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Neutour Valluga 2809m - Lechtaler Alpen!

Aufgenommen, am 25.04.2012!
Die Valluga 2809m liegt inmitten des lifttechnisch erschlossenen Großskigebietes Arlberg und gehört zu den bekannten, sowie klangvollen Bergnamen der Lechtaler Alpen. Der Gipfel selbst beherbergt eine kleine Liftstation, sodass dieser Berg eigentlich kein geeignetes Tourenziel für Skitours Paradise wäre. Hierbei machen wir aber eine Ausnahme, da die Valluga 2809m außerhalb der winterlichen Saisonzeiten, also im Spätherbst, sowie ab Ende April auf Grund der schneereichen Situation am Arlberg, ein sehr lohnendes Skitourenziel darstellen kann. Nicht selten markiert eine Skitour auf die Valluga 2809m den Beginn, beziehungsweise das Ende der winterlichen Tourensaison. Und hierbei profitiert man wiederum von den künstlich beschneiten Skipisten von Rauz 1635m hinauf zum Valfagehrjoch 2543m. Das heißt aber nicht, dass diese Tour als klassische Pistenskitour zum Empfehlen wäre. Dafür ist die Tour skitechnisch einfach zu anspruchsvoll und dafür beinhaltet der Gipfelanstieg ein zu großes Lawinengefahrenpotential. Sowohl der Schlussanstieg über die Normalroute, als auch über die Variante „Südrinne“ verläuft durchwegs im mehr als 40° steilen freien Skiraum. Der Anstieg über die Südrinne stellt dabei durchaus eine ansprechende Alternative bei zum Beispiel sicheren Firnverhältnissen, oder auch im Frühwinter bei noch wenig Schneeauflage dar, zumal die Ostflanke hinauf zum Vallugagrat zumeist stark mit Schnee eingeblasen sein kann. Zu erwähnen ist auch noch, dass man bei der Abfahrt sich nochmals auf den rund 35 Höhenmeter umfassenden, kurzen Gegenanstieg vom Vallugakar hinauf zum Valfagehrjoch 2543m einstellen muss.
Neutour Valluga 2809m - Lechtaler Alpen!

Neutour Kaltenberg 2896m von Langen aus - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 19.04.2014!
Der Kaltenberg 2896m ist ein beliebtes Tourenziel, da dieser während der Wintersaison vom Albona-Skigebiet aus erreicht werden kann. Hier ist also zumeist einiges los, was aber eine Skitour auf den Kaltenberg 2896m deswegen nicht zu einem einfacheren, oder gar sicheren Unternehmen macht. Im Gegenteil, gerade bei dieser Variante von Langen aus ist man sowohl konditionell, als auch skitechnisch sehr gefordert und man befindet sich fast durchwegs im lawinengefährdeten Gelände. Deshalb ist ein Aufstieg von Langen auch nur bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen anzuraten. Dass viele der Hänge recht häufig von Variantenfahrern aus dem Albona-Skigebiet befahren werden, ändert daran nur wenig. Möchte man auf dieser Tour weitgehend alleine unterwegs sein, so sollte man einen Termin gegen Ende der touristischen Wintersaison, oder unmittelbar nach der Einstellung des Skibetriebs im Albona-Skigebiet ins Auge fassen. Bis zur Unteren Bludenzer Alpe erfolgt der Aufstieg im Bereich einer Forststraße, beziehungsweise im offenen Wald-Wiesengelände. Ab der Alpe geht es zunächst relativ flach über offenes Almgelände bis an den Talschluss. Hier versperrt nun eigentlich eine markante und sehr steile Geländestufe den weiteren Aufstieg. Man könnte nun diese Steilstufe über die Obere Bludenzer Alpe und den von dort aus zum Krachelboden führenden Sommerweg umgehen. Allerdings bewegt man sich dann für längere Zeit im steilen und lawinengefährdeten Gelände. Eine noch ausgedehntere Umgehung über die Kaltenberghütte bietet sich auch kaum an. Da man sich auch in diesem Fall wiederholt im lawinengefährdeten Gelände befindet und die zusätzlichen Aufstiegskilometer die an sich bereits sehr ausgedehnte Tour zu einem noch längeren und anspruchsvolleren Unterfangen machen würden. Wir haben uns daher für den steilen und schmalen Schluf im Bereich des Albonabaches entschieden. „Kurz und schmerzlos“ erreicht man hier den flachen Krachelboden. Die Verhältnisse müssen nämlich sowieso passen, denn wenn man hier unten bereits mit der Lawinengefahr zu kämpfen hat, dann sollte man in jedem Fall sofort umdrehen! Vom Krachelboden geht es nun für längere Zeit im schön kupierten Tourengelände hinauf. Der erfahrene Tourengeher wird hier seine Freude haben, eine möglichst sichere und dem Gelände angepasste Spur anzulegen. Im Schlussanstieg hinauf zum Sattel zwischen Krachelspitze 2686m und Satteinser Spitze 2722m gibt es dann kein Entkommen. Für längere Zeit muss man hier weitläufige, potentielles Lawinenhänge mit jeweils großem Einzugsgebiet durchsteigen. Oben am Sattel könnte man nun noch die Krachelspitze 2686m schnell mitnehmen. Doch der weitere Aufstieg drängt, zumal nun einmal eine kurze Abfahrt hinab zu den Kaltenbergseen ansteht. Es handelt sich um einen Südhang, dessen Schneeauflage im Frühjahr schon gut gesetzt sein sollte. Im nochmals ausgedehnten Aufstieg durch die Nordflanke am Kaltenberg 2896m kann man aber durchaus wieder auf Pulverschnee hoffen. Die letzten Meter zum Gipfel sind in leichter Kletterei zu absolvieren und mittlerweile gut versichert. Mit Glück hat man die frisch verschneite Nordflanke am Kaltenberg 2896m nun ganz für sich alleine und nach dem nochmaligen Gegenanstieg hinauf zum Sattel erwartet einen dann das ganz große Skigelände hinab nach Langen.
Neutour Kaltenberg 2896m von Langen aus - Verwallgruppe!

Neutour Piz Turettas 2963m - Münstertal!

Aufgenommen, am 25.01.2014!
Der Piz Turettas 2963m wird am besten von Fuldera 1640m aus angegangen. Bis auf den steilen, aber kurzen Gipfelanstieg bewegt man sich im nur wenig lawinengefährdeten Gelände. Bis zur Alp Sadra und weiter zur Baumgrenze gibt es recht offenes Waldgelände, womit in der Abfahrt auch im unteren Teil jeden Höhenmeter Aufstieg in Schwungvergnügen umgesetzt werden kann. Im weiteren Aufstieg umgeht man das kleine Val Turettas großräumig, um so im sicheren Aufstiegsgelände zu verbleiben, auch wenn ansonsten ein deutlich direkterer und damit kürzerer Anstieg hin zum Gipfelaufbau möglich wäre. Landschaftlich gesehen rentiert sich der Umweg über das Chazfora Plateau aber allemal. Als lawinentechnisch anspruchsvoll stellt sich dann, wie bereits erwähnt, lediglich der kurze Schlussanstieg durch die Nordflanke heraus. Vor allem nach Schneefallereignissen mit einer Südwindkomponente ist hier die Lawinengefahr zu beachten, zumal es sich ja ganz generell auch um einen Nordhang handelt. Um der Problematik zumindest etwas aus dem Weg zu gehen, setzt man den Schlussanstieg ganz im östlichen Teil des Gipfelhanges an, dort, wo auch der Sommerweg hinauf zum Gipfel führt. In der Abfahrt stellt der Gipfelhang die steilste Abfahrtspassage dar. Über das Chazfora Plateau hinweg geht es über weitere sehr schöne Nordhänge hinab ins Val Turettas. Von diesem wechseln wir aber rasch über auf die Nordosthänge, die zurück zur Alp Sadra führen. In Summe eröffnet sich eine großartige Abfahrt in zumeist nur wenig lawinengefährdetem Gelände, wobei jeder Aufstiegsmeter 1:1 in Schwünge umgesetzt werden kann.
Neutour Piz Turettas 2963m - Münstertal!

