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News

Mo,15.01.2018 - Vernungkopf 2870m - Sesvennagruppe!

In der Reschenregion gibt es momentan so viel Schnee wie schon lange nicht mehr, geschweige denn um diese Jahreszeit. Dazu kommt, dass die mächtige Schneedecke, wie in allen anderen Regionen perfekt gesetzt ist, wie man es sich eben so wünscht. Die ideale Zeit für eine Tour auf den Vernungkopf 2870m ist sicherlich das Frühjahr, weil man sich bei Firnbedingungen im langen Flachstück zwischen Brugger und Oberdörfler Alm deutlich leichter in der Abfahrt tut. Bei einer Aufstiegslänge von 10km auf 1480 Höhenmetern ist man natürlich froh, wenn man in der Abfahrt nicht mehr in den Schiebemodus übergehen müsste. Trotzdem hat die Tour auch im Hochwinter ihren besonderen Reiz, weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, hier absolut einsam am Weg zu sein.

Sa,13.01.2018 - Piz Dora 2951m - Ortler Alpen!

Die Tour wurde von Fuldera aus angegangen. Die Schneelage präsentiert sich im Münstertal nach drei schneeärmeren Wintern wieder einmal von ihrer perfekten Seite. Bereits im Tal liegt ein halber Meter bis ein Dreiviertelmeter Schnee. Die Schneedecke ist über den gesamten Tourenverlauf gut gesetzt und als Auflage gibt es gut 30 Zentimeter Pulverschnee, der vom Niederschlagsereignis vom Dienstag dieser Woche herstammt. Die Gipfelregionen sind allerdings stark vom Wind beeinflusst, steile Nordhänge weisen oftmals starken Schneeeintrag aus südlicher Richtung auf.

Neutour Hirschpleiskopf 2546m - Lechtaler Alpen!

Aufgenommen, am 19.01.2013!
Der Hirschpleiskopf 2546m steht im Schatten des Stanskogels 2757m und wird dementsprechend nur selten als Skitour angegangen. Dabei hat man es hierbei mit einem lohnenden Tourenziel zu tun, dessen 30° bis 35° steile Westflanke zum Teil recht elegant umgangen werden kann. Vor allem aber wir diese steile Westflanke mit der höher steigenden Sonne verstärkt mit Energie versorgt, sodass sich hier der Schnee dann ab Februar deutlich zu setzen beginnt. Aber auch die auftretenden Winde aus zumeist westlicher Richtung sorgen dafür, dass der Schnee aus dieser Westflanke meist abtransportiert, denn abgelagert wird. Das verbessert die Situation hier grundsätzlich, doch sollte man nie außer Acht lassen, dass das Arlberggebiet einfach zu den schneereicheren Regionen gehört und somit steilere Hänge nach Neuschneefällen immer wieder kritisch beurteilt werden müssen.
Neutour Hirschpleiskopf 2546m - Lechtaler Alpen!

Neutour Piz Terza 2908m von Fuldera aus - Sesvennagruppe!

Aufgenommen, am 09.01.2014!
Der Piz Terza 2908m ist wohl das beliebteste und am häufigsten bestiegene Skitourenziel im Münstertal. Die meisten Skibergsteiger starten in Lu 1922m, im Hoch- und Spätwinter aber bietet sich auch ein Start direkt im Münstertal in Fuldera 1640m an. Dabei gewinnt man nochmals 300 sehr schöne Abfahrtsmeter hinzu. Aber man muss diese natürlich auch im Aufstieg absolvieren, sodass die Tour dann auch deutlich ausgedehnter ausfällt. Über schöne und offene Wiesenhänge, sowie teils lichtes Waldgelände erfolgt der Aufstieg hinauf zur Alp Tabladatsch. Die Orientierung fällt nicht schwer, einmalig muss die Fahrstraße hinauf nach Lü überquert werden. Ab der Alp Tabladatsch folgen wir dem Sommerweg und damit dem weitläufigen, sowie sanft geneigten Val Morain. Ab der Fuorcla Sassalba nimmt die Geländeneigung nun zwar etwas zu, doch gefährlichere Lawinenhänge sind auch weiterhin kaum auszumachen. Das Gelände bleibt schön kupiert, eventuelle Steilstellen können gut umgangen werden. Somit gewinnt man auch im Schlussanstieg problemlos Höhe und erreicht unschwer den Gipfel. Die Abfahrt hält sich weitgehend an den Aufstieg. Lediglich unterhalb der Alp Tabladatsch sucht man die direktere Abfahrtslinie über Urschai hinab nach Fuldera 1640m.
Neutour Piz Terza 2908m von Fuldera aus - Sesvennagruppe!

Mi,10.01.2017 - Lange Pleis 2200m - Lechtaler Alpen!

Von Pians über 1300 Höhenmeter an den Fuß der Dawinspitze. Regen, Nässe und Wärme der letzten Zeit haben südseitig wahrscheinlich bereits bis in eine Höhe um 2200m für einen tragfähigen Schmelzharschdeckel gesorgt. In der Langen Pleis wurde dessen Ausbildung sicherlich durch die Lawineneinträge der letzten Zeit begünstigt, doch auch abseits der Lawinenkegel deutet alles auf diesen tragfähigen Schmelzharschdeckel hin. In steilen, direkten Südhängen könnte dieser wohl auch noch weiter hinauf reichen. Der Abfahrtszeitpunkt um 13:00 Uhr war nicht zu spät gewählt, die tief stehende Sonne benötigt bei diesen für die Jahreszeit relativ milden Temperaturen ihre ganze Kraft, um den Deckel auffirnen zu lassen. In den schattigen Bereichen tat sich jedenfalls nichts. Trotzdem reichte es für eine jahreszeitlich verfrühte Firnabfahrt bis gegen 900m Seehöhe hinab. Wie am Foto zu sehen, hatte man es in der Langen Pleis auch noch mit ein paar Zentimeter Pulverschnee von gestern Morgen zu tun.

Fr.,29.12.2017 - Peziner Spitze 2550m Normalroute - Verwallgruppe!

