

Sa,13.01.2018 - Piz Dora 2951m - Ortler Alpen!

Die Tour wurde von Fuldera aus angegangen. Die Schneelage präsentiert sich im Münstertal nach drei schneeärmeren Wintern wieder einmal von ihrer perfekten Seite. Bereits im Tal liegt ein halber Meter bis ein Dreiviertelmeter Schnee. Die Schneedecke ist über den gesamten Tourenverlauf gut gesetzt und als Auflage gibt es gut 30 Zentimeter Pulverschnee, der vom Niederschlagsereignis vom Dienstag dieser Woche herstammt. Die Gipfelregionen sind allerdings stark vom Wind beeinflusst, steile Nordhänge weisen oftmals starken Schneeeintrag aus südlicher Richtung auf.

Neutour Hirschpleiskopf 2546m - Lechtaler Alpen!

Aufgenommen, am 19.01.2013!
Der Hirschpleiskopf 2546m steht im Schatten des Stanskogels 2757m und wird dementsprechend nur selten als Skitour angegangen. Dabei hat man es hierbei mit einem lohnenden Tourenziel zu tun, dessen 30° bis 35° steile Westflanke zum Teil recht elegant umgangen werden kann. Vor allem aber wir diese steile Westflanke mit der höher steigenden Sonne verstärkt mit Energie versorgt, sodass sich hier der Schnee dann ab Februar deutlich zu setzen beginnt. Aber auch die auftretenden Winde aus zumeist westlicher Richtung sorgen dafür, dass der Schnee aus dieser Westflanke meist abtransportiert, denn abgelagert wird. Das verbessert die Situation hier grundsätzlich, doch sollte man nie außer Acht lassen, dass das Arlberggebiet einfach zu den schneereicheren Regionen gehört und somit steilere Hänge nach Neuschneefällen immer wieder kritisch beurteilt werden müssen.
Neutour Hirschpleiskopf 2546m - Lechtaler Alpen!

Neutour Piz Terza 2908m von Fuldera aus - Sesvennagruppe!

Aufgenommen, am 09.01.2014!
Der Piz Terza 2908m ist wohl das beliebteste und am häufigsten bestiegene Skitourenziel im Münstertal. Die meisten Skibergsteiger starten in Lu 1922m, im Hoch- und Spätwinter aber bietet sich auch ein Start direkt im Münstertal in Fuldera 1640m an. Dabei gewinnt man nochmals 300 sehr schöne Abfahrtsmeter hinzu. Aber man muss diese natürlich auch im Aufstieg absolvieren, sodass die Tour dann auch deutlich ausgedehnter ausfällt. Über schöne und offene Wiesenhänge, sowie teils lichtes Waldgelände erfolgt der Aufstieg hinauf zur Alp Tabladatsch. Die Orientierung fällt nicht schwer, einmalig muss die Fahrstraße hinauf nach Lü überquert werden. Ab der Alp Tabladatsch folgen wir dem Sommerweg und damit dem weitläufigen, sowie sanft geneigten Val Morain. Ab der Fuorcla Sassalba nimmt die Geländeneigung nun zwar etwas zu, doch gefährlichere Lawinenhänge sind auch weiterhin kaum auszumachen. Das Gelände bleibt schön kupiert, eventuelle Steilstellen können gut umgangen werden. Somit gewinnt man auch im Schlussanstieg problemlos Höhe und erreicht unschwer den Gipfel. Die Abfahrt hält sich weitgehend an den Aufstieg. Lediglich unterhalb der Alp Tabladatsch sucht man die direktere Abfahrtslinie über Urschai hinab nach Fuldera 1640m.
Neutour Piz Terza 2908m von Fuldera aus - Sesvennagruppe!

Mi,10.01.2017 - Lange Pleis 2200m - Lechtaler Alpen!