Neutour Kaltenberg 2896m Haute Route - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 11.04.2014!
Dieser großartigen hochalpinen Überschreitung im Vorarlberger Teil der Verwallgruppe kann man durchaus den Beinamen Haute Route verleihen, zumal man an einem Tag in Summe 22 Kilometer zurücklegt, sowie im Aufstieg, als auch in der Abfahrt 5500 Höhenmeter zu bewältigen hat. Im bergsteigerischen Mittelpunkt steht dabei der Kaltenberg 2896m, der alpine Höhepunkt dieser Tour. Doch wem es um einen Gipfelsieg am Kaltenberg 2896m geht, den kann man sich auch etwas „einfacher“ erarbeiten. Dafür ist es nicht notwendig die Felle dreimal auf- und dreimal abzuziehen. Für diese Tour muss man vor allem die Freude für das Skibergsteigen im Allgemeinen, sowie die Begeisterung für das ursprüngliche Skifahren auf Naturschnee im natürlichen Gelände mitbringen. Wenn man das hat und die richtigen Schnee- und Wetterbedingungen abwartet, dann kann man sich eine der ganz großen Skitouren im Arlberggebiet erarbeiten. Der beste Zeitpunkt für die Tour, sofern es die Schneelage zulässt, stellt das Ende der Wintersaison im Tourismus dar. Davor ist hier einfach zu viel los und außerdem muss man optimale Firnbedingungen abwarten, damit man auf allen drei Abfahrten sichere und beste Schneebedingungen vorfindet. Ins Zentrum der Tour rückt dabei die Sonne und ihr jeweiliger tageszeitlicher Stand dar. Sie sollte eigentlich der Verbündete auf dieser Tour sein, sofern man die Tour nicht bei ungünstigen Wetterbedingungen angeht. Der Aufstieg von Rauz 1635m auf die Maroiköpfe 2522m stellt kein Problem dar. Bei dieser Tour im Frühjahr auf die Lifte zu setzen, wäre aber ein Fehler, weil man dann im Normalfall schon zu spät dran wäre. Denn die Südosthänge hinunter ins Maroital firnen schon am frühen Vormittag auf und so bietet bereits die erste Abfahrt Firngenuss vom Feinsten. Der zweite Aufstieg führt uns hinauf zum Kaltenberg 2896m. Die Gipfelbesteigung selbst ist durch entsprechende Sicherungen im Fels deutlich entschärft worden und so praktisch für jeden, der es sich zutraut, zu meistern. Auf der zweiten Abfahrt über die Nordostflanke am Kaltenberg 2896m hinunter zu den Kaltenbergseen darf man mit Recht auf Pulverschnee hoffen. Die Abfahrt kann man in vollen Zügen genießen, denn um diese Zeit, insbesondere unter der Woche, wird man hier oftmals alleine sein. Doch für lange Pausen reicht die Zeit nicht. Einerseits will man auch auf dem letzten Anstieg, der wiederum durch 35° bis 40° steiles Gelände führt, möglichst sicher die nächste Einsattelung erreichen und andererseits dürfen wir bei der letzten Abfahrt auf keinen Fall zu spät dran sein. Aber wie bereits erwähnt, die Sonne ist dabei unser Verbündeter. Auf dem letzten Anstieg, der gegen Nordosten zu exponiert ist, sollte sie dem Schnee noch nicht allzu viel anhaben können und in die westlich exponierten Steilhänge hinab ins Nenzigast Tal fällt die Sonne ja erst ab der Mittagszeit (Sommerzeit!) so richtig ein. Sofern man das richtige Timing einhält, wird man auf dieser großartigen Westflanke am Kaltenberg 2896m über gut 850 Höhenmeter hinab ins Nenzigast Tal nochmals mit Firnschnee vom Feinsten verwöhnt. Wer hier aber zu spät dran ist, begibt sich in Lebensgefahr! Ohne die entsprechenden konditionellen Voraussetzungen sollte man diese Tour also nicht ins Auge fassen. Unten im Nenzigast Tal ist das Abfahrtsvergnügen aber noch lange nicht zu Ende. Erst ab der Nenzigast Alm 1476m wechselt man vom Schwung-, endgültig in den Schussmodus, um möglichst mit wenig Schiebeaufwand hinaus nach Langen zu gelangen, wo man sich ein Taxi zurück nach Rauz organisieren muss.
Neutour Kaltenberg 2896m Haute Route - Verwallgruppe!

Neutour Piz Dora 2951m von Tschierv aus - Münstertal!

Aufgenommen, am 26.01.2014!
Der klassische und mit ca. 8km Länge, sowie ca. 1565 Höhenmeter der kürzeste Anstieg auf den Piz Dora 2951m. Der Start erfolgt in Tschierv 1660m direkt an der Ofenpassstraße. Bei einer kleinen Kirche hat man eine gute Parkmöglichkeit. Man findet sich gleich zurecht, denn wir folgen dem Sommerweg durch vorerst etwas dichteren Wald hinauf zur Lichtung von Funtauna Grossa. Ab hier ist der Wald bis hinauf zur Waldgrenze deutlich lichter. Wir halten uns weiterhin an den Verlauf des Sommerweges und treffen oberhalb der Waldgrenze auf eine kleine, malerisch gelegene Hütte. Ab hier befindet man sich nun im offenen, alpinen und trotzdem im relativ gesehen lawinensicheren Gelände. Dessen zudem stark kupierter Charakter, sowie fehlende Steilhänge sorgen bis hinauf an den Anfang des großartigen Ostkars, das uns ab Pt.2555m zum Gipfel führen wird, für optimales Aufstiegsgelände. Im Ostkar selbst fühlt man sich vom Gelände und auch von der Steilheit her gesehen bis hinauf zum Gipfel weiterhin recht sicher, sodass man diese Tour grundsätzlich auch bei etwas weniger günstigen Lawinenverhältnissen ins Auge fassen kann. Dann aber muss man sich auch in der Abfahrt konsequent an die Aufstiegsspur im oberen Bereich halten. Denn, wenn man sich den frei stehenden Gipfel so anschaut, dann erkennt man sofort, dass der weitläufige Gipfelaufbau extrem windanfällig ist und somit hier bei starkem Windeinfluss in den zahlreichen Rinnen und Mulden der Schnee ebenso stark verfrachtet wird und leicht Schneebretter aufgebaut werden können. Aber wie gesagt, im Bereich der Normalroute kann man sich doch bis hinauf zum Gipfel relativ sicher fühlen. Will man in der Abfahrt dann aber im Bereich des Gipfelaufbaus die weniger befahrenen, freien Nordost- bis Osthänge befahren, braucht’s schon deutlich sichere Lawinenverhältnisse, zumal man in diesen Bereichen doch auch Gelände befahren muss, das mitunter deutlich steiler als 30° ist.
Neutour Piz Dora 2951m von Tschierv aus - Münstertal!