Ein perfekter Skitourentag hier in der östlichen Verwallgruppe. Viel braucht man über die heutigen Bedingungen nicht schreiben, die sind ja morgen schon wieder Geschichte. Für den einen oder anderen von Interesse ist aber, dass die Wärme der letzten Zeit an den direkten Südhängen am Peziner ganze Arbeit geleistet und oftmals einen tragfähigen Schmelzharschdeckel ausgebildet hat. Zu den 20 bis 30cm Pulverschnee kommt jetzt nochmals ein größeres Paket schwerer Neuschnee am Wochenende hinzu, was für die Lawinengefahr nicht ideal ist, da dieser auf dem Harschdeckel dann sehr leicht abrutschen kann. Vor allem dann am Sonntag, wenn zur Wärme auch noch die Sonneneinstrahlung sich hinzu gesellt. Deshalb sollte man dieser Tour dann doch etwas Zeit einräumen, bis es wieder kälter wird.

Neutour Weißseejoch Spitze 3044m - Ötztaler Alpen!

Aufgenommen, am 17.12.2012!
Kurze Skitour über 500 Höhenmeter, welche man aber mit einer zusätzlichen Abfahrt in Richtung Langtauferertal, sowie einen weiteren Aufstieg von hier zurück zum Weißseejoch 2965m durchaus in die Länge ziehen kann. Die Tour kann auf Grund der Höhenlage oftmals schon im Frühwinter und dann bis hinein ins Frühjahr begangen werden. Dabei hat man zu jeder Zeit die Aufmerksamkeit auf die sehr steile Südflanke zu lenken. Richtig sichere Verhältnisse findet man hier nur im Frühjahr bei perfekten Firnverhältnissen vor. Vor allem bei kalten, nördlichen Strömungen kann die Südflanke leicht eingeweht werden und gefährliche Schneebretter „beherbergen“, wie wir es selbst durch eine von uns im Zuge des Aufstiegs am abgewehten Nordgrat fernausgelöste Lawine mitverfolgen konnten.
http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/kaunertal_weisssee/weissseejoch_spitze_kaunertal
Neutour Weißseejoch Spitze 3044m - Ötztaler Alpen!

Di.,26.12.2017 - Thialkopf 2398m - Samnaungruppe!

Auch hier im östlichsten und damit normalerweise dem schneeärmsten Teil der Samnaungruppe herrschen beste Tourenbedingungen vor. Es war nun schon mehrere Jahre nicht mehr gut möglich über die Aufstiegsvariante von Tobadill ab dem Zirmegg den Nordrücken bei ausreichend Schnee bis zum Gipfel zu begehen. Doch heuer wartet der Frühwinter hier im Westen Tirols ganz generell mit guten Schneebedingungen auf, was sich dann auch in der Abfahrt zeigte. Dazu stiegen wir vom Gipfel über den Grat in Richtung Gatschkopf nochmals einige Höhenmeter auf, um zu der schönen Nordwestflanke zu gelangen, die bereits im Gipfelbereich für beste Abfahrtsbedingungen sorgte. Absolut perfekte Schneebedingungen bot auch "der Larchhang" bis hinab zur Flathalm und weiter im Tobel des Flathbaches. Im unteren Teil desselben wurde es mit den Stauden schon mal etwas eng, aber angesichts des frühen Datums kann man keinesfalls klagen. Auch hier am Thialkopf galt neuerlich, dass ab ca. 1500m Seehöhe in den Nordlagen Pulverschneeverhältnisse vorherrschen. Darunter allerdings muss man Bruchschneeverhältnisse akzeptieren, was uns aber in den Waldpassagen nicht mehr allzu viel ausmachte.

Sa.,23.12.2017 - Vorderes Kreuzjoch 2845m - Samnaungruppe!

In der Samnaungruppe liegt gegenüber den beiden etwas nördlicher gelegenen Gebirgsgruppen der Verwallgruppe und den Lechtaler Alpen weniger, jedoch immer noch ausreichend Schnee, um eine für diese Jahreszeit tolle Skitour zu machen. Vor allem in den sehr steinigen Regionen, sowie im Bereich der Grate und Gipfel kann's stellenweise schon mal knapp mit dem Schnee hergehen. Dafür ist auch hier der Aufbau bestens und die Unterlage grandios, sodass man auch in den Waldregionen derzeit schon fast alles problemlos fahren kann, zumindest oberhalb von 1500m Seehöhe. Denn darunter haben der Regen und die anziehende Kälte einen markanten Harschdeckel ausgebildet, der fast schon wieder tragfähig war. In jedem Fall wartet die Samnaungruppe mit sehr guten Schneeverhältnissen auf, auf die richtige Tourenauswahl ist jedoch wert zu legen, um ein optimales Skitourenerlebnis einfahren zu können.

Neutour Die Umrundung der Kappler-Joch Spitze 2843m - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 23.02.2014!
Die Tour um die Kappler-Joch Spitze 2843m verbindet das Paznaun mit dem Stanzertal. Die Aufstiegsmeter reduziert man mit Hilfe der Aufstiegshilfen im Kappler Skigebiet von 2270 auf 1160 Höhenmeter. Die erste Bergfahrt ist ab 08:30 Uhr am Morgen möglich und man kann eine reine Bergfahrtkarte erwerben. Mit Hilfe von drei Aufstiegshilfen gelangt man zum Alblittkopf 2644m, von wo man gegen Osten bis zu Pt.2440m abfährt. Das heißt, am Morgen vorauseilend aufzufellen, kann man sich sparen. Der erste Aufstieg führt uns ins Richtung Schmalzgrubenscharte 2697m. Dieser Sommerübergang von der Niederelbehütte hinüber zur Edmund-Graf Hütte sollte sich eigentlich als der natürlichste Übergang vom Paznaun ins Malfontal anbieten. Doch man umgeht besser die sehr steile, mehr als 40° geneigte Südflanke unterhalb der Scharte und strebt einen etwas sanfteren, jedoch immer noch steilen und damit lawinengefährdeten Übergang zwischen der Schmalzgrubenscharte 2697m und dem Welskogel 2878m an. Mit diesem Übergang erreicht man auch die etwas weniger steilen Einfahrtshänge ins Malfontal, als dies an der Schmalzgrubenscharte 2697m der Fall wäre. Also in Summe nimmt man hier ein wenig Gefahrenmoment aus dem Tourenverlauf heraus, trotzdem sollte man diese Tour nur bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen überhaupt ins Auge fassen. Denn nicht nur hier fährt man komplett anders exponierte Hänge ab als beim Aufstieg. Auch am Kappler-Joch 2672m wird dies der Fall sein. Hinzu gesellt sich auch immer wieder steiles bis sehr steiles Gelände, was einen hinab ins Malfontal fast ständig begleiten wird. Im Bereich der Hinteren Malfonalm 1825m endet unsere erste Abfahrt im freien Tourengelände. Der nun nachfolgende Aufstieg zum Kappler-Joch 2672m verläuft in meist einsamem, hochalpinem Gelände. Zu erreichen ist das Joch dafür ohne größere skitechnische Schwierigkeiten. Zudem ist das Aufstiegsgelände immer gut einsehbar. Nun folgt die zweite, großartige Abfahrt durch meist unverspurte, nach Osten hin exponierte Skihänge. Diese lange, sich über 8 Kilometer erstreckende Abfahrt führt uns bei ausreichender Schneelage zurück in den Paznauner Talboden direkt an die Paznauntalstraße. Ab hier sollte es zumindest für eine Person gut möglich sein, die kurze Strecke bis zur Talstation der Bergbahnen per Anhalter mitgenommen zu werden. Damit geht eine großartige, hochalpine Überschreitung zu Ende, bei der man nicht nur Kraft und Ausdauer für die Aufstiege, sondern auch für die herrlichen Abfahrten benötigt.
Neutour Die Umrundung der Kappler-Joch Spitze 2843m - Verwallgruppe!