Von Pians über 1300 Höhenmeter an den Fuß der Dawinspitze. Regen, Nässe und Wärme der letzten Zeit haben südseitig wahrscheinlich bereits bis in eine Höhe um 2200m für einen tragfähigen Schmelzharschdeckel gesorgt. In der Langen Pleis wurde dessen Ausbildung sicherlich durch die Lawineneinträge der letzten Zeit begünstigt, doch auch abseits der Lawinenkegel deutet alles auf diesen tragfähigen Schmelzharschdeckel hin. In steilen, direkten Südhängen könnte dieser wohl auch noch weiter hinauf reichen. Der Abfahrtszeitpunkt um 13:00 Uhr war nicht zu spät gewählt, die tief stehende Sonne benötigt bei diesen für die Jahreszeit relativ milden Temperaturen ihre ganze Kraft, um den Deckel auffirnen zu lassen. In den schattigen Bereichen tat sich jedenfalls nichts. Trotzdem reichte es für eine jahreszeitlich verfrühte Firnabfahrt bis gegen 900m Seehöhe hinab. Wie am Foto zu sehen, hatte man es in der Langen Pleis auch noch mit ein paar Zentimeter Pulverschnee von gestern Morgen zu tun.

Fr.,29.12.2017 - Peziner Spitze 2550m Normalroute - Verwallgruppe!

Ein perfekter Skitourentag hier in der östlichen Verwallgruppe. Viel braucht man über die heutigen Bedingungen nicht schreiben, die sind ja morgen schon wieder Geschichte. Für den einen oder anderen von Interesse ist aber, dass die Wärme der letzten Zeit an den direkten Südhängen am Peziner ganze Arbeit geleistet und oftmals einen tragfähigen Schmelzharschdeckel ausgebildet hat. Zu den 20 bis 30cm Pulverschnee kommt jetzt nochmals ein größeres Paket schwerer Neuschnee am Wochenende hinzu, was für die Lawinengefahr nicht ideal ist, da dieser auf dem Harschdeckel dann sehr leicht abrutschen kann. Vor allem dann am Sonntag, wenn zur Wärme auch noch die Sonneneinstrahlung sich hinzu gesellt. Deshalb sollte man dieser Tour dann doch etwas Zeit einräumen, bis es wieder kälter wird.

Neutour Weißseejoch Spitze 3044m - Ötztaler Alpen!

Aufgenommen, am 17.12.2012!
Kurze Skitour über 500 Höhenmeter, welche man aber mit einer zusätzlichen Abfahrt in Richtung Langtauferertal, sowie einen weiteren Aufstieg von hier zurück zum Weißseejoch 2965m durchaus in die Länge ziehen kann. Die Tour kann auf Grund der Höhenlage oftmals schon im Frühwinter und dann bis hinein ins Frühjahr begangen werden. Dabei hat man zu jeder Zeit die Aufmerksamkeit auf die sehr steile Südflanke zu lenken. Richtig sichere Verhältnisse findet man hier nur im Frühjahr bei perfekten Firnverhältnissen vor. Vor allem bei kalten, nördlichen Strömungen kann die Südflanke leicht eingeweht werden und gefährliche Schneebretter „beherbergen“, wie wir es selbst durch eine von uns im Zuge des Aufstiegs am abgewehten Nordgrat fernausgelöste Lawine mitverfolgen konnten.
http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/kaunertal_weisssee/weissseejoch_spitze_kaunertal
Neutour Weißseejoch Spitze 3044m - Ötztaler Alpen!

Di.,26.12.2017 - Thialkopf 2398m - Samnaungruppe!