Neutour Südlicher Hapmeskopf 3224m vom Pitztal aus!

Aufgenommen, am 20.03.2014!
Der Südliche Hapmeskopf 3240m steht als Skitour im Schatten des benachbarten Wurmtaler Kogels 3225m, welcher hier am Ende des Wurmtales wohl den sichersten, als auch den einfachsten Gipfelanstieg aufweist. Die von den Resten des Rifflferners sehr steil zum Südostgrat am Südlichen Hapmeskopf 3240m hinaufziehende Nordostflanke schreckt die Tourengeher nämlich zurecht ab. Für die Durchquerung des mehr als 40° steilen Geländes benötigt man nicht nur sehr sichere Lawinenverhältnisse, sondern man sollte zudem eine perfekte Spitzkehrentechnik beherrschen. Vom Rifflsee geht es aber vorerst einmal für längere Zeit in nur geringer Steigung dem Talverlauf folgend bis an den Fuß des Rifflferners, beziehungsweise was davon noch übrig ist. Beim Blick zum Gratverlauf hinauf zum Südlichen Hapmeskopf 3240m erkennt man nun zwei Einsattelungen. Bei beiden beträgt die Geländeneigung im oberen Bereich mehr als 40°. Für den Aufstieg sollte man aber nun den von uns ausgesehen linken, südlich gelegenen Sattel wählen und im optimalen Fall fährt man dann über den von uns ausgesehen rechten, nördlich gelegenen ab. Der letzte Teil des Aufstiegs über den Südostgrat weist dann kaum noch größere skitechnische Schwierigkeiten auf. Auch ist man hier am Grat relativ lawinensicher am Weg. Bei optimalen Bedingungen kann man mit angeschnallten Ski beinahe bis ganz zum Gipfel aufsteigen. Nur die letzten Meter sind noch im Stapf zurückzulegen.
Neutour Südlicher Hapmeskopf 3224m vom Pitztal aus!

Neutour Kappler-Joch Spitze 2843m - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 18.03.2015!
Die Kappler-Joch Spitze 2843m ist ein hochalpines Tourenziel und stellt eine klassische Firntour zwischen März und April dar. Voraussetzung sind aber nicht nur optimale Firnbedingungen, sondern man muss sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt eine gekonnte Technik an den Tag legen. Insbesondere die Spitzkehrentechnik sollte man mit geschlossenen Augen beherrschen, ansonsten wird’s schwierig. Ausgangspunkt ist der Weiler Oberhaus im Gemeindegebiet von Kappl. Man sollte aber nicht unbedingt im Weiler Oberhaus nach einer Parkmöglichkeit suchen, Platz ist hier Mangelware. Aber in einer der Kurven davor, sollte sich schon was finden lassen. Von Oberhaus geht es über teils steile, aber offene Wiesenhänge hinauf zum Sattelwald. Durch diesen führt ein Steig, der bei guter Schneelage machbar ist. Ansonsten nimmt man den Forstweg als Aufstiegsalternative. Nach dem Sattelwald geht es weiter über offene Wiesenhänge und wir erreichen neuerlich den Forstweg, der uns ins Diasbachtobel führt, wo wir auf einen neu errichteten Lawinendamm treffen, der uns den Weg aber nicht richtig versperren kann. Ab hier sind es immer noch 800 Höhenmeter bis zum Gipfel. Das Gelände stellt dabei Tourengelände vom Feinsten dar. Die optimale Aufstiegsroute lässt sich dabei aber nicht allzu leicht ausmachen, weshalb ein GPS-Gerät samt dem dazugehörigen Track gute Dienste leisten wird. In dem sich hinauf zum Gipfel weiter aufsteilenden Gelände ist es nämlich nicht so einfach den richtigen Durchstieg durch die Steilstufen zu finden. Und wir haben es mit mehreren Steilstufen zu tun. Der Schlussanstieg erfolgt dann über den weiterhin steilen, aber bei guter Schneelage auch mit angeschnallten Ski machbaren Südwestgrat hinauf zum Gipfel. Da diese Tour eine klassische Firntour ist und die Firnbedingungen, ob des steilen Geländes auch tatsächlich optimal sein müssen, kann man die Abfahrt gleich vom Gipfel direkt anlegen und die Steilpassagen vom ersten Schwung an genießen.
Neutour Kappler-Joch Spitze 2843m - Verwallgruppe!

Neutour Piz Sursass 2910m!

Aufgenommen, am 29.03.2014!
Der Piz Sursass 2910m steht zwar im Val Nuna ganz im Schatten des Piz Nuna 3124m. Diesen aber ungünstigen Lawinenverhältnissen lediglich als Ausweichziel für den „Nuna“ zu sehen, würde einerseits diesem tollen Tourenberg an sich und andererseits den möglichen Gefahren am Gipfelhang in keiner Weise gerecht werden. Die Tour führt über 1450 Höhenmeter durch das schöne und weitläufige Val Nuna zum Gipfel. Ausgangspunkt ist das südlich des Inn romantisch gelegene Sur En 1469m, das alles in sich vereint, was die romanischen Dörfer und Weiler des Unterengadins eben so einzigartig macht. Im Gegensatz zu den benachbarten Skibergen, wie dem Piz Lischana 3105m und dem Piz Zuort 3119m, die durch ihre Lage in den Engadiner Dolomiten, die deutlich schroferen und steileren und damit auch deutlich exponierteren Anstiege darstellen, weist der Piz Sursass 2910m schöne übersichtliche und weite Hänge auf. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch bei dieser Tour eine problematische Steilpassage einzuplanen sind. Der weitläufige und bis zu 40° steile, westlich exponierte Gipfelhang, der an die 200 Höhenmeter hinauf zum breiten Südwestrücken führt, sollte nicht unterschätzt werden. Abgesehen von diesem Abschnitt aber bewegt man sich im Großteils sicheren, sowie perfekten Skitourengelände.
Neutour Piz Sursass 2910m!

Neutour Mertzspitzen 2607m!

Aufgenommen, am 06.03.2015!
Das Tourengebiet Zanders, das von der höchst gelegenen Gemeinde Tirols von Spiss 1627m aus, noch idealer aber von der Spissermühle 1600m aus, gut zugänglich ist, stellt ein grandioses, weitläufiges alpines Skigelände dar. Dort erschließen sich einem mehrere Tourenziele in den verschiedensten Schwierigkeitskategorien. Ein relativ gut zu erreichender Skiberg stellen die Merzspitzen 2607m dar. Auch bei etwas problematischeren Lawinenbedingungen kann man hier noch relativ sicher aufsteigen. Es ist einfach ein ideales Ausweichziel, wenn sich vielleicht für die anderen Tourenziele im hinteren Zanders die Lawinenverhältnisse auf einmal nicht mehr als günstig darzustellen beginnen. Aber auch für Anfänger stellt die Tour allemal ein gutes Einstiegsziel dar. Doch für alle Tourenziele gilt hier, der Eingang ins Zanders, von der Spissermühle 1600m bis zu den Zanderswiesen, ist bezüglich der Lawinengefährdung nicht zu unterschätzen. Es ist hier aber nicht alleine die Lawinentätigkeit nach großen Neuschneefällen zu beachten, sondern im Frühjahr auch die tageszeitlich bedingte Lawinenaktivität im Zuge der Tageserwärmung. Also auch am Ende einer Tour muss man hier nach wie vor die Augen offenhalten. Von den Zanderswiesen über die Fließer Alm 2003m bis zur Stieralm 2290m bewegt man sich über schöne, freie Almwiesen, wobei sich das alpine Gelände immer mehr aufschließt und weitläufige Skihänge locken. An der Stierlam 2290m vorbei erfolgt der Aufstieg weiterhin über günstig gelegenes Tourengelände. Erst auf den letzten Aufstiegsmeter hinauf zum Martinssattel, beziehungsweise zur nördlich gelegenen Merspitze 2607m sollte man die Lawinengefährdung wieder etwas stärker berücksichtigen. Der Gipfel ist recht einfach zu erreichen. Wer die letzten, steilen Meter nicht in Angriff nehmen will, der wählt ganz einfach die ein paar Meter danebenliegende Südliche Merspitze 2576m als Endpunkt aus. In der Abfahrt kommt zunächst einmal ganz am Anfang auf seine Kosten. Danach ist man im flacheren Gelände froh, wenn nicht allzu viel Neuschnee liegt. Im Zuge dieser Tour, sowohl im Hochwinter als auch im Frühjahr, bieten sich bei guten Schneeverhältnissen die schönen Hänge oberhalb des Zandersbaches an. Das heißt man bleibt dann entgegen dem Aufstieg ab der Stierlam 2290m hinunter zur Fließer Alm 2003m auf der orographisch linken Seite des Baches.
Neutour Mertzspitzen 2607m!