Mi,13.12.2017 - Niederjöchl 2310m von Pirchegg aus - Verwallgruppe!

Die Tourenziele an der Südseite der Verwallgruppe im Bereich Niederjöchl und Pezinnerspitze haben letzte Woche noch darunter gelitten, dass auf den ersten 200 Höhenmetern noch zu wenig Schnee lag. Die Niederschläge der letzten Zeit, zusammen mit den Temperatursprüngen haben aber mittlerweile dafür gesorgt, dass sich nun auch zu Beginn der Touren ein dünner, aber trotzdem ein tragfähiger Harschdeckel ausgebildet hat. Darauf lagern 10cm Pulverschnee. Diese Neuschneedecke wuchs bis zum Gipfel deutlich an. Pulverschnee, strahlender Sonnenschein, unverspurte Hänge und ein ungetrübtes Schwungvergnügen vom Anfang bis zum Ende.

Do.07.12.2017 - Überschreitung Vertineskopf 2685m - Hohe Köpfe 2608m - Verwallgruppe!

Wie schon zuvor in der nahe gelegenen Nördlichen Silvretta liegt auch hier in der Westlichen Verwallgruppe oberhalb von 1800m bis 2000m bereits eine ansehnliche Schneedecke und man profitiert aktuell von einem stabilen Schneedeckenfundament. Diese guten Verhältnisse gaben uns dann auch beim doch recht steilen Übergang von der Friedrichshafner Hütte hinüber auf die Fasulseite im Bereich der Scharte beim Vertineskopf 2685m die nötige Sicherheit. Vom Gipfel ging es nordseitig hinab bis zum Schottensee 2480m. Von da der neuerliche Aufstieg hinauf zur Scharte und Abfahrt an der Südseite in Richtung Friedrichshafner Hütte bis Pt.2350m. Und weil an den Hohen Köpfen 2608m kaum eine Abfahrtsspur zu sehen war und der Pulverschnee lockte, ging es auch noch dort hinauf. In Summe 1540 Höhenmeter Aufstieg und ebenso viele Höhenmeter Abfahrt bei strahlendem Sonnenschein an einem tief blauen Himmel.

Neutour Welskogel 2797m - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 19.01.2013!
Der Welskogel 2878m ist kaum in einem Kartenwerk verzeichnet und wird deshalb neben der Kappler-Joch Spitze 284m, welche sogar um ein paar Höhenmeter niedriger ist kaum, wahrgenommen. Trotzdem handelt es sich um ein sehr lohnendes Tourenziel, das bei sehr günstigen Lawinenverhältnissen auch schon im Hochwinter angegangen werden kann. Die südseitige Exposition kann auch schon während des Hochwinters die Schneesetzung fördern. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass man sich in der Gipfelregion wiederholt in sehr steilem Gelände um 40° und auch steiler bewegt. Der erfahrene Skibergsteiger kann aber das durchwegs gut kupierte Gelände für sich gut ausnützen, um so das Risiko zu minimieren und die letzten Höhenmeter im Stapf, um zum Gipfel zu gelangen, kann man ja im Zweifelsfall streichen. Die Abfahrt in den Bereich des Diastobels, das mittlerweile durch einen massiven Lawinendamm unterbrochen ist, erfolgt großteils abseits der Aufstiegsspur. Um das Lawinenrisiko massiv zu reduzieren, ist es grundsätzlich die Tour als Frühjahrsfirntour anzulegen, dann wird auch das Erreichen des Gipfelziels kein zusätzliches Gefahrenmomentum darstellen. Ein Tipp, der wiederum für den Hochwinter gilt, wenn noch bis zur Talsohle des Paznauns eine geschlossene Schneedecke vorzufinden ist. Ab Oberhaus kann man dann über eine Abfahrtsvariante noch 300 zusätzliche Höhenmeter an Abfahrt hinzugewinnen.
Neutour Welskogel 2797m - Verwallgruppe!

So.03.12.2017 - Hennekopf 2704m - Silvretta!

Erste, alpine Skitour in diesem angehenden Winter. Die Niederschläge der letzten Wochen, samt den wechselnden Temperaturverhältnissen haben in der Höhe generell eine gegenüber den letzten Jahren bereits im Frühwinter grundsätzlich sehr kompakte und relativ mächtige Unterlage in Höhen oberhalb von ca. 2000m Seehöhe geschaffen. Die Nachschau hat dies zumindest einmal in der nördlichen Silvretta zu unserer Freude bestätigt.

Neutour Grauer Kopf 2738m!

Aufgenommen, am 16.02.2015!
Sucht man im Bereich der Friedrichshafner Hütte 2138m abseits der mittlerweile viel begangenen Route auf die Hohen Köpfe 2608m ein lohnendes Tourenziel, so bietet sich unter anderem der Graue Kopf 2793m an. Genauer gesagt stellt bereits der südliche Vorgipfel mit 2738m das Tourenziel dar, da es wenig Sinn macht den langen Südgrat noch zu besteigen um grad mal 55 zusätzliche Höhenmeter zu gewinnen, die aber skifahrerisch eh nicht genutzt werden können, zumal so schon ab dem Skidepot eine kleine Kletterei (je nach Schneeverhältnisse auch im Stapf) zu absolvieren ist. Idealerweise absolviert man die Tour im Frühjahr bei Firnbedingungen, dann ist man einerseits im ersten bis zu 40° steilen Südhang im Aufstieg und andererseits im 40° steilen Gipfelhang in der Abfahrt sicher unterwegs.
Neutour Grauer Kopf 2738m!

