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1 Woche - 3 Gipfel - 3 Länder - 1 Ausgangspunkt

Das sommerliche Top-Radevent Dreiländergiro hat in dieser Saison eine neue winterliche Entsprechung - den DREILÄNDERskiRO

Bei dieser Skitourenwoche können die Gäste ein All-Inklusive-Package buchen in dem ein ortskundiger Bergführer, ein Lawinenkurs mit Testival, uvm. inkludiert sind. Mit diesem Guide feiern die UrlauberInnen im Tiroler Oberland während einer Woche 3 Gipfelsiege im Dreiländereck Österreich - Schweiz - Italien.

Mehr Info unter.......

Wartungsarbeiten am Mi. 17. September

Am Mittwoch den 17. September wird bei unserem Server Hardware getauscht, somit wird skitours-paradise für einige Stunden nicht verfügbar sein.

Fr,25.04. Schwarzwandspitze 3466m - Ötztaler Alpen!

Großartige Überschreitung über ca. 30 km und 1700 Höhenmeter. Auffahrt mit den Pitztaler Gletscherbahnen. Am Taschachferner trennen wir uns vom Gros der Tourengeher, die zur Wildspitze 3768m ziehen. Wir halten auf das Brochkogeljoch 3420m zu, von wo wir bereits eine erste, herrliche Firnabfahrt über den weitläufigen Kleinen Vernagtferner in ungestörter Einsamkeit vor uns haben. Bei Pt. 2700m beginnen wir den Aufstieg im westlichen Teil des Großen Vernagtferners. In angenehmer Steigung geht es unschwer bis zum Skidepot. Der Aufstieg über den kurzen Nordgrat an der Schwarzwandspitze 3466m kann je nach Verhältnissen heikel sein, zumal der Grat in Richtung Kaunertaler Seite mehrer hundert Meter steil abfällt. Neuerlich perfekte Firnabfahrt zurück zu Pt.2700m. Von hier nochmals 600 Höhenmeter Aufstieg zum Sexegertenjoch 3303m. Der Aufstieg ist leicht und angenehm, aber nochmals sehr lang. Der Übergang auf den Sexegertenferner ist problemlos und die Abfahrt verwöhnte uns zunächst mit lockerem Pulverschnee, dann hinaus ins Taschachtal mit schmierendem Firn. Aktuell kommt man noch problemlos mit angeschnallten Skiern bis zur Taschachalm.
P.S. Die Abfahrt über die Südflanke des Hinteren Brochkogel 3625m ist nicht möglich. Der obere Teil des Gipfels ist aper.

Mi,23.04. Essener Spitze 3200m - Ötztaler Alpen!

Entweder von der Talstation der Festkogelbahn in Obergurgl (1900m) direkt über 1300 Höhenmeter zum Gipfel, oder Auffahrt mit der Festkogelbahn und dann Abfahrt ins Ferwalltal bis ca. Pt.2300m. Die Tour im Angesicht des alles überstrahlenden Granatenkogels 3318m stellt über das Vereiste (heutzutage nicht mehr) Ferwalljoch und den Granatenferner bis zum Skidepot bei Pt.3145m keine nennenswerten technischen Schwierigkeiten dar. Aber auch der nachfolgende Nordostgrat ist recht einfach zu begehen. In Summe eine der leichteren und objektiv gesehen nicht allzu lawinengefährdeten Skitouren um Obergurgl. Die Schneeverhältnisse heuten waren aber insbesondere in der Abfahrt nicht ideal. Die im oberen Bereich mindestens 50cm Neuschnee vom vergangenen Samstag waren nur auf den ersten Abfahrtsmetern pulvrig-trocken. Danach war der Schnee weder Fisch noch Fleisch. Der Neuschnee war einfach noch nicht richtig durchnässt, um brauchbare Firnverhältnisse zu bieten. Da benötigt es einfach noch den einen oder anderen warmen Sonnentag und das wahrscheinlich im gesamten Verlauf des Alpenhauptkamms.

Sa,19.04. Krachenspitze 2686m - Kaltenberg 2896m - Verwallgrupppe!

10cm Neuschnee im Tal und 20 bis 25cm am Berg sorgten für hochwinterliche Skitourenverhältnisse, die wir zudem in einsamer Ruhe genießen konnten und das in einer Gegend, in der sich normalerweise die Tourengeher gegenseitig auf die Ski treten. Vom Bahnhof in Langen 1228m aus konnten wir nach 100 Höhenmetern schultern, die Skier bereits angelegen, aber nicht nur wegen des Neuschnees, sondern auch weil noch Altschnee vorhanden war. Bis hinauf zur Unteren Bludenzer Alm 1546m war es angesichts dieses extrem schneearmen Winters am Arlberg natürlich nur noch ein Schneeresterl suchen, aber die reichten sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt. Wichtig war, dass dann ab der Alm eine geschlossene Schneedecke vorherrschte. Und ab hier war es eigentlich egal, ob viel oder wenig Altschnee, Hauptsache dieser war gut gesetzt und die Lawinengefahr war gering, zumal ja der 35° bis 40° steile Nordhang unterhalb der Scharte 2650m nicht unproblematisch ist. Von hier sind es nur noch ein paar Meter bis zum Gipfel der Krachenspitze 2685m. Von der Krachenspitze südexponierte Abfahrt zum Kaltenbergsee 2506m. Dann Aufstieg im unverspurten, tief verschneiten Nordhang am Kaltenberg 2896m, was ebenfalls Seltenheitswert hatte. Die Abfahrt im Pulverschnee an diesem grandiosen Nordhang erforderte allerdings dann nochmals einen Gegenanstieg über 180 Höhenmeter hinauf zur Krachenspitze 2686m. In Summe 2030 Höhenmeter Aufstieg. Aber auch dafür wurden wir belohnt. Bei der Abfahrt durchs Krachl stob weiterhin der Pulverschnee.

Do,17.04. Östliche Liebenerspitze 3399m - Seewerspitze 3286m - Ötztaler Alpen!

Von Obergurgl 1915m durch das Gaisbergtal und über den Gaisbergferner auf die Östliche Liebenerspitze 3399m. Der Talboden des Gaisbergtals bietet nach wie vor eine geschlossene Schneedecke, am Gaisbergferner sind die Spalten gut eingeschneit. Die gewaltigen Eisabbrüche zwischen Liebenerspitze 3399m und Kirchenkogel 3280m bedrohen dafür ständig den Routenverlauf im Aufschwung zwischen Gletscherzunge und dem oberen Firnbecken. Diese sind im Aufstieg ganz links zu umgehen. Der bis zu 40° steile Hang, der uns zum Gipfelhang der Östlichen Liebenerspitze 3399m bringt, war stärker eingeweht. Doch waren die Neuschneemengen nicht so groß, dass sich hier mächtigere und gefährlichere Schneebretter aufbauen konnten. Es ist und bleibt aber die Schlüsselstelle im Aufstieg. Der Gipfelhang, sowie der Gipfelanstieg stellen kaum noch größere Herausforderungen dar. Sollte der Gipfelhang über den Steilhang wegen Lawinengefahr nicht erreichbar sein, dann kann man das Ausweichziel Seewerspitze 3286m anpeilen. Der deutlich im Schatten von Hochfrist 3403m und Liebenerspitze 3399m stehende Nebengipfel kann relativ einfach erreicht werden. Auf der gesamten Abfahrt herrschten dann perfekte Pulverschneebedingungen vor.

Mi,16.04. Piz Daint 2968m - Ortlergruppe!

Dieser Gipfel ist wohl der meist besuchteste Skitourengipfel im Tourengebiet Münstertal-Ofenpass. Das Gelände ist weitläufig, gut übersichtlich und der Aufstieg über den breiten Westrücken bei halbwegs sicheren Lawinenverhältnissen auch kein Problem. Knapp 1050 Höhenmeter Aufstieg von Buffalora 1978m schrecken nicht und dies zudem heute bei strahlendem Sonnenschein und trotz nordföhniger Tendenzen gerade am Vormittag auch noch weitgehend windstillen Verhältnissen. Dazu kann man jetzt im Frühjahr aus einer Vielzahl an Abfahrtsvarianten wählen. Wir nahmen uns ob der sicheren Lawinenverhältnisse die wohl spektakulärste Abfahrt durch die direkte Nordostrinne vor, an deren Ende man an der Münstertaler Seite der Ofenpassstraße ankommt. Ein kurzer Autostopp und man ist rasch wieder am Ausgangspunkt auf der Engadiner Seite des Ofenpasses.

Mo.14.04. Stielkopf 2889m - Samnaungruppe!

Selten begangene, einsame Tour von der Medrigjochbahn Bergstation 1787m aus über das Istalanztal und den Sommerweg hinauf zur Stielalm. Dann über flaches, schön kupiertes und weitläufiges Gelände an den Fuß der 35° bis 40° steilen Nordflanke, die man über den Nordwestrücken relativ gut umgehen, in der Abfahrt aber sehr wohl direkt befahren kann. Der eigentliche Gipfel ist vom Vorgipfel nochmals durch ein kleines Kar getrennt. Trotz des starken Westwindes war der Pulverschnee im langen Gipfelhang makellos, dann ging es über schöne Firnhänge Richtung Nordwesten ins Flathtal hinab. An sich noch perfekte Bedingungen, aber der Weg vom Flathtal zurück zur Talabfahrt des Skigebietes musste dann schon großteils zu Fuß zurückgelegt werden, was in einem Winter mit normalen Schneemengen um diese Zeit noch absolut kein Thema wäre.

Neutour Schalfkogel 3537m von der Langtalereckhütte aus!

Aufgenommen 29.03.2014!
Die Skitour auf den Schalfkogel 3537m von der Langtalereckhütte 2430m aus stellt eine ernst zu nehmende, hochalpine Bergfahrt da. Den Höhepunkt dabei stellen die 900 Höhenmeter Abfahrt über den Schalfferner dar. Vollste Konzentration ist allerdings von Anfang bis zum Schluss gefragt. Dafür müssen in jedem Fall optimalste Schnee- und Lawinen-, sowie natürlich wie immer auch optimalste Wetterbedingungen vorherrschen. Die Tour beginnt zunächst einmal mit 200 Höhenmeter Abfahrt hinab zur Gurgler Ache. Spätestens hier wird einem die letzte Müdigkeit aus den Knochen getrieben. Es folgt der erste Höhepunkt, die Durchschreitung der eindrucksvollen Schlucht, welche uns direkt zur Gletscherzunge des Gurglerferners führt. Man sollte hier allerdings nicht allzu sorglos am Weg sein, da von den umliegenden Steilflanken her ein größeres Lawinen- und Steinschlagrisiko besteht. Dieser Umstand ist dann insbesondere im Zuge der Abfahrt zu berücksichtigen, wenn sich zur fortgeschrittenen Tageszeit die Tageserwärmung bemerkbar macht. Der Übertritt auf den Gurglerferner ist von Jahr zu Jahr Veränderungen ausgesetzt. Hier können sich die Rahmenbedingungen jederzeit ändern. Aktuell aber ist der Aufstieg auf den Gletscher problemlos und erfolgt im orographisch rechten Teil des Gletschers. In absehbarer Zeit wird sich das Eis aber wohl hinter eine Felsinsel zurückziehen. Davon nicht betroffen ist der Zustieg an den Fuß der Ostflanke des Schalfkogels 3537m. Zwar sinkt auch hier die Eisdecke kontinuierlich ein, doch auf absehbare Zeit schaut der Übertritt in die Ostflanke unproblematisch aus. Davon unberührt zeigt sich in jedem Fall der Umstand, dass wir uns nun im äußerst lawinengefährdeten Gelände bewegen. Spätestens hier muss man sich sicher sein, dass die Lawinenverhältnisse absolut sicher sind. Denn man bewegt sich nun für einige Zeit im ausgesetzten, abschüssigen, 30° bis 40° steilen Gelände hinauf zum Kleinleitenferner. Am Kleinleitenferner selbst legt sich der Gletscher ab Pt.3100 deutlich zurück, sodass der weitere Aufstieg hinauf zum Schalfjoch 3375m keine Probleme stellt. Vom Schalfjoch 3375m kann man bei günstigen Schnee- und Lawinenverhältnissen bis Pt.3500m mit angeschnallten Skiern aufsteigen. Ansonsten muss man sich ab dem Schalfjoch 3375m konsequent an den Südgrat (Sommerweg) halten, die Skier für einige Meter schultern und sich im Fels fortbewegen. Dies bleibt einem auf den letzten Metern zum Gipfel grundsätzlich nicht erspart. Auch hier hängen die zu erwartenden Schwierigkeiten ganz wesentlich von den Schneeverhältnissen ab. Im optimalsten Fall gelangt man im Stapf problemlos zum Gipfel. Bei ungünstigen Bedingungen könnten Steigeisen und/oder ein Eispickel gute Dienste leisten. Zudem braucht es ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit und Trittsicherheit, denn es kann auch leichte Blockkletterei hinzukommen. Eine Überschreitung des Gipfels ist nicht zwingend notwendig, um auf den Schalfferner einfahren zu können. Allerdings gewinnt man am Nordgrat von Beginn an eine direktere Abfahrtslinie. Dafür weist die Einfahrt am Nordgrat mehr als 40° Neigung auf und ist dementsprechend lawinengefährdet. Etwas günstiger sind die Rahmenbedingungen diesbezüglich beim Skidpot am Südgrat. Die Abfahrt über den spaltenreichen Schalfferner gehört dann skifahrerisch gesehen zum Spektakulärsten was das Tourengebiet um Obergurgl zu bieten hat. Der weitläufige und gut zu überschauende obere Teil der Abfahrt geht im unteren Bereich allerdings in einen sehr steilen, felsdurchsetzen, lawinen-, sowie absturzgefährdeten Abschnitt über. Vor allem wenn ältere Abfahrtsspuren fehlen, kann die Orientierung schwer fallen. Nicht nur deshalb, aber vor allem diesem Abschnitt schuldend, sollte diese Abfahrt wahrlich nur bei optimalsten Rahmenbedingungen von erfahrenen Skibergsteigern unternommen werden. Vom Gurglerferner zurück durch die schmale Schlucht der Gurgler Ache sollte man keine längeren Aufenthalte einplanen, da die Steinschlag- und Lawinengefahr jetzt bei höher stehender Sonne nicht zu unterschätzen ist. Von der Gurgler Ache hinauf zur Langtalereckhütte 2430m hat man dann alle Schwierigkeiten hinter sich gelassen. Jetzt muss man nur ein letztes Mal die Aufstiegswadeln aktivieren und die 200 Höhenmeter Gegenanstieg meistern.
Neutour Schalfkogel 3537m von der Langtalereckhütte aus!

Fr,11.04. Kaltenberg 2896m - Überschreitung Verwallgruppe!

Von der Alpe Rauz 1636m an der Arlbergpassstraße über die Skipiste hinauf zum Albonagrat 2358m und dann weiter im freien Skigelände auf die Maroiköpfe 2529m. Die ersten 900 Höhenmeter konnten so problemlos absolviert werden. Die Benutzung der Sessellifte von Stuben würden den Aufstieg deutlich reduzieren, man ist allerdings dann auch erst später dran. Und wir hatten hinunter ins Maroital bereits um 09:15 perfekten Firnschnee. Abfahrt bis Pt. 2060m dann begann der schöne Anstieg durch's Maroi hinauf zum Kaltenbergsee und weiter zu den Resten des Kaltenberggletschers. In der Nordflanke am Kaltenberg trafen wir auf trockenen Pulverschnee. Nach der etwas alpinen, allerdings gut versicherten Besteigung des Kaltenberggipfels 2896m hatten wir so, was ausgesprochen selten geworden ist, den gesamten Gipfelhang bei Pulverschnee für uns alleine. Und weil's so schön war, fuhren wir bis zum Kaltenbergsee 2543m ab. Von hier ging's im dritten Anstieg des Tages hinauf zu Pt.2770m, um so als krönenden Abschluss des Tages noch die großartigen Westhänge am Kaltenberg 2896m hinab ins Wintertal und weiter zur Nenzigastalm 1476m genießen zu können. Und hier gab es nochmals ganz einfach perfekten Frühlingsfirn. Angesichts der extrem unterdurchschnittlichen Schneelage im heurigen Jahr dürfte das heute wohl einer der letzten Befahrungen gewesen sein, wenn das mit dem Temperaturniveau weiterhin so bleibt. Hinaus nach Langen hieß es zudem die letzte halbe Stunde die Skier bereits schultern. Aber angesichts der heutigen perfekten Schnee- und Wetterbedingungen konnte man darüber leicht hinwegsehen.

Neutour Hintere Ölgrubenspitze 3295m über den Wannetferner!

Aufgenommen 07.04.2014!
Die Hintere Ölgrubenspitze 3295m kann vom Kaunertal aus auf zwei verschiedenen Skirouten bestiegen werden. Für beide Routen gilt, es sind klassische Firntouren und nur im Frühjahr machbar. Die hier beschriebene Variante über den Wannet- und Gepatschferner startet an der Gletscherstraße 1916m im Bereich des „Fernergartens“, wo ausreichend Parkplatz vorhanden ist. Im Gegensatz aber zu den Skitouren, die sich im unmittelbaren Einzugsgebiet des gewaltigen Firnbeckens des Gepatschferners befinden und die direkt über die Zunge des Gepatschferners angegangen werden, wählt man für die Tour auf die Hintere Ölgrubenspitze 3295m infolge des massiven Gletscherrückgangs mittlerweile besser die Route entlang dem Wanderweg oberhalb der orographisch rechten 1850er-Moräne hinein ins sogenannte Wannet. Der Höhenunterschied von der Zunge des Geptaschferners hinauf zum Kar des Wannetferners nimmt von Jahr zu Jahr durch die Eisschmelze an der Gletscherzunge weiter zu. Dieser Moränenhang ist zudem instabil, wird im Frühjahr rasch schneefrei und ist teils über 40° steil und somit gerade bei einem morgendlich pickelhart gefrorenem Schmelzharschdeckel nur sehr schwierig zu überwinden. Deshalb bietet sich die hier beschriebene Aufstiegsvariante an, obwohl es ein deutlich längerer Weg ist und die sehr steilen Südwestflanken an der Wannetspitze 3100m im Frühjahr oftmals schon schneefrei sind, sodass man dann die Skier für längere Zeit schultern muss. Dafür kann man sich aber recht problemlos am Wanderweg orientieren und man kann das Kar des Wannetferners somit relativ einfach erreichen. Auch der weitere Aufstieg über den nur noch in kümmerlichen Resten vorhandenen Wannetferner hinauf zum Skidepot bei Pt. 3200m stellt kaum Probleme dar. Erst die letzten Meter über den Südostgrat sind nochmals eine Herausforderung. Über den teils breiteren, teils ausgesetzten Grat geht es teils im Stapf, teils aber auch in anspruchsvollerer Blockkletterei zum Gipfel. Die nachfolgende Firnabfahrt erfolgt über das Kar des Wannetferners dann aber direkt hinab zum Gepatschferner. Deshalb muss man in der Früh beim Aufstieg auch möglichst sicher gehen und sich vergewissern, dass man über den Moränenhang vom Kar des Wannetferners auch noch hinab auf den Geptaschferner abfahren kann. Wie erwähnt, apern diese steilen Südwesthänge im Frühjahr rasch aus. Am ehesten bleibt der Schnee noch in der südlichsten Rinne, wo das Gelände auch den geringsten Höhenunterschied hinab zur Zunge des Gepatscherferners aufweist, liegen. Hier hat man dann die Wahl entweder direkt auf die Zungenmitte überzusetzen und derzeit am sichersten weiterzufahren, oder deutlich spektakulärer gleich am orographisch rechten Rand der Gletscherzunge die Abfahrt fortzusetzen. Allerdings ist diese Variante sehr spaltenreich, wild zerklüftet und gefährlicher, da sich der Gletscher hier von Jahr zu Jahr mittlerweile stark verändert und so unter Umständen ein Weiterkommen auch unmöglich sein kann. Die weitere Abfahrt zurück zum Parkplatz erfolgt dann entlang dem Gletscherbach hinaus zum Fernergarten.
Neutour Hintere Ölgrubenspitze 3295m über den Wannetferner!

Mo,07.04. Hintere Ölgrubenspitze 3295m über den Wannetferner!

Die Hintere Ölgrubenspitze 3295m kann als Skitour über 3 verschiedene Routen bestiegen werden, über das Ölgrubenjoch vom Gepatschhaus http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/kaunertal_gepatsch/oelgrubenspitze_hintere_oelgrubenjoch, vom Taschachhaus über den Sexegertenferner, sowie über den Gepatscherfener http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/kaunertal_gepatsch/oelgrubenspitze_hintere_gepatsch. Die Route über den Geptaschferner muss nach der heutigen Tour allerdings neu überarbeitet werden. Denn der durch den Klimawandel weiter fortschreitende Gletscherschwund lässt den Aufstieg vom Gepatschferner hinauf zum Wannetferner kaum noch vernünftig zu. Der zu überwindende Höhenunterschied nimmt von Jahr zu Jahr weiter zu und die Hangneigung liegt durchgehend zwischen 35° bis 40°, womit ein Aufstieg mit angeschnallten Skiern bei einem morgendlich pickelharten Schmelzharschdeckel kaum noch möglich ist. Man müsste dann eigentlich Steigeisen dabei haben und zu Fuß den Moränenwall überwinden. Als Alternative bietet sich aber die Variante entlang dem Wanderweg auf der orographisch rechten Talseite oberhalb der 1850er Moräne an. Allerdings muss man dann so wie heute damit rechnen, dass die steilen Südwestflanken bereits schneefrei sind. Somit mussten auch wir die Ski heute für längere Zeit schultern. Erst bei Pt. 2500m konnten wir die Ski wieder anschnallen. Dafür ging es dann aber problemlos weiter zum Wannetferner und hinauf zum Skidepot am Südostgrat. In teils leichter Blockkletterei, teils im Stapf wurden die letzten Meter zum Gipfel überwunden. Die Abfahrt führt aber weiterhin hinunter zum Gepatschferner. Deshalb muss man im Aufstieg diesen Moränenhang genau studieren, ob man so wie jetzt im fortgeschrittenen Frühjahr überhaupt noch mit den Skiern abfahren kann. Dabei hält man sich in der Abfahrt generell am besten in der äußerst linken Rinne. Hier ist der Höhenunterschied hinab auf die Gletscherzunge am geringsten und hier hält sich der Schnee auch am längsten. Wir sind dann heute am Gletscher am orographisch rechten Zungenrand abgefahren. Man könnte derzeit aber auch noch standardmäßig auf die Mitte der Gletscherzunge überwechseln. Schöner ist es sicherlich am Rand der Gletscherzunge abzufahren. Jedoch der dramatische Gletscherschwund und die damit verbundenen Veränderungen sind hier immer wieder für Überraschungen gut, die mitunter durchaus auch zum Problem werden können. Wer also auf Nummer sicher gehen will, der sollte in jedem Fall auf die Zunge wechseln.

Mi,02.04. Rassasspitze 2941m - Sesvennagruppe!

Von Rojen 1925m durch das langgezogene Vallungtal über etwas mehr als 1000 Höhenmeter in gleichmäßig schönem Anstieg zum Gipfel. An der schönen Nordostflanke der Rassasspitze 2941m gibt es zwei Aufstiegsmöglichkeiten. Entweder steigt man an der orographisch linken, oder an der orographisch rechten Seite der direkten, 35° bis 40° steilen Nordostflanke auf. Wichtig ist nur, diese steile Flanke zu umgehen. Ab ca. 2400m Seehöhe findet man noch durchwegs trockenen Pulverschnee vor. Das heißt bei der Abfahrt gab es in der ersten Hälfte feine Pulverschwünge, danach ging es nahtlos in eine tolle Firnabfahrt über. Die breite Nordostflanke war stellenweise bereits ziemlich zerfahren. Da aber die meisten Tourengeher von der Sesvennahütte 2258m aufgestiegen waren, konzentrierte sich der Großteil der Spuren auf einen bestimmten Bereich des Hangs, weil man sich natürlich von oben her kaum einen Überblick verschaffen kann. Wir aber konnten uns im Aufstieg die noch unberührten Hangpassagen aussuchen und erlebten so eine großartige Abfahrt.

Di,01.04. Piz Lischana 3105m - Sesvennagruppe!

Dieser Gipfel zählt zusammen mit dem Piz Zuort 3119m zu den beiden großen Skitourenbergen in den Engadiner Dolomiten. Ausgangspunkt hierfür ist der Parkplatz 1425m am Fuße der Chamanna Lischana 2500m. Diesen erreicht man auf der Straße, die südlich des Inn in Richtung S-charl führt. Man hält sich im Aufstieg an den Sommerweg, der hinauf zur Hütte führt. Das Gelände präsentiert sich dabei schon bald alpin, schroff und steil. Eine Tourengebiet, das nur bei sehr sicheren Schneeverhältnissen aufgesucht werden sollte. Ausreichend Schnee braucht es im Kalk natürlich auch und der ist hier heuer zur Genüge vorhanden, obwohl wenige Kilometer Luftlinie entfernt nördlich des Inn das frühlingshafte Braun bereits geschlossen über 2000m hinaufreicht. Nach der Hütte legt sich das Gelände deutlich zurück, wird sanfter und zeigt sich schön kupiert. Auf ca.3000m Seehöhe erreicht man einen Scharte, die einen recht problemlosen Übergang auf die Reste eines kleinen Gletschers, das Vadret da Triazza, das sich östlich des Piz Lischana 3105m befindet, ermöglicht. Hier sind wiederum sehr sichere Lawinenverhältnisse ein Muss. Man kann möglichst ohne Höhenverlust hinüber zum Gipfelaufbau des Piz Lischana 3105m queren. Wir haben aber den Pulverschnee genutzt und sind am Gletscher etwas abgefahren. Diesen Genuss kosteten wir ebenso in der Abfahrt aus, als es galt hier wiederum den Gegenanstieg zu meistern. Der Gipfel des Piz Lischana 3105m selbst wird im Stapf, bzw. in leichter Kletterei bezwungen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind primär notwendig. In Summe ca. 1900m Aufstieg und Abfahrt in einer grandiosen hochalpinen, sowie einsamen Umgebung. Eine Skitour für Tourengeher, die noch echtes Winterbersteigen suchen.

Mo,31.03. Piz Russenna 2802m - Sesvennagruppe!