Auch hier im östlichsten und damit normalerweise dem schneeärmsten Teil der Samnaungruppe herrschen beste Tourenbedingungen vor. Es war nun schon mehrere Jahre nicht mehr gut möglich über die Aufstiegsvariante von Tobadill ab dem Zirmegg den Nordrücken bei ausreichend Schnee bis zum Gipfel zu begehen. Doch heuer wartet der Frühwinter hier im Westen Tirols ganz generell mit guten Schneebedingungen auf, was sich dann auch in der Abfahrt zeigte. Dazu stiegen wir vom Gipfel über den Grat in Richtung Gatschkopf nochmals einige Höhenmeter auf, um zu der schönen Nordwestflanke zu gelangen, die bereits im Gipfelbereich für beste Abfahrtsbedingungen sorgte. Absolut perfekte Schneebedingungen bot auch "der Larchhang" bis hinab zur Flathalm und weiter im Tobel des Flathbaches. Im unteren Teil desselben wurde es mit den Stauden schon mal etwas eng, aber angesichts des frühen Datums kann man keinesfalls klagen. Auch hier am Thialkopf galt neuerlich, dass ab ca. 1500m Seehöhe in den Nordlagen Pulverschneeverhältnisse vorherrschen. Darunter allerdings muss man Bruchschneeverhältnisse akzeptieren, was uns aber in den Waldpassagen nicht mehr allzu viel ausmachte.

Sa.,23.12.2017 - Vorderes Kreuzjoch 2845m - Samnaungruppe!

In der Samnaungruppe liegt gegenüber den beiden etwas nördlicher gelegenen Gebirgsgruppen der Verwallgruppe und den Lechtaler Alpen weniger, jedoch immer noch ausreichend Schnee, um eine für diese Jahreszeit tolle Skitour zu machen. Vor allem in den sehr steinigen Regionen, sowie im Bereich der Grate und Gipfel kann's stellenweise schon mal knapp mit dem Schnee hergehen. Dafür ist auch hier der Aufbau bestens und die Unterlage grandios, sodass man auch in den Waldregionen derzeit schon fast alles problemlos fahren kann, zumindest oberhalb von 1500m Seehöhe. Denn darunter haben der Regen und die anziehende Kälte einen markanten Harschdeckel ausgebildet, der fast schon wieder tragfähig war. In jedem Fall wartet die Samnaungruppe mit sehr guten Schneeverhältnissen auf, auf die richtige Tourenauswahl ist jedoch wert zu legen, um ein optimales Skitourenerlebnis einfahren zu können.

Neutour Die Umrundung der Kappler-Joch Spitze 2843m - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 23.02.2014!
Die Tour um die Kappler-Joch Spitze 2843m verbindet das Paznaun mit dem Stanzertal. Die Aufstiegsmeter reduziert man mit Hilfe der Aufstiegshilfen im Kappler Skigebiet von 2270 auf 1160 Höhenmeter. Die erste Bergfahrt ist ab 08:30 Uhr am Morgen möglich und man kann eine reine Bergfahrtkarte erwerben. Mit Hilfe von drei Aufstiegshilfen gelangt man zum Alblittkopf 2644m, von wo man gegen Osten bis zu Pt.2440m abfährt. Das heißt, am Morgen vorauseilend aufzufellen, kann man sich sparen. Der erste Aufstieg führt uns ins Richtung Schmalzgrubenscharte 2697m. Dieser Sommerübergang von der Niederelbehütte hinüber zur Edmund-Graf Hütte sollte sich eigentlich als der natürlichste Übergang vom Paznaun ins Malfontal anbieten. Doch man umgeht besser die sehr steile, mehr als 40° geneigte Südflanke unterhalb der Scharte und strebt einen etwas sanfteren, jedoch immer noch steilen und damit lawinengefährdeten Übergang zwischen der Schmalzgrubenscharte 2697m und dem Welskogel 2878m an. Mit diesem Übergang erreicht man auch die etwas weniger steilen Einfahrtshänge ins Malfontal, als dies an der Schmalzgrubenscharte 2697m der Fall wäre. Also in Summe nimmt man hier ein wenig Gefahrenmoment aus dem Tourenverlauf heraus, trotzdem sollte man diese Tour nur bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen überhaupt ins Auge fassen. Denn nicht nur hier fährt man komplett anders exponierte Hänge ab als beim Aufstieg. Auch am Kappler-Joch 2672m wird dies der Fall sein. Hinzu gesellt sich auch immer wieder steiles bis sehr steiles Gelände, was einen hinab ins Malfontal fast ständig begleiten wird. Im Bereich der Hinteren Malfonalm 1825m endet unsere erste Abfahrt im freien Tourengelände. Der nun nachfolgende Aufstieg zum Kappler-Joch 2672m verläuft in meist einsamem, hochalpinem Gelände. Zu erreichen ist das Joch dafür ohne größere skitechnische Schwierigkeiten. Zudem ist das Aufstiegsgelände immer gut einsehbar. Nun folgt die zweite, großartige Abfahrt durch meist unverspurte, nach Osten hin exponierte Skihänge. Diese lange, sich über 8 Kilometer erstreckende Abfahrt führt uns bei ausreichender Schneelage zurück in den Paznauner Talboden direkt an die Paznauntalstraße. Ab hier sollte es zumindest für eine Person gut möglich sein, die kurze Strecke bis zur Talstation der Bergbahnen per Anhalter mitgenommen zu werden. Damit geht eine großartige, hochalpine Überschreitung zu Ende, bei der man nicht nur Kraft und Ausdauer für die Aufstiege, sondern auch für die herrlichen Abfahrten benötigt.
Neutour Die Umrundung der Kappler-Joch Spitze 2843m - Verwallgruppe!