Neutour Überschreitung Peziner Spitze 2550m - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 14.12.2014!
Im östlichsten Teil der Verwallgruppe, am Talanfang des Paznaun, befinden sich an der Südabdachung des Hauptkamms mehrere schöne, südseitig gelegene Tourenziele. Zumal hier die Almflächen und Hochwiesen die Waldgrenze auf ca. 1700m Seehöhe in Richtung Tal drängen, eröffnen sich einem skifahrerisch gesehen ein paar sehr lohnende Tourenziele, die zudem meist vielfältige Aufstiegs- und Abfahrtsvarianten aufweisen. Ein solches Tourenziel, das mehrere solcher Varianten aufweist, ist die Peziner Spitze 2550m. Bevor wir aber von Langesthei aus den Gipfel erreichen, steuern wir zunächst das Niederjöchl 2346m an, um von hier aus die schön gelegenen und nur selten befahrenen Nordhänge hinab zur Grossgfallalm 1972m noch mitnehmen zu können. Besondere Vorsicht gilt auf den letzten Metern hinauf zum Niederjöchl 2346m. Die kurze, aber steile Südflanke mündet unter uns in eine große Mulde, in die man mit einem Schneebtrett lieber nicht hineingedrückt werden möchte. In der Abfahrt weist lediglich der erste Hangabschnitt eine bedeutende Steilheit auf, die es zu beachten gilt. Danach folgt perfektes, nicht allzu steiles Abfahrtsgelände. Ab der Grossgfallalm 1972m beginnt der Anstieg hinauf zur Peziner Spitze 2550m. Die Nordflanke weist ein schön kupiertes Aufstiegsgelände auf, bei dem man mit einer routinierten Spuranlage, den unter Umständen etwas heimtückischen, weil oftmals stark vom Wind beeinflussten Mulden und Senken gut ausweichen kann. In Summe hält man sich im Aufstieg im nur wenig geneigten Gelände in östlicher Richtung bis auf Höhe eines markanten Steinmanderls, wo man aus der Nordflanke heraus auf den im Aufstieg relativ sicheren Nordgrat ausweichen kann. Entlang diesem gelangt man dann bis zum Gipfel. In der Abfahrt bietet sich bei optimalen Schnee- und sicheren Lawinenverhältnissen die großartige Variante durch das Flungtobel an. Wer allerdings eine etwas sichere Variante bevorzugt, der kann sich aber in der Abfahrt auch an den Verlauf der Normalroute hinauf zur Peziner Spitze 2550m im Bereich der großangelegten Lawinenverbauungen halten.
Neutour Überschreitung Peziner Spitze 2550m - Verwallgruppe!

Neutour Valluga 2809m - Lechtaler Alpen!

Aufgenommen, am 25.04.2012!
Die Valluga 2809m liegt inmitten des lifttechnisch erschlossenen Großskigebietes Arlberg und gehört zu den bekannten, sowie klangvollen Bergnamen der Lechtaler Alpen. Der Gipfel selbst beherbergt eine kleine Liftstation, sodass dieser Berg eigentlich kein geeignetes Tourenziel für Skitours Paradise wäre. Hierbei machen wir aber eine Ausnahme, da die Valluga 2809m außerhalb der winterlichen Saisonzeiten, also im Spätherbst, sowie ab Ende April auf Grund der schneereichen Situation am Arlberg, ein sehr lohnendes Skitourenziel darstellen kann. Nicht selten markiert eine Skitour auf die Valluga 2809m den Beginn, beziehungsweise das Ende der winterlichen Tourensaison. Und hierbei profitiert man wiederum von den künstlich beschneiten Skipisten von Rauz 1635m hinauf zum Valfagehrjoch 2543m. Das heißt aber nicht, dass diese Tour als klassische Pistenskitour zum Empfehlen wäre. Dafür ist die Tour skitechnisch einfach zu anspruchsvoll und dafür beinhaltet der Gipfelanstieg ein zu großes Lawinengefahrenpotential. Sowohl der Schlussanstieg über die Normalroute, als auch über die Variante „Südrinne“ verläuft durchwegs im mehr als 40° steilen freien Skiraum. Der Anstieg über die Südrinne stellt dabei durchaus eine ansprechende Alternative bei zum Beispiel sicheren Firnverhältnissen, oder auch im Frühwinter bei noch wenig Schneeauflage dar, zumal die Ostflanke hinauf zum Vallugagrat zumeist stark mit Schnee eingeblasen sein kann. Zu erwähnen ist auch noch, dass man bei der Abfahrt sich nochmals auf den rund 35 Höhenmeter umfassenden, kurzen Gegenanstieg vom Vallugakar hinauf zum Valfagehrjoch 2543m einstellen muss.
Neutour Valluga 2809m - Lechtaler Alpen!