Zwischen Äußerem Nockenkopf 2770m und Piz Lad 2808m liegen etwas im Abseits, weshalb diese Skitourengipfel auch nur selten besucht werden, Piz Russenna 2802m und nebenan Piz Nair 2743m. Vom kleinen Schlepplift an der Reschenpassstraße steigt man über die Rodelbahn in Richtung Südwesten hinauf zu den Falmuirwiesen und gelangt an die Fahrstraße, welche vom Rojental in Richtung Reschenalm führt. Von hier geht es in einem weitläufigeren Graben in durchaus schönem Aufstieg über die Waldgrenze hinweg auf ein Hochplateau an den Fuß der beiden Gipfel. Ausgehend von diesem Hochplateau gelangt man jeweils über schön kupiertes Gelände entweder auf den Piz Nair 2743m, oder eben auf den etwas höher gelegenen Piz Russenna 2802m. Man könnte aber auch recht einfach auf den Äußeren Nockenkopf 2770m gelangen. Die vorwiegend östliche Exposition des Geländes unterbindet ein rasche Umsetzung der Schneedecke von Pulverschnee zu einem Schmelzharschdeckel, was sich auch heute zeigte. Würde diese Tour das nächste Mal eher im Hoch-, bzw. Spätwinter unternehmen. Das schön kupierte und meist nicht allzu steile Gelände lässt diese Tour wohl auch bei einer etwas höheren Lawinenwarnstufe als gut machbar erscheinen.

Sa,29.03. Schalfkogel 3537m - Ötztaler Alpen!

Auf den höchsten Skitourengipfel im Tourengebiet von Obergurgl. Vor allem dann lohnend wenn die gewaltige, gut 900 Höhenmeter umfassende Ostflanke hinunter auf den Gurglerferner zu befahren ist. In diesem Fall müssen allerdings absolut sichere Lawinenverhältnisse vorherrschen, denn bereits der Aufstieg vom Gurglerferner hinauf zum Kleinleitenferner ist mit 40° Neigung sehr steil und damit häufig sehr lawinengefährdet. Dies gilt aber natürlich auch für den großartigen Osthang, der an seinem Ende im felsdurchsetzten Gelände ebenfalls um die 40° Neigung aufweist. Die Tour an einem Tag direkt von Obergurgl aus zu unternehmen, erfordert beste konditionelle Voraussetzungen und umfasst 2200 Höhenmeter Aufstieg. Bei Start ab der Langtaleregghütte 2430m reduziert sich der Anstieg um ca. 500 Höhenmeter und um 1,5 Stunden. Heute fand man in der Ostflanke noch durchgehend trockene Pulverschneeverhältnisse vor. Die Sonne macht sich allerdings bereits ansatzweise bemerkbar.

Fr,28.03. Piz Nuna 3124m - Piz Sursass 2910m - Sesvennagruppe!

Perfekte Wetter- und Schneebedingungen, allerdings waren wir zunächst etwas enttäuscht. Dachten wir noch beim Start im malerischen Sur En 1465m, dass wir nach den Neuschneefällen der letzte Zeit die Ersten auf dem Piz Nuna sein werden, so lagen wir nur bedingt richtig. Im Val Nuna mussten wir erkennen, dass bereits gestern eine größere Gruppe vom Piz Nuna abgefahren war, nachdem diese von Süden her ausgehend von der Ofenpasstraße aufgestiegen waren. Allerdings von der Scharte auf den Gipfel aufgestiegen war noch niemand, hier waren wir schlussendlich dann doch die Ersten. Die alten Spuren konnten wir in der Abfahrt dann auch gut umfahren werden und wir fanden noch bis Pt.2300m genügend unverspurte Hänge vor. Von hier ging es dann weiter auf den Piz Sursass 2910m. So kamen in Summe 2300 Höhenmeter Aufstieg zusammen, was sich aber allemal lohnen sollte. Denn auf Grund der günstigen Schnee- und Lawinenverhältnisse wurde ein schon lange gehegtes Ziel, die Abfahrt an der Nordseite des Piz Sursass direkt hinunter nach Sur En 1465m ins Auge gefasst. Was folgte war eine Traumabfahrt im unverspurten Pulverschnee über 1400 Höhenmeter bis zurück zum Parkplatz. Wer am Wochenende einmal etwas Besonderes machen möchte, dem kann diese Abfahrt nur empfohlen werden, denn derart sicher und perfekt präsentieren sich hier die Bedingungen nur selten.

Neutour Hochfirst 3403m - Ötztaler Alpen!

Aufgenommen am 14.03.2014!
Die Skitour auf den Hochfirst 3403m bietet dem alpinen Tourengeher sicherlich die angesagteste Steilwandabfahrt im Tourengebiet von Obergurgl, die nur noch mit der direkten Nordflanke am Granatenkogel 3318m zu vergleichen ist. Startet man in Obergurgl bei der Talstation der Hohen Mut Bahn 1915m so sind bis zum Gipfel auf gut 9,0 Kilometern nicht ganz 1500 Höhenmeter zurückzulegen. Nützt man die Festkogelbahn als Aufstiegshilfe und fährt zum Taleingang des Gaisbergtales ab, so verringert sich der Anstieg auf 6.5 Kilometer, beziehungsweise 1100 Höhenmeter. Im Gaisbergtal geht es zunächst für längere Zeit entlang dem Talboden über meist recht flaches Gelände in Richtung Süden. Die beiden eindrucksvollen Gipfel, der Hochfirst, sowie die Liebener Spitze 3399m bauen sich dabei immer mächtiger vor uns auf. Nach Betreten des Gaisbergferners zweigt man bei Pt. 2700m nach links ab, um über einen 35° bis 40° steilen Hang hinauf auf den Hochfirstferner zu gelangen. Im Frühjahr bei optimalen Bedingungen ist es von Vorteil, wenn man hier kompakten Schmelzharsch vorfindet und so mit Harscheisen und einer perfekten Spitzkehrentechnik recht problemlos in das nächst höher gelegene Gletscherbecken gelangt. Die perfekte Spitzkehrentechnik, die Harscheisen vielleicht weniger werden wir nochmals in der gewaltigen Nordflanke des Hochfirsts 3403m benötigen. Aber es zeigt sich bereits an diesem ersten Aufschwung, dass für diese Tour nicht nur perfekt günstige Lawinen- und Schneeverhältnisse Voraussetzung sind, sondern diese Tour im Grunde nur erfahrenen Winterbergsteigern mit dem notwendigen Können und Know How vorbehalten sein sollte. Über den Hochfirstferner geht es dann zunächst wieder in angenehmer Steigung bis an den Rand der Nordflanke, welche spätestens ab der Randspalte über 200 Höhenmeter hinweg eine durchschnittliche Neigung von 40°, in den steilsten Passagen sogar bis 45° aufweist. Spätestens ab hier sollte man dann wirklich nur noch bei einer absolut sicheren Lawinensituation das weitere Fortkommen suchen. Ist das Skidepot erreicht, geht es bei ausreichender Schneelage unproblematisch im Stapf bis zum Gipfel. Der Grat kann aber auch schneefrei sein. Es sind dann zwar kaum klettertechnische Schwierigkeiten zu bewältigen, allerdings handelt sich um meist bröckelnden Fels, sowie loses Geröll, welche noch zusätzlich auf Permafrostboden lagern. An warmen Tagen, an denen der Boden etwas auftaut, kann dieser letzte Aufschwung dann durchaus nochmals etwas unangenehm sein. In diesem Fall kann ein Seil dann doch durchaus hilfreich sein. Die nachfolgende Steilwandabfahrt zählt skitechnisch gesehen zum Anspruchsvollsten was das Tourengebiet um Obergurgl für Skibergsteiger zu bieten hat und deshalb wäre es zu diesem Zeitpunkt sicherlich zu spät, erst jetzt seine skifahrerischen Grenzen kennenlernen zu wollen. Ein Stemmbogen ist hier sicherlich zu wenig, um unten heil anzukommen.
Neutour Hochfirst 3403m - Ötztaler Alpen!

Hinterer Seelenkogel 3470m vom Rotmoostal aus - Ötztaler Alpen!

Aufgenommen am 12.03.2014!
Die Tour auf den Hinteren Seelenkogel 3470m vom Rotmoostal aus ist eine hochalpine Überschreitung, bei der man in der Planung zwischen zwei grandiosen Abfahrtsvarianten wählen kann. Die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur ist nicht minder spektakulär und skitechnisch ebenso anspruchsvoll wie die Variante über den spaltenreichen Wasserfallferner. Für beide Abfahrtsmöglichkeiten braucht es von vornherein sehr sichere Lawinenverhältnisse. Was bei der Abfahrt über den Wasserfallferner aber hinzukommt, ist die große Spaltengefahr, weshalb man sich hier unbedingt an die vorgegebene Routenführung, konsequent im ganz westlichen Teil des Gletschers halten soll. Hinzu kommt die mehr als 40° steile und felsdurchsetzte Passage am Ende der Gletscherzunge hinunter in den Talboden des Rotmoostales. Sollte man sich also für diese Abfahrtsroute entscheiden, dann sollten nicht nur sehr sichere Lawinenverhältnisse vorherrschen, sondern es sollten auch lohnenswerte Schneeverhältnisse vorherrschen, sodass die Wahl dieser objektiv gesehen gefährlicheren Route auch tatsächlich gerechtfertigt werden kann. Aber auch bei der Abfahrt im Bereich des Aufstiegs ist man mit Steilpassagen über 40° skitechnisch gefordert. Dafür ist die Spaltengefahr nur als gering einzustufen. Jedoch benötigt man auch in diesem Bereich sehr sichere Lawinenbedingungen. Beginnt man den Aufstieg in Obergurgl bei der Talstation der Hohe Mut Bahn 1920m so muss man cirka 4,5 Stunden reine Aufstiegszeit über ungefähr 10,5 Kilometer Distanz und gut 1560 Höhenmeter veranschlagen. Ermöglichen es günstige Schnee- und Lawinenverhältnisse, so kann man mit Hilfe der Hohe Mut Bahn I+II die Aufstiegszeit um 1,5 Stunden, die zurückzulegenden Höhenmeter um 500 und die Entfernungskilometer um beinahe die Hälfte reduzieren. Allerdings ist die lange Querung der 35° bis 40° steilen Westhänge an der Hohen Mut hinab ins Rotmoostal nur bei morgendlich perfekt harten Schmelzharschbedingungen anzuraten. Bei Pt. 2400m startet man dann den eigentlichen Aufstieg hinauf zum Rotmoosjoch 3055m. Am Rotmoosjoch 3055m erfolgt der Wechsel auf die Südtiroler Seite des Ötztaler Hauptkamms und man steigt über den mehr als 40° steilen Planferner auf. Am oberen Ende desselben erreicht man das flache, obere Gletscherplateau des Wasserfallferners. Im Aufstieg dorthin sind bei guten Firnbedingungen Harscheisen ausreichend, aber unbedingt anzuraten. Bei ungünstigeren, sprich hart bleibenden Schneebedingungen sollte man auch Steigeisen und/oder einen Eispickel mit sich führen. Wie man den Fotos entnehmen kann, kann es in der steilsten Passage sogar Plankeisstellen geben. Die letzten Meter im Bereich des Gipfelaufbaus stellen kaum noch ein Problem dar. Bei günstigen Bedingungen kann man bis zum höchsten Punkt mit angeschnallten Ski aufsteigen. Diese Tour zusammen mit der möglichen Abfahrtsvariante über den Wasserfallferner sollte alpin erfahrenen und skitechnisch perfekten Skibergsteigern vorbehalten bleiben.
Hinterer Seelenkogel 3470m vom Rotmoostal aus - Ötztaler Alpen!

Di,25.03. Pirchkogel 2828m vom Sattele 1690m aus - Stubaier Alpen!

Die 30 bis 40 Zentimeter gesetzten Neuschnees haben heute noch einmal für eine tief winterliche Landschaft gesorgt. Dabei wurden aber auch viele aperen Stellen, die sich während der letzten Zeit gebildet haben überdeckt. Und es wurde natürlich überdeckt, dass die Gesamtschneehöhen nördlich des Alpenhauptkamms generell einfach sehr unterdurchschnittlich waren und sind. Aber wann hat man hier am weitläufigen Westrücken des Pirchkogels schon mal derart lockeren, kaum vom Wind beeinflussten Pulverschnee. Und oberhalb der Waldgrenze gibt es auch noch eine ansprechende Altschneedecke. Bei unserer ersten Abfahrt bei Pt.2300m nach Marlstein wurden wir aber schon nach guten 300 Höhenmetern, ab dem Beginn der Waldgrenze, wo sich dieser Südhang nochmals aufsteilt, aber gleich in die Realität dieses Winters zurückgeholt. Zwar war auch hier südseitig der Neuschnee nach wie vor lockerer Pulverschnee, doch ab einer Seehöhe von 2000m war von der Altschneedecke nichts mehr vorhanden. Lockerer Pulverschnee überdeckte Sträucher, Steine und Jungbäume. Somit hieß es bereits wieder hinauf auf den Rücken und weiter in Richtung Pirchkogel 2828m. Mittlerweile geriet aber der Gipfel in dichten Nebel, sodass wir uns bei Pt. 2600m entschlossen lieber den lockeren Pulverschnee am weitläufigen Westrücken zu genießen, als im Nebel herumzuirren, zumal auch der Weiterweg ziemlich steinig aussah. Dafür geb es nun eine herrliche Tiefschneeabfahrt in Richtung Faltegartenalm, also hinunter in die Nordhänge, die gegen das Inntal ausgerichtet sind. Die Abfahrt reichte bis an die Waldgrenze bis ca. Pt.1950m. Von hier nochmals knapp 200 Höhenmeter Aufstieg auf das Faltegartenköpfl 2184m. Ab hier ging es in nicht mehr allzu spektakulärer Abfahrt über die Feldringalm 1888m zurück zum Sattele 1690m. In Summe kamen so doch 1560 Höhenmeter Aufstieg, bzw. herrliche Pulverabfahrtsmeter zusammen.

Neutour Eiskögele 3233m vom Rotmoostal - Ötztaler Alpen

Aufgenommen am 03.12.2013!
Das Eiskögele 3233m ist einer der meist besuchtesten Skitourengipfel in der Umgebung von Obergurgl. Die Route vom Rotmoostal aus wird dabei nicht nur als Tagestour ins Auge gefasst, sondern auch als Übergang zur Langtaleregghütte 2430m, beziehungsweise nehmen viele Tourengeher das Eiskögele 3233m auf ihrem Weg von der Langtaleregghütte 2430m retour nach Obergurgl noch mit. Dementsprechend rasch verspurt präsentieren sich die Hänge vom Eiskögele 3233m über den Hangererferner hinab ins Rotmoostal. Im Zuge einer Tagestour hat man von Obergurgl aus gut 1300 Höhenmeter im Aufstieg zu überwinden. Bei günstigen Lawinenverhältnissen, insbesondere im Frühjahr, wenn die Westhänge an der Hohen Mut 2659m am Morgen hart verfirnt sind, dann kann man sich gut 300 Höhenmeter Aufstieg ersparen. Man fährt dabei mit der Bahn Hohe Mut I + II bis zur Hohen Mut 2659m auf und muss dann über 35° bis 40° steiles Gelände 400 Höhenmeter ins Rotmoostal abfahren. Man kommt in diesem Fall zwar erst frühestens um 08:30 in Obergurgl zum Starten, allerdings stellt ein verspäteter Start an den Nordhängen des Eiskögeles 3233m bezüglich der tageszeitlichen Erwärmung zumeist kein größeres Problem dar. Dabei darf die Abfahrt von der Hohen Mut 2659m ins Rotmoostal nicht unterschätzt werden. Bei Pulverschnee ist die Lawinengefahr zu beachten, bei hartem Firn im Frühjahr ist eine gute Skikante, beziehungsweise gutes skifahrerisches Können notwendig. Vom Rotmoostal aus beginnt dann bezüglich der Lawinengefahr sogleich die heikelste Passage der Tour. Der gut 200 Höhenmeter umfassende und 35°, teils sogar 40° steile Nordhang hinauf zum Kar des Hangererferners benötigt unbedingt stabile Lawinenverhältnisse. Zudem ist aus der Nordostflanke des Hangerers 3020m heraus immer die Möglichkeit von Selbstauslösungen von Lawinen zu berücksichtigen. Danach geht es über schönes und nicht allzu steil geneigtes Gelände zum Beginn des Hangererferners und über denselben bis zum mehr als 40° steilen Gipfelaufschwung des Eiskögeles 3233m, welcher wiederum in den kurzen, aber sehr ausgesetzten Nordgrat am Eiskögele 3233m mündet. Bei geringen Schneehöhen wird man im jeden Fall im Bereich der Randspalte, wo sich die Nordflanke stark aufzusteilen beginnt, das Skidepot einrichten. Dann wird auch der gut versicherte Aufstieg in einer Felswand gut zu erkennen, sowie zu nützen sein. Nach dieser kurzen Felsstufe geht es noch einmal im Stapf bis an den Beginn des Nordgrates. Am Nordgrat selbst braucht es eine gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit um problemlos zum Gipfel zu gelangen. Eisenstangen, sofern diese nicht eingeschneit sind, ermöglichen weiterhin eine Sicherungsmöglichkeit. Bei größeren Schneehöhen kann sich aber der Aufstieg ab dem Skidepot auch völlig anders darstellen. Dann kann man gleich ab dem Skidepot im Stapf aufsteigen. Gute Skifahrer können sodann die Ski bis zum Beginn des Nordgrates mitnehmen, um dann von dort abzufahren. Bei großen Schneehöhen dürfte sich der Nordgrat aber als reiner Schneewechtengrat präsentieren, was aber die Besteigung über denselben nicht unbedingt einfacher machen dürfte. Unter Umständen weicht man dann vermehrt in die Westflanke des Inneren Hochebenkars aus, beziehungsweise steigt durch diese bei sehr günstigen Verhältnissen sogar mit angeschnallten Skiern sogar bis zum Gipfel auf.
Neutour Eiskögele 3233m vom Rotmoostal - Ötztaler Alpen

Fr,21.03. Nördlicher Hapmeskopf 3289m - Ötztaler Alpen!

Bei diesen perfekten Firnbedingungen, wie sie derzeit vorherrschen und bei diesen hohen Temperaturen, die Firntouren vor allem in südwest- bis westexponierten Lagen bevorzugen, hat es sich heute ganz einfach angeboten auch noch den Nördlichen Hapmeskopf 3289m vom Kaunertal aus anzugehen, nachdem gestern die Bedingungen am Südlichen Hapmeskopf 3240m bereits derart perfekt waren. Dabei kann man zunächst einmal gut beobachten wie das überdurchschnittlich hohe Temperaturniveau der Schneedecke massiv zusetzt. Dort, wo man am Beginn der Tour gestern noch über Schnee ging, breiteten sich heute bereits große apere Flecken aus. Doch trotz der neuerlich sehr hohen Temperaturen zu Tagesbeginn, die trockene Luft ließ die Schneedecke wiederum perfekt durchfrieren. Beste Aufstiegsverhältnisse bis zum Gipfel. Danach eine grandiose Abfahrt über 1500m Höhenmeter aus einem Guss, praktisch in der Falllinie. Abfahrtszeit 12:30 war ausreichend. Der Südföhn hat sich heute bereits bemerkbar gemacht, morgen wird's dann wohl stürmisch, die Luft feuchter und damit dürfte die Schneedecke im unteren Teil kaum noch durchfrieren. In Summe kann angemerkt werden, beide Hapmesköpfe sind vom Kaunertal aus perfekte Skitourenanstiege bei Firnbedingungen. Vom Pitztal aus über die Riffelseehütte wie bei anderen Autoren angegeben, hat man jeweils teils sehr beschwerliche Gratanstiege vor sich, was mit einer Skitour nur noch eingeschränkt etwas zu tun hat.

Do,20.03. Südlicher Hapmeskopf 3240m - Ötztaler Alpen!

Start am Gepatschstausee an der orographisch rechten Talseite (Wenn man vom Tal kommt auf der linken Seeseite - Schranken lässt sich derzeit öffnen, obwohl die Straße offiziell gesperrt ist)) auf 1790m. Auf Grund der frühsommerlichen Temperaturen war die Befürchtung groß, es könnte mit dem Schnee bereits knapp werden. Umso größer aber war die positive Überraschung, dass im Kaunertal noch allgemein perfekte Schneebedingungen vorherrschen. Auch noch in Richtung Atemkogel 3010m an dessen Südflanken herrscht bis zur Gletscherstraße herab eine geschlossene Schneedecke vor. Die etwas kältere Luft, die gestern eingeflossen ist, sorgte während der Nacht für ein optimales Durchfrieren der Schneedecke. Somit stand einem problemlosen Aufstieg ins Wurmtal (Die Nordflanke der Bliggspitze, respektive der Bliggferner halten noch zusammen, auch wenn sich diese in Auflösung befinden und immer wieder für Schlagzeilen sorgen) nichts im Wege. Die Südflanke des Südlichen Hapmeskopfs 3240m war hart gefroren und gut umgesetzt. Auf den letzten Höhenmetern mussten wir auf den Südgrat ausweichen, der Gipfel selbst war ziemlich schneefrei. 10:15 war für die Abfahrt noch eindeutig zu früh, weshalb wir im Bereich des Wurmtalerjoches 3089m noch gegen Osten in Richtung Pitztal im Pulverschnee auf den Rifflferner abfuhren. Von dort nochmaliger Aufstieg auf das Joch und wiederum hinauf zum Südlichen Hapmeskopf 3240m, um vom Gipfel weg nun jeden Meter Firn genießen zu können.

Di,18.03. Äussere Quellspitze 3385m - Ötztaler Alpen!

Bei morgendlichen Lufttemperaturen um +7°C in 2000m Seehöhe braucht man schon eine große Portion Humor, um an eine schöne Firntour zu glauben, oder man schaut sich die dazugehörenden Taupunktstemperaturen an, die bei -15°C liegen. Das heißt die Luft ist zwar für die Jahreszeit und Seehöhe am Morgen extrem warm, aber auch sehr trocken. Und somit verdunstet der Schnee und schmilzt nicht. Beim Verdunsten wird der Schneedecke aber mehr als dreimal so viel Energie entzogen als beim Schmelzen und so kann die Schneedecke dann trotz der hohen Lufttemperatur durchfrieren. Grenzwertig bleibt diese Situation aber allemal und dem war dann so im Matschertal. Eine südexponierte Tour kann man dabei vorweg vergessen. Trotzdem die Schneedecke in solchen Lagen perfekt gesetzt und oberflächlich bestens gefroren war, müsste man bei dieser Lufttemperatur aber bereits bei Sonnenaufgang abfahren. Somit wurde zunächst ein nordexponiertes Tourenziel ins Auge gefasst, die Saldurspitze 3433m. Doch nordseitig ist die Schneedecke auch in tieferen Lagen noch nicht ausreichend durchfeuchtet, sodass sich hier noch kein tragfähiger Schmelzharschdeckel ausbilden konnte. Deshalb ging es weiter ins Matschertal hinein und dort fanden wir dann ein ideales Tourenziel. Der Aufstieg zur Äusseren Quellspitze 3385m über die Oberetteshütte 2679m ist südwest- bis westexponiert und damit ebenfalls bereits ausreichend durchfeuchtet. Die Sonne kommt hier aber erst später am Tag zum Zug als etwa an den südlichen Hanglagen. Über einen stabilen-harten Schmelzharschdeckel ging es zunächst sehr steil aus dem Matschertal heraus. Ab der Hütte legte sich das weitläufige Gelände bis zum Beginn des Oberettesferner, der nur noch marginal vorhanden ist, sanft zurück. Zur Tourenplanung herangezogen wurde wie sooft der Tourenführer "Ötztaler Alpen von R.Weiss" und wie sooft, war die Beschreibung für die Katz. Denn bei Skidepoteinrichtung am Oberettesjoch 3251m hätte man über den SO-Grat eine ausgesprochen hochalpine Gratkletterei vor sich gehabt. Es reicht nicht alleine aus den topographischen Karten, sowie einem Sommerführer einen Tipp als Skitourenziel zu kreieren, ohne jeweils vor Ort gewesen zu sein. Was sich unter anderem auch daran bestätigte, dass im Weiss-Führer zudem noch die daneben liegende Schwemserspitze 3459m als Tourenziel angegeben wird. Den 200 Höhenmeter umfassenden NW-Grat da hinauf sollte man lediglich im Sommer ins Auge fassen, außer man möchte unbedingt eine Winterbegehung bestreiten. Da nützt es auch nichts, wenn man im Führer bei beiden Zielen einen Hinweis auf die zu erwartende Kletterei gibt. Beide Gipfel sind so ab dem Oberettesjoch 3251m nicht als Skitourenziel geeignet. Ist man allerdings vor Ort unterwegs, so fällt einem an der Südflanke der Äusseren Quellspitze einerseits auf, dass man hier mit Ski ziemlich hoch hinauf gelangen kann und andererseits im linken Teil eine 40° steile, schöne und kurze Schneerinne hinauf zum Westgrat führt. Im Stapf war die Rinne problemlos zu nehmen. Der kurze Westgrat stellte kein Problem dar. Über diese Route, sofern diese Rinne mit Schnee gefüllt ist, ist der Gipfel am bequemsten zu nehmen. Ansonsten bliebe nur noch der Aufstieg über das Hintereis und dann über den recht langen, aber auch recht einfachen Nordgrat vom Quelljoch 3273m aus. Die Abfahrt erfolgte ebenfalls über die Südrinne. Perfekte Firnabfahrt dann bis ins Matschertal und über den Wanderweg in Schussfahrt zurück zum Glieshof 1824m.

Neutour Rojen Haute Route - Sesvennagruppe!