Neutouren Zinne (3378m) und Hochvernaglwand (3433m)!

Aufgenommen, am 14.12.2013!
Im Bereich des Gepatschferners gibt es einige alpinistisch interessante Gipfel, die skitechnisch jedoch nur wenig zu bieten haben und deshalb im Winter nur selten von Skitourengehern aufgesucht werden. Aber all jene, die noch ein paar 3000er für ihre Gipfelsammlung benötigen, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Trotzdem muss man dabei immer im Hinterkopf behalten, dass man sich auf dem Gepatschferner im hochalpinen Gelände des zweitgrößten Gletschers Österreich befindet. Die Hochvernaglwand (3433m) ist eines dieser unscheinbaren Ziele. Doch die Tour ist mit ca.1550m Aufstieg und 11,7 km Aufstiegslänge eine ernst zu nehmende Herausforderung. Bei zu viel Neuschnee kann es zudem passieren, dass man die Abfahrt teils sogar wieder schiebend zurücklegen muss. Trotzdem hat die Route über den Gepatschferner auch ihre Reize. Sie vermittelt auf diesem weiten Gletscherplateau hochalpines Flair, wie man es in den Ostalpen nur selten vorfindet. Ausgangspunkt ist die Kaunertaler Gletscherstraße (1916m). Über den „Fernergarten“ geht es zur sich stetig zurückziehenden Gletscherzunge des Gepatschferners. Auf dem Gletscher geht es nun in nur leichter Steigung bis zum markanten Gletscherbruch, wo wir den Gletscher vorübergehend wieder verlassen, um zur unbewirtschafteten Rauhekopfhütte (2731m) aufzusteigen, die als Stützpunkt für die Gipfel im Einzugsgebiet des Gepatschferners genutzt werden kann. Im ersten Gletscherabschnitt ist vor allem vor dem Gletscherbruch die Spaltengefahr nicht zu unterschätzen. Die Hänge vom Gletscher hinauf zur Hütte sind im Aufstieg zudem als problematisch einzustufen. An der Hütte geht es vorbei, um neuerlich auf den Gepatschferner zu gelangen. Nun geht es in Richtung Süden durch den sogenannten „Sumpf“. Man macht dabei nur wenige Höhenmeter und denkt sich, hier möchte man wohl kaum bei tiefem Neuschnee am Weg sein. Das Brandenburger Haus (3274m) lassen wir links liegen und steuern weiter auf die Zinne (3378m) zu, welche als einsame Felskuppe aus dem Eis herausragt. An dieser ziehen wir in Richtung Süden vorüber und halten auf die unscheinbare, sowie leicht zu besteigende Kuppe der Hochvernaglwand (3433m) zu. Bei wenig Neuschnee, beziehungsweise bei Firn kann die Abfahrt über den Ferner hinab in den Sumpf durchaus reizvoll sein. Aber man ist ja schon froh, wenn man nicht schieben muss. Erst im Bereich der Rauhekopfhütte (2731m) kann man wieder ans Schwingen denken und das hinunter bis zur Gletscherzunge. Von dort geht es ebenfalls wieder meist in Schussfahrt zurück zum Ausgangspunkt. Eine hochalpine Tour ist zu Ende, die unbedingt schönes und stabiles Wetter mit guten Sichtbedingungen am Gletscher erfordert und in deren Vorfeld es keine nennenswerteren Neuschneefälle geben sollte, damit der lange „Hatscher“ sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt nicht zur konditionellen Falle wird. Zudem können gut trainierte Skibergsteiger weitere Gipfel in der Umgebung in eine Überschreitung einbauen.
Neutouren Zinne (3378m) und Hochvernaglwand (3433m)!

Neutour Mitterlochspitze 3176m durch das Kühtal!

Aufgenommen, am 28.02.2014!
Die Mitterlochspitze 3176m wird von den meisten Tourengehern ausgehend vom Skigebiet Maseben durch das nordexponierte Falbanairtal bestiegen. Dieser Anstieg ist zwar kürzer als der hier Vorgestellte, dafür objektiv gesehen auch gefährlicher. Wer also die nötige Kondition, sowie die entsprechende Erfahrung mitbringt, dem sei der einsame und landschaftlich sehr schöne Anstieg durch das Kühtal empfohlen. Im Bereich des Kühtals befindet man sich zwar im Einzugsbereich zahlreicher Lawinenstriche, dafür aber kann man die Aufstiegsspur bis zum Gipfel, als auch die Abfahrt so anlegen, dass lediglich an zwei kurzen Stellen Hänge mit einer Steilheit zwischen 30° und 35° zu begehen, beziehungsweise zu befahren sind. Auf Grund der zahlreichen Lawinenstriche sollte man aber trotzdem die Tour nicht bei einer Lawinenwarnstufe größer 2 angehen. Und im Frühjahr sollte man vor allem in der Abfahrt nicht zu spät unterwegs sein, um das Kühtal frühzeitig verlassen zu können, bevor dann die Tageserwärmung die Lawinengefahr ansteigen lässt.
Neutour Mitterlochspitze 3176m durch das Kühtal!

Neutour Piz Arina 2827m von Seraplana aus!