Neutour Kaltenberg 2896m von Langen aus - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 19.04.2014!
Der Kaltenberg 2896m ist ein beliebtes Tourenziel, da dieser während der Wintersaison vom Albona-Skigebiet aus erreicht werden kann. Hier ist also zumeist einiges los, was aber eine Skitour auf den Kaltenberg 2896m deswegen nicht zu einem einfacheren, oder gar sicheren Unternehmen macht. Im Gegenteil, gerade bei dieser Variante von Langen aus ist man sowohl konditionell, als auch skitechnisch sehr gefordert und man befindet sich fast durchwegs im lawinengefährdeten Gelände. Deshalb ist ein Aufstieg von Langen auch nur bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen anzuraten. Dass viele der Hänge recht häufig von Variantenfahrern aus dem Albona-Skigebiet befahren werden, ändert daran nur wenig. Möchte man auf dieser Tour weitgehend alleine unterwegs sein, so sollte man einen Termin gegen Ende der touristischen Wintersaison, oder unmittelbar nach der Einstellung des Skibetriebs im Albona-Skigebiet ins Auge fassen. Bis zur Unteren Bludenzer Alpe erfolgt der Aufstieg im Bereich einer Forststraße, beziehungsweise im offenen Wald-Wiesengelände. Ab der Alpe geht es zunächst relativ flach über offenes Almgelände bis an den Talschluss. Hier versperrt nun eigentlich eine markante und sehr steile Geländestufe den weiteren Aufstieg. Man könnte nun diese Steilstufe über die Obere Bludenzer Alpe und den von dort aus zum Krachelboden führenden Sommerweg umgehen. Allerdings bewegt man sich dann für längere Zeit im steilen und lawinengefährdeten Gelände. Eine noch ausgedehntere Umgehung über die Kaltenberghütte bietet sich auch kaum an. Da man sich auch in diesem Fall wiederholt im lawinengefährdeten Gelände befindet und die zusätzlichen Aufstiegskilometer die an sich bereits sehr ausgedehnte Tour zu einem noch längeren und anspruchsvolleren Unterfangen machen würden. Wir haben uns daher für den steilen und schmalen Schluf im Bereich des Albonabaches entschieden. „Kurz und schmerzlos“ erreicht man hier den flachen Krachelboden. Die Verhältnisse müssen nämlich sowieso passen, denn wenn man hier unten bereits mit der Lawinengefahr zu kämpfen hat, dann sollte man in jedem Fall sofort umdrehen! Vom Krachelboden geht es nun für längere Zeit im schön kupierten Tourengelände hinauf. Der erfahrene Tourengeher wird hier seine Freude haben, eine möglichst sichere und dem Gelände angepasste Spur anzulegen. Im Schlussanstieg hinauf zum Sattel zwischen Krachelspitze 2686m und Satteinser Spitze 2722m gibt es dann kein Entkommen. Für längere Zeit muss man hier weitläufige, potentielles Lawinenhänge mit jeweils großem Einzugsgebiet durchsteigen. Oben am Sattel könnte man nun noch die Krachelspitze 2686m schnell mitnehmen. Doch der weitere Aufstieg drängt, zumal nun einmal eine kurze Abfahrt hinab zu den Kaltenbergseen ansteht. Es handelt sich um einen Südhang, dessen Schneeauflage im Frühjahr schon gut gesetzt sein sollte. Im nochmals ausgedehnten Aufstieg durch die Nordflanke am Kaltenberg 2896m kann man aber durchaus wieder auf Pulverschnee hoffen. Die letzten Meter zum Gipfel sind in leichter Kletterei zu absolvieren und mittlerweile gut versichert. Mit Glück hat man die frisch verschneite Nordflanke am Kaltenberg 2896m nun ganz für sich alleine und nach dem nochmaligen Gegenanstieg hinauf zum Sattel erwartet einen dann das ganz große Skigelände hinab nach Langen.
Neutour Kaltenberg 2896m von Langen aus - Verwallgruppe!

Neutour Piz Turettas 2963m - Münstertal!

Aufgenommen, am 25.01.2014!
Der Piz Turettas 2963m wird am besten von Fuldera 1640m aus angegangen. Bis auf den steilen, aber kurzen Gipfelanstieg bewegt man sich im nur wenig lawinengefährdeten Gelände. Bis zur Alp Sadra und weiter zur Baumgrenze gibt es recht offenes Waldgelände, womit in der Abfahrt auch im unteren Teil jeden Höhenmeter Aufstieg in Schwungvergnügen umgesetzt werden kann. Im weiteren Aufstieg umgeht man das kleine Val Turettas großräumig, um so im sicheren Aufstiegsgelände zu verbleiben, auch wenn ansonsten ein deutlich direkterer und damit kürzerer Anstieg hin zum Gipfelaufbau möglich wäre. Landschaftlich gesehen rentiert sich der Umweg über das Chazfora Plateau aber allemal. Als lawinentechnisch anspruchsvoll stellt sich dann, wie bereits erwähnt, lediglich der kurze Schlussanstieg durch die Nordflanke heraus. Vor allem nach Schneefallereignissen mit einer Südwindkomponente ist hier die Lawinengefahr zu beachten, zumal es sich ja ganz generell auch um einen Nordhang handelt. Um der Problematik zumindest etwas aus dem Weg zu gehen, setzt man den Schlussanstieg ganz im östlichen Teil des Gipfelhanges an, dort, wo auch der Sommerweg hinauf zum Gipfel führt. In der Abfahrt stellt der Gipfelhang die steilste Abfahrtspassage dar. Über das Chazfora Plateau hinweg geht es über weitere sehr schöne Nordhänge hinab ins Val Turettas. Von diesem wechseln wir aber rasch über auf die Nordosthänge, die zurück zur Alp Sadra führen. In Summe eröffnet sich eine großartige Abfahrt in zumeist nur wenig lawinengefährdetem Gelände, wobei jeder Aufstiegsmeter 1:1 in Schwünge umgesetzt werden kann.
Neutour Piz Turettas 2963m - Münstertal!

