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Neutour Piz Nuna 3124m!

Aufgenommen, am 28.03.2014!
Der Piz Nuna 3124m ist eines der großen Tourenziele im Unterengadin. Die Tour führt über 1670 Höhenmeter durch das schöne und weitläufige Val Nuna zum Gipfel. Ausgangspunkt ist das südlich des Inn romantisch gelegene Sur En 1469m, das alles in sich vereint, was die romanischen Dörfer und Weiler des Unterengadins eben so einzigartig macht. Im Gegensatz zu den benachbarten Skibergen, wie dem Piz Lischana 3105m und dem Piz Zuort 3119m, die durch ihre Lage in den Engadiner Dolomiten, die deutlich schroferen und steileren und damit deutlich exponierteren Anstiege darstellen, weist der „Nuna“ schöne übersichtliche und weite Hänge auf. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch bei dieser Tour Steilpassagen jenseits der 40° einzuplanen sind. Hinzu kommt der Gipfelanstieg über die Westflanke, die kurz vor dem Gipfel eine ausgesetzte Kletterstelle im II.-alpinen Schwierigkeitsgrad aufweist. Deshalb steigen viele Tourengeher auch nur bis zur Scharte bei Pt.2975m auf, oder wählen gar den kürzeren Aufstieg von Süden her aus dem Gebiet des Ofenpassgebietes, um dann die Pulverhänge an der Nordseite des Piz Nuna 3124m in der Abfahrt genießen zu können. Damit muss man gerade an den Wochenenden im Frühjahr immer häufiger rechnen. Selbst arbeitet man sich durch den tiefen, unverspurten Pulverschnee aus dem Val Nuna unter viel Anstrengung in Richtung Scharte und plötzlich zerpflügt ein Rudel Abfahrer, die bis dahin jungfräulichen Hänge. „C’est la vie“, so ist das Leben. Man kann sich aber wenigstens darüber hinwegtrösten, dass man dann wohl als einziger tatsächlich den Gipfel erreicht haben wird und man kann sich somit zumindest als wahrer Skibergsteiger fühlen. Ebenso kommt man in der Abfahrt drauf, dass die großartigen Nordhänge am „Nuna“ ausreichend Platz bieten und man auch dann immer noch auf seine Kosten kommt. Dies gilt im Übrigen auch für den unteren Teil der Tour, wo man leicht zwischen linker und rechter Bachseite wählen, beziehungsweise auch hin und her wechseln kann, wo eben grad der Pulverschnee noch am schönsten ist.
Neutour Piz Nuna 3124m!

Mo.,21.03.2016 - Hochvernagtwand 3400m - Ötztaler Alpen!

Von Vent-Rofenhöfe 2011m über ca. 20km und 1600Hm. Die prekäre Schneelage wird ohne nennenswerten Neuschneezuwachs schon bald keinen Aufstieg mehr zur Vernagthütte 2755m zulassen. Bereits jetzt ist man am Limit, insbesondere in der Abfahrt. Nicht viel erfreulicher präsentiert sich die Situation in den Gletscherregionen. Die Route über den flachen, sowie spaltenarmen Vernagtferner hin zur Hochvernagtwand 3400m ist davon noch am wenigsten beeinträchtigt. Zum Beispiel der Aufstieg über die Südwand am Hinteren Brochkogel 3625m ist derzeit unmöglich. Die steile Gipfelflanke ist komplett aper. Aber wie gesagt, auf den flachen Gletscherflächen spürt man vom Schneemangel noch am wenigsten. Außerhalb der Eiszone muss man aber jeden Schwungansatz gut wählen, denn man hat nämlich keine Garantie, dass nicht bereits der nächste Schwung an einem Stein endet. Darüber können auch nicht aus der Ferne gut anzusehende Pulverschwünge hinwegtäuschen. Der Blick vom Gipfel offenbarte aber vor allem in den deutlich steileren Gletscherregionen des Taschachferners, sowie des Sexegertenferners ein extrem düsteres Bild. Noch selten waren wohl um diese Jahreszeit die Gletscherspalten derart offen und verunmöglichen so manchen Anstieg. Das Bild in diesem Bereich der Ötztaler Alpen ähnelt also stark der Situation in der Silvretta. Und es ist wohl anzunehmen, dass sich die Bedingungen auch in den übrigen Regionen der Ötztaler Alpen und wohl auch in den Stubaier Alpen nicht viel günstiger präsentieren werden. Derzeit sollte man sich also noch viel mehr Gedanken bei der Tourenwahl machen, als dies in anderen Jahren der Fall ist.

Do.,17.03.2016 - Vermuntpass 2798m - Silvretta!

Erkundungstour von Galtür aus über in Summe 37km und 1400 Höhenmeter in das Tourengebiet der Wiesbadner Hütte 2443m. Geplantes Tourenziel war der Raue Kopf 3101m. Böiger Südföhn, sowie die ungünstigen Schneeverhältnisse lenkten uns dann aber in Richtung Vermuntpass 2798m. Fazit, Schneehöhen in dieser Region ausgesprochen unterdurchschnittlich. Skifahrerischen Genuss darf man sich derzeit keinen erwarten. Kann sich erst mit aufkommenden Firnbedingungen verbessern!?

Sa.,19.03.2016 - Überschreitung Pirchkogel 2828m!

Ausgangspunkt Marlstein 1780m. Noch reicht eine geschlossene Schneedecke bis hier herab. Doch mächtig ist die Schneedecke nicht. Also allzu viele Tage darf man nicht mehr warten, um noch von Marlstein aufsteigen zu können. Dafür waren die steilen Südflanken bereits gut umgesetzt und boten bei der Abfahrt gegen 11:30 schönen, schmierenden Firn. Der Aufstieg bis zum Gipfel war trotz der geringen Schneeauflage gut machbar. Um aber auch in der Abfahrt auf unsere Kosten zu kommen, fuhren wir nordseitig bei tollem Pulverschnee ins Stamser Karle bis Pt. 2150m ab. Die Lawinengefahr rückt hier gegenüber gefährlichen Steinen, die knapp unter der dünnen Schneeauflage lauern, deutlich in den Hintergrund. Trotzdem, diese Abfahrt war mehr als lohnend. Der nachfolgende Aufstieg über ca.300 Höhenmeter bis Pt.2450m erfolgte im schön kupierten Gelände. Und dann gab es eben noch die Firnabfahrt hinab nach Marlstein. In Summe 1350 Höhenmeter Aufstieg.

Neutour Wasenscharte 2800m!