Aufgenommen, am 26.02.2011!
Der Piz Arina 2827m ist ein formschöner Berg im Unterengadin, der von mehreren Startpunkten aus als Skitour angegangen werden kann. Die Variante von Seraplana 1110m aus, das an der Engadiner Straße liegt, stellt dabei den längsten Aufstieg dar. Dafür nötig ist eine ausreichende Schneelage, die aber nicht in jedem Jahr gegeben ist. Wenn aber die Verhältnisse stimmen, dann ist es eine ausgesprochen lohnende Tour, zumal die 1730 Aufstiegsmeter praktisch 1:1 in schwungvolle Abfahrtsmeter umgesetzt werden können. Der erste Aufstiegsabschnitt orientiert sich am Val Channov über Wiesen und kurze, schmale Waldschneisen, um hinauf auf die Hochebene bei Chant Sura zu gelangen. Dabei ist die Orientierung über die Wiesen und durch die einzelnen Waldschneisen hindurch, auch ob der zahlreichen Wege etwas schwierig, weshalb ein GPS-Gerät sehr gute Dienste leisten kann. Kurz vor der Alp Discholas zweigt man nach Südwesten ab, um ins Valgod zu gelangen und hier den Aufstieg über die Baumgrenze hinweg fortzusetzen. Oberhalb der Baumgrenze fällt die Orientierung insgesamt zwar einfacher, dafür man muss man aber nun das teils um 30° steile Gelände gut im Auge behalten. Von einer Firntour bei gut gesetzten und harten Schneeverhältnissen einmal abgesehen, kann nämlich das zwar schöne, dafür aber stark kupierte, um die 30° steile Gelände mit seinen zahlreichen Rinnen und Wannen im Hochwinter zufolge starken Windeinflusses, und das Gelände oberhalb der Baumgrenze ist auch ausgesprochen windanfällig, durchaus heimtückisch sein. Ein erfahrener Tourengeher wird mit einer guten Spuranlage diese Problematik aber gut meistern können. Im Gipfelbereich legt sich der Berg dann schön zurück, der Gipfel selbst ist problemlos erreichbar. In der Abfahrt haben wir uns im oberen Bereich in Richtung Alp Discholas orientiert, um das freie Gelände möglichst gut auszunützen. Gegen eine Abfahrt im Bereich der Aufstiegsspur ist aber auch nichts einzuwenden. Im weiteren Verlauf der Abfahrt haben wir uns auch weiterhin nicht immer an die Aufstiegsspur gehalten, weshalb noch immer der Tipp gilt, die Tour beim ersten Mal mit Hilfe eines GPS-Gerätes abzufahren.
Neutour Piz Arina 2827m von Seraplana aus!

Neutour Plattkopf - Samnaungruppe!

Aufgenommen, am 21.04.215!
Der Plattkopf 2893m im Istalanztal gelegen, steht ganz eindeutig im Schatten des Furgler 3004m. Dieser Umstand macht ihn aber als Skitourenziel nicht weniger interessant. Ganz im Gegenteil, dieser Berg ist ein ausgesprochen attraktives Tourenziel, wobei aber der Gipfelanstieg sehr lawinengefährdet ist und somit die beste Zeit für die Besteigung des Gipfels im Frühjahr liegt. Der hier beschriebene Anstieg startet etwas oberhalb von See im sogenannten Putzloch auf 1185m, womit 8,3 Kilometer Streckenlänge, sowie 1720 Höhenmeter Aufstieg zu bewältigen sind. Je nach Schneelage ist auch ein Start direkt bei der Talstation der Bergbahnen ein Thema. In diesem Fall wären dann 1865 Höhenmeter zu bewältigen. Man kann aber auch zunächst die Auffahrt mit den Bergbahnen, hinauf zur Medrigjochbahn Bergstation 1787m wählen, womit sich die Aufstiegsmeter auf 1165 Höhenmeter reduzieren. Bis zum Beginn des Istalanztales erfolgt der hier beschriebene Aufstieg großteils auf der Talabfahrt und dann entlang dem Istalanzbach recht unspektakulär und über lawinensicheres Terrain. Im Istalanztal geht es nun oberhalb der Waldgrenze im freien Gelände relativ flach bis zu einer markanten Talstufe, die uns zwingt gegen Südwesten auszuweichen und einen teils 30° bis 35° steilen Nordosthang aufzusteigen, der durchaus mit Vorsicht angegangen werden soll, zumal auch aus den darüber befindlichen Steilflanken an der Ostseite des Stillegg 2670m Selbstauslösungen von Lawinen in ungünstigen Situationen leicht möglich sein können. Nachfolgend geht es im Bereich der Bergli Alm wiederum recht flach weiter, bevor wir auf einer Seehöhe von 2300m nach Westen in ein sehr schönes nach Osten gerichtetes Kar einschwenken, um den Aufstieg weiter fortzusetzen. Gerade im Frühjahr bei sicheren Firnverhältnissen gelangt man über das übersichtliche und schön kupierte Gelände meist problemlos in den Bereich der Scharte bei 2700m Seehöhe. Ab hier ergeben sich zwei mögliche Varianten, um den Gipfel zu besteigen. Eine führt ab der Scharte durch den sehr steilen und weitläufigen Nordhang, der hier beschriebene Anstieg zieht sich im Bereich der kleinen Nordostflanke, sowie des Nordostgrates empor. Die Problemzone hier ist die zwar nicht große, aber doch mehr als 40° steile Nordostflanke. Der Nordostgrat selbst beinhaltet je nach Schneelage meist nur kurze und leichte Kletterpassagen. Egal für welche Variante man sich entscheidet, für den Gipfelanstieg ist immer eine absolut gut gesetzte Altschneedecke Voraussetzung und die findet man dann eben am besten im fortgeschrittenen Frühjahr, im Laufe des Aprils vor. Die Abfahrt erfolgt mit nur wenigen Abstrichen weitgehend im Bereich der Aufstiegsspur. Wichtig ist noch darauf hinzuweisen, dass man nicht nur wegen der Lawinengefahr Verhältnisse mit Neuschneemengen kleiner 20 Zentimeter wählen sollte, sondern auch wegen der eingestreuten, flachen Passagen, die man ansonsten in reiner Schussfahrt zurücklegen müsste.
Neutour Plattkopf - Samnaungruppe!

Neutour Giggler Spitze 2614m!

Aufgenommen, am 25.02.2013!
Von Tobadill aus gibt es mehrere lohnende, aber teils eben auch hochalpine, sowie lawinengefährdete Tourenziele. Der am seltensten, weil mit der größten Lawinengefahr behaftete Skigipfel ist die Giggler Spitze 2614m. Aufstieg, als auch Abfahrt führen durch teils extrem lawinengefährdetes Tourengelände. Voraussetzung für die Skitour sind demnach optimale und ausreichende Schneeverhältnisse, sowie eine möglichst absolut sichere Lawinensituation. Das heißt, erst dann, wenn man bei anderen, weniger lawinengefährdeten Skitouren in der Umgebung die Sicherheit gewonnen hat, dass die Verhältnisse für die Giggler Spitze 2614m optimal sein müssten und der Lawinenlagebericht „grünes Licht“ gibt, erst dann sollte man mit dem Gedanken spielen. Da also die Rahmenbedingungen die absolut besten sein müssen, wird die Giggler Spitze 2614m auch nur selten als Tourenziel angegangen. Und auch dann trauen sich nur sehr erfahrene Winterbergsteiger aus der näheren Umgebung an die Umsetzung. Die Giggler Spitze 2614m ist keine Skitour, die man einmal so an einem Wochenende angeht, weil man grad Zeit hat. Für dieses Tourenziel muss man sich quasi auf die „Lauer“ legen. Verstehen wird man das spätestens dann, wenn man ab der Flathalm in Richtung Flathsee ausfzusteigen beginnt. In diesem unteren Flathkessel ist man umringt von Lawinenstrichen, die einen alle in die direkte „Schusslinie“ nehmen würden. Außerdem müssen wir hier einen 40° steilen, ausgesetzten Nordhang durchsteigen, der im Frühwinter häufig abgeweht und damit nur mit wenig Schnee bedeckt ist. Hier muss man also zumeist von einem Schwimmschneefundament ausgehen. Während schneereicher Winter ist diese Gefahr tendenziell geringer. Ab dem Flathsee muss man noch einen weiteren, steilen Südosthang durchsteigen um an den Ostgrat zu gelangen, der uns hinauf zur Gigglerspitze 2614m führen wird. Dieser Steilhang zeigt sich etwas begünstigt, da er ab Ende Februar bereits einiges an Sonneneinstrahlung abbekommt und sich so hier die Schneedecke früher zu setzen beginnt. Dafür kann sich hier nach Stauniederschlägen mit nördlichen Winden wiederum reichlich Schnee ablagern. Nachdem der Aufstieg also bereits genügend Gefahrenstellen aufweist, kommt es im Bereich der Abfahrtslinie vorerst zu keiner Besserung. Hinzu kommt, dass die Abfahrtsroute nicht im Bereich der Aufstiegsroute erfolgt, auch wenn diese natürlich ebenfalls eine sehr schöne Abfahrtsvariante darstellen würde. Aber mit der Abfahrt über die gewaltige Nordwestflanke kann diese nicht mithalten. Man muss sich aber schon absolut sicher sein, um dann als Erster in diesen mehr als 40° steilen Hang bei tiefem Pulverschnee einzufahren. Und im Verlauf der Abfahrt wird es einem dann rasch bewusst, dass man sich hier in einem einzigen, gewaltigen Lawinenhang befindet. Gleichzeitig handelt es sich hier aber auch um großartiges Abfahrtsgelände, wie man es nur selten vorfindet. Über mehr als 1000 Höhenmeter geht es nun in direkter Falllinie in Richtung Tobadill. 3 große Lawinenstriche sorgen hier auch im Wald für freies Skigelände. Bei optimalen Schneeverhältnissen reiht sich nun mehr Pulverschwung an Pulverschwung. Dort, wo man dann ca. bei Pt.1600m die Forststraße erreicht, kann man bei guter Schneelage dem Lawinenstrich weiter folgen und gelangt in weiterer Folge über schöne, freie Wiesen in weiterer, schöner Schwungfolge bis direkt in die Dorfmitte von Tobadill.
Neutour Giggler Spitze 2614m!