Mi,13.12.2017 - Niederjöchl 2310m von Pirchegg aus - Verwallgruppe!

Die Tourenziele an der Südseite der Verwallgruppe im Bereich Niederjöchl und Pezinnerspitze haben letzte Woche noch darunter gelitten, dass auf den ersten 200 Höhenmetern noch zu wenig Schnee lag. Die Niederschläge der letzten Zeit, zusammen mit den Temperatursprüngen haben aber mittlerweile dafür gesorgt, dass sich nun auch zu Beginn der Touren ein dünner, aber trotzdem ein tragfähiger Harschdeckel ausgebildet hat. Darauf lagern 10cm Pulverschnee. Diese Neuschneedecke wuchs bis zum Gipfel deutlich an. Pulverschnee, strahlender Sonnenschein, unverspurte Hänge und ein ungetrübtes Schwungvergnügen vom Anfang bis zum Ende.

Do.07.12.2017 - Überschreitung Vertineskopf 2685m - Hohe Köpfe 2608m - Verwallgruppe!

Wie schon zuvor in der nahe gelegenen Nördlichen Silvretta liegt auch hier in der Westlichen Verwallgruppe oberhalb von 1800m bis 2000m bereits eine ansehnliche Schneedecke und man profitiert aktuell von einem stabilen Schneedeckenfundament. Diese guten Verhältnisse gaben uns dann auch beim doch recht steilen Übergang von der Friedrichshafner Hütte hinüber auf die Fasulseite im Bereich der Scharte beim Vertineskopf 2685m die nötige Sicherheit. Vom Gipfel ging es nordseitig hinab bis zum Schottensee 2480m. Von da der neuerliche Aufstieg hinauf zur Scharte und Abfahrt an der Südseite in Richtung Friedrichshafner Hütte bis Pt.2350m. Und weil an den Hohen Köpfen 2608m kaum eine Abfahrtsspur zu sehen war und der Pulverschnee lockte, ging es auch noch dort hinauf. In Summe 1540 Höhenmeter Aufstieg und ebenso viele Höhenmeter Abfahrt bei strahlendem Sonnenschein an einem tief blauen Himmel.