Aufgenommen am 16.04.2011!
Die Rojen Haute Route ist eine großartige Überschreitung, die uns über die drei höchsten Gipfel des Rojentales, die Elferspitze 2926m, die Rassasspitze 2941m und den Griankopf 2896m führt. Dabei werden während 6,5 Stunden 1925 Höhenmeter im Aufstieg und 2260 Höhenmeter in der Abfahrt überwunden. Die gesamten dabei zurückgelegten Entfernungskilometer betragen 21,1 km. Das sind die nackten Zahlen der Tour, entscheidend aber ist das ideale Skitourengelände, in dem man sich für eine solche Hochtour befindet. Alle drei Gipfel können durchgängig mit Skiern bestiegen werden und das Tourengelände ist immer gut einsehbar, sodass die Orientierung bei gutem Wetter leicht fällt. Gute und stabile Wetterverhältnisse sind bei dieser großen Überschreitung sowieso Grundvoraussetzung. Die Lawinengefahr muss sehr gering und der Schnee sollte idealerweise allgemein gut gesetzt sein, sodass man sich durchwegs auf einem kompakten Schmelzharschdeckel bewegt. Die ideale Zeit dafür ist zumeist der Monat April. Man sollte sich keinen überdurchschnittlich warmen Tag aussuchen, sodass die Schneedecke vor allem an den südexponierten Hängen nicht zu rasch aufweicht. Von der Streckenführung her gesehen ist die Route nämlich optimal angelegt. Die Elferspitze 2926m besteigt man weitestgehend über nördlich exponiertes Gelände. Der erste, südexponierte Steilhang an der Elferspitze 2926m wird dann idealerweise bereits aufgefirnt haben. Im Westkar hinunter ins Vallungtal werden die Skier aber wohl noch meist rattern. Der Aufstieg auf die Rassasspitze 2941m verläuft wiederum in nordexponierten Gelände. Die Sonne wird dem Schnee somit hier am späteren Vormittag noch kaum etwas anhaben. Die Abfahrt an der Rassasspitze 2941m hinab zum Schlinigpass 2300m ist dann bis auf den ersten, steilen Gipfelhang gegen Südwesten zu orientiert. Bei optimalem Verlauf sollte hier der Firn so richtig schön schmieren. Beim Aufstieg auf den Griankopf 2896m dreht das Gelände gegen Nordwesten. Damit sollte man auch hier noch genügend Luft haben, um bei stabilen Schneedeckenverhältnissen den Griankopf 2896m zu erreichen. Die nordexponierte Abfahrt vom Griankopf 2896m hinaus ins Rojental wird dann gerade rechtzeitig zur Abfahrtszeit am frühen Nachmittag ebenfalls aufzufirnen beginnen. Sollte man die Tour zu einem Zeitpunkt angehen, da die Schöneben Bahnen bereits geschlossen haben, muss man sich darauf einstellen nicht 1925 Höhenmeter, sondern in Summe 2260 Höhenmeter im Aufstieg zu absolvieren.
Neutour Rojen Haute Route - Sesvennagruppe!

Fr,14.03. Hochfirst 3403m - Ötztaler Alpen!

Von Obergurgl 1907m aus über den Hochfirstferner und die bis zu 45° steile Nordflanke bei idealen Bedingungen mit angeschnallten Skiern bis knapp unterhalb dem Gipfel aufgestiegen. Die letzten Meter zum Gipfel über teils vereiste Stapfspuren, beziehungsweise oberflächlich auftauenden Permafrostboden, was eigentlich die unangenehmste Stelle im gesamten Aufstieg war. Die bereits vorhandene Aufstiegsspur war ideal angelegt, Dank sei dem unbekannten Spurer! Trotz einiger bereits vorhandener Abfahrtsspuren in der 300 Höhenmeter umfassenden Nordflanke fand man hier noch ideale Abfahrtsbedingungen vor. Auch am Hochfirstferner fanden wir zunächst noch trockenen Pulverschnee vor. Die westexponierten Hänge hinunter ins Gaisbergtal verwöhnten uns hingegen mit einem perfekt auffirnendem Schmelzharschdeckel, um dann am Gaisbergferner neuerlich lockeren Pulverschnee vorzufinden. Anschließend in direkter Schussfahrt das Tal hinaus, da aus den Westflanken des Granatenkogels am Vortag bereits eine große Naßschneelawine abgegangen war. ZUsammengefasst war es ein idealer Zeitpunkt für dieses hochalpine Skitourenziel. Mitzubringen sind nebst besten Wetter- und Schneebedingungen eine ausgereifte Spitzkehrentechnik, sowie uneingeschränktes skifahrerisches Können.

Do,12.03. Überschreitung Zerzer Köpfl 2955m - Seeberkopf 2855m - Angerlikopf 2822m in den Ötztaler Alpen!

Das Langtauferertal hat ja ein nicht endend scheinendes Reservoir an Skitourenmöglichkeiten. Dabei denkt man aber zumeist an den Bereich um Melag mit seinen bekannten Tourenzielen. Auf Grund der guten Schneelage kann man aber derzeit die Tourenschätze im weniger bekannteren Bereich südlich des Weilers Kapron hinein ins Küh- und Ochsenbergtal heben. Und auch heute wurden wir wiederum nicht enttäuscht. In nordexponierten Hängen findet man nach wie vor lockeren Pulverschnee vor. Selbst am etwas bekannteren Zerzer Köpfl 2955m gab es heute noch ausreichend unverspurtes Gelände. Der Großteil der Tourengeher zieht nämlich im Ochsenbergtal in Richtung Mittereck 2908m, dem bekanntesten, aber meiner Meinung skifahrerisch nicht unbedingt lohnendsten Tourenziel. So gibt es in diesem großartigen Kessel im hinteren Ochsenbergtal immer noch ausreichend Platz für weitere Touren. Bis zum Zerzer Köpfl 2955m waren es 1200 Höhenmeter Aufstieg. Danach Abfahrt zurück in den Talboden bis zu Pt. 2300m. Von hier nochmals etwas mehr als 500 Höhenmeter Aufstieg zu den beiden Zwillingsgipfeln, dem Seeberkopf 2855m und dem Angerlikopf 2822m. Von hier folgt eine großartige Pulverabfahrt über das tolle und weitläufige, sowie noch komplett unverspurte Nordostkar direkt hinab zur Ochsenbergalm. Wer morgen nochmals eine traumhafte Pulverschneeabfahrt über 700 Höhenmeter sucht, dem kann man diesen Hang nur empfehlen. Hier ist noch Platz für zumindest weitere 30 Spuren. Allerdings aufgepasst an den sonnseitigen Hängen, die markante Tageserwärmung destabilisiert hier die Schneedecke bereits am frühen Vormittag. Die in dieser Höhenlage für diese Jahreszeit beinahe schon extreme Wärme leistet ganze Arbeit.

Mi,11.03. Hinterer Seelenkogel 3470m - Ötztaler Alpen!

Auffahrt von Obergurgl mit der Hohen Mut Bahn I und II auf eine Seehöhe von 2630m. Von hier kann man bequem, allerdings nur mit einer guten Skikante und bestem Schrägfahrkönnen, entlang den Südwesthängen aktuell am Morgen auf beinhartem Schmelzharschdeckel bis ca. Punkt 2400m ins Rotmoostal hineinqueren. Damit erspart man sich den elendslangen, flachen Hatscher durch das Tal. Alles schon gehabt, fein wenn man sich das sparen kann. Von hier ging es über knapp 1050 Höhenmeter zum Gipfel. Eine Spuranlage war vorhanden, womit das Rotmossjoch 3055m rasch und unproblematisch erreicht wurde. Über den Planferner, der sich im oberen Teil auf an die 40° aufsteilt, gelangten wir dann bei guten Bedingungen, es war ausgesprochen warm und der Schnee hier an der Südseite des Alpenhauptkamms bereits teils in Firn umgewandelt, mit zur Sicherheit angebrachten Harscheisen hinauf zum Gletscherplateau des Wasserfallferners. Von hier unschwer zum Gipfel. Die Abfahrt erfolgte nicht wie zunächst geplant über die steile Nordostflanke des Wasserfallferners hinunter ins Rotmoostal, sondern entlang der Aufstiegsspur. Der Wasserfallferner war bereits ziemlich verspurt und im oberen Bereich erwartete uns nur ein hart gepresster Windharschdeckel. Im Mittelteil wäre lockerer Pulverschnee gelegen, allerdings hat man zum Schluss nur die verspurte Steilrinne hinab in den Talboden. Im Bereich der Aufstiegsspur erwartete uns hingegen am Planferner oberhalb der Zwickauer Hütte 2980m recht gut zu fahrender Firnschnee und dann ab dem Rotmoostal zumeist lockerer Pulverschnee mit nur einzelnen, eingefügten Windharschdeckeln, welcher aber genussvoll zu fahren war. Die Spur hinaus durch das Rotmoostal war schnell, ein gut gewachster Ski ist dabei aber sicherlich kein Nachteil. Aktuell herrschen in und um Obergurgl perfekte Skitourenbedingungen vor, allerdings an den Südhängen müsste man derzeit bereits bei Sonnenaufgang wieder abfahren.

Di,11.03. Schwarzer Kopf 3002m - Ötztaler Alpen!

Vom Weiler Riegl 1680m im Langtauferertal vorbei an der Kaproner Alm 1956m über steile, aber freie Südwesthänge hinauf an den Beginn des Mutzgrates. Diese Hänge weisten einen perfekt harten Schmelzharschdeckel auf. Bei Punkt 2642m erreichten wir das Köpfl, einen vorgelagerten Gipfel, welcher den Beginn des langgezogenen Westrückens hinauf zum Hauptgipfel markiert. Für alle jene, die nur rasch eine kurze, aber schöne und steile Firntour machen wollen, ist hier Schluss. Der weitere Aufstieg erfolgte problemlos auf hartem Windharschdeckel. In Summe etwas mehr als 1200 Höhenmeter Aufstieg zum Schwarzen Kopf 3002m. Skifahrerisch Sinn macht es nur dann diesen Gipfel auf dieser Route zu besteigen, wenn man wie wir heute vor hat, über die gewaltige 800 Höhenmeter umfassende Nordflanke am Schwarzen Kopf 3002m abzufahren. Momentan bietet sich dies auf Grund des relativen Schneereichtums, sowie der günstigen Lawinensituation an. Dagegen sprechen die Schneeverwehungen in den Gipfelregionen, welche uns die ersten 100 Höhenmeter hart gepressten Windharschdeckel bescherten. Dann aber ging es im lockeren Pulverschnee bis hinab zur Waldgrenze auf ca.2200m Seehöhe. Von hier stiegen wir über gut 400 Höhenmeter zurück auf's Köpfl 2642m auf. Um 11:30 starteten wir dann den zweiten Teil der Abfahrt auf großartigem Firnschnee. 600 Höhenmeter Firnhänge vom Feinsten, keine Minute zu früh und keine Minute zu spät.

Mo,10.03. Nauderer Hennesiglspitze 3042m - Ötztaler Alpen!

Vom Weiler Grub 1841m (beim kleinen Stausee) im Langtauferertal führt ein idealer Aufstieg über 1200 Höhenmeter direkt zum Gipfel. Der lebhafte Nordostwind war zu Tagesbeginn im oberen Teil vorerst wieder ein Thema, schlief dann aber ein. Die Durchfeuchtung der Schneedecke an den Südhängen schreitet weiter stark voran, allerdings weicht der Harschdeckel mit der höher steigenden Sonne rasch auf. Leider zu rasch, sodass der Start der Abfahrt um 11:30 für den unteren, steilen, südexponierten Teil eindeutig zu spät war. Eine Lufttemperatur am Morgen um +2°C in 2000m Seehöhe ist einfach zu hoch. Man müsste eigentlich bereits mit Sonnenaufgang wieder abfahren. Für die obere Hälfte hat's zwar noch gereicht, doch ein deutlich früherer Aufbruch, sowie ein zeitigerer Abfahrtsbeginn ist derzeit unbedingt notwendig, sofern man nicht nordseitig exponierte Tourenziele ins Auge fasst. Auch bei dieser Tour kann ich mir einen Seitenhieb auf anderwertige Tourenliteratur nicht verkneifen. Die Quantität an Tourenvorschlägen kann fehlende Qualität nicht kaschieren und dies vor allem dann nicht, wenn man diese Tour selbst nicht unternommen hat und sich diese nur aus Wanderkarten zusammenreimt. Oftmals kann man sich nicht einmal sicher sein, ob sich die Autoren überhaupt jemals in dieser Region aufgehalten haben. Aber nur so ist es erklärbar, dass selbst bei einem bekannten Autor der Anstieg über die mehr als 40° steile Radurschlscharte 2870m und dann über den elendslangen, teils nur kletternd zurückzulegenden Ostgrat geführt wird, während man ohne wirklich steile Passagen vom Winkeleck her über den breiten Südrücken problemlos mit Skiern bis zum Gipfel gelangt. Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall, darum bleiben sie kritisch!

So,09.03. Breiter Grieskogel 3287m- Stubaier Alpen!

Anstieg von Niederthai 1550m durch das Larstigtal über den Larstigferner sowie die Larstigscharte. Der hier starke Nordostwind der letzten Zeit hat dem Schnee ab einer Seehöhe von 2400m doch ziemlich zugesetzt. Es entstanden stumpfe und spröde Schneeverwehungen, welche in einem steileren Kar bei größerer Mächtigkeit wohl nicht ganz ohne gewesen wären. Doch die allgemein günstige Situation, sowie die Erwärmung hat in Summe dann doch für weitgehend sichere Verhältnisse gesorgt. Zudem lies der Wind zusehends nach und schlief dann rechtzeitig zur Abfahrt zumindest einmal vorübergehend ein. Auf der Südseite der Larstigscharte, im Winnebachkar hinauf zum Breiten Grieskogel 3287m, wo sich dann die "Massen" dem Gipfel entgegen wälzten, hatte der Wind im Gipfelbereich ebenfalls ziemlich angesetzt. Der Abstieg von der Larstigscharte ins Winnebachkar war problemlos und noch mit Schnee gefüllt. Hier hat man dann natürlich bei der Abfahrt nochmals einen kleinen Gegenanstieg zu bewältigen. In Summe kommen so ca.1750 Höhenmeter Aufstieg zusammen. Der Aufstieg durch das Larstigtal ist in jedem Fall eine recht einsame, anspruchsvolle und doch sehr gut zu überblickende Variante auf den Breiten Grieskogel 3297m. In der Abfahrt waren die Schneeverhältnisse im oberen Bereich des Larstigferners skitechnisch sehr anspruchsvoll und trotzdem war es schlussendlich sehr lohnend, zumal sich die Schneeverhältnisse nach unten hin zusehends besserten. Vor allem im flachen Teil des Larstigtals ist es empfehlenswert sich im orographisch linken Talbereich abseits der Aufstiegsspur zu halten, da hier noch bis zur Waldgrenze (dort, wo der Viehzaun beginnt) trockener Pulverschnee vorzufinden ist.

Fr,07.03. Danzebell 3148m - Rote Köpfe 3148m - Ötztaler Alpen!

Neuerlich ein großartiger Skitourentag im Langtauferertal im deutlich einsameren, aber auch hochalpineren Skitourengelände des Kühtals. Ausgangspunkt war neuerlich der Hof Riegl 1680m an der orographisch linken Talseite unterhalb des Weilers Kapron. Für den Danzebell 3148m, das wohl markanteste Skitourenziel in dieser Region, werden in der Literatur Anstiege vom Ochsenbergtal, als auch vom Planeiltal aus beschrieben. Was fehlt, ist aber jener vom Kühtal aus, welcher dafür wohl den rassigsten und schönsten Anstieg darstellt. Allerdings darf man diesen Anstieg nicht gleichsetzen mit der bei manchem Autor beschriebenen Abfahrtsvariante, denn man begibt sich dabei in äußerst lawinengefährdetes Gelände. Aber auch beim Aufstieg auf die Roten Köpfe 3148m hat man keineswegs das Gefühl, dass der Autor, der diese Tour publiziert hat, schon jemals in dieser Region, geschweige denn an diesem Gipfel unterwegs war. Dies auch unter der Berücksichtigung, dass die Schneeverhältnisse natürlich von Jahr zu Jahr deutlich variieren können. Trotzdem waren dann die 1400m Aufstieg auf den Danzebell 3148m, sowie die mehr als 600 Höhenmeter Aufstieg auf die Roten Köpfe 3148m in der Form wie wir sie heute unternehmen durften, Winterbersteigen vom Feinsten. Und dazu tragen die momentan sehr günstigen Schneeverhältnisse in der Region einiges bei.

Do,06.03. Habicher Kopf 2901m - Mittereck 2908m - Ötztaler Alpen!

Vom Weiler Riegl 1680m im vorderen Langtauferertal in das langgezogene Ochsenbergtal. Die heute angepeilten Gipfel sind keine hochalpinen Ziele und es lohnt sich eben im hinteren Teil des Tals in diesem weitläufigen Kessel gleich zwei Ziele anzupeilen, zumal die Schneeverhältnisse sehr günstig waren. Allerdings hat in den Gipfelregionen der Wind der letzten Wochen ziemlich angreifen können und so muss man in die gipfelnahen Bereichen die Steine gut im Auge behalten. Trotzdem gilt hier derzeit absoluter Schneereichtum. Und wenn also die Bedingungen im oberen Gipfelbereich nicht restlos perfekt sind, so lohnt sich ein Besuch allemal. In einem schneearmen, oder auch normalen Winter wird es hier nämlich schon recht schwierig brauchbare Bedingungen vorzufinden. Aber heute war diese Wahl allemal richtig, da ab dem Reschen südwärts bereits ganztags strahlender Sonnenschein an einem wolkenlosen Himmel vorgeherrscht hat. Wird interessant, wie sich der Nordostwind in der Höhe an den kommenden Tagen südlich des Alpenhauptkamms auswirken wird.

Fr,28.02. Mitterlochspitze 3176m - Ötztaler Alpen!

Der wohl schönste, sicherste, aber auch einsamste, sowie der längste Anstieg durch das Kühtal vom Weiler Riegl 1660m im Langtauerertal aus. Über 1520 Höhenmeter in zumeist angenehmer Steigung auf den Gipfel. Bis auf einen kurzen Steilhang im Gipfelanstieg sind kaum problematischere Geländepassagen zu meistern. Ein mehr als lohnendes Tourenziel bei aktuell besten Schneeverhältnissen. Der heute untertags neuerlich stärker auflebende Südföhn beschränkte sich vor allem auf die Gipfelbereiche und hat kaum Einfluss auf die Schneedecke genommen. An steileren, direkteren Südhängen baut sich bereits bis in großere Seehöhe hinauf ein zunehmend tragfähiger Schmelzharschdeckel auf. Je nach Wetterbedingungen könnten sich schon bald erste Firntouren ankündigen.

Neutour Piz Lad 2808m - Sesvennagruppe!

Aufgenommen am 11.03.2011!
Der Piz Lad 2808m ist direkt an der viel befahrenen Reschenstraße gelegen und wird daher mittlerweile von vielen als attraktives Skitourenziel wahrgenommen. Dies äußert sich aber nicht nur in einer während der letzten Jahre stark gestiegenen Zahl an Tourengehern, sondern auch daran, dass der Gipfel nun auch gehäuft im Hochwinter aufgesucht wird. Noch vor gut 10 Jahren konnte man am Piz Lad 2808m problemlos alleine am Weg sein. Doch der Skitourenboom hat gerade hier zugeschlagen, an diesem leicht zu erreichenden und gut einzusehenden Tourenziel. Zudem präsentiert sich das Gelände bis hinauf ins Seslat, oberhalb der Reschneralm bis auf eine Seehöhe von 2400m weitgehend lawinensicher, sodass man hier auch bei weniger günstigen Lawinenverhältnissen den Aufstieg wagen kann. Und dies wird entsprechend stark in Anspruch genommen. Aber wem will man das verdenken, wenn man das herrliche, südexponierte Skiglände betrachtet. Die stark erhöhte Zahl an Tourengehern bedingt nun aber auch, dass sich Tourengeher immer früher und immer häufiger auch im Hochwinter in den durchschnittlich 30° bis 35° steilen und 400 Höhenmeter umfassenden Gipfelhang wagen. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Gipfelhang äußerst lawinengefährdet sein kann, insbesondere bei Wetterlagen mit einer westlichen bis nördlichen Windkomponente, womit sich hier massive Schneeverfrachtungen aufbauen können. Positiv wirkt sich natürlich die Südexposition aus, womit der Gipfelhang auch im Hochwinter ein höheres Energieangebot erhält und somit die Setzung der Schneedecke gefördert wird. Allerdings kann dies auch die Bildung gefährlicher Gleitschichten, wie zum Beispiel eines Firnspiegels zur Folge haben. Wird dieser von Norden kalt eingeschneit, so wird eine am Vortag noch problemlos zu machende Tour unter Umständen zur tödlichen Falle. Deshalb sollte man sich von den Spuren im Gipfelhang niemals allzu leicht verführen lassen. Am besten ist es generell ab Anfang März das Auffirnen dieser 1300 Höhenmeter umfassenden Skihänge abzuwarten, um dann bei idealen Firnbedingungen diese Skitour unbeschwert und in vollen Zügen genießen zu können. Mein Tipp ist es, den Piz Lad uneingeschränkt als Firntour zu planen, um so dem Thema Lawinengefahr weitestgehend aus dem Weg gehen zu können.
Neutour Piz Lad 2808m - Sesvennagruppe!

Di,25.02. Roter Kopf 3246m - Ötztaler Alpen!

Und weil's so schön war, gleich noch einmal ins Langtauferertal. Ein Bild sagt dabei mehr als Worte! Die Wetterbedingungen waren heute nochmals ideal, der Südwind vorerst weiterhin kein Problem. Nennenswerte Schneeverfrachtungen gab es höchstens in Kammnähe, nur stellenweise war der lockere Pulverschnee oberflächlich etwas vom Wind beeinflusst. Zumeist aber zogen wir unsere Schwünge aber wieder im lockerem Pulverschnee. Von Melag 1912m über das Langgrubkar hinauf zur Planeiler Scharte 3090m und ab Pt. 3150m die letzten Meter im Stapf unschwer zum Gipfel. Grandiose Skitour mit im Langgrubkar noch weitgehend unberührten Hängen.

Mo,24.02. Falbanairspitze 3199m - Ötztaler Alpen!

Von Melag 1912m im Langtauferertal vorbei an der Melag Alm hinauf an der Nordseite ins Rotebenkar und weiter über insgesamt knapp 1300 Höhenmeter zum Gipfel. Derzeit herrschen im Langtauferertal perfekte Tourenbedingungen vor. Nach dem heutigen Tag dürfte aber einmal das Rotebenkar ziemlich umgeackert worden sein, denn nach uns sind nochmals an die 20 Tourengeher aufgestiegen. Zwar hat der Wind bereits wieder für leichte Schneeverwehungen gesorgt, doch die Schneeoberfläche war nur im Rotebenkar abschnittsweise ein wenig davon betroffen und man musste nur ein wenig aggressiver an die Sache herangehen. Zumeist aber war der Pulverschnee makellos. Grandios war dann die weitere direkte Abfahrt vom Rotebenkar hinunter zur Melag Alm. Hier war der Schnee noch jungfräulich.

So,23.02. Drei Türme 2830m - Rätikon!

Von Latschau 1010m oberhalb von Schruns-Tschagguns über die Lindauer Hütte 1744m hinauf zu den Drei Türmen 2830m. 1830 Höhenmeter, sowie 10,5 Kilometer für die laut Internet schönste Skitour Vorarlberg, was auch nicht ganz untertrieben ist. Das traumhaft schöne Panorama zwischen Drusenfluh 2827m und Sulzfluh 2828m ist sicherlich das Schönste was der Rätikon und darüber hinaus zu bieten hat. Die Nächtigungsmöglichkeit auf der Lindauer Hütte bietet auch weniger konditionsstarken Tourengehern eine Besteigung, sodass sich die Tour an einem Wochenende wie diesem, als ziemlich überlaufen präsentiert. Trotzdem tut dies dem Reiz dieser hochalpinen Tour keinen Abbruch. Optimal wäre natürlich eine Begehung unter der Woche im Anschluss an 20cm Neuschnee.

Do, 20.02. Upiakopf 3174m - Ötztaler Alpen!

Upiakopf, wie in den Kartenwerken verzeichnet, oder Upikopf, wie am Gipfelkreuz verewigt. Egal, im Bereich Matschertal, die Standardskitour. Das ist jetzt aber nicht abfällig gemeint, sondern spiegelt viel mehr den Umstand wieder, dass im Toureneinzugsgebiet des Matschertals zumindest einmal auf der Nordseite und damit auf der schneesicheren Seite des Tales kaum ein einfacher Anstieg zu finden ist. Der Upiakopf 3174m stellt dabei eher die Ausnahme dar und trotzdem ist das keine x-beliebige Skitour, sondern durchaus ein hochalpines Unternehmen. Bis zum Gipfelhang ist man relativ sicher unterwegs. Das Gelände ist weitläufig, eher flach und schön kupiert. Der 500 Höhenmeter umfassende und bis zu 35° steile Gipfelhang ist dann allerdings nicht zu unterschätzen. Wir hatten heute aber perfekte Bedingungen. Bedingt durch die Saharastaubablagerungen vom Dienstag dieser Woche zeigte sich die Schneedecke generell gut gesetzt, insbesondere aber am südexponierten Gipfelhang. Nach knapp 1400m Aufstieg ab dem Äußeren Glieshof konnten die 5 bis 10cm Pulverschneeauflage somit optimal genossen werden.

Neutour Elferspitze 2926m - Sesvennagruppe!

Aufgenommen am 05.04.2011!
Die Elferspitze 2926m ist im Rojental der am stärksten dem Wind ausgesetzte Gipfel. Wind aus allen Richtungen kann an diesem recht isoliert dastehenden Gipfel hemmungslos angreifen. Dementsprechend präsentiert sich die Schneedecke zumeist stark vom Wind beeinflusst und dementsprechend heimtückisch kann sich hier die Lawinensituation präsentieren. Der Aufstieg selbst führt nach der Bergstation des Sesselliftes in angenehmer Steigung gegen Süden in eine flache Einsattelung. Man gelangt unproblematisch zum etwas steileren Schlussanstieg am Nordostrücken, über den wir schlussendlich zum Gipfel gelangen. Zu beachten sind allerdings die steilen Nordostflanken an der Elferspitze 2926m, sowie am Zwölferkopf 2783m, welche die Normalroute bedrohen. Insbesondere nach Südwetterlagen mit starkem Schneefall und starkem Südföhn kann es hier leicht auch zu Selbstauslösungen von Lawinen kommen, welche die Normalroute bedrohen. Ein Lawinenereignis mit Todesfolge in den letzten Jahren unterstreicht diese Problematik. Man muss also erst gar nicht die steile Abfahrtsvariante an der Nordflanke der Elferspitze 2926m wählen, um sich im lawinengefährdeten Gelände zu bewegen. Die an der Elferspitze 2926m zumeist stark vom Wind beeinflusste Schneedecke lässt das Frühjahr bei sicheren Firnverhältnissen sicherlich die als die am besten geeignete Zeit erscheinen. Wem die 1000 Höhenmeter zu viel sind, der kann die ersten 400 Höhenmeter ab 08:30 auch mit dem Sessellift zurücklegen. Es gibt speziell für Tourengeher eine günstige Bergfahrt.
Neutour Elferspitze 2926m - Sesvennagruppe!

Di,18.02. Griankopf 2896m - Sesvennagruppe!