Neutour Schwarzwandspitze 3466m!

Aufgenommen, am 26.04.2014!
Im Tourengebiet der Vernagthütte 2755m wird der Gipfel der Schwarzwandspitze 3466m eher selten angepeilt, da die Besteigung über den Nordostgrat nicht nur Kletterstellen im II.-alpinen Schwierigkeitsgrad aufweist, sondern auch weil der Gratverlauf nach Norden zu steil über mehrere hundert Meter ins Kaunertal abfällt. So unscheinbar und leicht zu besteigen die Schwarzwandspitze 3466m auch von Süden her aussehen mag, so gewaltig und unnahbar wirkt der Berg von Norden aus betrachtet. Aber auch wenn man die letzten Meter zum Gipfel nicht in Angriff nehmen will, so ist es in jedem Fall lohnenswert diese Tour ins Auge zu fassen. Denn es bleibt einem ja immer noch eine traumhaft schöne Abfahrt über ideales, meist nur leicht geneigtes Skigelände hinweg. Darauf sollte man in keinem Fall verzichten, zumal der Vernagtferner auch in diesem Bereich kaum Spalten aufweist und damit auch bei schneearmen Verhältnissen problemlos begeh-, als auch befahrbar ist.
Neutour Schwarzwandspitze 3466m!

Neutour Hochvernagtwand 3400m!

Aufgenommen, am 21.03.2016!
Im Tourengebiet der Vernagthütte 2755m wird der Gipfel der Vernagtwand 3400m nur selten bestiegen. Die Vernagtwand 3400m zählt nicht zu den ganz großen Zielen, wird aber von Gipfel-, beziehungsweise von 3000er-Sammlern doch immer wieder angegangen. Dabei stellt lediglich der Schlussanstieg durch die steile Südostflanke eine nennenswerte Schwierigkeit dar, beziehungsweise ist hier die Lawinengefahr ein Thema. Den skitechnischen Schwierigkeiten in dieser mehr als 40° steilen Flanke muss man sich stellen, die Lawinengefahr bekommt man aber im Frühjahr bei optimalen Firnverhältnissen problemlos in den Griff.
Neutour Hochvernagtwand 3400m!

Hochvernagtspitze 3535m von der Vernagthütte 2755m aus!

Aufgenommen, am 24.04.2011!
Die Hochvernagtspitze 3535m ist nach dem Hinteren Brochkogel 3625m der zweit höchste Skitourengipfel im direkten Einzugsbereich des Vernagtferners. Aber es ist nicht nur dieser Umstand, der den Berg zu einem der attraktivsten Ziele macht, sondern auch die relativ einfache Erreichbarkeit des Gipfels, auch wenn die letzten Meter auch hier alpine Erfahrung und Trittsicherheit benötigen. Den Aufstieg verlegt man ab dem Vernagtbach am besten auf den westlichen der beiden Gletscherzungen, die von der Hochvernagtspitze 3535m gegen Südosten zu abfließen. In diesem Bereich findet man gut übersichtliches, weitläufiges und nicht allzu steiles Gletschergelände vor. Außerdem kann man sich im Frühjahr hier recht sicher sein, dass die Schneedecke bereits gut gesetzt ist. Das Skidepot versucht man möglichst hoch oben am Grat anzulegen. Dazu benötigt man eine sichere und gekonnte Aufstiegstechnik. Weniger geübte werden durch die über 40° steile Südflanke bereits früher in den Stapf übergehen. Die letzten Meter über den Westgrat und dann noch der kurze, aber steile Aufschwung hinauf zum Gipfel sollten bei günstigen Schneeverhältnissen normalerweise ebenso dem geübten Winteralpinisten kaum größere Schwierigkeiten bereiten. In der Abfahrt kann man nun nach Lust und Laune, oder ganz einfach dort, wo man sich die besten Abfahrtsverhältnisse erhofft, im Bereich der Aufstiegszone, wo der Gletscher spaltenärmer und die Geländeneigung geringer ist, abfahren, oder man wählt die etwas rassigere, aber auch steilere und spaltenreichere Variante über den direkt nach Südosten ziehenden Gletscher.
Hochvernagtspitze 3535m von der Vernagthütte 2755m aus!

Neutour Piz Nuna 3124m!

Aufgenommen, am 28.03.2014!
Der Piz Nuna 3124m ist eines der großen Tourenziele im Unterengadin. Die Tour führt über 1670 Höhenmeter durch das schöne und weitläufige Val Nuna zum Gipfel. Ausgangspunkt ist das südlich des Inn romantisch gelegene Sur En 1469m, das alles in sich vereint, was die romanischen Dörfer und Weiler des Unterengadins eben so einzigartig macht. Im Gegensatz zu den benachbarten Skibergen, wie dem Piz Lischana 3105m und dem Piz Zuort 3119m, die durch ihre Lage in den Engadiner Dolomiten, die deutlich schroferen und steileren und damit deutlich exponierteren Anstiege darstellen, weist der „Nuna“ schöne übersichtliche und weite Hänge auf. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch bei dieser Tour Steilpassagen jenseits der 40° einzuplanen sind. Hinzu kommt der Gipfelanstieg über die Westflanke, die kurz vor dem Gipfel eine ausgesetzte Kletterstelle im II.-alpinen Schwierigkeitsgrad aufweist. Deshalb steigen viele Tourengeher auch nur bis zur Scharte bei Pt.2975m auf, oder wählen gar den kürzeren Aufstieg von Süden her aus dem Gebiet des Ofenpassgebietes, um dann die Pulverhänge an der Nordseite des Piz Nuna 3124m in der Abfahrt genießen zu können. Damit muss man gerade an den Wochenenden im Frühjahr immer häufiger rechnen. Selbst arbeitet man sich durch den tiefen, unverspurten Pulverschnee aus dem Val Nuna unter viel Anstrengung in Richtung Scharte und plötzlich zerpflügt ein Rudel Abfahrer, die bis dahin jungfräulichen Hänge. „C’est la vie“, so ist das Leben. Man kann sich aber wenigstens darüber hinwegtrösten, dass man dann wohl als einziger tatsächlich den Gipfel erreicht haben wird und man kann sich somit zumindest als wahrer Skibergsteiger fühlen. Ebenso kommt man in der Abfahrt drauf, dass die großartigen Nordhänge am „Nuna“ ausreichend Platz bieten und man auch dann immer noch auf seine Kosten kommt. Dies gilt im Übrigen auch für den unteren Teil der Tour, wo man leicht zwischen linker und rechter Bachseite wählen, beziehungsweise auch hin und her wechseln kann, wo eben grad der Pulverschnee noch am schönsten ist.
Neutour Piz Nuna 3124m!