Neutour Kaltenberg 2896m Haute Route - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 11.04.2014!
Dieser großartigen hochalpinen Überschreitung im Vorarlberger Teil der Verwallgruppe kann man durchaus den Beinamen Haute Route verleihen, zumal man an einem Tag in Summe 22 Kilometer zurücklegt, sowie im Aufstieg, als auch in der Abfahrt 5500 Höhenmeter zu bewältigen hat. Im bergsteigerischen Mittelpunkt steht dabei der Kaltenberg 2896m, der alpine Höhepunkt dieser Tour. Doch wem es um einen Gipfelsieg am Kaltenberg 2896m geht, den kann man sich auch etwas „einfacher“ erarbeiten. Dafür ist es nicht notwendig die Felle dreimal auf- und dreimal abzuziehen. Für diese Tour muss man vor allem die Freude für das Skibergsteigen im Allgemeinen, sowie die Begeisterung für das ursprüngliche Skifahren auf Naturschnee im natürlichen Gelände mitbringen. Wenn man das hat und die richtigen Schnee- und Wetterbedingungen abwartet, dann kann man sich eine der ganz großen Skitouren im Arlberggebiet erarbeiten. Der beste Zeitpunkt für die Tour, sofern es die Schneelage zulässt, stellt das Ende der Wintersaison im Tourismus dar. Davor ist hier einfach zu viel los und außerdem muss man optimale Firnbedingungen abwarten, damit man auf allen drei Abfahrten sichere und beste Schneebedingungen vorfindet. Ins Zentrum der Tour rückt dabei die Sonne und ihr jeweiliger tageszeitlicher Stand dar. Sie sollte eigentlich der Verbündete auf dieser Tour sein, sofern man die Tour nicht bei ungünstigen Wetterbedingungen angeht. Der Aufstieg von Rauz 1635m auf die Maroiköpfe 2522m stellt kein Problem dar. Bei dieser Tour im Frühjahr auf die Lifte zu setzen, wäre aber ein Fehler, weil man dann im Normalfall schon zu spät dran wäre. Denn die Südosthänge hinunter ins Maroital firnen schon am frühen Vormittag auf und so bietet bereits die erste Abfahrt Firngenuss vom Feinsten. Der zweite Aufstieg führt uns hinauf zum Kaltenberg 2896m. Die Gipfelbesteigung selbst ist durch entsprechende Sicherungen im Fels deutlich entschärft worden und so praktisch für jeden, der es sich zutraut, zu meistern. Auf der zweiten Abfahrt über die Nordostflanke am Kaltenberg 2896m hinunter zu den Kaltenbergseen darf man mit Recht auf Pulverschnee hoffen. Die Abfahrt kann man in vollen Zügen genießen, denn um diese Zeit, insbesondere unter der Woche, wird man hier oftmals alleine sein. Doch für lange Pausen reicht die Zeit nicht. Einerseits will man auch auf dem letzten Anstieg, der wiederum durch 35° bis 40° steiles Gelände führt, möglichst sicher die nächste Einsattelung erreichen und andererseits dürfen wir bei der letzten Abfahrt auf keinen Fall zu spät dran sein. Aber wie bereits erwähnt, die Sonne ist dabei unser Verbündeter. Auf dem letzten Anstieg, der gegen Nordosten zu exponiert ist, sollte sie dem Schnee noch nicht allzu viel anhaben können und in die westlich exponierten Steilhänge hinab ins Nenzigast Tal fällt die Sonne ja erst ab der Mittagszeit (Sommerzeit!) so richtig ein. Sofern man das richtige Timing einhält, wird man auf dieser großartigen Westflanke am Kaltenberg 2896m über gut 850 Höhenmeter hinab ins Nenzigast Tal nochmals mit Firnschnee vom Feinsten verwöhnt. Wer hier aber zu spät dran ist, begibt sich in Lebensgefahr! Ohne die entsprechenden konditionellen Voraussetzungen sollte man diese Tour also nicht ins Auge fassen. Unten im Nenzigast Tal ist das Abfahrtsvergnügen aber noch lange nicht zu Ende. Erst ab der Nenzigast Alm 1476m wechselt man vom Schwung-, endgültig in den Schussmodus, um möglichst mit wenig Schiebeaufwand hinaus nach Langen zu gelangen, wo man sich ein Taxi zurück nach Rauz organisieren muss.
Neutour Kaltenberg 2896m Haute Route - Verwallgruppe!

Neutour Piz Dora 2951m von Tschierv aus - Münstertal!

Aufgenommen, am 26.01.2014!
Der klassische und mit ca. 8km Länge, sowie ca. 1565 Höhenmeter der kürzeste Anstieg auf den Piz Dora 2951m. Der Start erfolgt in Tschierv 1660m direkt an der Ofenpassstraße. Bei einer kleinen Kirche hat man eine gute Parkmöglichkeit. Man findet sich gleich zurecht, denn wir folgen dem Sommerweg durch vorerst etwas dichteren Wald hinauf zur Lichtung von Funtauna Grossa. Ab hier ist der Wald bis hinauf zur Waldgrenze deutlich lichter. Wir halten uns weiterhin an den Verlauf des Sommerweges und treffen oberhalb der Waldgrenze auf eine kleine, malerisch gelegene Hütte. Ab hier befindet man sich nun im offenen, alpinen und trotzdem im relativ gesehen lawinensicheren Gelände. Dessen zudem stark kupierter Charakter, sowie fehlende Steilhänge sorgen bis hinauf an den Anfang des großartigen Ostkars, das uns ab Pt.2555m zum Gipfel führen wird, für optimales Aufstiegsgelände. Im Ostkar selbst fühlt man sich vom Gelände und auch von der Steilheit her gesehen bis hinauf zum Gipfel weiterhin recht sicher, sodass man diese Tour grundsätzlich auch bei etwas weniger günstigen Lawinenverhältnissen ins Auge fassen kann. Dann aber muss man sich auch in der Abfahrt konsequent an die Aufstiegsspur im oberen Bereich halten. Denn, wenn man sich den frei stehenden Gipfel so anschaut, dann erkennt man sofort, dass der weitläufige Gipfelaufbau extrem windanfällig ist und somit hier bei starkem Windeinfluss in den zahlreichen Rinnen und Mulden der Schnee ebenso stark verfrachtet wird und leicht Schneebretter aufgebaut werden können. Aber wie gesagt, im Bereich der Normalroute kann man sich doch bis hinauf zum Gipfel relativ sicher fühlen. Will man in der Abfahrt dann aber im Bereich des Gipfelaufbaus die weniger befahrenen, freien Nordost- bis Osthänge befahren, braucht’s schon deutlich sichere Lawinenverhältnisse, zumal man in diesen Bereichen doch auch Gelände befahren muss, das mitunter deutlich steiler als 30° ist.
Neutour Piz Dora 2951m von Tschierv aus - Münstertal!

Neutour Südlicher Hapmeskopf 3224m vom Pitztal aus!

Aufgenommen, am 20.03.2014!
Der Südliche Hapmeskopf 3240m steht als Skitour im Schatten des benachbarten Wurmtaler Kogels 3225m, welcher hier am Ende des Wurmtales wohl den sichersten, als auch den einfachsten Gipfelanstieg aufweist. Die von den Resten des Rifflferners sehr steil zum Südostgrat am Südlichen Hapmeskopf 3240m hinaufziehende Nordostflanke schreckt die Tourengeher nämlich zurecht ab. Für die Durchquerung des mehr als 40° steilen Geländes benötigt man nicht nur sehr sichere Lawinenverhältnisse, sondern man sollte zudem eine perfekte Spitzkehrentechnik beherrschen. Vom Rifflsee geht es aber vorerst einmal für längere Zeit in nur geringer Steigung dem Talverlauf folgend bis an den Fuß des Rifflferners, beziehungsweise was davon noch übrig ist. Beim Blick zum Gratverlauf hinauf zum Südlichen Hapmeskopf 3240m erkennt man nun zwei Einsattelungen. Bei beiden beträgt die Geländeneigung im oberen Bereich mehr als 40°. Für den Aufstieg sollte man aber nun den von uns ausgesehen linken, südlich gelegenen Sattel wählen und im optimalen Fall fährt man dann über den von uns ausgesehen rechten, nördlich gelegenen ab. Der letzte Teil des Aufstiegs über den Südostgrat weist dann kaum noch größere skitechnische Schwierigkeiten auf. Auch ist man hier am Grat relativ lawinensicher am Weg. Bei optimalen Bedingungen kann man mit angeschnallten Ski beinahe bis ganz zum Gipfel aufsteigen. Nur die letzten Meter sind noch im Stapf zurückzulegen.
Neutour Südlicher Hapmeskopf 3224m vom Pitztal aus!