Neutour Welskogel 2797m - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 19.01.2013!
Der Welskogel 2878m ist kaum in einem Kartenwerk verzeichnet und wird deshalb neben der Kappler-Joch Spitze 284m, welche sogar um ein paar Höhenmeter niedriger ist kaum, wahrgenommen. Trotzdem handelt es sich um ein sehr lohnendes Tourenziel, das bei sehr günstigen Lawinenverhältnissen auch schon im Hochwinter angegangen werden kann. Die südseitige Exposition kann auch schon während des Hochwinters die Schneesetzung fördern. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass man sich in der Gipfelregion wiederholt in sehr steilem Gelände um 40° und auch steiler bewegt. Der erfahrene Skibergsteiger kann aber das durchwegs gut kupierte Gelände für sich gut ausnützen, um so das Risiko zu minimieren und die letzten Höhenmeter im Stapf, um zum Gipfel zu gelangen, kann man ja im Zweifelsfall streichen. Die Abfahrt in den Bereich des Diastobels, das mittlerweile durch einen massiven Lawinendamm unterbrochen ist, erfolgt großteils abseits der Aufstiegsspur. Um das Lawinenrisiko massiv zu reduzieren, ist es grundsätzlich die Tour als Frühjahrsfirntour anzulegen, dann wird auch das Erreichen des Gipfelziels kein zusätzliches Gefahrenmomentum darstellen. Ein Tipp, der wiederum für den Hochwinter gilt, wenn noch bis zur Talsohle des Paznauns eine geschlossene Schneedecke vorzufinden ist. Ab Oberhaus kann man dann über eine Abfahrtsvariante noch 300 zusätzliche Höhenmeter an Abfahrt hinzugewinnen.
Neutour Welskogel 2797m - Verwallgruppe!

So.03.12.2017 - Hennekopf 2704m - Silvretta!

Erste, alpine Skitour in diesem angehenden Winter. Die Niederschläge der letzten Wochen, samt den wechselnden Temperaturverhältnissen haben in der Höhe generell eine gegenüber den letzten Jahren bereits im Frühwinter grundsätzlich sehr kompakte und relativ mächtige Unterlage in Höhen oberhalb von ca. 2000m Seehöhe geschaffen. Die Nachschau hat dies zumindest einmal in der nördlichen Silvretta zu unserer Freude bestätigt.

Neutour Grauer Kopf 2738m!

Aufgenommen, am 16.02.2015!
Sucht man im Bereich der Friedrichshafner Hütte 2138m abseits der mittlerweile viel begangenen Route auf die Hohen Köpfe 2608m ein lohnendes Tourenziel, so bietet sich unter anderem der Graue Kopf 2793m an. Genauer gesagt stellt bereits der südliche Vorgipfel mit 2738m das Tourenziel dar, da es wenig Sinn macht den langen Südgrat noch zu besteigen um grad mal 55 zusätzliche Höhenmeter zu gewinnen, die aber skifahrerisch eh nicht genutzt werden können, zumal so schon ab dem Skidepot eine kleine Kletterei (je nach Schneeverhältnisse auch im Stapf) zu absolvieren ist. Idealerweise absolviert man die Tour im Frühjahr bei Firnbedingungen, dann ist man einerseits im ersten bis zu 40° steilen Südhang im Aufstieg und andererseits im 40° steilen Gipfelhang in der Abfahrt sicher unterwegs.
Neutour Grauer Kopf 2738m!