Mo.,21.03.2016 - Hochvernagtwand 3400m - Ötztaler Alpen!

Von Vent-Rofenhöfe 2011m über ca. 20km und 1600Hm. Die prekäre Schneelage wird ohne nennenswerten Neuschneezuwachs schon bald keinen Aufstieg mehr zur Vernagthütte 2755m zulassen. Bereits jetzt ist man am Limit, insbesondere in der Abfahrt. Nicht viel erfreulicher präsentiert sich die Situation in den Gletscherregionen. Die Route über den flachen, sowie spaltenarmen Vernagtferner hin zur Hochvernagtwand 3400m ist davon noch am wenigsten beeinträchtigt. Zum Beispiel der Aufstieg über die Südwand am Hinteren Brochkogel 3625m ist derzeit unmöglich. Die steile Gipfelflanke ist komplett aper. Aber wie gesagt, auf den flachen Gletscherflächen spürt man vom Schneemangel noch am wenigsten. Außerhalb der Eiszone muss man aber jeden Schwungansatz gut wählen, denn man hat nämlich keine Garantie, dass nicht bereits der nächste Schwung an einem Stein endet. Darüber können auch nicht aus der Ferne gut anzusehende Pulverschwünge hinwegtäuschen. Der Blick vom Gipfel offenbarte aber vor allem in den deutlich steileren Gletscherregionen des Taschachferners, sowie des Sexegertenferners ein extrem düsteres Bild. Noch selten waren wohl um diese Jahreszeit die Gletscherspalten derart offen und verunmöglichen so manchen Anstieg. Das Bild in diesem Bereich der Ötztaler Alpen ähnelt also stark der Situation in der Silvretta. Und es ist wohl anzunehmen, dass sich die Bedingungen auch in den übrigen Regionen der Ötztaler Alpen und wohl auch in den Stubaier Alpen nicht viel günstiger präsentieren werden. Derzeit sollte man sich also noch viel mehr Gedanken bei der Tourenwahl machen, als dies in anderen Jahren der Fall ist.

Do.,17.03.2016 - Vermuntpass 2798m - Silvretta!

Erkundungstour von Galtür aus über in Summe 37km und 1400 Höhenmeter in das Tourengebiet der Wiesbadner Hütte 2443m. Geplantes Tourenziel war der Raue Kopf 3101m. Böiger Südföhn, sowie die ungünstigen Schneeverhältnisse lenkten uns dann aber in Richtung Vermuntpass 2798m. Fazit, Schneehöhen in dieser Region ausgesprochen unterdurchschnittlich. Skifahrerischen Genuss darf man sich derzeit keinen erwarten. Kann sich erst mit aufkommenden Firnbedingungen verbessern!?

Sa.,19.03.2016 - Überschreitung Pirchkogel 2828m!

Ausgangspunkt Marlstein 1780m. Noch reicht eine geschlossene Schneedecke bis hier herab. Doch mächtig ist die Schneedecke nicht. Also allzu viele Tage darf man nicht mehr warten, um noch von Marlstein aufsteigen zu können. Dafür waren die steilen Südflanken bereits gut umgesetzt und boten bei der Abfahrt gegen 11:30 schönen, schmierenden Firn. Der Aufstieg bis zum Gipfel war trotz der geringen Schneeauflage gut machbar. Um aber auch in der Abfahrt auf unsere Kosten zu kommen, fuhren wir nordseitig bei tollem Pulverschnee ins Stamser Karle bis Pt. 2150m ab. Die Lawinengefahr rückt hier gegenüber gefährlichen Steinen, die knapp unter der dünnen Schneeauflage lauern, deutlich in den Hintergrund. Trotzdem, diese Abfahrt war mehr als lohnend. Der nachfolgende Aufstieg über ca.300 Höhenmeter bis Pt.2450m erfolgte im schön kupierten Gelände. Und dann gab es eben noch die Firnabfahrt hinab nach Marlstein. In Summe 1350 Höhenmeter Aufstieg.

Neutour Wasenscharte 2800m!

Aufgenommen, am 13.03.2015!
Das Urgtal liegt zwar in der Nähe des Skigebietes Serfaus-Fiss-Ladis, trotzdem kann man hier noch meist einsame Skitouren unternehmen. Wählt man dazu den Ausgangspunkt Hochgallmigg 1365m, so wird jede Skitour zu einem ausgedehnten Unternehmen. Startpunkt ist das Marterl, wo sich der Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenlam und jener nach Ladis aufspalten. Bis hierher wird der Forstweg geräumt und man findet einen kleinen Parkplatz vor. Ist dies nicht der Fall, so muss man sich selbigen bei den letzten Wohnhäusern suchen. Man folgt nun dem Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenalm und dann dem Sommerweg weiter zur Landecker Skihütte 1766m, welche als Selbstversorgerhütte einen idealen Standort für die Skitouren im Urgtal darstellt. Ab der Skihütte 1766m folgt man bei ausreichender Schneelage dem Urgbach bis zum Urgsee. Ansonsten muss man etwas oberhalb einen Forstweg als Aufstiegsvariante wählen. Ab dem Urgsee öffnet sich das Urgtal nun mehr zum weitläufigen Hochtal. Nun steuern wir einen markanten Felsen (mit einem kleinem Marterl oben auf) in der Talmitte bei Pt. 1917m an. Dieser wird sinngemäß als „Großer Stein“ bezeichnet. Hier zweigt gegen Norden der Sommerweg hinauf zur Spinnscharte 2681m ab. Wir halten uns also zunächst an den Sommerweg und gelangen über einen schönen, aber recht steilen Südosthang hinauf ins obere Kar. Hier halten wir uns im Aufstieg immer an den tiefsten Punkt und gelangen so über gering geneigtes, sowie weitläufiges Gelände zum Wasensee. Hier beginnt der 400 Höhenmeter umfassende Schlusshang. Dieser Südhang steilt sich an seinem Ende auf über 40° auf. Die Steilheit des Geländes ist auch der Grund, warum diese Tour nur bei perfekten Firnbedingungen angegangen werden soll. Für den Schlussanstieg, als auch für die nachfolgende Abfahrt ist eine sichere und gekonnte Aufstiegs-, als auch Abfahrtstechnik Grundvoraussetzung. Die Wasenscharte 2800m kann auch als Ausweichziel angegangen werden, wenn der Kegelkopf 2837m über seine Südwestflanke nicht machbar ist.
Neutour Wasenscharte 2800m!

Neutour Brunnenkopf 2682m!