Neutour Kappler-Joch Spitze 2843m - Verwallgruppe!

Aufgenommen, am 18.03.2015!
Die Kappler-Joch Spitze 2843m ist ein hochalpines Tourenziel und stellt eine klassische Firntour zwischen März und April dar. Voraussetzung sind aber nicht nur optimale Firnbedingungen, sondern man muss sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt eine gekonnte Technik an den Tag legen. Insbesondere die Spitzkehrentechnik sollte man mit geschlossenen Augen beherrschen, ansonsten wird’s schwierig. Ausgangspunkt ist der Weiler Oberhaus im Gemeindegebiet von Kappl. Man sollte aber nicht unbedingt im Weiler Oberhaus nach einer Parkmöglichkeit suchen, Platz ist hier Mangelware. Aber in einer der Kurven davor, sollte sich schon was finden lassen. Von Oberhaus geht es über teils steile, aber offene Wiesenhänge hinauf zum Sattelwald. Durch diesen führt ein Steig, der bei guter Schneelage machbar ist. Ansonsten nimmt man den Forstweg als Aufstiegsalternative. Nach dem Sattelwald geht es weiter über offene Wiesenhänge und wir erreichen neuerlich den Forstweg, der uns ins Diasbachtobel führt, wo wir auf einen neu errichteten Lawinendamm treffen, der uns den Weg aber nicht richtig versperren kann. Ab hier sind es immer noch 800 Höhenmeter bis zum Gipfel. Das Gelände stellt dabei Tourengelände vom Feinsten dar. Die optimale Aufstiegsroute lässt sich dabei aber nicht allzu leicht ausmachen, weshalb ein GPS-Gerät samt dem dazugehörigen Track gute Dienste leisten wird. In dem sich hinauf zum Gipfel weiter aufsteilenden Gelände ist es nämlich nicht so einfach den richtigen Durchstieg durch die Steilstufen zu finden. Und wir haben es mit mehreren Steilstufen zu tun. Der Schlussanstieg erfolgt dann über den weiterhin steilen, aber bei guter Schneelage auch mit angeschnallten Ski machbaren Südwestgrat hinauf zum Gipfel. Da diese Tour eine klassische Firntour ist und die Firnbedingungen, ob des steilen Geländes auch tatsächlich optimal sein müssen, kann man die Abfahrt gleich vom Gipfel direkt anlegen und die Steilpassagen vom ersten Schwung an genießen.
Neutour Kappler-Joch Spitze 2843m - Verwallgruppe!

Neutour Piz Sursass 2910m!

Aufgenommen, am 29.03.2014!
Der Piz Sursass 2910m steht zwar im Val Nuna ganz im Schatten des Piz Nuna 3124m. Diesen aber ungünstigen Lawinenverhältnissen lediglich als Ausweichziel für den „Nuna“ zu sehen, würde einerseits diesem tollen Tourenberg an sich und andererseits den möglichen Gefahren am Gipfelhang in keiner Weise gerecht werden. Die Tour führt über 1450 Höhenmeter durch das schöne und weitläufige Val Nuna zum Gipfel. Ausgangspunkt ist das südlich des Inn romantisch gelegene Sur En 1469m, das alles in sich vereint, was die romanischen Dörfer und Weiler des Unterengadins eben so einzigartig macht. Im Gegensatz zu den benachbarten Skibergen, wie dem Piz Lischana 3105m und dem Piz Zuort 3119m, die durch ihre Lage in den Engadiner Dolomiten, die deutlich schroferen und steileren und damit auch deutlich exponierteren Anstiege darstellen, weist der Piz Sursass 2910m schöne übersichtliche und weite Hänge auf. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch bei dieser Tour eine problematische Steilpassage einzuplanen sind. Der weitläufige und bis zu 40° steile, westlich exponierte Gipfelhang, der an die 200 Höhenmeter hinauf zum breiten Südwestrücken führt, sollte nicht unterschätzt werden. Abgesehen von diesem Abschnitt aber bewegt man sich im Großteils sicheren, sowie perfekten Skitourengelände.
Neutour Piz Sursass 2910m!

Neutour Mertzspitzen 2607m!

Aufgenommen, am 06.03.2015!
Das Tourengebiet Zanders, das von der höchst gelegenen Gemeinde Tirols von Spiss 1627m aus, noch idealer aber von der Spissermühle 1600m aus, gut zugänglich ist, stellt ein grandioses, weitläufiges alpines Skigelände dar. Dort erschließen sich einem mehrere Tourenziele in den verschiedensten Schwierigkeitskategorien. Ein relativ gut zu erreichender Skiberg stellen die Merzspitzen 2607m dar. Auch bei etwas problematischeren Lawinenbedingungen kann man hier noch relativ sicher aufsteigen. Es ist einfach ein ideales Ausweichziel, wenn sich vielleicht für die anderen Tourenziele im hinteren Zanders die Lawinenverhältnisse auf einmal nicht mehr als günstig darzustellen beginnen. Aber auch für Anfänger stellt die Tour allemal ein gutes Einstiegsziel dar. Doch für alle Tourenziele gilt hier, der Eingang ins Zanders, von der Spissermühle 1600m bis zu den Zanderswiesen, ist bezüglich der Lawinengefährdung nicht zu unterschätzen. Es ist hier aber nicht alleine die Lawinentätigkeit nach großen Neuschneefällen zu beachten, sondern im Frühjahr auch die tageszeitlich bedingte Lawinenaktivität im Zuge der Tageserwärmung. Also auch am Ende einer Tour muss man hier nach wie vor die Augen offenhalten. Von den Zanderswiesen über die Fließer Alm 2003m bis zur Stieralm 2290m bewegt man sich über schöne, freie Almwiesen, wobei sich das alpine Gelände immer mehr aufschließt und weitläufige Skihänge locken. An der Stierlam 2290m vorbei erfolgt der Aufstieg weiterhin über günstig gelegenes Tourengelände. Erst auf den letzten Aufstiegsmeter hinauf zum Martinssattel, beziehungsweise zur nördlich gelegenen Merspitze 2607m sollte man die Lawinengefährdung wieder etwas stärker berücksichtigen. Der Gipfel ist recht einfach zu erreichen. Wer die letzten, steilen Meter nicht in Angriff nehmen will, der wählt ganz einfach die ein paar Meter danebenliegende Südliche Merspitze 2576m als Endpunkt aus. In der Abfahrt kommt zunächst einmal ganz am Anfang auf seine Kosten. Danach ist man im flacheren Gelände froh, wenn nicht allzu viel Neuschnee liegt. Im Zuge dieser Tour, sowohl im Hochwinter als auch im Frühjahr, bieten sich bei guten Schneeverhältnissen die schönen Hänge oberhalb des Zandersbaches an. Das heißt man bleibt dann entgegen dem Aufstieg ab der Stierlam 2290m hinunter zur Fließer Alm 2003m auf der orographisch linken Seite des Baches.
Neutour Mertzspitzen 2607m!