Die Situation im Rojen präsentiert sich tief winterlich. Die Schneelage ist ausgezeichnet. Allerdings ist die Schneedecke, umso höher man gelangt, umso stärker vom Wind beeinflusst. Die klassischen Touren sind stark frequentiert und es werden trotz anhaltender Lawinenwarnstufe 3 ziemlich ungeniert die nordexponierten, eingewehten Hanglagen begangen und befahren. Von Vorteil ist sicherlich, dass diese Bereiche in letzter Zeit trotz der Lawinensituation wiederholt angegangen wurden. Doch die Situation stellt sich tatsächlich viel differenzierter und damit durchaus auch heimtückisch dar. Bestimmte, nordexponierte Hänge präsentieren sich trotz der permanenten Südanströmung ausgeblasen und der verbleibende Schnee als weitgehend kompakter Windharschdeckel. In diesem Fall ist das dann ein perfekter Untergrund mit 20cm Pulverauflage. Doch gleich daneben haben sich nordexponierte Hänge aber auch in Form großer Schneebretter und Lockerschneelawinen großflächig entladen. Es war deshalb durchaus verwunderlich, dass verschiedene Gruppen über die südlich der Grianplatte gelegenen, nordostexponierten Kare, bzw. Rinnen aufgestiegen sind. Wir wählten die wesentlich unproblematischere Variante über die Grianplatte hinauf zum Grat und erreichten dann über die Nordschulter den Gipfel. Für die Abfahrt wählten wir dann aber auch die direkt vom Gipfel gegen Nordosten abfallende bis zu 40° steile Nordostrinne, die vom Gipfel mehr als 400 Höhenmeter in einem Stück nach unten abfällt. Allerdings hätte sich dieser Hang, wäre dieser heute problematisch gewesen, wohl bereits beim Aufstieg einer Gruppe bei einer der zig Spitzkehren entladen. So aber zeigt sich in der Abfahrt, dass dieser Hang durch den Wind und natürlich auch zufolge den wiederholt hohen Temperaturen in seiner Stabilität eher profitiert hat. Aber das kann nach dem heute neuerlich auflebenden Südföhn und den angekündigten Schneefällen morgen schon wieder alles ganz anders aussehen. Grundsätzlich schadet zumindest einmal im Aufstieg ein gewisses defensives Verhalten derzeit sicherlich nicht.

Neutour Spi da Russenna 2741m - Sesvennagruppe!

Aufgenommen am 15.01.2010!
Im Grunde genommen ist der Spi da Russenna ein langgezogener, breiter Gratrücken mit mehreren Teilgipfeln, die um 2700m hoch sind. Der Spi da Russenna 2741m – Hauptgipfel steht dabei eindeutig im Schatten des nur 30 Metern höheren Äußeren Nockenkopfs 2770m. Dies mag sicherlich daran liegen, dass vom Tal aus kein eindeutiger Gipfel auszumachen ist, den man als Tourenziel „vermarkten“ könnte. Trotzdem macht dieses schöne Tourenziel diesen Makel bei weitem wett, zumal das schön kupierte Gelände einen relativ sicheren Aufstieg ermöglicht. Demgegenüber kann sich der Gipfelhang am Äußeren Nockenkopf 2770m deutlich problematischer präsentieren. Somit bietet sich der Spi da Russenna 2741m bei unsicheren Lawinenverhältnissen durchaus als mögliches Ausweichziel an. Bei nördlicher Anströmung sind aber natürlich auch die Südhänge der Spi da Russenna 2741m von Norden her möglicherweise ungünstig eingeweht. Idealerweise wählt man bei der Abfahrt nach dem schön kupierten Gelände des Gipfelaufbaus sogleich die direkt Abfahrt nach Südosten über die nun folgenden weitläufigen Almböden. Dabei münden diese aber schon bald in einen breiten und stellenweise auch steilen Graben, welcher direkt zum Weiler Rojen ausläuft und weiterhin eine tolle Abfahrt verspricht.
Neutour Spi da Russenna 2741m - Sesvennagruppe!

Neutour Petersenspitze 3472m Überschreitung - Ötztaler Alpen!

Aufgenommen am 09.04.2011!
Die Petersenspitze 3472m steht so wie die Taschachwand 3354m ganz im Schatten des höchsten Berges Tirols, der Wildspitze 3768m, aber auch der wesentlich markanteren Gebirgserscheinung, nämlich dem Hinteren Brochkogel 3625m. Petersenspitze 3472m und Taschwachwand 3354m sind beides unscheinbare Gipfelziele, die zumeist nur von „Gipfelsammlern“ angepeilt werden. Für die Taschachwand 3354m mag dieser etwas geringschätzende Umstand eher noch gerechtfertigt sein, für die Petersenspitze 3472m gilt dies hingegen nur stark eingeschränkt. Die Petersenspitze 3472m kann nämlich in eine sehr anspruchsvolle Überschreitung eingebunden werden. Die Normalroute stellt dabei den einfachsten Streckenverlauf unter Einbeziehung des Brochkogeljochs 3423m und des Taschachjochs 3236m dar. Skitechnisch wesentlich anspruchsvoller präsentiert sich die Steilabfahrt über die Südflanke der Petersenspitze 3472m, über die man direkt auf den Vernagtferner ohne den Umweg Brochkogeljoch 3423m gelangt. Das alpine Highlight ist aber sicherlich die Überschreitung des teils sehr ausgesetzten Westgrates über das Taschach Hochjoch 3356m und weiter zum westlichen Teil des Taschachferners ohne dabei das Taschachjoch 3263m zu berühren. Die erste Auffahrt mit dem Gletscherexpress kann im Hochwinter um 08:30 erfolgen. Im Frühjahr fährt die erste Bahn bereits um 08:00 ab. Von der Bergstation hat man zunächst eine kurze Abfahrt hinunter zur Talstation der Mittelbergbahn 2685m. Die Bergstation liegt auf 3290m. Von hier erfolgt die nächste Abfahrt über das Mittelbergjoch (3166m) hinunter auf den Taschachferner. Auf einer Seehöhe von ca.3100m beginnt nun der eigentliche Aufstieg. Die Gletscherspalten sind hier im oberen Teil des Taschachferners im Auge zu behalten, doch sind diese leicht zu erkennen. In angenehmer Steigung erreicht man nach gut einer Stunde Aufstiegszeit die Gletscherkuppe der Petersenspitze 3472m. Für die nun folgende Abfahrt über das bis zu 40° steile Gelände südlich des Brockogeljochs 3423m braucht es sehr sichere Skifahrer, da am frühen Vormittag der Firnschnee noch meist pickelhart gefroren ist und man so ziemlich durchgebeutelt wird. Ein Sturz würde hier ganz sicher fatale Folgen nach sich ziehen. Über den weitläufigen und nicht allzu steilen Vernagtferner setzt sich dann die Abfahrt recht unproblematisch bis zu Pt. 3040m fort. Ab hier beginnt nun der ca. 1,5 Kilometer lange Anstieg hinauf zum Taschachjoch 3263m. Von hier geht es auf den westlichen Teil des Taschachferners und weiter zum Urkundsattel 3060m, von wo man auf den Sexegertenferner abfährt und hinunter in das Tal des Sexegertenbaches gelangt. Unterhalb des Taschachhauses 2434m muss man dann mehrmals das Bachbett überqueren. In jedem Fall bleibt man außerhalb der gewaltigen 1850er-Seitenmoräne des Taschachferners. Erst dort, wo der Sexegertenbach die Moräne durchbrochen hat, gelangen auch wir ins Taschachtal und rüsten uns für den nun noch folgenden langen und unsere langlauftechnischen Qualitäten fordernden Weg hinaus zur Talstation der Pitztaler Gletscherbahnen.
Neutour Petersenspitze 3472m Überschreitung - Ötztaler Alpen!

Neutour Hinterer Brochkogel 3625m Überschreitung - Ötztaler Alpen!

Aufgenommen am 07.05.2011!
Der Hintere Brochkogel 3625m steht ganz eindeutig im Schatten des höchsten Berges Tirols, der Wildspitze 3768m. Aber wohl nicht nur weil er ca. 150 Höhenmeter niedriger ist, sondern weil er vom Taschachferner aus sowohl über den Südostgrat (Normalroute), als auch über den Nordgrat, oder auch die Nordflanke das durchaus anspruchsvollere alpine Ziel darstellt und somit deutlich mehr alpine Erfahrung, sowie Trittsicherheit erfordert als die Wildspitze 3768m über den Normalweg. Die erste Auffahrt mit dem Gletscherexpress kann im Hochwinter um 08:30 erfolgen. Im Frühjahr fährt die erste Bahn bereits um 08:00 ab. Von der Bergstation hat man zunächst eine kurze Abfahrt hinunter zur Talstation der Mittelbergbahn 2685m. Die Bergstation liegt auf 3290m. Von hier erfolgt die nächste Abfahrt über das Mittelbergjoch (3166m) hinunter auf den Taschachferner. Auf einer Seehöhe von ca.3100m beginnt nun der eigentliche Aufstieg. Die Gletscherspalten sind hier im oberen Teil des Taschachferners im Auge zu behalten, doch sind diese leicht zu erkennen. Bei guten Sichtverhältnissen kann man diesen problemlos ausweichen. Außerdem ist durch die große Zahl der Tourengeher der Aufstieg zumeist recht eindeutig vorgegeben. Beim Start ist jedoch zu beachten, dass man von den Eisbrüchen an der Nordabdachung der Wildspitze 3768m entsprechend Abstand halten sollte. Abgegangene Eislawinen künden davon, dass der Gletscher ständig in Bewegung ist. In flachem Anstieg geht es nun über den Gletscher in einer weiten Schleife, an den Fuß des Hinteren Brochkogels 3625m. Unterhalb der Ostflanke in entsprechendem Sicherheitsabstand quert man in Richtung Süden auf das Mitterkarjoch 3470m zu. Etwas östlich des Jochs steuert man über einen recht steilen Hang hinweg auf den Beginn des Südostgrates zu. Spätestens bei Pt.3540m muss man die Ski abschnallen und zu schultern beginnen. Der Südostgrat verläuft abschnittsweise sehr ausgesetzt. Nennenswerte klettertechnische Schwierigkeiten sind nicht dabei. Allerdings sind alpine Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt. Bei guten Verhältnissen, sprich ausreichender Schneelage und auffirnendem Schmelzharsch an der Südflanke des Hinteren Brochkogels 3625m kann man direkt vom Gipfel auf den Vernagtferner abfahren. Es können aber auch die Verhältnisse ungünstiger ausfallen, sodass man den bis zu 40° steilen oberen Teil der Südflanke absteigen muss. In diesem Fall können unter Umständen Steigeisen und ein Eispickel wertvolle Dienste leisten. Die weitere Abfahrt über den Vernagtferner ist dann problemlos. Bei Pt.3040m fellt man neuerlich auf und steigt in angenehmer Steigung unschwer in Richtung Taschachjoch 3236m auf. Von hier geht es auf den Sexegertenferner und weiter zum Urkundsattel 3060m. Der Übergang über das Taschachjoch 3236m stellt keine alpine Herausforderung und ist auch lawinentechnisch bei günstigen Verhältnissen gut einzuschätzen. Nur die Spaltengefahr ist am Sexegertenferner stark zu berücksichtigen. Vom Urkundsattel 3060m zweigt man nun mehr auf einen Seitenarm des Taschachferners ab, welcher allerdings mittlerweile mit dem Hauptgletscher keine Verbindung mehr hat. Diese Abfahrt erfolgt im großteils 30° bis 40° geneigten Gletschergelände, welches zudem sehr spaltenreich ist. Am besten hält man sich dabei im orographisch ganz linken Teil des Gletschers. Diese Abfahrt ist nochmals ein Hochgenuss. Im Bereich des Taschachbruches (zwischen 2500m und 2700m), welcher während der letzten Jahre im Zuge des Gletscherrückzuges deutlich an Gefährlichkeit eingebüßt hat, erreichen wir den Hauptgletscher, wobei hier die Befahrung des Gletschers noch einmal höchste Vorsicht erfordert. Vor allem bei Schlechtwetter und bei geringer Schneelage kann die Spaltengefahr doch auch zum massiven Problem werden. Im Zuge des langgezogenen Taschachtales hat man nun in der Folge auf gut 5,5 Kilometern Länge zahlreiche Lawinenstriche zu passieren. Es ist somit von großem Vorteil, wenn sich die Lawinenstriche bereits im Vorfeld der Tour ausreichend entladen haben.
Neutour Hinterer Brochkogel 3625m Überschreitung - Ötztaler Alpen!

Neutour Hochvernagtspitze 3535m Überschreitung - Ötztaler Alpen!

Aufgenommen am 23.04.2011!
Die Pitztaler Gletscherbahnen bieten dem Tourengeher die angenehme Möglichkeit die zahlreichen hochalpinen Tourenziele im hinteren Taschachtal, aber auch jene im Einzugsbereich des Vernagtferners im Zuge einer Tagestour zu erreichen. Doch von dieser Möglichkeit machen nur die wenigsten Tourengeher Gebrauch. Während sich an einem schönen Frühjahrstag oft hundert und mehr Tourengeher in Richtung Wildspitze 3768m wälzen, werden die anderen, sehr reizvollen Tourenziele zumeist links liegen gelassen. Denjenigen, der die Wildspitze 3768m links liegen lässt, kann dies aber umso mehr freuen, da er sich diese großartigen Skiberge meist nur mit wenigen anderen Gleichgesinnten teilen muss. Die Überschreitung der Hochvernagtspitze 3535m ist eines dieser grandiosen Ziele, für die aber wie für alle diese Ziele gilt, es sind Frühjahrstouren, die nur bei sehr guten Schneeverhältnissen, am besten bei Firn, sowie sehr sicheren Lawinenverhältnissen angegangen werden sollten. Für die Überschreitung der Hochvernagtspitze 3535m gilt dies umso mehr, da man hier insgesamt an die 25 Kilometer zurücklegt und man immer wieder in Hänge verschiedenster Exposition einfährt, durch die man vorher nicht aufgestiegen ist und somit keine Erkenntnisse besitzt, wie die lokalen Verhältnisse tatsächlich aussehen. Bei dieser großen, hochalpinen Skitourenüberschreitung muss man insgesamt dreimal Auffellen, sprich hat in Summe 3 Anstiege und vier Abfahrten zu bewältigen. Nachdem man mit Hilfe der Gletscherbahnen das Mittelbergjoch 3166m erreicht hat und auf den Taschachferner abgefahren ist, beginnt der erste Anstieg hinauf zum Brochkogeljoch 3423m. In angenehmer Steigung kommt man dort nach gut einer Stunde Aufstiegszeit dort an. Für die nun folgende Abfahrt über bis zu 40° steiles Gelände braucht es sehr sichere Skifahrer, da am frühen Vormittag der Firnschnee noch meist pickelhart gefroren ist und man so ziemlich durchgebeutelt wird. Ein Sturz würde hier ganz sicher fatale Folgen nach sich ziehen. Über den dann weitläufigen und nicht allzu steilen Vernagtferner setzt sich dann die Abfahrt recht unproblematisch bis zu Pt. 2950m fort. Ab hier beginnt dann der ca. 3 Kilometer lange Anstieg zu unserem Tourenziel, der Hochvernagspitze 3535m. Über die weitläufigen und schön geneigten Gletscherhänge des Vernagtferners geht es unschwer in Richtung Gipfelhang. Je nach Schneeverhältnissen gelangt man zumeist mit angeschnallten Ski bis zum Gipfelaufschwung, welcher weniger alpine Technik, denn mehr Schwindelfreiheit verlangt. Bei günstigen Verhältnissen kann man sogleich über den mehr als 40° steilen Gipfelhang auf den Vernagtferner abfahren und gelangt über herrliches Skigelände bis zu Pt. 3260m. Von hier geht es gerade einmal in 20 Minuten über 50 Höhenmeter zum Sexegertenjoch 3303m. Dessen Überschreitung erfordert keinerlei technische Fertigkeiten, nur eben die Schnee- und Lawinenverhältnisse müssen in Ordnung sein. Von hier könnte man nun noch rasch auf die Südliche Sexegertenspitze 3424m aufsteigen, oder man startet gleich die letzte Abfahrt über 1600 Höhenmeter hinunter ins Taschachtal. Dabei legt sich der obere steile Teil des Sexegertenferners im Bereich des Sexegertenjochs rasch zurück. Allerdings weist der Sexegertenferner im weiteren Verlauf der Abfahrt noch einige steile und sehr spaltenreiche Passagen auf. Unterhalb des Taschachhauses 2434m muss man dann mehrmals das Bachbett überqueren. In jedem Fall bleibt man außerhalb der gewaltigen 1850er-Seitenmoräne des Taschachferners. Erst dort, wo der Sexegertenbach die Moräne durchbrochen hat, gelangen auch wir ins Taschachtal und rüsten uns für den nun noch folgenden langen und unsere langlauftechnischen Qualitäten fordernden Weg hinaus zur Talstation der Pitztaler Gletscherbahnen.
Neutour Hochvernagtspitze 3535m Überschreitung - Ötztaler Alpen!

Do,06.02. Breite Krone 3079m - Silvretta!

Skitour als Marathon. Bei der aktuellen Lawinensituation und den Schneeverhältnissen nördlich des Alpenhauptkamms momentan durchaus eine Option. Von Ischgl durchs Fimbatal über 38km hin und retour. Dazu 1750 Höhenmeter Aufstieg. Viele Tourenziele, die man bei Lawinenwarnstufe 3 relativ sicher machen kann, gibt es grundsätzlich wenige und insbesondere bei der momentanen Schneelage, bei der man nördlich des Inn ins Hochgebirge ausweichen muss, ist die Situation noch schwieriger. Im Fimba und insbesondere ab der Heidelberger Hütte 2264m ist die Schneedecke und die Schneeverteilung extrem stark vom Wind beeinflusst, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Zudem ist heute der Südföhn bereits wieder stark angefahren. Morgen wird's so richtig stürmisch. Also keine Änderung bis über das Wochenende hinaus.

Neutour Hinterer Brochkogel 3625m - Ötztaler Alpen!

Der Hintere Brochkogel 3625m steht ganz eindeutig im Schatten des höchsten Berges Tirols, der Wildspitze 3768m. Aber wohl nicht nur weil er ca. 150 Höhenmeter niedriger ist, sondern weil er vom Taschachferner aus sowohl über den Südostgrat (Normalroute), als auch über den Nordgrat, oder auch die Nordflanke das durchaus anspruchsvollere alpine Ziel darstellt und somit deutlich mehr alpinere Erfahrung, sowie Trittsicherheit erfordert als die Besteigung der Wildspitze 3768m über den Normalweg. Die erste Auffahrt mit dem Gletscherexpress kann im Hochwinter um 08:30 erfolgen. Im Frühjahr fährt die erste Bahn bereits um 08:00 ab. Von der Bergstation hat man zunächst eine kurze Abfahrt hinunter zur Talstation der Mittelbergbahn 2685m. Die Bergstation liegt auf 3290m. Von hier erfolgt die nächste Abfahrt über das Mittelbergjoch (3166m) hinunter auf den Taschachferner. Auf einer Seehöhe von ca.3100m beginnt nun der eigentliche Aufstieg. Die Gletscherspalten sind hier im oberen Teil des Taschachferners im Auge zu behalten, doch sind diese leicht zu erkennen. Bei guten Sichtverhältnissen kann man diesen problemlos ausweichen. Außerdem ist durch die große Zahl der Tourengeher der Aufstieg recht eindeutig vorgegeben. Beim Start ist jedoch zu beachten, dass man von den Eisbrüchen an der Nordabdachung der Wildspitze 3768m entsprechenden Abstand halten sollte. Abgegangene Eislawinen künden davon, dass der Gletscher ständig in Bewegung ist. In flachem Anstieg geht es nun über den Gletscher in einer weiten Schleife, an den Fuß des Hinteren Brochkogels 3625m. Unterhalb der Ostflanke in entsprechendem Sicherheitsabstand quert man in Richtung Süden auf das Mitterkarjoch 3470m zu. Etwas östlich des Jochs steuert man über einen recht steilen Hang hinweg auf den Beginn des Südostgrates zu. Bei Pt.3540m ist spätestens das Skidepot anzulegen. Die Ski nimmt man auf den Gipfel nur dann mit, wenn vor hat über die Südflanke auf den Vernagtferner abzufahren. Der Südostgrat verläuft abschnittsweise sehr ausgesetzt. Nennenswerte klettertechnische Schwierigkeiten sind nicht dabei. Allerdings sind alpine Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sehr gefragt. Der Abstieg erfolgt zurück über den Südostgrat, die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur. Richtig lohnend wird die Abfahrt allerdings erst, wenn man die Abfahrt über den Taschachferner hinunter ins Taschachtal fortsetzt. Aber es ist natürlich auch möglich nach kurzem Gegenanstieg auf das Mittelbergjoch 3166m zurück ins Gletscherskigebiet zu gelangen und die Talfahrt mit dem Gletscherexpress vorzunehmen, beziehungsweise über den „Notweg“ am Zungenende des Mittelbergferners das Tal zu erreichen. Die klassische Abfahrtsvariante erfolgt jedoch über den Taschachferner. Zunächst präsentiert sich die Abfahrt am Fuße der Taschachwand recht problemlos. Spalten sind kaum ein Thema. Erst im Bereich des Taschachbruches (zwischen 2500m und 2700m), welcher während der letzten Jahre im Zuge des Gletscherrückzuges deutlich an Gefährlichkeit eingebüßt hat, erfordert die Befahrung des Gletschers noch einmal höchste Vorsicht. Vor allem bei Schlechtwetter und bei geringer Schneelage kann die Spaltengefahr doch auch zum massiven Problem werden. Im Zuge des langgezogenen Taschachtales hat man nun in der Folge auf gut 5,5 Kilometern Länge zahlreiche Lawinenstriche zu passieren. Es ist somit von großem Vorteil, wenn sich die Lawinenstriche bereits im Vorfeld der Tour ausreichend entladen haben.
Neutour Hinterer Brochkogel 3625m - Ötztaler Alpen!

Nördliche Sexegertenspitze 3348m - Ötztaler Alpen!

Die Pitztaler Gletscherbahnen bieten dem Tourengeher die angenehme Möglichkeit die zahlreichen hochalpinen Tourenziele im hinteren Taschachtal im Zuge einer Tagestour zu erreichen. Doch von dieser Möglichkeit machen nur die wenigsten Tourengeher Gebrauch. Während sich an einem schönen Frühjahrstag oft hundert und mehr Tourengeher in Richtung Wildspitze 3768m wälzen, werden die anderen, sehr reizvollen Tourenziele zumeist links liegen gelassen. Denjenigen, der die Wildspitze 3768m links liegen lässt, kann dies aber umso mehr freuen, da er sich diese großartigen Skiberge meist nur mit wenigen anderen Gleichgesinnten teilen muss. Die Nördliche Sexegertenspitze 3348m im Taschach ist eines dieser grandiosen Ziele, für die aber wie für alle diese Ziele gilt, es sind Frühjahrstouren, die nur bei sehr guten Schneeverhältnissen, am besten bei Firn, sowie sehr sicheren Lawinenverhältnissen angegangen werden sollten. Nachdem man mit Hilfe der Gletscherbahnen das Mittelbergjoch 3166m erreicht hat, beginnt die erste, große Abfahrt über den Taschachferner hinunter zum Taschachhaus 2434m. Dabei hält man sich an die Normalroute, wobei wichtig ist, dass der Ferner gut eingeschneit ist, was ja auch im Frühjahr normalerweise der Fall sein wird, zumal dieser in diesem Abschnitt sehr spaltenreich ist. Noch oberhalb des zunehmend nur noch bruchstückhaft vorhandenen Taschachbruchs wechselt man vom Eis auf die orographisch linke Seitenmoräne. Diese leitet einen bis zu Pt. 2370m, ab dem der Aufstieg vorbei am Taschachhaus 2434m hinein in das Tal des Sexegertenferners beginnt. Auch der Sexegertenferner befindet sich wegen des globalen Temperaturanstiegs auf dem Rückzug, sodass wir erst auf einer Seehöhe von ca. 2700m in die Nähe der Gletscherzunge kommen. Dabei halten wir uns an die orographisch rechte Seite des Ferners zwischen Seitenmoräne und der Nordwand der Pitztaler Urkund 3201m und folgen dem Sommerweg über den Gletscher hinauf in das erste flachere Gletscherbecken. Ab hier geht es hinauf in das nächst höher gelegene Firnbecken, wobei der massive Gletscherbruch in Aufstiegsrichtung gesehen möglichst weit links zu umgehen ist. Im Frühjahr bei ausreichender Schneelage sollten die Gletscherspalten ausreichend mit Schnee gefüllt und damit unproblematisch zu begehen sein. Der letzte Teil des Aufstiegs im obersten Firnbecken weist kaum noch Schwierigkeiten auf. Der noch einmal etwas steilere Gipfelhang wird über die felsige Ostschulter umgangen. Was nun folgt ist eine großartige Abfahrt in hochalpiner Umgebung hinunter zum Sexegertenbach und hinaus ins Taschach. Bis hinunter zum Sexegertenbach muss man sich dabei auf Grund der Spaltengefahr möglichst eng an den Bereich der Aufstiegsspur halten. Unterhalb des Taschachhauses 2434m muss man dann mehrmals das Bachbett überqueren. In jedem Fall bleibt man außerhalb der gewaltigen 1850er-Seitenmoräne des Taschachferners. Erst dort, wo der Sexegertenbach die Moräne durchbrochen hat, gelangen auch wir ins Taschachtal und rüsten uns für den nun noch folgenden langen und unsere langlauftechnischen Qualitäten fordernden Weg hinaus zur Talstation der Pitztaler Gletscherbahnen.
Nördliche Sexegertenspitze 3348m - Ötztaler Alpen!

Südliche Sexegertenspitze 3424m - Ötztaler Alpen!