Aufgenommen, am 21.03.2012!
Das Urgtal liegt zwar in der Nähe des Skigebietes Serfaus-Fiss-Ladis, trotzdem kann man hier noch meist einsame Skitouren unternehmen. Wählt man dazu den Ausgangspunkt Hochgallmigg 1365m, so wird jede Skitour zu einem ausgedehnten Unternehmen. Startpunkt ist das Marterl, wo sich der Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenlam und jener nach Ladis aufspalten. Bis hierher wird der Forstweg geräumt und man findet einen kleinen Parkplatz vor. Ist dies nicht der Fall, so muss man sich selbigen bei den letzten Wohnhäusern suchen. Man folgt nun dem Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenalm und dann dem Sommerweg weiter zur Landecker Skihütte 1766m, welche als Selbstversorgerhütte einen idealen Standort für die Skitouren im Urgtal darstellt. Ab der Skihütte 1766m folgt man bei ausreichender Schneelage dem Urgbach bis zum Urgsee. Ansonsten muss man etwas oberhalb einen Forstweg als Aufstiegsvariante wählen. Ab dem Urgsee öffnet sich das Urgtal nun mehr zum weitläufigen Hochtal. Wir folgen dem Talverlauf in entsprechendem Abstand von den angrenzenden Hängen weiter gegen Westen bis zu Punkt 2150m, wo wir uns vom Talboden in östlicher bis südostlicher Richtung abzusetzen beginnen. Dabei erreichen wir eine 30° bis 35° steile Geländestufe, über die wir hinauf ins Kar gelangen, welches uns im gut übersichtlichen und nur leicht geneigten Tourengelände zum Schlussanstieg lenkt. Über eine kurze, aber objektiv gesehen etwas unangenehme Steilstufe erreichen wir den Gratverlauf, über den wir problemlos und relativ leicht zum Gipfel gelangen. Bei sehr günstigen Lawinenverhältnissen bietet sich vom Gipfel eine direkte, aber auch recht steile Abfahrt hinab ins Kar an. Bei ungünstigeren Bedingungen ist eine Abfahrt entlang der Aufstiegsspur in jedem Fall ratsamer.
Neutour Brunnenkopf 2682m!

Neutour Gatschkopf 2588m vom Urgtal aus!

Aufgenommen, am 14.03.2015!
Die Tourenvariante auf den Gatschkopf 2588m von Hochgallmigg aus durch das Urgtal und dann weiter über die gewaltigen Südosthänge sollte nur als Firntour im Frühjahr unternommen werden. Denn vom Urgtal bis zum Gipfel durchschreitet man fast durchgängig 30° bis 40° steiles Gelände. Sollte hier eine Lawine brechen, dann kann diese in diesem Gelände nur gewaltige Ausmaße annehmen. Vom Gelände her kann diese Tour somit eben nur als typische Firntour klassifiziert werden. Aber selbst dann im Frühjahr, wenn die Südosthänge umzusetzen begonnen haben, wird man im oberen Bereich, in den nach Osten exponierten Lagen immer noch auf trockenen Pulverschnee treffen. Nicht nur wegen der Steilheit, sondern auch wegen dem teils stufenförmigen Aufbau des Geländes, das eben im oberen Bereich nach Osten exponiert ist, benötigt man bei dieser Tour optimale Schnee- und Lawinenverhältnisse. Wenn die Voraussetzungen stimmen, dann aber wird man hier eine rassige, steile Skitour vorfinden, die technisch, als auch landschaftlich keinerlei Wünsche offen lässt. Eines ist ganz wichtig, dass man sich bereits im Aufstieg den schmalen Schlupf über den man dann abfahren wird, gut einprägt, da man von oben her im Zuge der Abfahrt diesen nicht einsehen kann. Würde man diesen verfehlen, stoppt einen an anderer Stelle felsdurchsetztes Gelände. Überall sonst würde man sich in Absturzgefahr begeben. Ein nochmaliger Aufstieg wäre auch keine optimale Lösung, da dieser die Gefahr der weiteren Aufweichung der Schneedecke in sich birgt. Also die Stelle gut einprägen und sich entsprechend konzentriert in die Abfahrt begeben.
www.skitours-paradise.com/tour/samnaungruppe/urgtal/gatschkopf_urgtal
Neutour Gatschkopf 2588m vom Urgtal aus!

Neutour Pirchkogel Haute Route!

Aufgenommen, am 10.04.2013!
Der Pirchkogel 2828m kann mit einigen bekannten und anspruchsvollen Tourenvarianten aufwarten. Weniger bekannt ist allerdings, dass man den Pirchkogel 2828m auch in eine großartige alpine Überschreitung einbinden kann, welche uns nur bei besten und sichersten Lawinenverhältnissen vom Kühtai 2020m über den Gipfel durch das Schneetal hinab zur Stamser Alm 1873m führt und von hier zurück über das Kreuzjoch 2563m hinab ins Sellrain. Eine Tour, bei der man sich also um den Rücktransport ins Kühtai kümmern muss. Doch viel entscheidender ist eine umfassende und perfekte Tourenplanung, da man sich auf der 13,6 km langen Tour nicht nur wiederholt im mehr als 40° steilen Gelände bewegt, sondern weil man während der 6 bis 7 Stunden dauernden Tour auch alle möglichen Geländeexpositionen berührt. Das heißt, man benötigt im schattseitigen Gelände einen ausgesprochen stabilen und spannungsfreien Schneedeckenaufbau, sowie in den sonnenexponierten Hängen bereits gut gesetzte, sowie umgewandelte Schneeverhältnisse. Diese optimalen Bedingungen herrschen am ehesten im zeitigen Frühjahr, im März und Anfang April vor. Nicht zu vergessen ist dabei auch, dass diese Tour nur selten begangen wird, in manchen Jahren oftmals auch gar nicht machbar ist. Das heißt, für diese Tour muss man nicht nur beste konditionelle und skitechnische Voraussetzungen mit bringen, sondern was noch wichtiger ist, das entsprechende schnee- und lawinentechnische Know How, sowie beste Orientierungsfähigkeiten für das weitläufige Gelände.
www.skitours-paradise.com/tour/stubaier_alpen/kuehthai/pirchkogel_schneetal
Neutour Pirchkogel Haute Route!



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Sa,08.02.2014 Aufstieg von Grist auf's Köpfle. Stürmischer Südföhn. Der Aufstieg ist machbar, aber je weiter man nach oben kommt, desto weniger Schnee liegt. Der viele Wind in diesem Winter hat ganze Arbeit geleistet. Ich empfehle ein Abfahrt über die Skipiste hinunter nach Rifenal. Eine Abfahrt nach Grist kann man durchaus als Harakiri-Unternehmen bezeichnen. Zur Strecke »

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Für alle jene die Höhenmeter (1650 Höhenmeter) hamstern wollen bietet sich diese Variante von See hinauf zur Versingalm an. Vorsicht, im ersten Teil bewegt man sich auf der Rodelbahn. Man muss unbedingt früh genug dran sein. Dann geht's im Bereich des Schaller Baches bis zur Versingalm. Für den hier stark kupierten Untergrund liegt nun genug Schnee, sodass man sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt problemlos vorankommt. Ab der Versingalm hält man sich an den Standardaufstieg. Aktuell herrschen perfekte Pulverschneebedingungen, wobei aber die Hänge zwischen Gipfel und Versingalm nach dem heutigen Tag nun mehr stark verspurt sind. Von der Versingalm kommt man nun auch problemlos in das Tobel des Schaller Baches hinab. Zur Strecke »

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