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Neueste Kommentare/Berichte

Wanneköpfl 2223m
09. Feb. 2014 - Skitours Paradise -

Sa,08.02.2014 Aufstieg von Grist auf's Köpfle. Stürmischer Südföhn. Der Aufstieg ist machbar, aber je weiter man nach oben kommt, desto weniger Schnee liegt. Der viele Wind in diesem Winter hat ganze Arbeit geleistet. Ich empfehle ein Abfahrt über die Skipiste hinunter nach Rifenal. Eine Abfahrt nach Grist kann man durchaus als Harakiri-Unternehmen bezeichnen. Zur Strecke »

Glockturm 3353m durch das Krummgampental
11. Jan. 2014 - Matthias Rietzler -

Heute haben wir zu fünft (1 Mann aus See, 1 Frau aus Arzl, 2 Personen aus Bad Tölz und ich aus Roppen eine schöne Spur zum Gipfel gezogen.Im Gipfelhang war etwas eingewehter Schnee aber Schneedecke gut gefestigt.lg.Matthias Zur Strecke »

Gamsbergspitze - Wintergipfel 2620m von See aus!
10. Feb. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Für alle jene die Höhenmeter (1650 Höhenmeter) hamstern wollen bietet sich diese Variante von See hinauf zur Versingalm an. Vorsicht, im ersten Teil bewegt man sich auf der Rodelbahn. Man muss unbedingt früh genug dran sein. Dann geht's im Bereich des Schaller Baches bis zur Versingalm. Für den hier stark kupierten Untergrund liegt nun genug Schnee, sodass man sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt problemlos vorankommt. Ab der Versingalm hält man sich an den Standardaufstieg. Aktuell herrschen perfekte Pulverschneebedingungen, wobei aber die Hänge zwischen Gipfel und Versingalm nach dem heutigen Tag nun mehr stark verspurt sind. Von der Versingalm kommt man nun auch problemlos in das Tobel des Schaller Baches hinab. Zur Strecke »

So,27.01. Rauhkopf 2366m in der Pfundser Tschey!
27. Jan. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Ein unbedeutender Gipfel neben dem alles dominierenden Hochjoch 2896m. Doch die knapp 770 Höhenmeter Aufstieg können hier 1:1 in herrliche Pulverschwünge umgesetzt werden. Das macht die Tour so attraktiv. Wer allerdings primär Höhenmeter ausfassen will, der wird diesen Gipfel links liegen lassen. Dabei gibt es einmal die Möglichkeit der Abfahrt über die Wannerböden, über die man aufgestiegen ist und über die man den Westrücken erreicht, der hinauf zum Hochjoch 2896m zieht. Doch der eigentliche Reiz, ist die direkte Nordabfahrt hinab in das westlichste Tobel, das in den Riedwald und weiter zum Riedwaldbach führt. Allerdings sind dies im Normalfall sehr steile, lawinengefährdete Hänge. Doch heute konnte man es wagen und die Verhältnisse gaben uns Recht. Spätestens ab der Waldgrenzen bei ca.2200m war die Altschneedecke kompakt genug, sodass keine Gefahr mehr Bestand im Altschnee einzubrechen. Die häufig große Lawinengefahr hier an den steilen Nordhängen zwischen Rauhkopf 2366m und Hochjoch 2896m machen vor allem zwei Umstände aus. Einmal die hier häufig vorherrschende Schneearmut, sodass sich leicht ein Schwimmschneefundament bilden kann. Und dann die große Windanfälligkeit dieses Kamms. Insbesondere Südwind kann dann leicht Schneebretter auf einem Schwimmschneefundament ablagern.

Sa,26.01. Kegelkopf 2837m in der Samnaungruppe!
26. Jan. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Der Gipfel des Kegelkopfes ist eigentlich der absolute Höhepunkt jenes Grates, welcher beim Thialkopf 2398m beginnt, beim Gatschkopf 2588m seine Fortsetzung findet und am Kegelkopf 2837m endet. Von Tobadill 1220m sind es gut 1700 Höhenmeter, von Pians waren es heute an die 2000 Höhenmeter bis zum Gipfel. Und diese großartige Gratüberschreitung beginnt eigentlich bereits beim Zirmegg 2073m, ab dem Thialkopf wird der Aufstieg dann richtigehend alpin. Eine Tour ausschließlich für den erfahrenen,alpinen Winterbergsteiger. Die Abfahrtsverhältnisse waren überraschend positiv, wenn man bedenkt, dass während der letzten Tage der föhnige Südwind die Schneedecke mancherorts ordentlich in Mitleidenschaft gezogen hat. Hier aber im großartigen Hochkar oberhalb der Flathalm war der Pulverschnee nach wie vor makellos. Einzig die aufbauende Umwandlung im grobblockigen Gelände sorgte stellenweise für Kollisionsgefahr mit den knapp unterhalb der Schneedecke lauernden Steinen. Ab dem Lärchhang hinunter zur Flathalm aber zeigte sich die Schneedeckenbasis recht gut gesetzt, das Pulververgnügen damit uneingeschränkt makellos.

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