Die Pitztaler Gletscherbahnen bieten dem Tourengeher die angenehme Möglichkeit die zahlreichen hochalpinen Tourenziele im hinteren Taschachtal im Zuge einer Tagestour zu erreichen. Doch von dieser Möglichkeit machen nur die wenigsten Tourengeher Gebrauch. Während sich an einem schönen Frühjahrstag oft hundert und mehr Tourengeher in Richtung Wildspitze 3768m wälzen, werden die anderen, sehr reizvollen Tourenziele zumeist links liegen gelassen. Denjenigen, der die Wildspitze 3768m links liegen lässt, kann dies aber umso mehr freuen, da er sich diese großartigen Skiberge meist nur mit wenigen anderen Gleichgesinnten teilen muss. Die Südliche Sexegertenspitze 3424m im Taschach ist eines dieser grandiosen Ziele, für die aber wie für alle diese Ziele gilt, es sind Frühjahrstouren, die nur bei sehr guten Schneeverhältnissen, am besten bei Firn, sowie sehr sicheren Lawinenverhältnissen angegangen werden sollten. Nachdem man mit Hilfe der Gletscherbahnen das Mittelbergjoch 3166m erreicht hat, beginnt die erste, große Abfahrt über den Taschachferner hinunter zum Taschachhaus 2434m. Dabei hält man sich an die Normalroute, wobei wichtig ist, dass der Ferner gut eingeschneit ist, was ja auch im Frühjahr normalerweise der Fall sein wird, zumal dieser in diesem Abschnitt sehr spaltenreich ist. Noch oberhalb des zunehmend nur noch bruchstückhaft vorhandenen Taschachbruchs wechselt man vom Eis auf die orographisch linke Seitenmoräne. Diese leitet einen bis zu Pt. 2370m, ab dem der Aufstieg vorbei am Taschachhaus 2434m hinein in das Tal des Sexegertenferners beginnt. Auch der Sexegertenferner befindet sich wegen des globalen Temperaturanstiegs auf dem Rückzug, sodass wir erst auf einer Seehöhe von ca. 2700m in die Nähe der Gletscherzunge kommen. Dabei halten wir uns an die orographisch rechte Seite des Ferners zwischen Seitenmoräne und der Nordwand der Pitztaler Urkund 3201m und folgen dem Sommerweg über den Gletscher hinauf in das erste flachere Gletscherbecken. Ab hier geht es hinauf in das nächst höher gelegene Firnbecken, wobei der massive Gletscherbruch in Aufstiegsrichtung gesehen möglichst weit links zu umgehen ist. Im Frühjahr bei ausreichender Schneelage sollten die Gletscherspalten ausreichend mit Schnee gefüllt und damit unproblematisch zu begehen sein. Bei Pt.3150m zweigen wir in südliche Richtung ab und lassen die Nördliche Sexegertenspitze 3348m links liegen. Wir überwinden eine weitere Steilstufe und ziehen dann unterhalb des Sexegertenjochs 3303m gegen Westen in das flache Gipfelfirnbecken über das wir unschwer den Gipfel erreichen. Was nun folgt ist eine großartige Abfahrt in hochalpiner Umgebung hinunter zum Sexegertenbach und hinaus ins Taschach. Bis hinunter zum Sexegertenbach muss man sich dabei auf Grund der Spaltengefahr möglichst eng an den Bereich der Aufstiegsspur halten. Unterhalb des Taschachhauses 2434m muss man dann mehrmals das Bachbett überqueren. In jedem Fall bleibt man außerhalb der gewaltigen 1850er-Seitenmoräne des Taschachferners. Erst dort, wo der Sexegertenbach die Moräne durchbrochen hat, gelangen auch wir ins Taschachtal und rüsten uns für den nun noch folgenden langen und unsere langlauftechnischen Qualitäten fordernden Weg hinaus zur Talstation der Pitztaler Gletscherbahnen.
Südliche Sexegertenspitze 3424m - Ötztaler Alpen!

Sa,25.01. Piz Dora 2953m - Piz Turettas 2958m!

Ein neuerlich ausgiebiger Skitourentag in den nordwestlichen Ausläufern der Ortlergruppe vom Münstertal aus. Der Aufstieg erfolgte diesmal von Fuldera Daint 1635m aus. Es ist dies sicherlich der schönere, dafür aber weitere Aufstieg zu den beiden Skibergen. Im Vergleich zu unserem letzten Besuch vor 14 Tagen kam noch einmal Neuschnee hinzu, die Lawinenwarnstufe bleib allerdings bei 3. Wobei sich die Lawinenverhältnisse hier doch weiterhin deutlich günstiger präsentieren als wie zuletzt im Oberengadin. Nach der Abfahrt vom Piz Dora 2953m hinunter in Richtung Tschierv bis zu Pt.1866m wurde der Piz Turettas 2958m bestiegen. Diesmal scheiterten wir nicht an den letzten 50 Metern. Allerdings fiel uns durch die erfolgreiche Begehung einer vor uns befindlichen Tourengruppe die Entscheidung diesmal auch deutlich leichter. In Summe kamen 2500 Höhenmeter Aufstieg und ebenso viele Abfahrtsmeter in herrlichstem Pulverschnee zustande.

Neutour Kälberberg 2736m - Sesvennagruppe!

Der unbedeutende Gipfel ist nicht nur ein Ausweichziel im Schliniger Tal, wenn hochalpinere und lawinengefährdetere Ziele wie Piz Sesvenna 3205m oder die Rasassspitze 2941m nicht möglich sind, sondern für sich alleinstehend ein lohnendes Tourenziel. Natürlich wird der weitgehend lawinensichere Anstieg für viele die größte Motivation sein, dieses Skitourenziel anzupeilen. Aber Almwiesen und offene Waldschneisen in windgeschützter Schattenlage sorgen unterhalb des Südostrückens auch zumeist für gute Schneeverhältnisse. Dabei gibt es aber doch eine kritische Stelle zu beachten, welche sich im Übergang von den flachen Almböden im Bereich der Kälberalm 2736m hinauf zum Beginn des breiten Südostrückens befindet. Hier steilt sich das Gelände kurzzeitig auf 30° bis 35° auf. Insbesondere nach Wetterlagen mit starkem Südwind kann dieser Hang stärker mit Schnee eingeweht sein, womit sich hier doch auch leicht potentielle Schneebretter aufbauen können.
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Mi,22.01. Piz Arpiglia 2765m - Livigno Alpen!

Im Oberengadin herrscht tiefster Winter vor. Mehr als ein halber Meter Schnee im Tal sorgt vom Start weg für beste Tourenbedingungen. Die Schneesuche ist hier kein Thema, dafür ist die allgemeine Lawinenwarnstufe 3 des SLF überaus gerechtfertigt. Die Schneedecke ist oberhalb der Waldgrenze stark vom Wind beeinflusst, kleinere Selbstauslösungen von Lawinen in der Umgebung unterstreichen diesen Eindruck. Hier am Piz Arpiglia 2765m kann man jedoch auch bei Lawinenwarnstufe 3 die Übersicht gut bewahren und eine weitgehend sichere Route im Aufstieg, als auch in der Abfahrt wählen. Von Zuoz 1670m (Parkplatz Resgia beim Golfplatz) geht es bis Pt.2300m über eine breite Waldschneise hinauf. Bis zu einem Plateaurücken ist der Aufstieg absolut unproblematisch. Dann beginnt ein breiter, nicht allzu steiler Gratrücken, der aktuell stark abgeweht ist, sodass hier nur noch ein stabiler, harter Windharschdeckel anzutreffen ist. Über diesen gelangt man die letzten 450 Höhenmeter neuerlich problemlos zum Gipfel. Die Abfahrt folgt der Aufstiegsspur. Die Tour wird ziemlich stark frequentiert, da diese eine der wenigen Touren im Oberengadin ist, die auch bei Lawinenwarnstufe 3 wie derzeit, guten Gewissens angegangen werden kann. Auch wenn es nicht die restlos ungetrübte Pulverabfahrt wie zuletzt im Münstertal und im Vinschgau war, angesichts der tristen Tourenbedingungen an der Alpennordseite war es die Tour aber allemal wert.

Bergleskopf 2577m - Lechtaler Alpen!

Ein großartiges Frühjahrsskitourengebiet bietet sich dem erfahrenen und skitechnisch versierten Skibergsteiger oberhalb von Pettneu in den Lechtaler Alpen an. Über den Sommerweg hinauf zum Kaiserjochhaus 2310m ergeben sich drei recht lohnende Tourenziele, wovon eines der Bergleskopf 2577m darstellt. Für alle Tourenziele gleichsam gilt, das Kriterium schlechthin ist die steile Pleis zwischen Pt.1600m und Pt.1900m. Hier benötigt man erstens eine ausreichende Schneelage vom Hochwinter her und dann eine perfekt gesetzte und kompakte Schmelzharschdecke. Nur dann wird man bis zur Abfahrt um die Mittagszeit weitgehend sichere Lawinenverhältnisse vorfinden. In manchen Jahren, sogar während schneereicher Winter, erübrigt sich eine Planung schon von vornhinein, da sich die steilen Südhänge bei ungünstigem Schneedeckenaufbau bereits mit der ersten Erwärmung im Frühjahr entladen und so eine Skitour dann nicht mehr möglich ist. Idealer Tourenmonat ist der März, weil dann steht die Sonne bereits hoch genug, um die Schneedecke zu durchfeuchten, diese erreicht aber die steile Pleis am Vormittag erst so spät, dass man es noch leicht erwarten kann, bis auch die oberen Hänge aufzufirnen beginnen. Bei der Tour auf den Bergleskopf 2577m kommt dann noch folgender positiver Aspekt zum Tragen, dass man nämlich im vor der Sonne gut geschützten Bergle immer noch trockenen Pulverschnee vorfindet. In Summe also eine großartige Tour mit einer gewaltigen Abfahrt bei der aber die Verhältnisse in jedem Fall top sein müssen.
Bergleskopf 2577m - Lechtaler Alpen!

Neutour Tonigenkogel 3011m!

Wem das Tourengebiet der Amberger Hütte 2136m im hintersten Sulztal als Tagestour zu weit entfernt liegt, dem bietet sich im vorderen Sulztal eine reizvolle Alternative an. Der Tonigenkogel 3011m ist ein hochalpines Skitourenziel. Wer sich den steilen, lawinengefährdeten und teils ausgesetzten Schlussabschnitt erspart, der muss „nur“ entsprechend gute skitechnische und konditionelle Voraussetzungen, sowie ausreichend Erfahrung bei der Einschätzung der Lawinensituation vor Ort mitbringen. Wer aber den Gipfel erreichen will, sofern es die Lawinensituation auch zulässt, der benötigt nicht nur eine perfekte Spitzkehrentechnik in der Nordostrinne, sondern am kurzen und sehr ausgesetzten Südostgrat auch absolute Schwindelfreiheit und dies insbesondere dann, wenn wenig Schnee liegt und man somit am feinblockigen Grat auch noch im I-Schwierigkeitsgrad auf- und abklettern muss. Abgesehen vom Gipfelanstieg ist die Tour auf den Tonigenkogel 3011m über knapp mehr als 1400m Aufstieg eine tolle Skitour im idealen Skigelände. Weitläufiges, sowie recht flaches Gelände wechselt wiederholt mit anspruchsvollen, 30° bis 40° steilen, nordexponierten Hängen, die eine entsprechend kritische Beurteilung bezüglich der Lawinengefahr erfordern.
Neutour Tonigenkogel 3011m!

Mi,15.01. Piz Chavalatsch 2763m!

Was man sich nördlich des Alpenhauptkamms kaum vorstellen kann, südlich davon herrschen tief winterliche Verhältnisse vor. Dementsprechend erlebt man dort derzeit Skitourenbedingungen vom Feinsten. Nachdem das Münstertal heute infolge eines Felssturzes für uns versperrt war, wichen wir nach Stilfs aus. Vom Valatsches Hof 1720m ging es vorbei an der Stilfser Alm 2077 in tief winterlicher Landschaft über etwas mehr als 1000 Höhenmeter hinauf zum Gipfel. Im Bereich der Stilfser Alm 2077m liegt ein tolles Tourengebiet und insbesondere hinauf zum Piz Chavalatsch 2763m zeigt sich ein schön kupiertes Gelände, das auch bei einer erheblichen Lawinenwarnstufe noch einen durchaus sicheren Aufstieg, sowie eine sichere Abfahrt ermöglicht. In jedem Fall zeigt sich hier der Skitourenwinter von seiner schönsten Seite.

So,12.01. Piz Dora 2951m - Piz Turettas 2958m!

Wieder Münstertal, wieder Winter vom Feinsten. Aufstieg in Tschierv 1660m begonnen, um den Piz Dora 2951m zu besteigen. Ideale Skitour, auch bei Gefahrenstufe 3 und die hat bis heute noch im Unterengadin und im Münsteral lt. SLF vorgeherrscht. Dementsprechend frequentiert war die Tour an den vergangenen Tagen und auch heute mühten sich einige Mannen und wenige Frauen dem Gipfel zu. Von einer überlaufenen Tour, zumal anderswo kaum Schnee vorhanden ist, konnte hier trotzdem in keinster Weise gesprochen werden. Trotzdem wählten wir vom Piz Dora 2951m nicht die Normalroute als Abfahrt, sondern wichen in die noch weitgehend unverspurte Nordostflanke aus. Die in diesem rauen Gelände noch nicht alle restlos eingeschneiten Felsen machten mehr Sorgen, als etwa die Lawinensituation. Die Verhältnisse präsentierten sich hier im über 30° steilen Gelände als stabil. Wir fuhren allerdings nicht nach Tschierv ab, sondern fellten bei Pt. Crap Nair 2434m neuerlich auf und hielten auf den Pit Turettas 2958m zu. Dort mussten wir jedoch knapp unterhalb des Gipfels passen. Die letzten 50 Höhenmeter, ein von Süden eingewehter Hang und eine ungünstige Geländesituation ließen uns auf das zweite Gipfelglück verzichten. Angesichts der nun folgenden großartigen Pulverabfahrt (man kann sich dies ob der momentanen Schneesituation nördlich des Alpenhauptkamms kaum vorstellen) über mehr als 1300 Höhenmeter hinab nach Fuldera 1630m war dieser Verzicht mehr als verschmerzbar. 1750 Höhenmeter Aufstieg genügten, was jetzt folgte, war nicht nur Pulvergenuss vom Feinsten, sondern auch ein Skigelände wie man es sich nur erträumen kann. Schön kupierte, abwechslungsreiche Skihänge im freien Gelände und offene Skischneisen im Wald.

Do,09.01. Piz Terza 2907m - Muntet 2763m!

Im Münstertal, wo es den Winter derzeit wirklich gibt (Im Tal liegt ein halber Meter Schnee), bot sich heute zum Kennenlernen der Verhältnisse südlich des Alpenhauptkamms die Tour auf den Piz Terza 2907m an. Als kleine Draufgabe wurde noch der Muntet 2763m, ein Nebengipfel, bestiegen. Start war an der Ofenpassstraße bei Fuldera auf 1638m Seehöhe. Über schöne Wiesen, vorbei am Weiler Lü ging es zur Alp Tabladatsch 2245m. Von hier verlief der Aufstieg über schön kupiertes und recht lawinensicheres Gelände in Richtung Gipfel. Mit der Besteigung beider Gipfel waren dies in Summe 1450m Aufstieg, wobei man eigentlich mit der Besteigung des Piz Terza 2907m das Auslangen findet. In Summe richtig winterliche Verhältnisse, allerdings haben Sonne und Wärme (heute lag die Frostgrenze bei 3000m) ziemliche Arbeit geleistet. Bis ca. 2400m hinauf gab es einen oberflächlichen Schmelzharschdeckel, bzw. wurde die Schneeoberfläche im Tagesverlauf stark angefeuchtet. Bei richtiger Wahl von Hangneigung und Exposition konnte man jedoch diesen Problemstellen in der Abfahrt recht gut ausweichen. Restlos perfekt war der Schnee aber natürlich nicht. Als guter Skifahrer tut man sich sicherlich leichter, insbesondere dann im Waldbereich. Zudem hat auch hier in den Hochlagen der Wind stark gewütet, sodass man in den steinigen Bereichen auch hier durchaus den einen oder anderen Stein ausgraben kann. Trotz der deutlich besseren Situation als an der Alpennordseite, auch hier könnte man noch gut etwas Neuschnee vertragen.

Fasulzwillinge 2880m - Grauer Kopf 2793m

Die Verwallgruppe hat viele großartige Skitourenziele zu bieten, das Großartigste ist aber wohl das einsame, weil nur schwer zugängliche Gebiet des Fasultals, mit dem weitläufigen Skigelände am Fasulferner. Von Sankt Anton aus gelangt man im Winter auf Grund der Entfernung praktisch nicht ins Fasultal. Früher, zu Zeiten als das Heliskiing in Tirol noch erlaubt war, wurde der Fasulferner häufig angeflogen. Heute gehört dieses Gebiet ausschließlich dem ambitionierten und konditionsstarken Tourengeher, der noch das Besondere erleben will. Dafür aber muss er einerseits perfekte Wetterverhältnisse und andererseits sehr sichere Lawinenverhältnisse vorfinden. Ansonsten wäre die Tour hier oben im Hochgebirge über mehrere Stunden hinweg mit zwei langen und kräfteraubenden Anstiegen, sowie zwei großartige Abfahrten kaum sicher zu absolvieren. Der erste Aufstieg hinauf auf den Fasulferner und weiter zu den Fasulzwillingen verläuft bis in eine Höhe von 2500m parallel zum Aufstieg auf die häufig frequentierten Hohen Köpfe 2608m. Wir zweigen aber nach Norden ab, um die Einsattelung zwischen Vertinespleiskopf 2706m und Vertineskopf 2685m zu erreichen. Für diesen Abschnitt wären im bis zu 40° steilen und zumeist stark überwächteten Südgelände bereits Firnbedingungen sehr wünschenswert. Denn ist man dann auf der Fasulseite angekommen, so lässt es sich recht problemlos über den Fasulferner hinweg zu den Fasulzwillingen 2880m hinüber queren. Den Gipfel der Fasulzwillinge 2880m erreicht man weitestgehend mit Skiern. Nur die letzten Meter bieten doch tatsächlich noch eine Kletterstelle im II-Schwierigkeitsgrad. Was jetzt folgt, gehört wohl zu den großartigsten Abfahrten in einer großartigen Landschaft. Skifahrerherzen werden höher schlagen. Am Boden des Fasultals bei Pt.2275m angekommen, macht eine Weiterfahrt im flacher werdenden Talverlauf kaum noch Sinn, wir starten zu unserem zweiten Anstieg hinauf zum Grauen Kopf 2793m. Über herrliches und schön kupiertes Skitourengelände, wobei die kritischeren Stellen durch eine „intelligente“ Spuranlage recht gut umgangen werden können, erreichen wir den Gipfelaufbau. Die letzten Meter sind teils im Stapf, teils in leichter Kletterei zu bewältigen. Wer jetzt ein richtiges Timing (Jahres- und Tageszeit) gewählt hat, bekommt noch eine großartige Firnabfahrt hinunter zur Friedrichshafner Hütte 2138m geboten. Die nachfolgenden Abfahrtsmeter ins Tal sind nur noch eine Draufgabe, wobei einem mit den vielen Varianten alle Möglichkeiten offen stehen.
Fasulzwillinge 2880m - Grauer Kopf 2793m

Di,07.01. Rauer Kopf 3101m!

Das stark eingeschränkte Tourenangebot nördlich des Alpenhauptkamms gestaltet die Tourenplanung aktuell sehr schwierig. Wenige Tourenziele bieten sich an. Heute haben wir es mit dem Rauen Kopf 3101m in der Silvretta probiert und wurden positiv überrascht. Grundsätzlich gilt aber auch in der Silvretta, die absoluten Schneehöhen sind auch hier derzeit extrem unterdurchschnittlich. Doch wenn man in Galtür/Wirl 1580m ins Kleinvermunt startet, dann macht sich doch so etwas wie ein Winterfeeling bemerkbar. Allerdings muss man sich dies hart erarbeiten. Bis zur Abzweigung ins Bieltal sind es schon mal 8 Kilometer Anmarsch und bis zum Gipfel summiert sich die zurückgelegte Distanz auf 14 Kilometer. Dazu kommen ca.1550 Höhenmeter Aufstieg. Im Bieltal liegt wenig Schnee, doch wo dieser den Untergrund bedeckt, stellt dieser eigentlich eine sehr kompakte Grundlage dar. Grundloser Schwimmschnee, durch den man bis auf den Boden durchbricht, wurde nicht angetroffen. Und dort, wo der Schnee eine geschlossene Decke bildet, dort konnten tolle Pulverschwünge in den Schnee gezeichnet werden. Die Abfahrt erfolgte zudem für die Ski komplett ohne Steinkontakt, woran beim Aufstieg eigentlich kaum zu denken war. Die letzten 100 Höhenmeter zum Gipfel selbst ist sind teils im Stapf, teils kletternd (Stelle im II-Schwierigkeitsgrad) zurückzulegen. Eines noch, auf den 8 Kilometer durch das Kleinvermunt zurück nach Galtür kann man dann noch seine Langlaufqualitäten verbessern. Diese in Summe 28 Kilometer-Skitour hatte schlussendlich also alles zu bieten.

Neutour Überschreitung Rauher Kopf 2695m!

Ausgangspunkt ist das Hochtal der Pfundser Tschey, das Abbild einer idealen, alpinen Kulturlandschaft, in die einige sehr schöne Skitourenziele eingebettet sind. Die Tour auf den Lahnkopf 2471m wird dabei am häufigsten angegangen, der daneben liegende, um etwas mehr als 100 Meter höhere Rauhe Kopf 2695m hingegen deutlich seltener. Der Grund dafür ist die Einsattelung, die zwischen den beiden Gipfeln liegt. Bei einer Hochwintertour müsste man wieder zurück zum Lahnkopf 2471m aufsteigen, um dann der deutlich sichereren Abfahrtsroute am Lahnkopf 2471m folgen zu können. Allerdings gibt es im Hochwinter eine lohnende Alternative, indem man eine Überschreitung des Rauhen Kopfes 2695m ins Auge fasst. Vom Gipfel des Rauhen Kopfes 2695m geht es über den breiten Südgrat unter unwesentlichem Höhenverlust bis zur markanten Einsattelung bei Pt. 2682m bevor der Aufschwung zum Kraghals 2831m einsetzt. Von hier geht es über großartiges Skigelände hinab zum Gschneierbach. Dieses abschnittsweise 30° bis 35° steile Gelände ist bei sicheren Lawinenverhältnissen auch im Hochwinter gut befahrbar. Allerdings gilt hier wie auch bei allen anderen Skitouren im Gebiet der Pfundser Tschey, dass die hier häufig vorherrschende Schneearmut die aufbauende Umwandlung der Schneedecke stark fördert. Deshalb bietet sich diese Tour vor allem während schneereicher Winter ganz besonders an.
Neutour Überschreitung Rauher Kopf 2695m!

Sa,21.12. Hintere Schöntaufspitze 3324m!

Eigentliches Ziel wäre die Suldenspitze 3376m gewesen, doch starker Südwind sorgte am Ortlerhauptkamm für eine kompakte Föhnmauer, sodass kurzfristig umdisponiert wurde. Zunächst ging es aber einmal von Sulden 1900m über die Talabfahrt hinauf zur Schaubachhütte 2573m. In Sulden liegen 20 bis 30 cm Neuschnee. Zwar auch nicht die Welt, aber man gewinnt einmal recht problemlos an Höhe. Auf Grund der Wetterverhältnisse orientierten wir uns also ab der Schaubachhütte 2573m Richtung Osten auf das Madritschjoch 3123m zu. Über den Südgrat erreichten wir auf Schnee den Gipfel. Der starke Südwind vertrieb uns rasch vom Gipfel. Die Abfahrt erfolgte über den Nordwestgrat. Die Abfahrt im freien Skiraum ist bis zur Schaubachhütte 2573m möglich, aber allzu viele Pulverschwünge waren nicht dabei. In der kommenden Woche wird sich das mit den erwartenden Stauniederschlägen ändern, der stärker werdende Südföhn wird bis dahin hier kaum noch brauchbare Wetterbedingungen zulassen. Die Erkenntnis bleibt, am Alpenhauptkamm liegt zwar am meisten Schnee, doch abseits der Gletscher ist auch hier nicht viel zu machen.

Neutour Rauher Kopf 2695m!

Ausgangspunkt ist das Hochtal der Pfundser Tschey, das Abbild einer idealen, alpinen Kulturlandschaft, in die einige sehr schöne Skitourenziele eingebettet sind. Die Tour auf den Lahnkopf 2471m wird dabei am häufigsten angegangen, der daneben liegende, um etwas mehr als 100 Meter höhere Rauher Kopf 2695m hingegen deutlich seltener. Der Grund dafür ist die Einsattelung, die zwischen den beiden Gipfeln liegt. Bei einer Hochwintertour müsste man wieder zurück zum Lahnkopf 2471m aufsteigen, um dann der deutlich sichereren Abfahrtsroute am Lahnkopf 2471m folgen zu können. In den mehrere hundert Meter langen und bis zu 40° steilen West- bis Südwesthang hinunter zum Gschneierbach sollte man hingegen nur im Frühjahr bei guten Firnbedingungen einfahren. Der Aufstieg erfolgt im Tal des Gschneierbaches mit sehr geringer Steigung. Dann geht es über schön kupiertes und nun etwas steileres Gelände an der Südabdachung des Lahnkopfs 2471m hinauf an den Beginn des einfachen Südwestgrates. Der Südwestgrat ist normalerweise mit angeschnallten Skiern gut zu bewältigen. Vom Gipfel des Lahnkopfs 2471m geht es kurzzeitig abwärts in eine Einsattelung, von der aus wir in den Schlusshang einsteigen. Dabei halten wir uns im Aufstieg bevorzugt ganz rechts, im südlichen Teil des Gipfelhanges. Dieser 30° bis 35° steile Westhang ist zumeist stark abgeweht, sodass sich hier die verbleibende Schneedecke häufig aufbauend umgewandelt präsentiert. Wird dann dieses lockere Schneefundament eingeschneit, kann dementsprechend je nach Situation leicht ein Schneebrett ausgelöst werden. Dies sind eben Rahmenbedingungen wie sie häufig in den schneeärmeren, inneralpinen Tourengebieten im Hochwinter anzutreffen sind. Im Spätwinter und Frühjahr verbessern sich diese aber mit dem zunehmenden Wärmeangebot auch hier deutlich.
Neutour Rauher Kopf 2695m!

Neutour Lahnkopf 2471m!

Ausgangspunkt ist das Hochtal der Pfundser Tschey, das Abbild einer idealen, alpinen Kulturlandschaft, in die einige sehr schöne Skitourenziele eingebettet sind. Die Tour auf den Lahnkopf 2471m wird dabei am häufigsten angegangen. Der Aufstieg erfolgt im Tal des Gschneierbaches mit sehr geringer Steigung. Dann geht es über schön kupiertes und nun etwas steileres Gelände an der Südabdachung des Lahnkopfs 2471m hinauf an den Beginn des einfachen Südwestgrates. Man kann dabei leicht steilere Geländepassagen umgehen und so hier auch bei einer etwas ungünstigeren Lawinengefahrenstufe unterwegs sein. Dann aber muss man sich sowohl im Anstieg, als auch in der Abfahrt sehr konsequent an die Normalroute halten, da andere Varianten deutlich lawinengefährdeter sind. Der Südwestgrat ist normalerweise mit angeschnallten Skiern gut zu bewältigen. Auch wenn hier am Lahnkopf 2471m sehr häufig Spuren anzutreffen sind, so muss man auch an diesem Berg wissen, dass das Gebiet der Pfundser Tschey an sich eine eher schneearme Region ist, womit sich immer wieder über längere Zeiträume hinweg eine wenig mächtige Schneedecke behaupten kann und diese ist in Kombination mit dem von Almrosenstauden durchsetzten Untergrund gerade an der schattigen Nordflanke geradezu für die Bildung einer Schwimmschneeschicht prädestiniert. Dieser Schwimmschneeuntergrund in Kombination mit massiven Schneeverfrachtungen fördert dann eben auch die Bildung von gefährlichen Schneebrettern, welche sich auch leicht selbst auslösen können, wovon insbesondere der steile Lawinenstrich hinunter in die Tschey zeugt. Diesen Umstand gilt es dann natürlich auch in der Abfahrt zu beachten, insbesondere im Bereich der Abfahrtsvarianten.
Neutour Lahnkopf 2471m!