Aufgenommen, am 13.03.2015!
Das Urgtal liegt zwar in der Nähe des Skigebietes Serfaus-Fiss-Ladis, trotzdem kann man hier noch meist einsame Skitouren unternehmen. Wählt man dazu den Ausgangspunkt Hochgallmigg 1365m, so wird jede Skitour zu einem ausgedehnten Unternehmen. Startpunkt ist das Marterl, wo sich der Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenlam und jener nach Ladis aufspalten. Bis hierher wird der Forstweg geräumt und man findet einen kleinen Parkplatz vor. Ist dies nicht der Fall, so muss man sich selbigen bei den letzten Wohnhäusern suchen. Man folgt nun dem Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenalm und dann dem Sommerweg weiter zur Landecker Skihütte 1766m, welche als Selbstversorgerhütte einen idealen Standort für die Skitouren im Urgtal darstellt. Ab der Skihütte 1766m folgt man bei ausreichender Schneelage dem Urgbach bis zum Urgsee. Ansonsten muss man etwas oberhalb einen Forstweg als Aufstiegsvariante wählen. Ab dem Urgsee öffnet sich das Urgtal nun mehr zum weitläufigen Hochtal. Nun steuern wir einen markanten Felsen (mit einem kleinem Marterl oben auf) in der Talmitte bei Pt. 1917m an. Dieser wird sinngemäß als „Großer Stein“ bezeichnet. Hier zweigt gegen Norden der Sommerweg hinauf zur Spinnscharte 2681m ab. Wir halten uns also zunächst an den Sommerweg und gelangen über einen schönen, aber recht steilen Südosthang hinauf ins obere Kar. Hier halten wir uns im Aufstieg immer an den tiefsten Punkt und gelangen so über gering geneigtes, sowie weitläufiges Gelände zum Wasensee. Hier beginnt der 400 Höhenmeter umfassende Schlusshang. Dieser Südhang steilt sich an seinem Ende auf über 40° auf. Die Steilheit des Geländes ist auch der Grund, warum diese Tour nur bei perfekten Firnbedingungen angegangen werden soll. Für den Schlussanstieg, als auch für die nachfolgende Abfahrt ist eine sichere und gekonnte Aufstiegs-, als auch Abfahrtstechnik Grundvoraussetzung. Die Wasenscharte 2800m kann auch als Ausweichziel angegangen werden, wenn der Kegelkopf 2837m über seine Südwestflanke nicht machbar ist.
Neutour Wasenscharte 2800m!

Neutour Brunnenkopf 2682m!

Aufgenommen, am 21.03.2012!
Das Urgtal liegt zwar in der Nähe des Skigebietes Serfaus-Fiss-Ladis, trotzdem kann man hier noch meist einsame Skitouren unternehmen. Wählt man dazu den Ausgangspunkt Hochgallmigg 1365m, so wird jede Skitour zu einem ausgedehnten Unternehmen. Startpunkt ist das Marterl, wo sich der Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenlam und jener nach Ladis aufspalten. Bis hierher wird der Forstweg geräumt und man findet einen kleinen Parkplatz vor. Ist dies nicht der Fall, so muss man sich selbigen bei den letzten Wohnhäusern suchen. Man folgt nun dem Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenalm und dann dem Sommerweg weiter zur Landecker Skihütte 1766m, welche als Selbstversorgerhütte einen idealen Standort für die Skitouren im Urgtal darstellt. Ab der Skihütte 1766m folgt man bei ausreichender Schneelage dem Urgbach bis zum Urgsee. Ansonsten muss man etwas oberhalb einen Forstweg als Aufstiegsvariante wählen. Ab dem Urgsee öffnet sich das Urgtal nun mehr zum weitläufigen Hochtal. Wir folgen dem Talverlauf in entsprechendem Abstand von den angrenzenden Hängen weiter gegen Westen bis zu Punkt 2150m, wo wir uns vom Talboden in östlicher bis südostlicher Richtung abzusetzen beginnen. Dabei erreichen wir eine 30° bis 35° steile Geländestufe, über die wir hinauf ins Kar gelangen, welches uns im gut übersichtlichen und nur leicht geneigten Tourengelände zum Schlussanstieg lenkt. Über eine kurze, aber objektiv gesehen etwas unangenehme Steilstufe erreichen wir den Gratverlauf, über den wir problemlos und relativ leicht zum Gipfel gelangen. Bei sehr günstigen Lawinenverhältnissen bietet sich vom Gipfel eine direkte, aber auch recht steile Abfahrt hinab ins Kar an. Bei ungünstigeren Bedingungen ist eine Abfahrt entlang der Aufstiegsspur in jedem Fall ratsamer.
Neutour Brunnenkopf 2682m!

Neutour Gatschkopf 2588m vom Urgtal aus!

Aufgenommen, am 14.03.2015!
Die Tourenvariante auf den Gatschkopf 2588m von Hochgallmigg aus durch das Urgtal und dann weiter über die gewaltigen Südosthänge sollte nur als Firntour im Frühjahr unternommen werden. Denn vom Urgtal bis zum Gipfel durchschreitet man fast durchgängig 30° bis 40° steiles Gelände. Sollte hier eine Lawine brechen, dann kann diese in diesem Gelände nur gewaltige Ausmaße annehmen. Vom Gelände her kann diese Tour somit eben nur als typische Firntour klassifiziert werden. Aber selbst dann im Frühjahr, wenn die Südosthänge umzusetzen begonnen haben, wird man im oberen Bereich, in den nach Osten exponierten Lagen immer noch auf trockenen Pulverschnee treffen. Nicht nur wegen der Steilheit, sondern auch wegen dem teils stufenförmigen Aufbau des Geländes, das eben im oberen Bereich nach Osten exponiert ist, benötigt man bei dieser Tour optimale Schnee- und Lawinenverhältnisse. Wenn die Voraussetzungen stimmen, dann aber wird man hier eine rassige, steile Skitour vorfinden, die technisch, als auch landschaftlich keinerlei Wünsche offen lässt. Eines ist ganz wichtig, dass man sich bereits im Aufstieg den schmalen Schlupf über den man dann abfahren wird, gut einprägt, da man von oben her im Zuge der Abfahrt diesen nicht einsehen kann. Würde man diesen verfehlen, stoppt einen an anderer Stelle felsdurchsetztes Gelände. Überall sonst würde man sich in Absturzgefahr begeben. Ein nochmaliger Aufstieg wäre auch keine optimale Lösung, da dieser die Gefahr der weiteren Aufweichung der Schneedecke in sich birgt. Also die Stelle gut einprägen und sich entsprechend konzentriert in die Abfahrt begeben.
www.skitours-paradise.com/tour/samnaungruppe/urgtal/gatschkopf_urgtal
Neutour Gatschkopf 2588m vom Urgtal aus!

Neutour Pirchkogel Haute Route!

Aufgenommen, am 10.04.2013!
Der Pirchkogel 2828m kann mit einigen bekannten und anspruchsvollen Tourenvarianten aufwarten. Weniger bekannt ist allerdings, dass man den Pirchkogel 2828m auch in eine großartige alpine Überschreitung einbinden kann, welche uns nur bei besten und sichersten Lawinenverhältnissen vom Kühtai 2020m über den Gipfel durch das Schneetal hinab zur Stamser Alm 1873m führt und von hier zurück über das Kreuzjoch 2563m hinab ins Sellrain. Eine Tour, bei der man sich also um den Rücktransport ins Kühtai kümmern muss. Doch viel entscheidender ist eine umfassende und perfekte Tourenplanung, da man sich auf der 13,6 km langen Tour nicht nur wiederholt im mehr als 40° steilen Gelände bewegt, sondern weil man während der 6 bis 7 Stunden dauernden Tour auch alle möglichen Geländeexpositionen berührt. Das heißt, man benötigt im schattseitigen Gelände einen ausgesprochen stabilen und spannungsfreien Schneedeckenaufbau, sowie in den sonnenexponierten Hängen bereits gut gesetzte, sowie umgewandelte Schneeverhältnisse. Diese optimalen Bedingungen herrschen am ehesten im zeitigen Frühjahr, im März und Anfang April vor. Nicht zu vergessen ist dabei auch, dass diese Tour nur selten begangen wird, in manchen Jahren oftmals auch gar nicht machbar ist. Das heißt, für diese Tour muss man nicht nur beste konditionelle und skitechnische Voraussetzungen mit bringen, sondern was noch wichtiger ist, das entsprechende schnee- und lawinentechnische Know How, sowie beste Orientierungsfähigkeiten für das weitläufige Gelände.
www.skitours-paradise.com/tour/stubaier_alpen/kuehthai/pirchkogel_schneetal
Neutour Pirchkogel Haute Route!