Neutour Überschreitung Peziner Spitze 2550m - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 14.12.2014!
Im östlichsten Teil der Verwallgruppe, am Talanfang des Paznaun, befinden sich an der Südabdachung des Hauptkamms mehrere schöne, südseitig gelegene Tourenziele. Zumal hier die Almflächen und Hochwiesen die Waldgrenze auf ca. 1700m Seehöhe in Richtung Tal drängen, eröffnen sich einem skifahrerisch gesehen ein paar sehr lohnende Tourenziele, die zudem meist vielfältige Aufstiegs- und Abfahrtsvarianten aufweisen. Ein solches Tourenziel, das mehrere solcher Varianten aufweist, ist die Peziner Spitze 2550m. Bevor wir aber von Langesthei aus den Gipfel erreichen, steuern wir zunächst das Niederjöchl 2346m an, um von hier aus die schön gelegenen und nur selten befahrenen Nordhänge hinab zur Grossgfallalm 1972m noch mitnehmen zu können. Besondere Vorsicht gilt auf den letzten Metern hinauf zum Niederjöchl 2346m. Die kurze, aber steile Südflanke mündet unter uns in eine große Mulde, in die man mit einem Schneebtrett lieber nicht hineingedrückt werden möchte. In der Abfahrt weist lediglich der erste Hangabschnitt eine bedeutende Steilheit auf, die es zu beachten gilt. Danach folgt perfektes, nicht allzu steiles Abfahrtsgelände. Ab der Grossgfallalm 1972m beginnt der Anstieg hinauf zur Peziner Spitze 2550m. Die Nordflanke weist ein schön kupiertes Aufstiegsgelände auf, bei dem man mit einer routinierten Spuranlage, den unter Umständen etwas heimtückischen, weil oftmals stark vom Wind beeinflussten Mulden und Senken gut ausweichen kann. In Summe hält man sich im Aufstieg im nur wenig geneigten Gelände in östlicher Richtung bis auf Höhe eines markanten Steinmanderls, wo man aus der Nordflanke heraus auf den im Aufstieg relativ sicheren Nordgrat ausweichen kann. Entlang diesem gelangt man dann bis zum Gipfel. In der Abfahrt bietet sich bei optimalen Schnee- und sicheren Lawinenverhältnissen die großartige Variante durch das Flungtobel an. Wer allerdings eine etwas sichere Variante bevorzugt, der kann sich aber in der Abfahrt auch an den Verlauf der Normalroute hinauf zur Peziner Spitze 2550m im Bereich der großangelegten Lawinenverbauungen halten.
Neutour Überschreitung Peziner Spitze 2550m - Verwallgruppe!

Neutour Valluga 2809m - Lechtaler Alpen!

Aufgenommen, am 25.04.2012!
Die Valluga 2809m liegt inmitten des lifttechnisch erschlossenen Großskigebietes Arlberg und gehört zu den bekannten, sowie klangvollen Bergnamen der Lechtaler Alpen. Der Gipfel selbst beherbergt eine kleine Liftstation, sodass dieser Berg eigentlich kein geeignetes Tourenziel für Skitours Paradise wäre. Hierbei machen wir aber eine Ausnahme, da die Valluga 2809m außerhalb der winterlichen Saisonzeiten, also im Spätherbst, sowie ab Ende April auf Grund der schneereichen Situation am Arlberg, ein sehr lohnendes Skitourenziel darstellen kann. Nicht selten markiert eine Skitour auf die Valluga 2809m den Beginn, beziehungsweise das Ende der winterlichen Tourensaison. Und hierbei profitiert man wiederum von den künstlich beschneiten Skipisten von Rauz 1635m hinauf zum Valfagehrjoch 2543m. Das heißt aber nicht, dass diese Tour als klassische Pistenskitour zum Empfehlen wäre. Dafür ist die Tour skitechnisch einfach zu anspruchsvoll und dafür beinhaltet der Gipfelanstieg ein zu großes Lawinengefahrenpotential. Sowohl der Schlussanstieg über die Normalroute, als auch über die Variante „Südrinne“ verläuft durchwegs im mehr als 40° steilen freien Skiraum. Der Anstieg über die Südrinne stellt dabei durchaus eine ansprechende Alternative bei zum Beispiel sicheren Firnverhältnissen, oder auch im Frühwinter bei noch wenig Schneeauflage dar, zumal die Ostflanke hinauf zum Vallugagrat zumeist stark mit Schnee eingeblasen sein kann. Zu erwähnen ist auch noch, dass man bei der Abfahrt sich nochmals auf den rund 35 Höhenmeter umfassenden, kurzen Gegenanstieg vom Vallugakar hinauf zum Valfagehrjoch 2543m einstellen muss.
Neutour Valluga 2809m - Lechtaler Alpen!