Neutour Hochjoch 2896m!

Ausgangspunkt ist das Hochtal der Pfundser Tschey, das Abbild einer idealen, alpinen Kulturlandschaft, in die einige sehr schöne Skitourenziele eingebettet sind. Das mächtigste und damit auch attraktivste Tourenziel ist das Hochjoch 2896m, das mit 1310 Höhenmetern nicht nur den längsten Anstieg darstellt, sondern auch mehrere, großartige Abfahrtsvarianten bietet, welche allerdings sehr sichere Lawinenverhältnisse voraussetzen. Zunächst führt uns einmal der Aufstieg gegen Süden in den Graben des Riedwaldbaches, wobei der Aufstieg bis zum breiten Gratrücken, der Hochjoch 2896m und Rauhkopf 2366m miteinander verbindet, für beide Tourenziele im Wesentlichen derselbe sein kann, wobei es unterhalb der Wannerböden verschiedene, aber nicht wesentlich voneinander abweichende Aufstiegsvarianten gibt. Spätestens aber im Bereich der Wannerböden schließen sich diese wieder zusammen. Dabei stellen die Wannerböden, die zwar nicht mehr als 30° Neigung aufweisen, im Aufstieg den lawinengefährdetsten Bereich dar. Die Zutaten, die dafür verantwortlich sind und die generell für die Nordhänge zwischen Hochjoch 2896m und Raukopf 2366m gelten, lauten wie folgt: Wenig kupierte und damit über weite Flächen zusammenhängende, mäßig steile bis steile Nordhänge, die vom breiten Gratrücken zusammenhängend, sehr rund und damit in nur langsam aufbauender Steilheit ins Tal abfallen. Dazu weisen diese Hänge einigen Rinnen und Mulden auf, in denen sich bevorzugt windbedingte Schneeverfrachtungen ansammeln. Dies gilt insbesondere für Wind aus südlicher Richtung (Südföhn!), wodurch diese Leelagen leicht mit störanfälligen Schneebrettern aufgefüllt werden können. Dazu muss man wissen, dass das Gebiet der Pfundser Tschey an sich eine eher schneearme Region ist, womit sich immer wieder über längere Zeiträume hinweg eine wenig mächtige Schneedecke behaupten kann und diese ist in Kombination mit dem von Almrosenstauden durchsetzten Untergrund an den schattigen Nordflanken geradezu für die Bildung einer Schwimmschneeschicht prädestiniert. Dieser Schwimmschneeuntergrund in Kombination mit massiven Schneeverfrachtungen fördert dann eben auch die Bildung von gefährlichen Schneebrettern, welche sich auch leicht selbst auslösen können, wovon die zahlreichen Lawinenstriche zeugen. Diesen Umstand gilt es dann natürlich auch in der Abfahrt zu beachten, umso mehr in den Abfahrtsvarianten, wo die Geländeneigung auf bis zu 35° bis 40° ansteigt. Dem vorhin beschriebenen Umstand ist aber auch insofern Rechnung zu tragen, indem man nämlich die beschriebene Normalroute auf das Hochjoch 2896m dann eben nur bei sicheren Lawinenverhältnissen (Lawinenwarnstufe 2 bis 1) ins Auge fassen sollte, auch wenn man in Bezug auf die Steilheit vielleicht auch noch Lawinenwarnstufe 3 für unproblematisch halten würde.
Neutour Hochjoch 2896m!

Neutour Rauhkopf 2366m!

Ausgangspunkt ist das Hochtal der Pfundser Tschey, das Abbild einer idealen, alpinen Kulturlandschaft, in die einige sehr schöne Skitourenziele eingebettet sind. Die Tour auf den Rauhkopf 2366m wird dabei aber nur sehr selten begangen. Dies liegt einerseits an dem daneben liegenden viel mächtigeren und damit auch attraktiveren Tourenziel, dem Hochjoch 2896m, sowie an der sehr lawinengefährdeten Nordflanke über die aber nun mal die attraktivste Abfahrt ins Tal führt und wegen der es sich eigentlich auch erst lohnt, das Ziel anzugehen, sofern man nicht nur vor hat seine Gipfelsammlung zu erweitern. Sollte dies der Fall sein, so kann man auch die sichere Abfahrtsvariante im Bereich der Aufstiegsspur über die sogenannten Wannerböden hinab wählen. Der Aufstieg bis zum breiten Gratrücken, der Hochjoch 2896m und Rauhkopf 2366m miteinander verbindet, ist für beide Tourenziele derselbe, wobei es unterhalb der Wannerböden verschiedene, aber nicht wesentlich voneinander abweichende Aufstiegsvarianten gibt. Spätestens aber im Bereich der Wannerböden schließen sich diese wieder zusammen. Dabei stellen die Wannerböden, die zwar nicht mehr als 30° Neigung aufweisen, im Aufstieg den lawinengefährdetsten Bereich dar. Die Zutaten, die dafür verantwortlich sind und die generell für die Nordhänge zwischen Hochjoch 2896m und Raukopf 2366m gelten, lauten wie folgt: Wenig kupierte und damit über weite Flächen zusammenhängende, mäßig steile bis steile Nordhänge, die vom breiten Gratrücken zusammenhängend, sehr rund und damit in nur langsam aufbauender Steilheit ins Tal abfallen. Dazu weisen diese Hänge einigen Rinnen und Mulden auf, in denen sich bevorzugt windbedingte Schneeverfrachtungen ansammeln. Dies gilt insbesondere für Wind aus südlicher Richtung (Südföhn!), wodurch diese Leelagen leicht mit störanfälligen Schneebrettern aufgefüllt werden können. Dazu muss man wissen, dass das Gebiet der Pfundser Tschey an sich eine eher schneearme Region ist, womit sich immer wieder über längere Zeiträume hinweg eine wenig mächtige Schneedecke behaupten kann und diese ist in Kombination mit dem von Almrosenstauden durchsetzten Untergrund an den schattigen Nordflanken geradezu für die Bildung einer Schwimmschneeschicht prädestiniert. Dieser Schwimmschneeuntergrund in Kombination mit massiven Schneeverfrachtungen fördert dann eben auch die Bildung von gefährlichen Schneebrettern, welche sich auch leicht selbst auslösen können, wovon die zahlreichen Lawinenstriche zeugen. Diesen Umstand gilt es dann natürlich auch in der Abfahrt zu beachten, umso mehr da man sich im obersten Bereich im 30° bis 40° steilen Gelände bewegt. Dem vorhin beschriebenen Umstand ist aber auch insofern Rechnung zu tragen, indem man nämlich die beschriebene Normalroute auf den Rauhkopf 2366m dann eben nur bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen (Lawinenwarnstufe 1) ins Auge fassen sollte, auch wenn man in Bezug auf die Steilheit vielleicht auch noch Lawinenwarnstufe 2 für unproblematisch halten würde.
Neutour Rauhkopf 2366m!

Neutour Frudigerkopf 2149m!

Schöne und einfache Familientour, sowie ideale Einstiegstour für Anfänger, die man am besten im Hochwinter unternimmt, wenn die Schneelage am besten ist. Ausgangspunkt ist das Hochtal der Pfundser Tschey, das Abbild einer idealen, alpinen Kulturlandschaft, die Ausgangspunkt einiger schöner Skitouren ist. Die Tour auf den Frudigerkopf ist dabei mit 565 Höhenmetern nicht nur die kürzeste, sondern auch die sicherste Skitour in dieser Tourenregion. Über Hoch-, Alm- und Lärchenwiesen geht es unschwer zum Gipfel. Nur einige Viehzäune können stellenweise ein kleines Hindernis darstellen.
Neutour Frudigerkopf 2149m!

Sa.14.12. Zinne 3378m - Hochvernaglwand 3433m!

Einer der berüchtigten "Gletscherhatscher" am Gepatschferner über 1470 Höhenmeter, der aber bei diesen Verhältnissen durchaus seine Berechtigung hat. Denn bei Neuschnee ist einerseits der Aufstieg von der Glestcherzunge vorbei an der Rauhekopfhütte 2731m hinauf zum Beginn des großen Firnbeckens sehr lawinengefärdet und andererseits würde man beim Spuren, als auch bei der Abfahrt die insgesamt 23,5 Kilometer kaum vernünftig absolvieren können. So aber war die Lawinengefahr kein Thema und oben am Gepatschferner sorgte ein kompakter Windharschdeckel für ein problemloses Vorankommen. Die Erklimmung der Zinne 3378m (Eine Stelle Schwierigkeitsgrad II) ist deutlich anspruchsvoller, als die Besteigung der Hochvernaglwand 3433m, welche unschwierig mit Skiern zu erreichen ist. Während auf dem gewaltigen Firnbecken des Geptaschferners bei strahlendem Sonnenschein eitle Wonne vorherrschte, war der Anstieg von der Gletscherstraße hinauf zur Rauhekopfhütte 2731m, als auch auch der Weg zurück alles andere als ein Honiglecken. Bis zur Gletscherzunge liegen zwischen 20 und 30cm Schnee. Natürlich deutlich zu wenig, andererseits mit guter Skitechnik und Geduld trotzdem relativ gut machbar. An der Gletscherzunge muss man sich dann im Aufstieg, als auch in der Abfahrt konsequent an die Spur halten und trotzdem gingen sich hier die schönsten Pulverschwünge in der Abfahrt aus. Zwischendurch fand man sich aber auch in einem Gletscherspaltenlabyrinth wieder, aus dem es jedoch immer wieder ein Entkommen gab.

Neutour Wannejöchl 2497m!

Das gesamte Venetmassiv bietet an seiner Südseite zahlreiche schöne Tourenziele, welche vor allem als Firntouren ins Auge gefasst werden sollten. Dies gilt auch für die Tour auf das Wannejöchl 2496m von Piller 1350m aus. Das Venetmassiv ist nämlich grundsätzlich stark windanfällig, sodass sich im Hochwinter die Schneedecke oberhalb der Waldgrenze sehr häufig stark vom Wind beeinflusst präsentiert. In den zahlreichen Mulden und Tälchen lagern sich somit leicht gefährliche und tückische Schneebretter ab, welche in dem wenig kupierten Gelände bei einer Auslösung sogleich ein größeres Ausmaß annehmen können. Wartet man allerdings auf den Februar und vor allem auf den März dann leistet hier die Sonne zumeist ganze Arbeit und die gesamte Südseite des Venetmassivs verwandelt sich einen einzigen, herrlichen Firnhang. Ein absoluter Firnhammer ist dabei die bei dieser Tour beschriebene Abfahrt über mehr 1000 Höhenmeter perfektes Skigelände. Hier wird kein Höhenmeter verschenkt, sondern 1:1 in Firnschwünge umgewandelt.
Neutour Wannejöchl 2497m!

Mi,11.12. Scheibler 2978m!

Ein weiterer Versuch der momentanen Skitourentristesse im Tiroler Oberland zu entkommen. Dazu bietet sich vielleicht diese Skitour an, da man sich ja grundsätzlich einmal bis zum Kartellstausee im Aufstieg, als auch in der Abfahrt an den Fahrweg halten muss, ob bei viel oder auch wenig Schnee wie derzeit. Vorweg auch im Moostal schaut es nicht viel besser als anderswo aus. Aber man kommt mit den Skiern problemlos bis zum Kartellstausee und für gute Skifahrer stellt auch die Abfahrt kein Problem dar. Ab dem Stausee geht es weiter auf der Versorgungsstraße Richtung Darmstädter Hütte 2384m. Danach geht es in annehmbarem Aufstieg über den nicht mehr vorhandenen Großen Kuchenferner in Richtung Gipfel. Beim Aufstieg haben wir eher einmal einen Stein berührt, bei der Abfahrt ging es ohne ab. Allerdings muss man einen zurückhaltenden Abfahrtsstil wählen, die Hänge gezielt suchen und äußerste Vorsicht walten lassen. Trotzdem die Abfahrt bis Punkt 2245m war überraschend brauchbar. Danach hieß es aber, sich wieder an der Fahrstraße zu orientieren. Ich würde sagen, die Tour ist ein akzeptabler Kompromiss in der momentanen Situation.
P.S.: Ein Helm kann in dieser steinig-rauen Gegend unter Umständen gute Dienste leisten.

Neutour Sechszeiger 2392m!

Die Skitour auf den Sechszeiger 2392m von Wald aus war bis vor Kurzem noch eine Tour abseits des Hochzeiger Skigebietes. Doch nun beherrscht eine Sesselbahn den Gipfelbereich. Doch der weitläufige Nordrücken im Schlussteil des Anstiegs bietet dem Tourengeher noch genügend Platz, sodass man weiterhin im freien Gelände bis zum Gipfel gelangen kann. Herzstück der Tour ist der mehr als 500 Höhenmeter lange Aufstieg von der Kälberhütte 1590m hinauf zum Beginn des Nordrückens am Sechszeiger 2392m. Dieser erfolgt durch den ersten, am nördlich gelegensten Lawinenstrich. In zahlreichen, skitechnisch durchaus anspruchsvollen, weil in einem eingeengten und steilen Skigelände anzulegenden Spitzkehren arbeitet man sich nach oben. Geländepassagen mit einer Neigung zwischen 35° und 40° können leicht im dichteren Wald umgangen werden. Objektiv gesehen vermittelt der lichte Wald zwar Sicherheit, doch die generell schneearme Region an der Ostseite des Sechszeiger 2392m mit dem von Almrosenstauden durchsetzten Untergrund ist anfällig für die Bildung von Schwimmschnee. Hinzu kommt bei niederschlagsreichen Wetterlagen mit starkem Westwind, dass in diese Ostrinner massiv Schnee verfrachtet werden kann. Diese potentiellen Schneebretter entladen sich oftmals selbst, oder erwarten uns dann im obersten Bereich des Lawinenstrichs. Deshalb ist es wichtig, sich sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt am nördlichsten, weil im oberen Bereich flachsten, sowie den das kleinste Einzugsgebiet umfassendsten Lawinenrinner zu orientieren. Im Hochwinter wird man kaum Probleme haben eine ausreichende Schneelage vorzufinden, um so am tiefsten Punkt der Auchtwiese 1130m starten zu können und auf Schnee über den Forstweg zur Kälberhütte 1590m zu gelangen. Im Frühjahr kann man im Bereich der Auchtwiese, sowie am Forstweg schon mal Probleme mit der Schneeauflage bekommen und zum Fußmarsch gezwungen werden.
Neutour Sechszeiger 2392m!

Neutour Murmentenkarspitze 2770m!

Die Murmentenkarspitze 2770m ist abgesehen vom windanfälligen und etwas steileren Gipfelhang das wohl unproblematischste und vom Gelände her gesehen lohnendste Tourenziel im Bereich der Hinteren Wenner Alm. Idealerweise fasst man die Tour im Frühjahr ins Auge, wenn die großartigen Westhänge an der Murmentenkarspitze 2770m eine lohnende Firnabfahrt versprechen. Stimmen im Frühjahr die Firnverhältnisse, dann ist man zumindest bis zum Verbindungsrücken, der sich von der Murmentenkarspitze 2770m nach Norden zum Walder Gipfelkreuz 2292m zieht, ohne nennenswerte Lawinengefährdung am Weg. Erst der Schlussanstieg im Bereich des Wildmöser, der ausgesprochen windanfällig und nordexponiert ist, erfordert auch im Frühjahr eine umsichtige Beurteilung. Insgesamt muss man hier bei einer Firntour nicht allzu früh unterwegs sein, da die Westhänge im Gegensatz zu südexponierten Hängen im Normalfall erst deutlich später, nach Mittag aufzufirnen beginnen.
Neutour Murmentenkarspitze 2770m!

Neutour Wildgrat 2971m!

Der Wildgrat 2971m ist als Skitour nur schwer zugänglich und potentiell als sehr lawinengefährdet einzustufen, weshalb die Tour auch nur selten begangen werden kann und somit als Jerzener Geheimtipp gilt. Die Tour ist auch noch weit ins Frühjahr hinaus als problematisch einzustufen, da sich im Nordkar mit seinem über 40° steilen Schlussteil die Schneedecke nur zögerlich setzt und eine sichere Umgehungsvariante hier nicht möglich ist. Für die Begehung dieser Skitour müssen somit möglichst „absolut sichere“ Lawinenverhältnisse vorherrschen. Starten kann man die Tour bei ausreichender Schneelage im Bereich der Auchtwiese. Im Frühjahr muss aber damit gerechnet werden, dass man im Bereich des Forstweges schon mal für einige Zeit die Ski Schultern muss. Wichtig aber ist, dass spätestens ab der Wenner Ochsenlam ausreichend Schnee liegt. Ab hier beginnt nämlich das freie Skigelände. Zunächst geht es bei nur leichtem Anstieg in Richtung Süden taleinwärts vorbei an der Hinteren Wenner Alm 1956m bis zum Hinteren See 2209m. Ab hier beginnt nun der eigentliche, hochalpine Aufstieg. In zahlreichen Spitzkehren arbeitet man sich das immer steiler werdende Nordkar am Fuße des Wildgrat 2971m durchauf. Der nachfolgende Gipfelhang mit seinen 35° Neigung sollte kaum noch Probleme machen. Im Frühjahr bekommt dieser Westhang nämlich schon ausreichend Sonneneinstrahlung ab, sodass dieser um diese Jahreszeit meist schon gut gesetzt ist. Unter Umständen sind dann sogar Harscheisen von Vorteil. Der Gipfel selbst ist bei guter Spitzkehrentechnik problemlos zu erreichen. Die letzten Meter zum Gipfel legt man im Stapf zurück. Die nachfolgenden mehr als 1000 Höhenmeter Abfahrt gehören dann absolut zum Feinsten, was man im vorderen Pitztal an freiem Skigelände vorfindet. Eine Zustiegsvariante wäre auch die Auffahrt mit den Hochzeiger Bergbahnen hinauf zum Niederjöchl 2302m und dann die Abfahrt über die schönen, jedoch nicht ungefährlichen, weil steilen, leeseitigen und schattigen Osthänge hinunter zur Hinteren Wenner Alm 1956m.
Neutour Wildgrat 2971m!

Di,03.12. Eiskögele 3233m!

Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, kann man im Bereich des Alpenhauptkamms brauchbare Schneeverhältnisse erwarten. Mehrere Schneefallereignisse im Laufe des Herbstes haben hier nicht nur für nennenswerte Neuschneemengen, sondern auch für eine gut gesetzte Schneedecke gesorgt. Dieser Eindruck hat sich heute bei unserer Tour auf das Eiskögele 3233m bestätigt. Obwohl sich die Gegend im Sommer rau und steinig präsentiert, mussten unsere Ski auf der gesamten Tour keinen einzigen Steinkontakt hinnehmen. Außerdem zeigte sich die Schneedecke derart gut gesetzt, dass die Bedenken man würde wohl wiederholt durchbrechen, die Ski würden sich in Löchern und Mulden eingraben, nicht berechtigt waren. Die Pulverschneeauflage war noch gut zu befahren, obwohl der Wind am Wochenende dieser zugesetzt hat. Der problematische, um 35° steile Hang im unteren Teil des Anstieges aus dem Rotmoostal war bereits vor Tagen als Lawinenrutsch abgegangen und somit entschärft. Zudem war hier die restliche Schneeauflage durch den Wind in einen kompakten, harten Windharschdeckel umgewandelt worden. Wenn auch noch keineswegs tief winterliche Schneeverhältnisse vorherrschten, so waren die Schnee- und Lawinenverhältnisse im Speziellen, sowie die Verhältnisse am Berg im Allgemeinen ausgesprochen positiv zu bewerten. Zudem waren die Bedingungen der eigentlichen Gipfelbesteigung über den Nordgrat sehr gut. Das neu angelegte Stahlseil leistete gute Dienste und der punktuell extrem schmale Schlussgrat war, sofern man schwindelfrei ist, problemlos zu begehen.

So,01.12. Valluga 2809m!

Abseits des Alpenhauptkamms muss man aktuell die sehr geringen Schneemengen ganz einfach noch zur Kenntnis nehmen, doch mit einer guten Planung kann man auch anderswo durchaus eine skitourentaugliche Tour finden. Ganz ohne eine beschneite Skipiste kommt man aber auch dort nicht aus. Derzeit nutzen zahlreiche Tourengeher die guten Pistenverhältnisse ab der Alpe Rauz 1634m über die Ulmer Hütte 2279m hinauf zum Valfagehrjoch 2543m. Wir wählten dann den Weiterweg vorbei an der Vallugagratbahn durch die 30° bis 40° steile Südflanke hinauf zur Valluga 2809m. 1250 anspruchsvolle Höhenmeter als Eingehtour. Doch das wurde durch die relativ guten Schneebedingungen aufgewogen. Man glaubte es kaum, von Steinen blieben wir verschont. Doch wenige Meter links und rechts der Aufstiegs-, bzw. der Abfahrtsspur durfte man sich natürlich nicht bewegen. Konnten durch die Südflanke praktisch problemlos bis knapp unterhalb dem Gipfel mit angeschnallten Skiern aufsteigen. Der Untergrund war gut gesetzt und der Pulverschnee oben auf problemlos zu befahren. Dies galt auch für die "Schweinströge" unterhalb der Schindlerspitze 2648m. Wer sich den Vallugagipfel noch vor dem Saisonstart im Skigebiet St.Anton holen will, hat noch bis zum 07.12. Zeit. Dann lockt die Valluga 2809m die Tourengeher erst wieder nach Saisonende um Anfang Mai. Dann allerdings wählt man den Aufstieg nicht direkt durch die Südflanke, sondern hält sich an den Südgrat, der von der Vallugagratbergstation hinauf zum Gipfel zieht.

Neutour Riererkopf 2856m!

Als Sommerberg mag der Riererkopf 2856m ganz im Schatten der Vesulspitze 3069m stehen, als Skitourenberg nimmt dieser im Vesultal jedoch eine herausragende Stellung ein. Allerdings muss dabei eine Einschränkung vorne weg gesetzt werden. Der Riererkopf 2856m ist nur dann eine der ganzen großen Skitouren im Skitours Paradise, wenn nämlich die Abfahrt über die NW-Flanke beziehungsweise das NW-Kar erfolgen kann. Dann aber hat man praktisch 1000 Höhenmeter direkte Abfahrt vom Gipfel hinunter an den Beginn der Forststraße. Für diese Abfahrt und auch den nicht zu unterschätzenden Aufstieg müssen jedoch absolut sichere Lawinen- und beste Schneeverhältnisse vorherrschen. Dies ist unabdingbare Voraussetzung für diese große Skitour in der Samnaungruppe. Doch zunächst muss man sich einmal den Eingang ins Vesultal während der ersten eineinhalb Stunden auf gut 4,2 monotonen Forststraßenkilometern durch den Vesulwald erarbeiten. Wichtig ist sich gegen Ende der Forststraße nicht von den Wegweisern des Sommerweges irritieren zu lassen. Man bleibt auf der Forststraße und zweigt nicht in einen Nebenweg ab, sondern bleibt auf dem Fahrweg bis zum ersten Lawinenstrich, der uns noch vor dem Vesulbach, wo die Forstraße endet, durch einen Erlen- und Weidenwald, welcher hoffentlich gut eingeschneit sind, nach oben führt. Aber noch bevor der Wald endet und sich der Lawinenstrich in die darüber liegenden Bergflanken erweitert, hält man sich taleinwärts und gelangt zur Vesulam 1967m. Ab hier weitet sich das Vesultal und man hat einen guten Überblick über das nun folgende Aufstiegsgelände. Man steigt nun dem Talboden folgend, allerdings etwas oberhalb der tiefsten Talführung, in geringer Steigung gegen Süden zu, in Richtung Talschluss weiter auf. Dort muss man zwei problematischere, bis zu 35° steile nord- bis nordwestgerichtete Hangpassagen überwinden, um zum eigentlichen Schlussanstieg zu gelangen. Der lange Schlusshang mit ebenfalls 30° bis 35° Neigung ist zum Glück südwestexponiert und erhält so bereits früher im Jahr Wärme, womit sich der Schnee hier schon frühzeitig setzen kann. In zahlreichen Spitzkehren gelangt man nun zum Gipfel des Riererkopfs 2856m. Nun aber wird’s wie jedes Mal spannend, ob die 35° bis 40° steile NW-Flanke fahrbar sein wird. Denn nur dann haben sich die 9.2 Kilometer und 4,5 Stunden Aufstieg wirklich gelohnt. Problematisch ist die NW-Flanke vor allem dann, wenn vorhergehend südliche Wind für Schneeverfrachtungen dorthin hinein gesorgt haben. Deshalb sollte man unbedingt eine mehrtägige, sehr sichere Lawinensituation zunächst einmal abwarten, bevor man diese Tour ins Auge fasst. Als Notlösung bleibt ja ansonsten immer noch die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur. Wenn aber die Schnee- und Lawinenverhältnisse passen, dann erwarten einen unter Umständen gut 1000 Höhenmeter Pulverabfahrt vom Feinsten.
Neutour Riererkopf 2856m!

Saisonstart am Genussberg Venet am 13. Dezember 2013!

Am Sonntag, den 15.12.2013 wird im Venet Panorama Restaurant erstmals das „Zammer Sonntags-Hendl*“ kredenzt. Außerdem werden Ihnen Hansjörg Haag die „Tiroler Edle“ sowie Christoph Kössler einige feine Tropfen zur Verkostung anbieten. Für gute Stimmung sorgen die „Jollys“.