Fr.,22.01. Lange Pleis - Dawin - Lechtaler Alpen!

In den Nord- und Nordweststaulagen hat sich die Schneesituation endlich verbessert. Besonders in Wiesenlagen wie im Bereich des Tourengebietes Dawin herrschen tolle Pulverbedingungen vor. Für die groberen, steinigen Regionen oberhalb der Waldgrenze ist nach wie vor Vorsicht geboten. Steine und Latschen verbergen sich oftmals nur unter einer dünnen Schneeauflage.

Neutour Pirchkogel 2828m mit Firnabfahrt nach Mareil!

Aufgenommen, am 04.04.2013!
Eine der schönsten, sowie großartigsten Firnabfahrten findet man an der Südwestseite des Pirchkogels 2828m. Ausgangspunkt ist der Bergbauernhof Marlstein auf 1780m Seehöhe. Von hier ist die Aufstiegsroute eindeutig vorgegeben. Hinter dem Hof quert man entlang eines Forstweges in östlicher Richtung zum Anfang eines Lawinenstrichs, welcher hier den Bannwald durchbricht und uns so über ca.400Höhenmeter einen ungehinderten Aufstieg hinauf zu den Feldringer Böden ermöglicht. Allerdings bewegt man sich hier fast durchwegs im 30° bis 35° steilen, weitläufigen Lawinengelände. Im Frühjahr bei optimalen Firnbedingungen kann man bei rechtzeitigem Aufbruch die Lawinengefahr aber getrost ignorieren. Dann benötigt man lediglich ein gutes Klebefell, Harscheisen, sowie eine perfekte Spitzkehrentechnik. Ab den Feldringer Böden geht es dann in vorerst einmal nur noch sanft geneigtem Gelände weiter zum Schafjoch. Ab hier beginnt nun der schmale Westrücken, der uns an den Fuß des Pirchkogels 2828m führt. Erst dort, nur wenig unterhalb des Gipfels werden wir mit den nächsten, lawinengefährdeten Passagen konfrontiert. Diese sind gut überschaubar, aber jedenfalls nicht zu unterschätzen. Den Gipfel selbst erreicht man problemlos. In der Abfahrt hält man sich bis zu Pt.2635m an den Aufstieg. Dann beginnt die gewaltige Firnabfahrt über 900 Höhenmeter hinab zum Weiler Mareil. Diese sehr steile Abfahrt ist von oben nur ungenügend gut einzusehen und da im unteren Teil zudem abschüssiges, steiles Felsgelände wartet, ist es unablässlich sich bereits im Aufstieg, bzw. davor im Kartenstudium die richtige Abfahrtslinie einzuprägen. Gelingt dies, steht bei sicheren Firnverhältnissen einer großartigen Abfahrt nichts im Wege. Dieser einmaligen Abfahrt schuldet man allerdings nochmals einen kurzen Gegenanstieg zurück nach Marlstein, was man aber allemal getrost in Kauf nehmen kann.
Neutour Pirchkogel 2828m mit Firnabfahrt nach Mareil!

Neutour Breiter Grieskogel 3287m durch das Zwieselbachtal!

Aufgenommen, am 25.04.2013!
Den Breiten Grieskogel 3287m durch das Zwieselbachtal von Niederthai 1548m aus im Zuge einer Tagestour anzugehen, wird nur wenigen in den Sinn kommen. 15 Aufstiegskilometer während 6 Stunden schreckt wohl auch kondtionsstarke Tourengeher ab. Wenn schon, dann kürzt man den längsten aller Anstiege vielleicht durch eine Nächtigung auf der Schweinfurterhütte 2028m ab. Im Normalfall wird man aber den Breiten Grieskogel 3287m wohl über eine der viel kürzeren Routen angehen. Bei etwas unsicheren Lawinenverhältnissen stellt jedoch die Route über das Zwieselbachtal von Niederthai 1548m aus den objektiv gesehen sichersten Aufstieg dar. Im breiten und langgezogenen Zwieselbachtal stößt man eigentlich erst zum Schluss am Zwieselbachjoch 2868m auf einen nennenswerteren Lawinenhang. Ist dieser überwunden, so stößt man unproblematisch auf die viel begangene Aufstiegsroute, die von der Winnebachseehütte 2361m heraufführt. Dieser Anstieg ist die leichteste Tourenvariante. Dementsprechend zahlreich sind die Tourengeher hier oben an einem schönen Frühjahrswochenende. Das hat aber zumindest den Vorteil, dass dann im recht steilen Aufschwung am Grieskogelferner die Spannung aus der Schneedecke bereits heraußen sein sollte. Der Schlussanstieg erfolgt über den Nordrücken, in Zuge dessen man den steileren Passagen recht gut ausweichen und so bei sicheren Verhältnisse mit angeschnallten Ski problemlos den Gipfel erreichen kann. In Bezug auf die Abfahrt wäre es im Zuge einer Tagestour nun mehr ein kompletter Unsinn wieder zurück über das Zwieselbachtal abzufahren. Skifahrerisch gibt das nur wenig her und man müsste auf beste Schussfahrtbedingungen hoffen, um ohne neuerlich größere Kraftanstrengung zurück nach Niederthai 1548m zu gelangen. Lediglich Skitourenmasochisten werden sich dazu hinreißen lassen. Da bietet sich schon viel mehr die kurze und vor allem direkte Abfahrtsvariante über den Grastalferner und durch das Grastal an. Es erwarten einen dabei schöne Abfahrtshänge und die steilen West- bis Südwesthänge im oberen, steileren Abfahrtsbereich firnen zudem etwas verspätet auf, sodass man nach dem langen Anstieg einen zeitlichen Puffer erhält, den man mitunter sehr gut benötigen kann.
Neutour Breiter Grieskogel 3287m durch das Zwieselbachtal!

Neutour Pirchkogel 2828m vom Sattele aus!

Aufgenommen, am 25.03.2014!
Der Pirchkogel 2828m ist ein idealer Skitourenberg, der über mehrere Aufstiegsvarianten bestiegen werden kann und an seinen weitläufigen Hängen zahlreiche Abfahrtsvarianten zu bieten hat. Der längste Aufstieg auf den Pirchkogel 2828m erfolgt über die Westseite vom Sattele 1690m aus. Über gut 8km werden ca.1140 Höhenmeter überwunden. Man kann sich damit gut vorstellen, dass man sich zumeist nur im gering geneigten Tourengelände bewegt. Vor allem im Bereich der Feldringer Böden geht es über weite Strecken nur sehr flach dahin. Dies ist auch der Hauptgrund, weshalb wir in der Abfahrt noch den Gegenanstieg zum Faltegarteköpfl 2184m einschieben werden. Somit vermeiden wir in der Abfahrt eine längere Schiebestrecke im Bereich der Feldringer Böden und kommen noch zusätzlich in den Genuss sehr schöner und meist pulvriger Nordhänge unterhalb der Feldringer Böden. Bevor wir aber die Abfahrt genießen können, geht es zunächst für kurze Zeit auf der Rodelbahn dahin. Doch schon bald zweigen wir ab, um durch großteils lichten, von Schneisen durchsetzten Wald die direkteste Aufstiegsvariante in Richtung Feldringer Böden einschlagen zu können. Nach den Feldringer Böden geht es über einen weitläufigen, gut übersichtlichen und unproblematischen Westhang hinauf zum Schafjoch. Ab hier beginnt nun der schmale Westrücken, der uns an den Fuß des Pirchkogels 2828m führt. Erst dort, nur wenig unterhalb des Gipfels werden wir mit den ersten, lawinengefährdeten Passagen konfrontiert. Diese sind gut überschaubar, aber jedenfalls nicht zu unterschätzen. Den Gipfel selbst erreicht man problemlos. In der Abfahrt wie gesagt, hält man sich kurz vor der flachen Hochebene der Feldringer Böden mehr in nördlicher Richtung, um über weitere sehr schöne Skihänge bis zur Waldgrenze auf etwa Pt.1965m abzufahren. Wie gesagt, damit entgeht man nicht nur der Schiebepassage im Bereich der Feldringer Böden, sondern kann nun auch diese traumhaft schönen Pulverhänge mitnehmen. Allerdings heißt es jetzt nochmals 200 Höhenmeter im Aufstieg in Angriff zu nehmen. Dabei handelt es sich aber um einen landschaftlich sehr schönen und sicheren Gegenanstieg zum Faltegartenköpfl 2184m. Das Faltegartenköpfl 2184m selbst müsste man auf den letzten Metern gar nicht besteigen. Man kann auch knapp darunter direkt in die schönen Westhänge einfahren, die uns nun ohne Schiebepassage bis zur Feldringalm 1885m bringen. Von hier geht es über den Rodelweg zurück zum Sattele 1690m.
Neutour Pirchkogel 2828m vom Sattele aus!