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Gamsbergspitze - Wintergipfel 2620m von See aus!
10. Feb. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Für alle jene die Höhenmeter (1650 Höhenmeter) hamstern wollen bietet sich diese Variante von See hinauf zur Versingalm an. Vorsicht, im ersten Teil bewegt man sich auf der Rodelbahn. Man muss unbedingt früh genug dran sein. Dann geht's im Bereich des Schaller Baches bis zur Versingalm. Für den hier stark kupierten Untergrund liegt nun genug Schnee, sodass man sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt problemlos vorankommt. Ab der Versingalm hält man sich an den Standardaufstieg. Aktuell herrschen perfekte Pulverschneebedingungen, wobei aber die Hänge zwischen Gipfel und Versingalm nach dem heutigen Tag nun mehr stark verspurt sind. Von der Versingalm kommt man nun auch problemlos in das Tobel des Schaller Baches hinab. Zur Strecke »

So,27.01. Rauhkopf 2366m in der Pfundser Tschey!
27. Jan. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Ein unbedeutender Gipfel neben dem alles dominierenden Hochjoch 2896m. Doch die knapp 770 Höhenmeter Aufstieg können hier 1:1 in herrliche Pulverschwünge umgesetzt werden. Das macht die Tour so attraktiv. Wer allerdings primär Höhenmeter ausfassen will, der wird diesen Gipfel links liegen lassen. Dabei gibt es einmal die Möglichkeit der Abfahrt über die Wannerböden, über die man aufgestiegen ist und über die man den Westrücken erreicht, der hinauf zum Hochjoch 2896m zieht. Doch der eigentliche Reiz, ist die direkte Nordabfahrt hinab in das westlichste Tobel, das in den Riedwald und weiter zum Riedwaldbach führt. Allerdings sind dies im Normalfall sehr steile, lawinengefährdete Hänge. Doch heute konnte man es wagen und die Verhältnisse gaben uns Recht. Spätestens ab der Waldgrenzen bei ca.2200m war die Altschneedecke kompakt genug, sodass keine Gefahr mehr Bestand im Altschnee einzubrechen. Die häufig große Lawinengefahr hier an den steilen Nordhängen zwischen Rauhkopf 2366m und Hochjoch 2896m machen vor allem zwei Umstände aus. Einmal die hier häufig vorherrschende Schneearmut, sodass sich leicht ein Schwimmschneefundament bilden kann. Und dann die große Windanfälligkeit dieses Kamms. Insbesondere Südwind kann dann leicht Schneebretter auf einem Schwimmschneefundament ablagern.

Sa,26.01. Kegelkopf 2837m in der Samnaungruppe!
26. Jan. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Der Gipfel des Kegelkopfes ist eigentlich der absolute Höhepunkt jenes Grates, welcher beim Thialkopf 2398m beginnt, beim Gatschkopf 2588m seine Fortsetzung findet und am Kegelkopf 2837m endet. Von Tobadill 1220m sind es gut 1700 Höhenmeter, von Pians waren es heute an die 2000 Höhenmeter bis zum Gipfel. Und diese großartige Gratüberschreitung beginnt eigentlich bereits beim Zirmegg 2073m, ab dem Thialkopf wird der Aufstieg dann richtigehend alpin. Eine Tour ausschließlich für den erfahrenen,alpinen Winterbergsteiger. Die Abfahrtsverhältnisse waren überraschend positiv, wenn man bedenkt, dass während der letzten Tage der föhnige Südwind die Schneedecke mancherorts ordentlich in Mitleidenschaft gezogen hat. Hier aber im großartigen Hochkar oberhalb der Flathalm war der Pulverschnee nach wie vor makellos. Einzig die aufbauende Umwandlung im grobblockigen Gelände sorgte stellenweise für Kollisionsgefahr mit den knapp unterhalb der Schneedecke lauernden Steinen. Ab dem Lärchhang hinunter zur Flathalm aber zeigte sich die Schneedeckenbasis recht gut gesetzt, das Pulververgnügen damit uneingeschränkt makellos.

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