Genuss und ungestört auftanken heißt unser Motto auch auf der Venet Gipfelhütte. Dort können Sie nach einer schönen Skitour in der Venetregion auf 2.212 m eine atemberaubende Aussicht genießen. Ob als Gruppe im Mehrbettzimmer, als Familie im Familienzimmer, im Doppelzimmer oder im Einzelzimmer, die Venet Gipfelhütte bietet ein Bett an der Piste mit ungestörtem Blick in die umliegende Bergwelt. www.venet.at/de/home-venet-gipfelhuette-winter.html

Gerne geben wir Ihnen einen Überblick über die Veranstaltungen in der Wintersaison 2013/14:

26.12.2013 Buabatag Festl auf der Zammer Alm
31.12.2013 "Silvester am Berg" auf der Zammer Alm und im Panorama-Restaurant
Zammer Alm: Fackelwanderung, Begrüßungspunsch, fünfgängiges Degustationmenü und Feuerwerk
Panorama: Begrüßungspunsch, Fondue Abend und Feuerwerk 

17.1.2014 Vollmond Tourengeher Nachtlauf auf der Zammer Alm
15.3.2014 Fantasy on Snow und Frühlingsfest auf der Zammer Alm; Live on stage: „Zwoatakt“
23.3.2014 Neuheiten Test 14/15 der Firma Scott

Und unser Klassiker - jeden Dienstag & Freitag, Tourengeherabend auf der Zammer Alm!

Wir hoffen Sie am Venet begrüßen zu dürfen.
Ihr Venet-Team

Neutour Granatenkogel 3318m!

Der Granatenkogel 3318m stellt eine der skitechnisch anspruchsvollsten Touren in der Skitourenregion um Obergurgl dar. Von der Talstation der Festkogelbahn gelangt man zunächst über die Skipisten problemlos ins Ferwalltal. Im Ferwalltal hält man sich nun möglichst im Bereich des Talbodens und steigt mit vorerst kaum nennenswertem Höhengewinn in Richtung Süden auf. Dabei baut sich schon bald das mächtige Gipfelmassiv des Granatenkogels 3318m vor uns auf. Aufstiegs- und Abfahrtsrouten lassen sich bereits gut studieren und vermitteln einem unvermindert den Eindruck, dass man sich hier nur bei absolut sicheren Lawinenverhältnissen aufhalten sollte. Über den Ferwallferner steigt man in zunehmender Steilheit in vielen Spitzkehren zum oberen Gletscherbecken auf, wo man sich in Richtung Einsattelung am Beginn des NW-Grates hält. Die Hangneigung steigt hier auf über 40° an. Bei guten Schneebedingungen kann man in Spitzkehren aufsteigen. Bei ungünstigen Verhältnissen könnten aber im Stapf Eispickel oder auch Steigeisen gute Dienste leisten. Allerdings wandelt sich an dieser nordostexponierten Flanke ohne Sonnenschein der Schnee nicht so rasch in einen harten Schmelzharschdeckel um. Anders präsentiert sich die Situation im Bereich des NW-Grates. Dort ist bei ausreichender Schneelage ein Aufstieg mit angeschnallten Skiern, aber auch eine Abfahrt gut möglich. Jedoch muss man sich im Klaren sein, dass hier der NW-Grat mit teils mehr als 40° Steilheit über 500 Höhenmeter ins Gaisbergtal abfällt. Dementsprechend skitechnisch sicher muss man hier beim Aufstieg sein, beziehungsweise günstig müssen sich die Schneebedingungen präsentieren. Diese westwärts exponierten Schneeflanken können sich nämlich im Gegensatz zu den Nordhängen im Bereich des Ferwallferners im Frühjahr bereits in harten Schmelzharsch umwandeln und ein dementsprechendes Gefahrenpotential darstellen. Viele Tourengeher richten deshalb bereits am Sattel ihr Skidepot ein und setzen den Gipfelaufstieg bewusst zu Fuß fort. Der Aufstieg mit Skiern rentiert sich insbesondere dann, wenn eine Abfahrt über den direkten Gipfelhang an der Nordflanke möglich erscheint. Dies ist die eigentliche Krönung dieser Tour. Dafür müssen allerdings in der Nordflanke perfekte Schnee- und Lawinenbedingungen vorherrschen. Zudem muss man im unteren, felsdurchsetzten bis zu 45° steilen Teil der Flanke die Absturzgefahr beachten. Tödliche Unfälle untermauern dieses Gefahrenpotential. Wenn es die Verhältnisse aber ermöglichen, dann wird man eine eindrucksvolle Steilabfahrt erleben. Die weitere Abfahrt über den Ferwallferner und nachfolgend durch das Ferwalltal bleibt ein nicht enden wollendes Schwungerlebnis.
Neutour Granatenkogel 3318m!

Wartungsarbeiten am Mo, 21. Okt.

Um mit den Entwicklungen Schritt halten zu können, müssen wir unseren Server aktualisieren. Daher kann es heute Mo, 21. Okt. zu Ausfällen kommen. Wir bitten um Verständnis.

Do,25.04. Überschreitung Schartenkogel 2855m - Breiter Grieskogel 3287m!

Extrem lange Hochtour für all jene, die ihre Kondition auf die Probe stellen möchten. Auf Grund der Dauer der Tour (8 Stunden inklusive Pausen) müssen Wetter-, Schnee- und Lawinenverhältnisse absolut in Ordnung sein. Vom Kühtai 2000m gegen Süden via Finstertal Speichersee hinauf zur Finstertaler Scharte 2777m. Von hier sind es nur noch wenige Höhenmeter auf den Schartenkogel 2855m. Der nordseitige Aufstieg erfolgte über einen meist perfekten Firndeckel. Die Firnabfahrt hier wäre wohl auch sehr lohnend gewesen, doch wir konnten schon am frühen Vormittag die südlich exponierten Firnhänge hinunter zur Guben-Schweinfurter Hütte 2028m genießen. Dann ging's durch das elendslange und flache Zwieselbachtal zum Zwieselbachjoch 2868m. Nach kurzem Höhenverlust warteten die letzten 450 Höhenmeter Aufstieg auf der Aufstiegsroute von der Winnebachseehütte 2361m her zum Breiten Grieskogel 3287m. Danach spektakuläre Abfahrt über Grastalferner und weiter durch das Grastal hinaus nach Niederthai 1540m. In Summe legt man eine Entfernung von ca. 30 Kilometern zurück. Es sind 2300 Höhenmeter Aufstieg, sowie 2700 Höhenmeter zu bewältigen. Von Niederthai zurück ins Kühtai kostet das Taxi zwischen 60€ und 70€.

Mi,24.04. Schrankarkogel 3332m!

Von Gries 1594m auf der Asphaltstraße noch einige Meter mit dem Auto taleinwärts bis ca. 1650m. Von hier 12 Kilometer und 1700 Höhenmeter Aufstieg durch das Sulztal, vorbei an der Amberger Hütte 2136m und über den Schwarzenbergferner zum Gipfel. Nach kurzer Abfahrt noch auf den Nebengipfel 3254m aufgestiegen, welchen viele Tourengeher anpeilen, weil ihnen der eigentliche Gipfelanstieg zu schwierig ist, beziehungsweise dieser bei größerer Lawinengefahr einfach auch nicht machbar ist. Heute aber herrschten perfekte Bedingungen für den Gipfelhang vor. An den steileren, südexponierten Hängen war der Neuschnee vom vergangenen Wochenende bereits gut umgesetzt. Ansonsten gab es auf dem flachen Schwarzenbergferner oberhalb von 2900m noch keinen perfekten Firn, trotzdem sehr gute Schneeverhältnisse. Unterhalb schmierte es so richtig. Während nordseitig der Pulverschnee erst noch umgewandelt wird, findet man morgen sonnenseitig sicherlich generell perfekten Firnschnee vor.

Neutour Piz dals Coros 2854m im Rojental!

Der Piz dals Coros 2854m ist eine unscheinbare Geländeerhebung am weitläufigen Hochplateau im Westteil des Rojentals und wird deshalb eher selten angegangen. Zu Unrecht, da es sich um schönes und relativ lawinensicheres Skitourengelände handelt. Eine markantere Steilstufe (30° bis 35°)ist nur im unteren Teil vom Talboden hinauf zum Hochplateau zu überwinden. Im Frühjahr kann sich hier an diesem südexponierten Hang die Schneedecke aber relativ gut setzen. Allerdings muss man auf Grund des im Rojental sowohl aus Nord, als auch aus Süd leicht angreifenden Windes häufig mit einer teils stark windbeeinflussten Schneeoberfläche rechnen. http://www.skitours-paradise.com/tour/sesvennagruppe/rojen/piz_dalscoros
Neutour Piz dals Coros 2854m im Rojental!

Neutour Hintere Scharte 2696m im Rojental!

Die Hintere Scharte 2696m bietet sich vor allem im Frühwinter bei noch geringer Schneehöhe, oder auch bei nicht ganz so günstigen Lawinenverhältnissen als Tourenziel an. Zuerst geht es wie auf der Route zum Griankopf 2896m entlang dem Grionbach in Richtung Südwesten. Bei Punkt 2346m biegen wir in Richtung Westen ab. Über schön kupiertes und nicht allzu steiles Gelände geht es hinauf zur Hinteren Scharte 2696m. Man kann hier relativ sicher aufsteigen, sollte aber wenn nötig von den angrenzenden, steileren Nordosthängen entsprechenden Abstand halten. Im Bereich der Scharte, wo sich das Gelände nochmals gegen 30° aufsteilt, sind vor allem nach starken Westwinden mögliche massive Schneeverfrachtungen zu beachten. Über die Hintere Scharte 2696m verläuft auch eine Aufstiegsvariante auf den Griankopf 2896m. Diese Variante bietet einen relativ sicheren Aufstieg zum Griankopf 2896m, welcher sich für den Hochwinter anbietet, wenn die Verhältnisse an der Normalroute häufig als ungünstig zu erachten sind. http://www.skitours-paradise.com/tour/sesvennagruppe/rojen/hintere_scharte
Neutour Hintere Scharte 2696m im Rojental!

Neutour Griankopf 2896m im Rojental!

Die Skitour auf den Griankopf 2896m ist mit 5,6 Kilometer einer der längeren Anstiege im Skitourengebiet Rojental. Zunächst geht es entlang dem Rojenbach flach bis unterhalb der Egg Alpenhütte 2065m. Dabei sollte man sich im Bereich des Talbodens und damit entlang der Fahrstraße in Richtung Vallungtal halten. Wo Grionbach und Vallungbach sich vereinigen, biegt man über Almwiesen nach Südwesten in das Tal des Grionbachs ab. Würde man den Weg über die Egg Alpenhütte 2065m suchen, hätte man Probleme mit den zahlreichen Viehzäunen. So aber kann man problemlos im Verlauf des Bachbettes aufsteigen. Im hinteren Bereich des Talbodens bei Punkt 2346m kann man zwischen der Aufstiegsvariante über die Hintere Scharte 2696m und den Nordrücken, sowie der Normalroute wählen. Die Normalroute führt uns gegen Süden in Richtung Vallungschartl 2610m und weiter über das anschließende östlich exponierte Gipfelkar. In diesem Bereich ergeben sich mehrere Aufstiegsvarianten. Je nach Schnee- und Lawinenverhältnisse wird man gewisse Geländepartien zu umgehen versuchen, da auch der Griankopf 2896m wie alle Gipfel hier am Alpenhauptkamm sowohl für südliche, als auch nördliche Winde sehr anfällig ist und so die Schneedecke häufig stark vom Wind beeinflusst ist. Dementsprechend ist besonderes Augenmerk auf potentiell eingewehte Geländebereiche zu achten. Am sichersten ist man hier deshalb im fortgeschrittenen Frühjahr bei sicheren Firnverhältnissen am Weg. http://www.skitours-paradise.com/tour/sesvennagruppe/rojen/griankopf
Neutour Griankopf 2896m im Rojental!

So,14.04. Granatenkogel 3304m!

Start bei der Talstation der Festkogelbahn in Obergurgl 1900m. Über die Skipiste zum Beginn des Ferwalltals. Nach der Zollhütte 2502m orientiert man sich nach Süden auf die gewaltige Felspyramide des Granatenkogels zu. Dieser Skiberg ist einer der formschönsten Tourengipfel in der Umgebung von Obergurgl. Über die Reste des Östlichen Ferwallferners geht zu einer Einsattelung bei Punkt 3076m. Von hier konnten wir heute bei sehr günstigen Bedingungen mit angeschnallten Ski (benötigten nicht einmal Harscheisen) bis zum Gipfel aufsteigen. Zumal eine Aufstiegsspur vorhanden war, konnten wir die 1415m Höhenmeter Aufstieg in 3 Stunden bewältigen, ohne uns wesentlich verausgeben zu müssen. Aber die Verhältnisse können sich natürlich auch ganz anders darstellen. Dann nämlich, wenn der Nordwestgrat abgeweht ist und man einen massiven Windharsch-, oder auch Schmelzharschdeckel vorfindet, sollte man Steigeisen und einen Eispickel durchaus dabei haben. Zudem macht es auch nur dann Sinn die Ski mit auf den Gipfel zu nehmen, wenn man die gewaltige Gipfelflanke mit bis zu 45° Neigung befahren kann. Dazu sind absolut sichere Lawinen-, sowie beste Schneeverhältnisse Voraussetzung. Die teils felsdurchsetzte Steilflanke erlaubt keine Fehler, was einem ein Absturz im Mai 2012 mit Todesfolge eindringlich in Erinnerung rufen sollte. Heute allerdings waren die Verhältnisse perfekt, was auch zahlreiche Befahrungen unter Beweis stellten. Bis in die Nähe der Zollhütte 2503m gab es noch großartigen Pulverschnee, danach teils Firnschnee. Doch aber der Zollhütte 2503m geht es ja sowieso in Schussfahrt bis an den Beginn des Ferwalltals.

Sa,13.04. Äußerer Bärenbartkogel 3471m!

Von Melag 1912m ca. 1570 Höhenmeter Aufstieg über die weitgehend unproblematische Normalroute via Bärenbartferner. Bis ca. 2300m Seehöhe sorgten Wärme und Feuchtigkeit der letzten Stunden für einen problematischen Schneedeckenaufbau. Doch die bestehende Aufstiegsspur nahm uns die Skepsis und unser Ziel für die Abfahrt waren sowieso die direkten Nordhänge via Freibrunner Ferner hinunter zur Melagalm. Zunächst hieß es einmal die Spur zum Gipfel anzulegen. Eine direkte Aufstiegsspur vom Tal her über den Freibrunner Ferner endete vor dem Beginn des Gletschers, der in diesem Bereich 40° bis 45° Steilheit aufweist. Es ist in jedem Fall immer die von uns eingeschlagene Normalroute zu wählen! Warum soll man sich künstlich in Gefahr begeben, wenn man dann eh den Gipfel nicht erreicht? Bei der gewaltigen Abfahrt über den Freibrunner Ferner tut man sich dann schon leichter. Das macht Spass, das ist grandios! Absolut sichere Lawinenverhältnisse vorausgesetzt und da hatten wir gegen Ende der 1300 Höhenmeter direkten Abfahrt unsere Bedenken. Doch die Schneedecke hielt und so ging es die letzten Höhenmeter mit angezogener Handbremse noch hinunter zur Melagalm und zurück nach Melag.

Mi,10.04. Kühtaier Haute Route!

Von Kühtai 2017m auf den Pirchkogel 2828m. Abfahrt bei noch tollem Pulverschnee durch das Schneetal bis zur Stamser Alm 1873m. Aufstieg zum Kreuzjoch 2563m und Abfhart zur Kühtaier Landesstraße. In Summe 1500 Höhenmeter Aufstieg. Bei dieser Tour müssen unbedingt sicherste Lawinenverhältnisse vorherrschen, dann aber kommt man bei dieser Tollen Überschreitung voll und ganz auf seine Kosten.

Di.09.04. Sulzkogel 3014m in den Stubaier Alpen!

Der Sulzkogel 3014m gehört zu den Skitourenklassikern im Kühtai. Aktuell herrschen hier sehr gute und sichere Tourenverhältnisse vor. Generell bietet sich die Tour am idealsten im Frühjahr an. Im Hochwinter wäre hier mancher, auch in der unmittelbaren Umgebung gelegene Hang mit großer Vorsicht zu genießen. 5 bis 10 cm Neuschnee, sowie der generell in den nordexponierten Hanglagen noch trockene und pulvrige Altschnee sorgten für sehr gute Abfahrtsverhältnisse. Bei derartigen Schnee- und Lawinenverhältnissen, sowie strahlendem Sonnenschein (allerdings wehte am Gipfel ein starker und böiger Westwind) alleine am Sulzkogel unterwegs sein zu dürfen, das muss man wohl schon zu den Skitourenwundern zu zählen. Das ist beinahe schon so, wie wenn Ostern und Weihnachten im Kühtai auf denselben Tag fallen würden.

Sa,06.04. Scheibler 2978m Rundtour!

Von St.Anton 1300m durch das Moostal und vorbei an der Darmstädter Hütte 2384m bei guten Schneeverhältnissen und ab der Roßfallalm auch bei blauem Himmel zum Gipfelaufbau. Über die Ostrinne bei optimalen Verhältnissen mit angeschnallten Ski zum Gipfel. Abfahrt bis Pt.2700m. Aufstieg zur Scharte, über die man auf die Reste des Faselfadferners übersetzt. Tolle Pulverabfahrt ins Oberfaselfad. Ab dem See 2420m Aufstieg gegen Osten zum Faselfadjöchli 2636m. Abfahrt über den Augstenberg hinab zum Kartellspeicher. Durch das Moostal zurück nach St.Anton 1300m. In Summe 27,5 Kilometer und 2150 Höhenmeter Aufstieg bei überraschend perfekten Wetter- und Schneeverhältnissen.

Do,04.04. Pirchkogel 2828m!

Aufstieg über die Normalroute vom Weiler Marlstein 1780m aus. Diese ist ziemlich stark zerfahren, was eine Abfahrt hier sicherlich nicht unbedingt zu einem großartigen Erlebnis gemacht hätte. Zunächst ging es aber über den Westrücken problemlos zum Gipfel, wo einiges los war. Wir wählten nun zunächst einmal die Abfahrt an der Nordseite des Pirchkogels 2828m hinunter ins Stamser Karle, gut 600 Höhenmeter perfekter Pulverschnee bis auf eine Seehöhe von ca. 2140m. Von hier Aufstieg zum Schafjoch und weiter zum Steinmandel auf ca.2640m Seehöhe. 12:00 Uhr Mittag war nun der ideale Zeitpunkt, um über die gewaltige Südflanke in perfektem Firnschnee nach Marail 1730m abzufahren. Von hier ein letzter Anstieg (1/2 Stunde) zurück nach Marlstein 1780m. 1650 Höhenmeter Aufstieg und ebenso viel Abfahrt, teils im Hochwinterpulver, teils im Frühjahrsfirn. Ein Tag 2 Jahreszeiten.

Neutour Hoher Riffler 3168m von Pettneu!

Eine Skitour auf den Hohen Riffler 3168m, egal von welcher Seite man diese auch angehen mag, gehört zu gewaltigsten skibergsteigerischen Unternehmungen in der Verwallgruppe. Der Aufstieg von Pettneu ist wohl jene Variante, bei der man am relativ einfachsten den Gipfel erreichen kann. Doch mit 10 Kilometer und beinahe 2000 Höhenmeter Aufstieg ist die Tour eine konditionell extreme Herausforderung. Aber auch skitechnisch muss man alle Register ziehen können, zumal im Bereich der Schlüsselstelle, im sogenannten „Schluff“, häufig auch ein kurzes Stück leichter Kletterei zu bewältigen ist und man zudem für einige Höhenmeter in den Stapf übergehen muss. Die Steilheit des Geländes erreicht hier über 40° . Dass bei dieser Tour absolut sichere Lawinenverhältnisse vorherrschen müssen, versteht sich von alleine. Aber auch bei einer sehr günstigen Lawinenwarnstufe hat man den Gipfelsieg noch nicht in der Tasche. Der Gipfelbereich des Hohen Rifflers 3168m, vom Schluff aufwärts, ist nämlich den Winden extrem ausgesetzt und so braucht es schon schneereiche Bedingungen, um im oberen Teil die Skitour auch wirklich mit angeschnallten Ski absolvieren zu können. Aber auch in einem normalen, oder schneereichen Winter muss man im Gipfelbereich die Schneeflächen zwischen den Steinen immer noch suchen. http://www.skitours-paradise.com/tour/verwallgruppe/stanzertal/hoherriffler_pettneu Diesen Beitrag minimieren
Neutour Hoher Riffler 3168m von Pettneu!

Di,02.04. Furgler 3004m Überschreitung!

Von See mit den Skiliften bis auf 2370m Seehöhe. Dann über das Furglerjoch 2748m auf den Gipfel. Eine Aufstiegsspur war vorhanden, ebenso zahlreiche Abfahrtsspuren im Bereich der Normalabfhart, sowie hinab nach Serfaus. Wir aber fuhren über die Südwestflanke gut 150 Höhenmeter in Richtung Tiefentalsee ab und querten dann hinüber in die Scharte zwischen Lawenskopf 2877m und Furgler 3004m um dann über die schönen und nicht allzu steilen Skihänge ins Istalanztal abzufahren. Der Südwind vom Montag hat leider auch hier den Schnee schon etwas beeinflusst, doch die Schneeverhältnisse waren noch gut. In den Südhängen konnte die Sonne trotz anhaltender Kälte den Schnee gut umsetzen, die Firnbedingungen in den Südlagen verbessern sich.

Mo,01.04. Piz Sursass 2910m!

Unser eigentliches Ziel war der Piz Nuna 3124m, Ausgangspunkt Ardez/Sur En 1469m im Unterengadin. Doch unerwartet stark auflebender Südwind sorgte in den Hochlagen für größere Schneeverfrachtungen. Um den Triebschneeablagerungen am Piz Nuna 3124m aus dem Weg zu gehen, entschieden wir uns kurzfristig bei Pt. 2436m gegen Osten in Richtung Piz Sursass 2910m aufzusteigen. Trotz des Windeinflusses waren die gut 20 cm Pulverschnee in den flacheren Passagen vor den kammnahen Steillagen noch ziemlich locker aufgebaut. Die eigentlichen Probleme lagen heute in den gipfelnahen Rinnen und Flanken. Die Normalroute erfolgt über einen 30° bis 35° steilen Nordwesthang zu Pt. 2832m am Beginn des flachen Südrückens hinauf zum Gipfel. Doch auch diesen stuften wir für den Aufstieg als zu kritisch ein, obwohl der Schweizer Lawinenwarndienst in seiner Ausgabe vom 31.03. 17:00 Uhr die Stufe 2 für diesen Bereich ausgab. Doch der unerwartet stark auflebende Südwind veränderte die Situation unserer Ansicht nach vor Ort doch grundlegend. Somit entschieden wir uns für die ausgehend von Pt. 2622m bis zu 40° steil aufragende Südwestflanke. Hier war der Neuschnee ausgeblasen, beziehungsweise als kleine Lawinenrutscher abgegangen. Hervor kam hier ein leider nicht tragfähiger Schmelzharschdeckel, sodass der weitere Aufstieg zwar recht sicher, aber etwas mühsam war. Über den Nordwestgrat ging es dann zum Gipfel. Für die Abfahrt wählten wir den Nordwesthang der Normalroute, da uns in der Abfahrt das Risiko deutlich berechenbarer erschien. Die Abfahrt gestaltete sich dann auch weitgehend problemlos. Anzumerken ist noch, dass einerseits im Umfeld der Tour einzelne Lawinenabgänge beobachtet werden konnten (Nicht allzu viele Kilometer Luftlinie entfernt, gab es auch mehrere Todesopfer http://www.orf.at/#/stories/2174646/) und andererseits die Schneedecke stellenweise grundlos aufgebaut ist, was zu einzelnen Stürzen in der Abfahrt führte.

Do,28.03. Grünsteinrunde-Light in den Mieminger Alpen!

Die Grünsteinrunde-Extrem http://www.skitours-paradise.com/tour/mieminger_gebirge/zugspitzarena/gruensteinrunde_extrem mit der Abfahrt von der Biberwierer Scharte 2000m nach Biberwier haben wir bereits auf Skitours Paradise veröffentlicht. Heute ging es aber nach Hölltörl 2126m und Grünsteinscharte 2272m zum Tajatörl 2259m und hinunter nach Ehrwald. Es ist die klassische Grünsteinrunde, welche von der Masse der Tourengeher absolviert wird. Auch wenn an idealen Tourentagen hier einiges los ist, die Masse der Tourengeher kann nichts daran ändern, dass es sich hier um eine landschaftlich großartige Überschreitung (4x Auffellen) handelt. Aber auch skifahrerisch gesehen braucht sich diese Rundtour keineswegs zu verstecken. Daran konnte heute auch kräftiger Südföhn, sowie ein Wolkenaufzug zur Mittagszeit nur wenig ändern. An den Sonnenhängen zeigt sich, dass die Sonne binnen eines Tages auch bei diesen Temperaturen den Neuschnee sofort verfestigt. Nordseitig lag noch herrlicher Pulverschnee, wenn auch nicht so viel wie noch am Mittwoch in der westlichen Verwallgruppe.

Mi,27.03. Östliche Eisentaler Spitze 2753m von Langen aus!

Hier im Klostertal lagen im Tal, als auch am Berg gut 20cm Neuschnee, gefallen ohne jeglichen Windeinfluss. Es war perfekter Wildschnee, der wohl Grandioseste dieses Winters. Die 1500 Höhenmeter Aufstieg über die Neue Reutlinger Hütte 2395m hatten es aber zunächst einmal in sich. Im Schatten spürte man den lockeren Neuschnee beim Spuren kaum, aber als das Gelände im Bereich der Neuen Reutlinger Hütte 2395m eindeutig in die Sonne drehte, war es mit der Gemütlichkeit vorbei. Der Schnee stollte sowohl auf der Ober-, als auch an der Unterseite der Ski. Die letzten 400 Höhenmeter forderten unsere Kräfte. Dafür entschädigte uns aber die Abfahrt an der Nordseite des Gipfels im Bereich des Gletschers (oder was davon noch übrig ist) hinab ins Eisental. Perfekter Pulverschnee in perfektem Skigelände. Die Verhältnisse wären auch für morgen noch ideal, zumal ja die Aufstiegsspur schon vorhanden ist. Allerdings drängte am Nachmittag Hochnebel in das Tal der Nenzigastalm und damit wurde die Schneedecke ziemlich angefeuchtet. Keine Ahnung wie weit der Hochnebel mittlerweile hinaufreicht, aber bei uns schon mal bis 1800m hinauf.

Neutour Überschreitung Linker Fernerkogel 3277m - Pitztaler Jöchl 2996m!