Neutour Schrankarkopf 3254m!

Aufgenommen, am 24.04.2013!
Der Schrankarkopf 3254m stellt im Einzugsgebiet des Schwarzenbergferners das am einfachsten zu erreichende und sicherste Tourenziel dar. Von der „Sulze“ aus in östlicher Richtung wird über eine weniger als 30° steile Geländestufe der Schwarzenbergferner erreicht. Im Aufstieg zum Schwarzenbergkar bis an die Zunge des Schwarzenbergferners hält man sich zwischen den beiden 1850er Seitenmoränen. Dieser Abschnitt ist auch noch bei etwas heikleren Lawinenverhältnissen gut machbar, zumal sich das Schwarzenbergkar nach einem ersten, etwas steileren Aufschwung rasch zurückzulegen beginnt. Dieses relativ sanft geneigte Gelände setzt sich dann auch am Schwarzenbergferner weiter fort. Zudem weist der Gletscher keine außergewöhnlich großen Spaltenzonen auf. Somit gelangt man bei entsprechend günstigen Schnee- und Lawinenverhältnissen recht sicher und unproblematisch bis in eine Höhe von 3200m, an den Fuß der nun aber bis zu 40° steilen Ostflanke am Schrankarkopf 3254m. Im Gegensatz zu den Gipfelanstiegen am Schrankogel 3497m, sowie am Schrankarkogel 3332m ist jener am Schrankarkopf 3254m gut übersichtlich und skitechnisch recht unproblematisch, zumal die Steilheit des Geländes erst auf den letzten Höhenmetern stärker zunimmt. Diese Umstände sorgen dafür, dass der Schrankarkopf 3254m im Einzugsgebiet des Schwarzenbergferners am häufigsten angegangen wird. Die positiven Rahmenbedingungen ermöglichen einen halbwegs sicheren Aufstieg auch im Hochwinter. Allerdings können sich im Kammbereich insbesondere nach windreichen, westlichen Wetterlagen leicht gefährliche Schneebretter aufbauen. Am sichersten ist man also auch hier bei sicheren Firnverhältnissen im Frühjahr am Weg.
Neutour Schrankarkopf 3254m!

Neutour Sulzkogel 3016m!

Aufgenommen, am 09.04.2013!
Die Tour zum Sulzkogel 3016m ist einer der Klassiker im Tourengebiet Kühthai. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Staumauer des Finstertal Speichersees in der Abfahrt einen Gegenanstieg von bis zu 50 Höhenmetern erfordert. Die Tour verläuft grundsätzlich im idealen Skitourengelände. Dass man auf dieser Tour an schönen Wochenenden im Frühjahr ganz sicherlich nicht alleine unterwegs ist und dass das Gelände vom Ort Kühthai bis zum Staudamm im Einzugsgebiet des Skigebietes liegt und somit viel befahren wird, ändert nichts Grundsätzliches an der Attraktivität der Tour. Denn ab dem Südufer des Stausees, dem sogenannten Schafleger bis hinauf zum Gipfel ist man einerseits abseits des touristischen Trubels und andererseits bietet das weitläufige Gelände auch vielen Tourengehern genügend Platz in der Abfahrt. Trotz des idealen Aufstiegsgeländes muss man sich aber eines bewusst sein, ab der Dammkrone befindet man sich fast durchgehend im Einzugsgebiet vieler Lawinenstriche der umliegenden Berge. Deshalb sollte man diese Tour auch im Hochwinter eher meiden und auf sichere Lawinenverhältnisse im Frühjahr warten. Zumal ja auch der lange Schlusshang am Sulzkogel 3016m mit bis zu 40° Steilheit mit Vorsicht zu genießen ist. Im Frühjahr aber sollte der Schnee in diesem südexponierten Hang dann gut umgesetzt sein und so zumindest der Altschnee des Winters kaum noch Probleme darstellen. Mit einer guten Spitzkehrentechnik wird man bei derart günstigen Verhältnissen auch keinerlei Probleme im Aufstieg haben. Meist endet der Aufstieg mit Ski kurz vor dem Gipfel. Die letzten Meter sind problemlos im Stapf zurückzulegen. Bei sehr günstigen Schneeverhältnissen dürfte aber auch ein Aufstieg mit Ski bis zum Gipfel leicht möglich sein. Noch ein Satz zum Stausee. Diesen sollte man möglichst nicht direkt begehen, da das kontinuierliche Absenken des Wasserspiegels die Eisdecke mitunter instabil machen kann!
Neutour Sulzkogel 3016m!

Neutour Finstertaler Schartenkopf 2885m!

Aufgenommen, am 25.04.2013!
Für alle Tourenziele im Einzugsgebiet der Schweinfurterhütte 2028m gilt, dass diese auch als Tagestour direkt von Niederthai 1548m aus machbar sind, sofern einem der ca. 5.5km lange und in etwa 1Std und 45min dauernde Zustieg von Niederthai 1548m über fast 500 Höhenmeter bis zur Schweinfurterhütte 2028m nicht zu viel an Kondition raubt. Wer dabei eine Firntour sucht, wählt am besten den Finstertaler Schartenkopf 2855m als Ziel aus. Die fast ausschließlich in südlicher Richtung exponierten Hänge sind dabei schon recht früh gut umgesetzt und lassen im Einzugsgebiet der Schweinfurterhütte 2028m im Frühjahr am ehesten auf gute Firnbedingungen hoffen. Erfolgt der Aufstieg direkt vom Tal und liegt noch genügend Schnee so ist der kürzeste Anstieg hinauf ins Weite Kar über den stellenweise 35° bis 40° steilen Südhänge oberhalb der Großhorlachalm zu suchen. Hier hält man sich zu Beginn für kurze Zeit an den Sommerweg, der gegen Westen weiter zur Finstertaler Sennhütte führt. Aber schon bald geht es nun nur noch in zahlreichen Spitzkehren bis hinauf in eine Seehöhe von 2200m. Bei sicheren Firnverhältnissen und guter Spitzkehrentechnik stellt dieser Hang kaum ein Problem dar. Nun legt sich das Gelände deutlich zurück und der weitere Aufstieg im schönen und übersichtlichen Gelände des Weiten Kars führt uns unproblematisch an den Fuß der Finstertaler Scharte 2777m, beziehungsweise des Finstertaler Schartenkopfes 2855m. Wer auf der Schweinfurterhütte 2028m die Tour startet, oder im Südhang oberhalb der Großhorlachalm zu wenig Schnee vorfinden sollte, wählt als Aufstieg hinauf ins Weite Kar den Sommerweg, der von der Hütte zur Finstertalerscharte 2777m führt. Der Schlussanstieg zum Gipfel führt neben der direkten Südflanke am Finstertaler Schartenkopf 2855m zunächst über stellenweise 30° bis 35° geneigtes Gelände in Richtung Scharte und weiter über den Südostrücken zum Tourenziel. Bei einer Tour mit stabilen Firnverhältnissen stellt der Schlussanstieg, sofern man einer sicheren Spitzkehrentechnik mächtig ist, keine Probleme dar. Bei derart idealen Verhältnissen kann bei der Abfahrt, wem es mit 35° bis 40° nicht zu steil ist, auch die direkte Linie über die Südflanke gewählt werden.
Neutour Finstertaler Schartenkopf 2885m!

Neutour Wetterkreuzkogel 2591m!

Aufgenommen, am 22.03.2013!
Der Wetterkreuzkogel 2591m ist das schönste und damit beliebteste Skitourenziel im Wörgetal. Gleichzeitig stellt diese Tour auch einen der leichteren, sowie relativ lawinensicheren Anstiege im gesamten Kühthai dar, sodass man hier auch bei etwas weniger günstigen Lawinenverhältnissen unterwegs sein kann. Dafür verantwortlich zeichnet das weitläufige und gut überschaubare Tourengelände mit nur wenigen Steilpassagen, die dann aber auch recht gut umgangen werden können. Der langgezogene und etwas steilere Gipfelhang macht von der Steilheit her, die großteils unter 30° liegt, weniger Sorgen, als mehr der Umstand, dass dieser bei ergiebigeren Schneefällen mit starken westlichen Winden massiv eingeweht wird. Sollte man hier also bei Lawinenwarnstufe 3 unterwegs sein, dann sollte der Dreier eher in Richtung 2, denn in Richtung Warnstufe 4 tendieren. Schlussendlich liegt es dann aber immer in der Eigenverantwortung eines jeden selbst, wann er welche Tour angeht. Ein nicht außer Acht zulassender positiver Umstand ist sicherlich auch, dass diese Tour häufig begangen und befahren wird und sich somit die Schneedecke immer wieder auch rascher und besser umwandeln, beziehungsweise setzen kann. Ein Tipp noch! Vom Gipfel abwärts bis zur Oberen Issalm hält man sich in der Abfahrt weitgehend an die Aufstiegsspur. Da aber der schmale Waldschlupf von der Oberen Issalm hinunter zur Straße skifahrerisch nicht allzu interessant ist, bietet es sich an hier dem Sommerweg folgend gegen Osten in den Lawinenstrich unterhalb des Schafzöllen 2399m zu queren. Hier findet man dann nochmals einen sehr schönen und weitläufigen Schlusshang vor, der einen würdigen Abschluss der Tour markiert.
Neutour Wetterkreuzkogel 2591m!

Neutour Schrankarkogel 3332m!

Aufgenommen, am 14.04.2013!
Der Schrankarkogel 3332m liegt im Einzugsgebiet des Schwarzenbergferners, welcher von der „Sulze“ aus in östlicher Richtung über eine weniger als 30° steile Geländestufe zu erreichen ist. Im Aufstieg zum Schwarzenbergkar bis an die Zunge des Schwarzenbergferners hält man sich zwischen den beiden 1850er Seitenmoränen. Dieser Abschnitt ist auch noch bei etwas heikleren Lawinenverhältnissen gut machbar, zumal sich das Schwarzenbergkar nach einem ersten, etwas steileren Aufschwung rasch zurückzulegen beginnt. Dieses relativ sanft geneigte Gelände setzt sich dann auch am Schwarzenbergferner weiter fort. Zudem weist der Gletscher keine außergewöhnlich großen Spaltenzonen auf. Somit gelangt man bei entsprechend günstigen Schnee- und Lawinenverhältnissen recht sicher und unproblematisch bis in eine Höhe von 3200m, an den Fuß der nun aber mehr als 40° steilen Ostflanke am Schrankarkogel 3332m. Der Schlussanstieg zum Gipfel ist nur bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen, am besten bei optimalen Firnbedingungen im Frühjahr machbar. Dabei ist aber auch eine perfekte Spitzkehrentechnik Grundvoraussetzung. Dann allerdings ist der Gipfel bei ausreichender Schneeauflage sogar mit angeschnallten Ski machbar. Bei weniger günstigen Bedingungen muss man auf den letzten Metern einfaches Gelände im Stapf überwinden.
Neutour Schrankarkogel 3332m!

Neutour Vorderer Seelenkogel 3286m!

Aufgenommen, am 28.03.2015!
Die Route aus dem Rotmoostal wird bis etwa in eine Höhe von 2800m häufig begangen und befahren, da sie bis dorthin der Route auf das Eiskögele 3233m folgt. Das Eiskögele 3233m ist einer der meist besuchtesten Skitourengipfel in der Umgebung von Obergurgl. Die Route vom Rotmoostal aus wird dabei nicht nur als Tagestour ins Auge gefasst, sondern auch als Übergang zur Langtaleregghütte 2430m, beziehungsweise nehmen viele Tourengeher das Eiskögele 3233m auf ihrem Weg von der Langtaleregghütte 2430m retour nach Obergurgl noch mit. Dementsprechend rasch verspurt präsentieren sich die Hänge vom Eiskögele 3233m über den Hangererferner hinab ins Rotmoostal. Vom Tal aus sind gut 1380 Höhenmeter im Aufstieg zu überwinden. Bei günstigen Lawinenverhältnissen, insbesondere im Frühjahr, wenn die Westhänge an der Hohen Mut 2659m am Morgen hart verfirnt sind, dann kann man sich gut 300 Höhenmeter Aufstieg ersparen. Man fährt dabei mit der Bahn Hohe Mut I + II bis zur Hohen Mut 2659m auf und muss dann über 35° bis 40° steiles Gelände 400 Höhenmeter ins Rotmoostal abfahren. Man kommt in diesem Fall zwar erst frühestens um 08:30 in Obergurgl zum Starten, allerdings stellt ein verspäteter Start an den Nordhängen des Vorderen Seelenkogels 3286m bezüglich der tageszeitlichen Erwärmung zumeist kein größeres Problem dar. Dabei darf die Abfahrt von der Hohen Mut 2659m ins Rotmoostal nicht unterschätzt werden. Bei Pulverschnee ist die Lawinengefahr zu beachten, bei hartem Firn im Frühjahr ist eine gute Skikante, beziehungsweise gutes skifahrerisches Können notwendig. Vom Rotmoostal aus beginnt dann bezüglich der Lawinengefahr sogleich eine der heikelsten Passagen der Tour. Der gut 200 Höhenmeter umfassende und 35°, teils sogar 40° steile Nordhang hinauf zum Kar des Eiskögeles 3233m benötigt unbedingt stabile Lawinenverhältnisse. Zudem ist aus der Nordostflanke des Hangerers 3020m heraus immer die Möglichkeit von Selbstauslösungen von Lawinen zu berücksichtigen. Danach geht es über schönes und nicht allzu steil geneigtes Gelände bis in eine Höhe von 2800m, wo sich in etwa der Hangerersee befindet. Aber hier trennen sich die beiden Aufstiegsrouten. Wir halten uns nun in südöstlicher Richtung über sanft geneigtes, sowie schön kupiertes Gelände, wobei wir vorerst nur wenig an Höhe gewinnen. Wir berühren dabei zunehmend die Zunge jenes Teils des Hangererferners, welcher aus dem Nordkar am Vorderen Seelenkogel 3286m zu Tale fließt. Wir steuern auf eine leicht zu erreichende Einsattelung zu, über welche wir auf eine weitere Gletscherfläche des Hangererferners an der Nordostflanke des Vorderen Seelenkogels 3286m gelangen. Diese Eisfläche zieht sich auf Grund der Klimaerwärmung immer weiter zurück, sodass sich die Gletscherstirn auch immer weiter aufsteilt und damit an diesem langgezogenen, steilen Gletscherhang objektiv gesehen die Lawinengefahr von Jahr zu Jahr immer problematischer einzuschätzen ist. Nach Bewältigung dieses Aufschwungs gelangen wir auch über die nächste Einsattelung unproblematisch an die eisfreie Ostflanke unseres Tourenziels. Hier machen wir Höhe und versuchen so an den Beginn des Nordrückens zu gelangen. An diesem können wir noch einige Höhenmeter mit angeschnallten Ski weiter aufsteigen. Kurz vor dem Gipfel ist jedoch Schluss und die letzten Meter sind teils im Stapf, teils in leichter Kletterei (stellenweise II.-Schwierigkeitsgrad) zurückzulegen. Auch das Gelände auf den letzten Metern zeigt, dass bei dieser Tour unbedingt sehr sichere Lawinenverhältnisse vorherrschen sollten und das Frühjahr grundsätzlich die beste Zeit dafür ist. Wenn also schon derartige Voraussetzungen für eine Besteigung gelten müssen, dann kann man es in diesem Fall wahrscheinlich auch wagen im oberen Bereich der Tour nun eine andere, weil skifahrerisch deutlich attraktivere Abfahrtsvariante zu wählen. Vom Beginn des Nordrückens quert man bei optimalen Verhältnissen auf die Nordseite des Vorderen Seelenkogels, um dann über den im Nordkar gelegenen Teil des Hangererferners abzufahren. Hier sind die Schneeverhältnisse meist günstiger und man findet auch im Frühjahr immer Pulverschnee vor. Eine Abfahrt im oberen Bereich entlang der Aufstiegsspur würde auch in der Abfahrt einige Höhenmeter durch Querfahrten zu Nichte machen. Im Nordkar kann man hingegen eine direkte Abfahrtslinie wählen.
Neutour Vorderer Seelenkogel 3286m!

Neutour Breiter Grieskogel 3287m durch das Larstigtal!

Aufgenommen am 09.03.2014!
Der Breite Grieskogel 3287m präsentiert sich als idealer Skitourenberg, der über 4 verschiedene Täler im Zuge einer Skitour bestiegen werden kann. Den Anstieg über das Larstigtal kann man dabei durchaus als den alpinistisch anspruchsvollsten Anstieg bezeichnen. Einmal stellt der Larstigferner besondere Ansprüche an den Tourengeher, da seine steile, nordexponierte Zunge nicht umgangen werden kann und hier somit absolut sichere Lawinenverhältnisse erforderlich sind. Und andererseits muss das Larstigjoch 3032m zweimal bezwungen werden. Vom Larstigferner her ist dies problemlos zu bewältigen. Jedoch die Flanke hinab zum Grieskogelferner mit teils mehr als 40° Neigung ist bei ungünstigen Verhältnissen nicht zu unterschätzen. Grundvoraussetzung sollte hier sein, dass der Schnee bereits in Firn umgesetzt hat und somit eine möglichst gute Setzung gegeben ist. Dies erleichtert nicht nur den Abstieg, sondern sorgt auch beim Gegenanstieg am frühen Nachmittag für mehr Sicherheit. Würde die Sonne den Schnee hier nicht auffirnen lassen, dann sind unbedingt Steigeisen anzuraten. Nach also gut 50 Höhenmeter Abstieg erfolgen die letzten 300 Höhenmeter Aufstieg an der Ostseite des Breiten Grieskogels 3287m. Hier am Grieskogelferner trifft man dabei auf die Aufstiegsvariante, die von der Winnebachseehütte 2361m heraufführt. Dieser Anstieg ist die leichteste Tourenvariante. Dementsprechend zahlreich sind die Tourengeher hier oben an einem schönen Frühjahrswochenende. Das hat aber zumindest den Vorteil, dass dann im recht steilen Aufschwung am Grieskogelferner die Spannung aus der Schneedecke bereits heraußen sein sollte. Der Schlussanstieg erfolgt über den Nordrücken, in Zuge dessen man den steileren Passagen recht gut ausweichen und so bei sicheren Verhältnisse mit angeschnallten Ski problemlos den Gipfel erreichen kann. Bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen kann man vom Gipfel direkt über die Ostflanke am Breiten Grieskogel 3287m auf den Grieskogelferner abfahren. In weiterer Folge hält man sich in der Abfahrt bis ins Larstigtal hinab mehr oder weniger an die Aufstiegsroute. Erst im Larstigtal selbst kann man sich dann überlegen, ob es von Vorteil ist auf die orographisch linke Talseite zu wechseln, weil hier durchaus noch lockerer Pulverschnee liegen kann, während auf der orographisch rechten Talseite im Bereich der Aufstiegsspur die Sonne bereits für sulzige Frühjahrsschneeverhältnisse sorgt. Die Abfahrt durch den Wald vom Eingang ins Larstigtal hinunter zum Larstighof 1777m kann man an die Aufstiegsspur anlehnen, oder wählt wie wir bei guter Schneelage eine etwas direktere Abfahrtsvariante.
http://www.skitours-paradise.com/tour/stubaier_alpen/niederthai/grieskogel_breiter_larstigtal
Neutour Breiter Grieskogel 3287m durch das Larstigtal!

Di,21.04. Plattkopf 2893m - Samnaungruppe!

Plattkopf, der zweite Versuch. Heute passen die Verhältnisse. Der Schmelzharschdeckel in den Osthängen hinauf zur Scharte zwischen Plattkopf 2893 und Stielkopf 2889m ist diesmal nicht nur perfekt, es reicht sogar, um zunächst von der Scharte nochmals die herrlichen Firnhänge hinunter ins Istalanztal abzufahren. Danach geht es nochmals hinauf zur Scharte und weiter über die Nordostflanke zum Gipfel. Der direkte Aufstieg über die Nordflanke war auf Grund der zu geringen Schneelage nicht möglich. Nomen est omen, der Plattkopf 2893m wird an der Nordseite von einer einzigen, riesigen Felsplatte begrenzt. Hier dürfte selbst bei optimalen Schneebedingungen der Aufstieg nicht nur nicht immer möglich, sondern durchaus auch generell problematisch sein. Die Nordostflanke bietet sich da schon besser an. Diese hat aber auch ihre Tücken, welche sich aber um diese Jahreszeit bei gut gesetzten Schneeverhältnissen relativ entschärft präsentieren. Die Abfahrt erfolgte nachfolgend ins Flathtal über die weiten, sehr schönen, aber auch sehr steilen Nordwesthänge. Nur bei Firn machbar, dann aber schifahrerisch ein Hochgenuß. Weitere Tourdaten, 19 km Distanz und 1900 Hm Aufstieg.

So,19.04. Poltekopf 2847m - Arrezkopf 2845m!

Die südlichen Seitentäler des Paznaun erschließen in der Samnaungruppe großartige Tourengebiete. Die beschneite Talabfahrt im Skigebiet See ermöglicht auch jetzt nach Saisonende noch einen Aufstieg ins Istalanztal, wo man derzeit uneingeschränkt alleine auf Skitour ist. Für viele Tourengeher ein unbekanntes Gefühl, für uns in den nach wie vor bestehenden no-name Regionen ein alt bekanner Zustand, den man aber umso sehr schätzt. Insbesondere dann, wenn sich die Wetter- und Schneeverhältnisse derart perfekt präsentieren wie heute. Ursprüngliches Ziel wäre eigentlich die Überschreitung des Plattkopfs 2893m vom Istalanztal ins Flathtal gewesen. Allerdings präsentierten sich die Schneeverhältnisse zwischen ca.2200m und ca.2500m als äußerst ungünstig. Tiefer gelegen konnte der wenige Neuschnee das Ausfrieren der durchnässten Schneedecke nicht verhindern, womit es hier einen durchgängig harten Schmelzharschdeckel gab. Danach aber wuchs die Neuschneedecke zusehends etwas an. Nicht viel, aber es reichte aus, um die am Donnerstag und Freitag letzter Woche eingedrungene Wärme, sowie Feuchtigkeit zu konservieren. Zudem wäre der weitere Aufstieg über einen steileren Osthang erfolgt, der bereits früh vom Sonnenschein erfasst wurde. Trotz der tiefen Temperaturen wäre so mit einer sehr raschen Destabilisierung der Schneedecke bis zum Boden zu rechnen gewesen (Nachfolgende Nasschneelawinen aus derart exponierten Hanglagen gaben uns später die Gewissheit). Wir blieben somit im nordexponierten Gelände, wobei sich zunächst der Aufstieg zum Masnerjoch 2685m und über den breiten Westrücken hinauf zum Poltekopf 2847m anbot. Perfekte Abfahrt bis ca. Pt.2400m und ein weiterer Aufstieg über die mehr als 40° steile Nordflanke hinauf zum Arrezkopf 2845m. In dieser Höhe herrschten nordseitig trotz bis zu 10cm Neuschnees perfekte und sehr stabile Verhältnisse vor. Auch in der Abfahrt wurden wir zwischen 2200m und 2400m nochmals mit der etwas destabilisierten Schneedecke konfrontiert, bevor dann auf Pulverschnee grandioser Firnschnee folgte. 22km Tagesdistanz und 2250m Aufstieg.

Mi.15.04. Überschreitung Cevedale 3769m - Suldenspitze 3376m!

1600m Aufstieg, 20km Distanz. Angesichts der hochreichenden, frühsommerlichen Erwärmung ein ideales Ausweichziel, zumal auch die Windverhältnisse für den heutigen Tag in den Hochlagen auf "windstill" gepolt waren. Generell ist eine Skitour in Richtung Cevedeale 3769m niemals bei nur ansatzweise stärkerem Wind anzuraten. Nordwind, der hier zwar für nordföhnige Effekte und Sonnenschein sorgt, wirkt sich am Hochplateau des Zufallferners immer als Nordsturm aus und Südwind sorgt hier immer für Wolkenstau. Aber auch Wind aus allen anderen Richtungen wird hier oben, an diesem freistehenden Gipfelmassiv immer für sehr ungünstige Verhältnisse sorgen. Man sollte bei diesem Tourenziel also nicht auf den perfekten Schnee aus sein, sondern auf die optimalsten Wetter- , bzw. vor allem die besten Windverhältnisse, egal von welcher Seite aus man den Gipfel angeht. Wir wählten die Variante ab der Schaubachhütte 2581m über den Eisseepass 3139m. Nach kurzer Abfahrt auf den Zufallferner über denselben unschwer zum Gipfel. Abfahrt in Richtung Casati Hütte 3254m und Aufstieg zur Suldenspitze 3376m. Von hier über 1400m Abfahrt hinunter nach Sulden 1900m. Die Schneebedingungen sind derzeit durchaus zufriedenstellend, auch wenn die Schneelage generell unterdurchschnittlich ist. Die Abfhartsverhältnisse sind hart, aber nicht eisig. Auf den letzten Metern zum Cevedale 3769m sind Steigeisen anzuraten. Wir sind vom Gipfel abgefahren. Derzeit kann man noch mehr oder weniger bis nach Sulden abfahren. Aber mit jedem Tag wird's wohl deutlich problematischer.

Neutour Liebener Spitze 3400m Hauptgipfel - Ötztaler Alpen!

Aufgenommen, am 17.04.2014!
Die Skitour auf die Liebener Spitze-Hauptgipfel 3400m ist ein absolutes Highlight in der Umgebung von Obergurgl. Diese hat sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt alles zu bieten, was eine hochalpine Skitour am Ötztaler Hauptkamm eben zu bieten hat. Dazu gehört ein langer Anstieg in ein trogähnliches Seitental das Gaibergtal, mit einem an seinem Ende gewaltigen und in diesem Fall sehr spaltenreichen Gletscher dem Gaisbergferner. Hinzu kommt ein gewaltiger und ebenso bedrohlicher Eisabbruch vom oberen Gaisbergferner, welcher für die Tour ein zusätzliches Gefahrenmoment darstellt. Dieser Bereich wird oftmals durch Reste von Eislawinen markiert und sollte im Aufstieg deshalb sicherheitshalber ganz links umgangen werden, auch wenn man sich dann in einer spaltenreichen, mehr als 40° steilen Gletscherzone befindet. Es ist hier halt das geringere Übel zu wählen. In der Abfahrt kann man sich aber durchaus in der Mitte des Gaisbergferners halten, sofern man die bedrohte Zone rasch überwindet. Die lawinentechnisch heikelste Passage erwartet einen bei Pt. 3150m, bei der man vom Gaisbergferner auf den oberen Gaisbergferner wechseln muss. Der kurze, aber mehr als 40° steile Nordhang stellt ein letztes großes Gefahrenmoment dar. Hat man diesen überwunden, sollte auch der 30° bis 35° steile, aber weitläufige Gipfelhang kaum noch ein Problem darstellen. Daneben kann man den Gipfel bis auf die letzten Meter skitechnisch recht problemlos mit angeschnallten Ski besteigen. Eher eine Ausnahme am Ötztaler Hauptkamm. Die letzten Meter zum Gipfel sind dann recht einfach im Stapf zu bewältigen. Die landschaftliche Szenerie ist wie immer am Ötztaler Hauptkamm überwältigend, die Abfahrt gehört zum Schönsten, was die Tourenregion um Obergurgl zu bieten hat. Startet man in Obergurgl bei der Talstation der Hohen Mut Bahn 1915m so sind bis zum Gipfel auf ca. 9,4 Kilometern ca. 1500 Höhenmeter zurückzulegen. Nützt man die Festkogelbahn als Aufstiegshilfe und fährt zum Taleingang des Gaisbergtales ab, so verringert sich der Anstieg auf ca. 6.9 Kilometer, beziehungsweise 1100 Höhenmeter.
Neutour Liebener Spitze 3400m Hauptgipfel - Ötztaler Alpen!

Sa,28.03. Vorderer Seelenkogel 3286m - Ötztaler Alpen!

1400 Hm auf einer der Paradeeintagesskitouren in Obergurgl. Von Obergurgl zieht man hinauf ins Rotmoostal und dann sogleich über eine markante Steilstufe hinauf zum Hangerersee. Hier teilt sich die Aufstiegsspur hinauf zum Eiskögele 3233m, beziehungsweise zum Vorderen Seelenkogel 3286m. Der Vordere Seelekogel 3286m ist dabei lawinentechnisch das problematischere, sowie anspruchsvollere Ziel. Dafür kann man beinahe bis zum Gipfel mit angeschnallten Ski aufsteigen. Es gibt nur eine kurze Stapf-, beziehungsweise Kletterpassage im Gipfelbereich. Die lohnendste Abfahrtsvariante erfolgt dabei nicht entlang der Aufstiegsspur, sondern über die direkte Abfahrt am Nordgrat auf den Hangererferner. Die Schneebedingungen sind hier am Alpenhauptkamm sehr ansprechend. Neuschnee kann aber auch hier nicht schaden, zumal die Skitourensaison um Obergurgl ja noch bis in den Mai hinein ein Thema ist.

Mo,23.03. Sesvenna - Durchquerung!

Tourdaten: 22km, 2000Hm Aufstieg, 3000 Hm Abfahrt, Insgesamt 4x Auffellen und 4 großartige Abfahrten!
Von St.Valentin Auffahrt ins Skigebiet Haideralm. Beim letzten Lift (Tellerlift) startet der erste Aufstieg über 200 Höhenmeter hinauf zur Seebodenspitze 2859m. Dann Abfahrt bei 10cm Pulverschnee über die schönen Westhänge ins Vallungtal. Von hier über 550 Höhenmeter Aufstief zur Rasasspitze 2941m. Teils Pulver, teils Firn hinab zur Sesvennahütte 2258m. Von hier beginnt der lange Aufstieg über 1060 Höhenmeter bis zum Piz Sesvenna 3204m. Betse Verhältnisse, vor allem am Südostgrat. Abfahrt im herrlichen Pulverschnee über den Sesvennagletscher. Nun aber nicht der neuerliche Aufstieg hinauf zur Sesvennascharte 2819m wie üblich, sondern Aufstieg über 150 Höhenmeter hinauf zu Pt.2893m, um dann über die gewaltigen Osthänge direkt hinab zur Schliniger Alm 1829m abzufahren. Trotz der fortgeschrittenen Zeit 15:30 Uhr herrschten hier immer noch perfekte Firnverhältnisse vor. Eine schmale Wolkenbank hat uns hier sicherlich geholfen, ansonsten wäre hier derSchnee bei ungetrübten Sonnenschein sicherlich bereits deutlich weicher gewesen. Wer kann, sollte hier durchaus bereits etwas früher abfahren.



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Neueste Kommentare/Berichte

Wanneköpfl 2223m
09. Feb. 2014 - Skitours Paradise -

Sa,08.02.2014 Aufstieg von Grist auf's Köpfle. Stürmischer Südföhn. Der Aufstieg ist machbar, aber je weiter man nach oben kommt, desto weniger Schnee liegt. Der viele Wind in diesem Winter hat ganze Arbeit geleistet. Ich empfehle ein Abfahrt über die Skipiste hinunter nach Rifenal. Eine Abfahrt nach Grist kann man durchaus als Harakiri-Unternehmen bezeichnen. Zur Strecke »

Glockturm 3353m durch das Krummgampental
11. Jan. 2014 - Matthias Rietzler -

Heute haben wir zu fünft (1 Mann aus See, 1 Frau aus Arzl, 2 Personen aus Bad Tölz und ich aus Roppen eine schöne Spur zum Gipfel gezogen.Im Gipfelhang war etwas eingewehter Schnee aber Schneedecke gut gefestigt.lg.Matthias Zur Strecke »

Gamsbergspitze - Wintergipfel 2620m von See aus!
10. Feb. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Für alle jene die Höhenmeter (1650 Höhenmeter) hamstern wollen bietet sich diese Variante von See hinauf zur Versingalm an. Vorsicht, im ersten Teil bewegt man sich auf der Rodelbahn. Man muss unbedingt früh genug dran sein. Dann geht's im Bereich des Schaller Baches bis zur Versingalm. Für den hier stark kupierten Untergrund liegt nun genug Schnee, sodass man sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt problemlos vorankommt. Ab der Versingalm hält man sich an den Standardaufstieg. Aktuell herrschen perfekte Pulverschneebedingungen, wobei aber die Hänge zwischen Gipfel und Versingalm nach dem heutigen Tag nun mehr stark verspurt sind. Von der Versingalm kommt man nun auch problemlos in das Tobel des Schaller Baches hinab. Zur Strecke »

So,27.01. Rauhkopf 2366m in der Pfundser Tschey!
27. Jan. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Ein unbedeutender Gipfel neben dem alles dominierenden Hochjoch 2896m. Doch die knapp 770 Höhenmeter Aufstieg können hier 1:1 in herrliche Pulverschwünge umgesetzt werden. Das macht die Tour so attraktiv. Wer allerdings primär Höhenmeter ausfassen will, der wird diesen Gipfel links liegen lassen. Dabei gibt es einmal die Möglichkeit der Abfahrt über die Wannerböden, über die man aufgestiegen ist und über die man den Westrücken erreicht, der hinauf zum Hochjoch 2896m zieht. Doch der eigentliche Reiz, ist die direkte Nordabfahrt hinab in das westlichste Tobel, das in den Riedwald und weiter zum Riedwaldbach führt. Allerdings sind dies im Normalfall sehr steile, lawinengefährdete Hänge. Doch heute konnte man es wagen und die Verhältnisse gaben uns Recht. Spätestens ab der Waldgrenzen bei ca.2200m war die Altschneedecke kompakt genug, sodass keine Gefahr mehr Bestand im Altschnee einzubrechen. Die häufig große Lawinengefahr hier an den steilen Nordhängen zwischen Rauhkopf 2366m und Hochjoch 2896m machen vor allem zwei Umstände aus. Einmal die hier häufig vorherrschende Schneearmut, sodass sich leicht ein Schwimmschneefundament bilden kann. Und dann die große Windanfälligkeit dieses Kamms. Insbesondere Südwind kann dann leicht Schneebretter auf einem Schwimmschneefundament ablagern.

Sa,26.01. Kegelkopf 2837m in der Samnaungruppe!
26. Jan. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Der Gipfel des Kegelkopfes ist eigentlich der absolute Höhepunkt jenes Grates, welcher beim Thialkopf 2398m beginnt, beim Gatschkopf 2588m seine Fortsetzung findet und am Kegelkopf 2837m endet. Von Tobadill 1220m sind es gut 1700 Höhenmeter, von Pians waren es heute an die 2000 Höhenmeter bis zum Gipfel. Und diese großartige Gratüberschreitung beginnt eigentlich bereits beim Zirmegg 2073m, ab dem Thialkopf wird der Aufstieg dann richtigehend alpin. Eine Tour ausschließlich für den erfahrenen,alpinen Winterbergsteiger. Die Abfahrtsverhältnisse waren überraschend positiv, wenn man bedenkt, dass während der letzten Tage der föhnige Südwind die Schneedecke mancherorts ordentlich in Mitleidenschaft gezogen hat. Hier aber im großartigen Hochkar oberhalb der Flathalm war der Pulverschnee nach wie vor makellos. Einzig die aufbauende Umwandlung im grobblockigen Gelände sorgte stellenweise für Kollisionsgefahr mit den knapp unterhalb der Schneedecke lauernden Steinen. Ab dem Lärchhang hinunter zur Flathalm aber zeigte sich die Schneedeckenbasis recht gut gesetzt, das Pulververgnügen damit uneingeschränkt makellos.

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