Die Silbergrube ist ein stellenweise sehr steiles, hochalpines Kar, welches von der Braunschweiger Hütte 2758m aus über das Pitztaler Jöchl 2996m über knapp mehr als 200 Höhenmeter relativ einfach erreicht werden kann. Dieses Hochkar verwöhnt uns dann mit einer großartigen Steilabfahrt über gut 1200 Höhenmeter hinunter nach Mittelberg, wobei aber sehr sichere Lawinenverhältnisse vorherrschen müssen. Am idealsten lässt sich diese Abfahrt mit einem Aufstieg auf den Linken Fernerkogel 3277m vom Mittelbergferner aus und einer anschließend ersten, großartigen Abfahrt über den nordexponierten Hängenden Ferner kombinieren. Bei einem Start vom Gletscherskigebiet aus erhält man somit für 830 Höhenmeter Aufstieg gut 1970 großartige Abfahrtsmeter. Neben dem Linken Fernerkogel 3277m kann man dabei noch einen weiteren Gipfel, das Pitztaler Jöchl 2996m mitnehmen, was die Tour vor allem für Gipfelsammler noch etwas reizvoller machen dürfte. Wir mussten allerdings auf den Gipfelsieg am Pitztaler Jöchl 2996m verzichten, denn ansonsten wäre die Schneedecke in den unteren, sehr steilen Passagen der Silbergrube wohl schon zu stark aufgefirnt, sodass die Lawinengefahr zu groß geworden wäre. Diesen Aspekt sollte man im späteren Frühjahr unbedingt berücksichtigen. http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/pitztal_mittelbergferner/linkerfernerkogel_pitztalerjoechl
Neutour Überschreitung Linker Fernerkogel 3277m - Pitztaler Jöchl 2996m!

Neutour Linker Fernerkogel 3277m über den Hängenden Ferner!

Neutour Linker Fernerkogel 3277m über den Hängenden Ferner! Die Skitour auf den Linken Fernerkogel 3277m über den Hängenden Ferner ist im Gegensatz zur Normalroute erst ab dem Spätwinter anzuraten, wenn die Gletscherspalten in der Regel zur Genüge zugeschneit sind. Aber auch dann ist bei der Abfahrt immer noch eine gewisse Vorsicht angesagt und sind gute Sichtbedingungen, sowie sichere Lawinenverhältnisse Grundvoraussetzung. Dabei ist der Aufstieg im östlichen Teil des Hängenden Ferners relativ spaltenarm und sicher. Erst der Gipfelanstieg weist größere Spaltengefahr auf, aber damit wird man ja auch bei der Normalroute konfrontiert. Die Abfahrt führt dann jedoch großteils durch den spaltenreichen Teil des Gletschers. Dafür ist diese direkte Abfahrtsführung aber auch ein skifahrerischer Hochgenuss. Dabei ist die Lawinengefahr gerade am Ende des Hängenden Ferners hinunter zum Karlesferner besonders zu beachten, da hier der Gletscher die größten Neigungen aufweist und durch den Gletscherrückzug die Verhältnisse von Jahr zu Jahr sogleich deutlich voneinander abweichen können. http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/pitztal_mittelbergferner/linkerfernerkogel_haengenderferner
Neutour Linker Fernerkogel 3277m über den Hängenden Ferner!

Sa,23.03. Tonigenkogel 3011m!

Von Gries 1570m über die Vordere Sulztalalm 1898m gegen Südwesten ins Sulzkar. Toller Skigipfel, der eigentlich zu Unrecht im Schatten der Skigipfel im Bereich der Amberger Hütte 2136m steht. Derzeit herrschen perfekte Schneeverhältnisse vor, teils noch mehr als 20 cm Pulverschnee in den überwiegend gegen Nord und Nordost exponierten Hängen. Der Gipfelanstieg war trotz bedrohlicher Überwechtung relativ problemlos zu meistern.

Fr,22.03. Wetterkreuzkogel 2591m und Zwölferköpfl 2253m!

Einfache und recht lawinensichere Tourengipfel im Kühtai. Start ist beim Parkplatz an der Kühtai Landesstraße auf ca. 1740m Seehöhe. Über die Obere Issalm gelangt man ins Wörgetal, von wo aus man die beiden Gipfel erreicht. Bis auf den Wetterkreuzkogel 2591m sind 850 Höhenmeter, bis zum Zwölferköpfl 2253m ca. 500 Höhenmeter zurückzulegen. Heute dominierte weiterhin starker, westlicher bis nordwestlicher Höhenwind das Wettergeschehen, die Schneedecke war damit vom Wind deutlich beeinflusst. Trotzdem waren die Abfahrtsverhältnisse sehr zufriedenstellend. Beide Touren eignen sich vor allem für Skitoureneinsteiger.

Neutour Grenzeckkopf 3047m in der Silvretta!

Die Tour auf den Grenzeckkopf (Piz Faschalba) 3047m kann man auch sehr gut mit einem Übergang zur Heidelbergerhütte 2264m via Kronenjoch 2974m verbinden und stellt einen relativ leichten Anstieg dar. Der Aufstieg folgt dem Sommerweg und damit dem Verlauf des Futschölbaches gegen Osten. Erst bei Pt. 2700m zweigt man dann in Richtung Südosten ab und steuert auf den etwas steileren (stellenweise 30° bis 35°) Gipfelhang am Grenzeckkopf 3047m zu. Bis auf diesen Schlussanstieg verläuft die Tour in sehr flach geneigtem Gelände. Dabei ist die Lawinengefahr, abgesehen von großer und sehr großer Lawinengefahr, praktisch kein Thema. Zu viel Neuschnee ist trotzdem ein Problem, dieser erschwert das Spuren im flachen Gelände und bei der Abfahrt müsste man sich dann in Schussfahrt weitgehend an die Aufstiegsspur halten. Nicht ganz unproblematisch ist aber der Schlussanstieg auf den Gipfel. Hier kann der Wind leicht angreifen und fördert starke Schneeverfrachtungen. Bei westlicher Windkomponente wird das Gelände eher abgeweht, bei südlicher hingegen mitunter gefährlich eingeweht. Ansonsten aber stellt der Gipfelanstieg kein wesentliches Problem dar. http://www.skitours-paradise.com/tour/silvretta/jamtalhuette/grenzeckkopf
Neutour Grenzeckkopf 3047m in der Silvretta!

Sa,16.03. Hoher Riffler 3168m von Pettneu aus!

Konditionell und technisch extrem anspruchsvolle Tour für erfahrene Winterbergsteiger. 10 Kilometer, 2000 Höhenmeter sind während 5,5 Stunden zu bewältigen. Dabei ist in der Schlüsselstelle, im sogenannten "Schluff" mehr 40° steiles Gelände in leichter Kletterei (Stahlseil) zu überwinden. Allerdings gestalten sich die Verhältnisse hier jedesmal anders. Nur eine konstante Größe herrscht jedesmal vor, der "Schluff" präsentiert sich zumeist von seiner besch......eidenen Seite. Die Lawinengefahr ist auf der gesamten Tour, jedoch insbesondere im "Schluff" ein Thema. Ich empfehle die Tour nur bei äußerst günstigen Lawinenverhältnissen (Warnstufe 1) an. Der Wind greift nämlich an diesem Gebirgsstock immer massiv durch, sodass Schneeverfrachtungen ganz normal sind. So auch diesmal, allerdings waren diese nur wenige Zentimeter mächtig. Im "Schluff" ließen sich diese Schichten trotzdem wiederholt leicht in homöopathischen Dosen auslösen. Neuschnee der vergangenen Tage hier 10 bis 15 Zentimeter. 10 Zentimeter mehr und die daraus resultierenden mächtigeren Einwehungen, es wäre kein sicherer Gipfelanstieg möglich gewesen. Eine vorzeitige Umkehr wäre an solch einem Berg aber niemals eine Blamage.

Do,14.03. Sechszeiger 2392m über Wenner Kalbenhütte 1590m!

Der Start war zwar bei der Auchtwiese 1140m gut möglich, doch auf dem Waldweg zur Wenner Kalbenhütte 1590m war die Schneeauflage im unteren Teil doch schon ziemlich spärlich vorhanden. Dafür waren die Verhältnisse dann im freien Gelände der Ostrinner hinauf zum Nordrücken, der uns zum Sechszeiger 2392m führt, bestens. Gut 10 bis 15 cm Pulverschnee auf einer gut tragenden Unterlage machten die Abfahrt zum Vergnügen. Allerdings die tiefen Temperaturen, sowie der kräftige Nordwind gingen ganz schön unter die Haut.

Neutour Innerer Nockenkopf 2772m im Rojental!

Die Tour auf den Inneren Nockenkopf 2772m zählt zu den zahleichen kurzen und einfachen Anstiegen an der Nordseite des Rojentals. Wie bei all diesen Anstiegen muss man zunächst einen ersten Aufschwung überwinden, bevor man sich dann über ein Hochplateau dem neuerlich steileren Gipfelaufbau annähert. Bei einer Firntour im Frühjahr ist man lawinentechnisch gesehen weitgehend sicher am Weg. Im Hochwinter allerdings ist das windanfällige Tourengelände durchaus mit Vorsicht zu begehen. Abgewehte Rücken und Grate, sowie eingewehte Mulden und Rinnen sind dann entsprechend bei der Aufstiegs-, als auch Abfahrtsplanung zu berücksichtigen. Sicher unterwegs ist man im Bereich der Rücken. Die Rinnen und Mulden locken mit Pulverschnee, die Lawinenverhältnisse müssen dann aber auf der sicheren Seite sein.
Neutour Innerer Nockenkopf 2772m im Rojental!

Neutour Südlicher Schönpleiskopf 2920m!

Mit Ischgl verbindet wohl ein jeder primär alpinen Skilauf auf überfüllten Skipisten, jedoch kaum einsame Skitouren in unberührter Naturlandschaft. Aber auch damit ist die Umgebung von Ischgl reichlich gesegnet. Die imposantesten und schönsten Touren findet man dabei im abgeschiedenen Madleintal, in das man nördlich der Trisanna direkt von Ischgl aus gelangt. Rasch lässt man am Morgen den sich füllenden Parkplatz der Silvretta Skirarena hinter sich. Über eine Wiese und ein kurzes Waldstück gelangt man zum Madleinbach. Den Aufstieg legt man auf der orographisch linken Talseite an und bleibt dabei auf der lawinensicheren Seite des Tales. Über einen ersten steileren Aufschwung geht es nun für längere Zeit in nur geringem Gefälle gegen Westen zu. Das weitläufige Gebiet der Madleinalm ist sehr übersichtlich. In einer Höhe von ca.2400m beginnen nun die kritischeren Geländepartien. In mehreren Aufschwüngen geht es über 30° bis 40° steiles Gelände hinauf zum Schönpleisjöchli 2809m. Diese Hänge sind insbesondere nach Neuschneefall mit westlichen Winden als sehr problematisch einzustufen. Vom Schönpleisjöchli 2809m geht die Route zunächst ein paar Höhenmeter abwärts, um dann aber gleich in den Schlusshang einzubiegen. Der Gipfelhang ist meist ausgeweht, ruhigen Pulverschnee findet man nur selten vor. Der Hang ist schön kupiert und fördert die Anlage einer schönen und relativ sicheren Aufstiegsspur im zumeist weniger als 30° steilen Gelände. Den Gipfel des Südlichen Schönpleiskopfes 2920m selbst kann man im Gegensatz zum Nördlichen Schönpleiskopf 2943m mit angeschnallten Ski erreichen. Die Abfahrt über großartiges Skigelände verläuft dann weitgehend im Bereich der Aufstiegsspur. http://www.skitours-paradise.com/tour/verwallgruppe/paznaun_verwall/schoenpleiskopf_suedlicher
Neutour Südlicher Schönpleiskopf 2920m!

Mo,04.03. Wannejöchl 2497m Venetmassiv!

An der Südostseite des Venetmassivs gibt es einige sehr schöne und nicht allzu schwierige Anstiege zu den Gipfeln Glanderspitze 2512m, Pillerkreuz 2478m, Wannejöchl 2497m und Kreuzjoch 2464m. Von Piller 1353m aus peilten wir diesmal das Wannejöchl 2497m an und waren ziemlich überrascht, dass der angekündigte Südföhn bereits heute derart stark auffrischte. Doch es war noch vertretbar und im oberen Bereich der Tour firnte es entsprechend später und weniger stark auf. Nachdem der Südföhn bereits heute so stark durchgegriffen hat, ist morgen grundsätzlich mit Föhnsturm zu rechnen. Die Tourenbedingungen verschlechtern sich somit trotz nochmaligen Sonnenscheins deutlich. Der Föhn treibt auch die Temperaturen weiter nach oben, sodass dann von Piller aus diese Skitour kaum noch machbar sein wird. Im unteren Bereich (die ersten 100 bis 200 Höhenmeter) überwiegen bereits die aperen Flächen. Nur die Skitour in Richtung Goglesalm 2017m und weiter zur Glanderspitze 2510m dürfte noch für eine Weile schneesicher bleiben.

So,03.03. Bergleskopf 2577m in den Lechtaler Alpen!

Nachdem die Sonne an den vergangenen Tagen bereits ganze Arbeit geleistet hat, konnte man heute schon mal ruhigen Gewissens eine Firntour ins Auge fassen. Dabei galt aber, eindeutige Südexposition und je weiter man noch oben kommt, umso steiler musste das Gelände sein. Doch vor Tourstart hieß es nochmals in sich zu gehen, da der auch im heurigen Jahr ungünstige Schneedeckenaufbau an den Sonnenhängen (Stichwort Schneemäuler) hat an der Südseite der Lechtaler Alpen bei Pettneu 1247m hinauf zum Kaiserjochhaus 2310m ganze Arbeit geleistet. Vom Tal sah es so aus, dass hier die ganze Schneedecke in Bewegung ist und tatsächlich sind an den letzten Tagen bereits zahlreiche Nassschneelawinen abgegangen. Tiefe Temperaturen und die kompakte Firndecke sorgten dann im Laufe des Aufstiegs doch zunehmend für Gewissheit, dass bei frühzeitiger Abfahrt keine weitere Bewegung in die Schneedecke kommen sollte. Tatsache war dann auch, dass es eine großartige Firnabfahrt in tollem alpinen Ambiente wurde. Doch nicht die gesamten 1350 Höhenmeter boten Firn, da man nämlich auf den Bergleskopf 2577m kurz vor dem Kaiserjochhaus 2310m gegen Westen abbiegt und die hier folgenden Osthänge im Schatten liegen, sodass für einige Höhenmeter auch feinste Pulverschwünge anstanden. Eine abwechslungsreiche und trotzdem nur wenig begangene Skitour, die aber jeden Winterbergsteiger in den Bann ziehen wird. Aktuell kann man sich aber nicht sicher sein, ob am nächsten Tag der Schnee noch oben in den Hängen liegt, oder schon unten im Tal als Lawine weilt.

Neutour Liebener Spitze Westgipfel 3395m!

Die Liebener Spitze, direkt am Ötztaler Hauptkamm an der Grenze zu Südtirol gelegen, teilt sich auf in einen Hauptgipfel 3399m, welcher durch das Gaisbergtal erreicht wird und in einen Westgipfel 3395m, welcher über das Rotmoostal bestiegen wird. Beide Varianten zählen hier am Alpenhauptkamm bei Obergurgl zu denen großartigen, hochalpinen Gletschertouren, welche nur erfahrenen Winterbergsteigern vorbehalten sein sollten, zumal nebst skitechnischen Anforderungen im Aufstieg und in der Abfahrt auch noch die gekonnte Handhabung von Eispickel und Steigeisen je nach Verhältnissen gefragt ist. Auf der hier beschriebenen Tour durch das Rotmoostal auf den Westgipfel der Liebener Spitze 3395m orientiert man sich ab Obergurgl 1920m zunächst im Skigebiet in Richtung Schönwieshütte 2266m. Von hier geht es dann für längere Zeit durch das elendslange und flache Rotmoostal bis an die Zunge des Rotmoosferners. Man darf dabei nicht daran denken, dass man hier ja auch wieder zurück muss. Wenn man im Frühjahr durch dieses formschöne, glaziale Trogtal aufsteigt, sollten sich die angrenzenden Hänge möglichst schon ihrer Lawinenstriche entladen haben, was dann vor allem für den Rückweg entscheidend sein kann. Ansonsten aber bewegt man sich während einer Firntour im lawinensicheren Gelände. Dies gilt dann im Übrigen am Gletscher auch für die Spaltengefahr. Selbst im schneearmen Winter 2011/12 hier am Ötztaler Hauptkamm waren Spalten im Bereich der Route kein Thema. Über den westlich exponierten Teil des Ferners steigt man in recht angenehmer Steigung an das Ende desselben auf. Hier steilt sich dann das Gelände auf bis zu 40° auf und man trachtet danach nun möglichst rasch zum Südwestgrat überzuwechseln. Am Südwestgrat selbst steigt man soweit wie möglich noch mit angeschnallten Ski auf. Dann aber steilt sich der Grat auf über 40° auf und man muss ca. die letzten 100 Höhenmeter in den Stapf übergehen. Dabei sollte man aber Eispickel und/oder Steigeisen dabei haben. Wobei im schneearmen Winter 2011/12 Steigeisen nicht so ideal gewesen wären, da man im Gratverlauf wiederholt von pickelhart gefrorenem Firnschnee auf Fels wechseln musste. Ob dies in einem schneereichen Winter ebenso der Fall ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ein Pickel hätte sicherlich bessere Dienste geleistet. In jedem Fall zeigt es sich, dass diese Tour eine klassische Firntour im Frühjahr ist und einen ausgesprochen hochalpinen Charakter aufweist. Die Abfahrt erfolgt im Bereich der Aufstiegsspur.
Neutour Liebener Spitze Westgipfel 3395m!

Sa,02.03. Piz Zuort 3119m in der Sesvennagruppe!

Die Sesvennagruppe südlich des Inn wird in diesem Bereich auch als Engadiner Dolomiten bezeichnet. Nicht zu unrecht, die Szenarie im Val Zuort ist einmalig, die mehr als 1700 Höhenmeter von Fontana 1402m am Fuße von Schloss Tarasp gelegen, sind ein durch und durch hochalpines Unterfangen. Sehr sichere Lawinenverhältnisse sind für diese Tour Voraussetzung, insbesondere im nach Osten exponierten, mehr als 40° steilen Gipfelhang. Die 1700 Höhenmeter Aufstieg können dann gut 1:1 in großartige Abfahrtsschwünge umgemünzt werden. Allerdings haben wir heute das Val Zuort schon ziemlich verspurt, allzu viel Platz ist nicht mehr vorhanden. Zudem präsentiert sich die Schneedecke im unteren Teil des Val Zuort etwas grundlos. Doch die Schneehöhen sind durchaus als ausreichend einzustufen.

Fr,01.03. Rauher Kopf 2695m - Überschreitung Pfundser Tschey!

Über den Lahnkopf 2471m weiter zum Rauhen Kopf 2695m. Schöner und relativ einfacher Anstieg über 1200 Höhenmeter. Den Rauhen Kopf 2695m haben wir dann gegen Süden zu bis zum Beginn eines schönen NW-Kars am Fuße des Kraghals überschritten. Auch dieser Weiterweg stellte kein Problem dar. Über dieses Nordwestkar kann man im übrigen auch vom Gschneirerbach her aufsteigen, was auch schon einige Tourengeher getan haben. So zeichneten wir nicht als Erste unsere Spuren in den Pulverschnee. Kein Problem das Kar bietet ja genug Platz. Allerdings muss man sich nun schon sehr eindeutig in den schattigen Bereichen bewegen, ansonsten weist die Schneedecke bereits einen schwachen Schmelzharschdeckel auf, an den steileren Südhängen bis gegen 2400m hinauf gibt es teils sogar schon eine tragfähige Firnschicht.

Do,28.02. Riererkopf 2856m in der Samnaungruppe!

1600 Höhenmeter Aufstieg recht ungleichmäßig verteilt über 9,2 Kilometer. Der Start zu dieser sehr selten begangenen, weil abgelegenen Tour erfolgt zwischen dem Kappler Weiler Nederle/Ulmich und dem ersten Ischgler Weiler Ebene vor der Lawinengalerie auf 1290m. Dabei geht es auf einem flachen Forstweg in Richtung Vesulalm 1967m. Bis hierhin muss man schon mal gut 2 Stunden veranschlagen. Wegen den ersten 700 Höhenmetern müsste man diese Tour wahrlich nicht machen. Was aber dann folgt ist ein abgelegenes, ruhiges Alpinszenario vom Feinsten. Einzelne Spuren stammen von Tourengehern, die vom Skigebiet Ischgl hierher finden. Unser Tourenziel präsentiert sich hingegen unverspurt jungfräulich. Dabei macht es nur Sinn diese beinahe 5 Stunden Aufstieg anzugehen, wenn die Lawinensituation realistische Chancen erwarten lässt, in das gewaltige Nordwestkar am Riererkopf 2856m sicher einfahren zu können. Dabei bekommt man es gleich einmal zu Beginn mit der bis zu 40° steilen Nordflanke zu tun. Aber nach den ersten 200 Höhenmetern legt sich das Nordwestkar deutlich zurück. Die gut 900 Höhenmeter Pulverabfahrt bis zur Vesulalm 1967m entschädigen dann für alles. Schattseitig ist der Pulverschnee noch makellos, stellenweise aber auch etwas grundlos.

Mi,27.02. Urgtal Trophy!

Bei perfekten Pulverschneebedingungen und sehr günstigen Lawinenverhältnissen bot es sich an die Aufstiegsmeter zu reduzieren und die Abfahrtsmeter zu maximieren. Ausgehend vom Skigebiet Fiss erreicht man ohne größeren Aufwand die schönen, aber in der Regel nicht ungefährlichen Nordhänge am Fuße des Hinteren Sattelkopfes 2670m, sowie des Brunnenkopfes 2682m. Ca. 800 Höhenmeter Aufstieg standen 2500 Abfahrtsmetern durchgehend grandioser Pulverschwünge gegenüber. In diesen Bereichen ist mittlerweile der Platz eng geworden. Am Brunnenkopf 2682m schaut es noch etwas besser aus als am Hinteren Sattelkopf 2670m. Hin zum Planskopf 2804m findet man hingegen noch weitgehend unberührte Hänge vor. Vor allem der lange Gipfelhang ist noch jungfräulich, ebenso die Abfahrt vom Urgjoch ins Hochurg.

Mo,25.02. Überschreitung Gatschkopf 2588m - Gigglerspitze 2614m!

Start in Hochgallmigg 1360m. Aufstieg Gatschkopf 2588m über Nordgrat vom Thialkopf 2398m her. Abfahrt über den nach Nordosten exponierten Gipfelhang bis Pt.2200m. Herrlicher, tiefer Pulver, optimale Verhältnisse. Aufstieg zumThialkopf 2398m und nochmals über den Nordgrat in Richtung Gatschkopf 2588m. Bei Pt.2450m Abfahrt vom Nordgrat in Richtung Flathalm 1687m. Auch bei dieser Abfahrt gab es traumhaften Pulverschnee und sichere Verhältnisse. Letzter Aufstieg von der der Flathalm 1687m über Flathsee 2332m auf die Gigglerspitze 2614m. Abfahrt über die Nordwestflanke der Gigglerspitze in Richtung Lawinenstriche und weiter über Tobadill 1138m bis hinunter zum Bahnhof Pians 900m. Auch diese Abfahrt bot auf den gesamten 1700 Höhenmetern Pulverschnee vom Feinsten und relativ sichere Verhältnisse. Der im Gipfelbereich stellenweise etwas lebhafte Südostwind führte entgegen der Annahme des Tiroler Lawinenwarndienstes zumindest in diesen Bereichen zu keiner Verschlechterung der Lawinensituation. Der Schnee war allgemein sehr locker und keineswegs vom Wind beeinflusst. Lawinenwarnstufe 3 in diesem Teil der Samnaungruppe war heute sicherlich zu hoch gefasst , da ansonsten die zahlreichen bis zu 40° steilen Passagen in Aufstieg und Abfahrt über den Tag verteilt sicherlich nicht derart problemlos zu meistern gewesen wären. Aber natürlich, die Situation kann sich ortsbezogen bei mehr Wind ganz anders darstellen. Lawinenlagebericht immer sehr Ernst nehmen und nicht wegen unter Umständen nur punktuellen Abweichungen zur Gänze in Frage stellen. Fazit, wir fühlten uns auf den knapp 2500 Höhenmetern Anstieg und 3000 Höhenmetern Abfahrt puddelwohl und sicher, da ansonsten einige Passagen sicherlich nicht ohne Probleme zu bewältigen gewesen wären. Und auf Glück alleine verlasse ich mich sicherlich nicht.

Neutour Rosskopf 2305m am Kaunergrat vom Pitztal aus!

Die Skitour auf den Rosskopf 2305m steht ganz im Schatten des gewaltigen Nachbars der Rofelewand 3353m. Doch es ist die einfachere und mit 920 Höhenmetern deutlich kürzere Alternative dazu. Während die Tour auf die Rofelewand 3353m ein sehr ernstes, hochalpines Unternehmen über 2000 Höhenmeter ist, kann die Tour auf den Rosskopf auch von weniger alpin erfahrenen Tourengehern angegangen werden. Allerdings ist die Lawinengefahr bei dieser relativ einfachen Tour in keinem Fall zu unterschätzen. Die freien Osthänge oberhalb der Waldgrenze sind kritisch zu beurteilen. Diese teils über 30° steilen Osthänge sind mit Vorsicht zu genießen. Das innere Pitztal ist eine eher schneearme Region, zudem kann der Wind an diesen freien Osthängen zumeist starke angreifen und damit die Rücken abwehen, sowie die Mulden mit Schnee auffüllen. Nicht nur dass sich damit in den kleinen Tälchen und Mulden leicht Schneebretter aufbauen können, auch kann sich an den abgewehten Rücken leicht ein Schwimmschneefundament bilden. Skifahrerisch reizvoll ist die Tour aber dann, wenn die Lawinenverhältnisse eine direkte Abfahrt über die freien Osthänge hinunter zur Arzler Alm zulassen. Nachfolgend sei dem Lawinenstrich nördlich der Alm Dank. Denn dieser ermöglicht uns eine weiterhin großartige Abfahrt, sofern ausreichend Schnee liegt, bis hinunter ins Tal. Somit können die 920 Höhenmeter Aufstieg beinahe 1:1 in tolle Abfahrtsmeter umgemünzt werden.
Neutour Rosskopf 2305m am Kaunergrat vom Pitztal aus!

Sa,23.02. Rund um die Kappler-Joch-Spitze!

Auffahrt mit den Seilbahnen von Kappl 1182m hinauf zum Lattejoch 2605m. Aufstieg in Richtung Welskogel 2280m. Vom Skidepot bei Pt. 2742m Abfahrt über herrliche Nordwesthänge ins Malfon Tal. Über die Schmalzgruben Scharte 2697m ist aktuell noch niemand übergegangen, beziehungsweise ins Malfon Tal abgefahren. Aufstieg von der Hinteren Malfon Alm 1825m zum Kappler Joch 2672m. Dabei aufkommender, kräftigerer Südostwind, der zu Schneeverfrachtungen führte. Kann unter Umständen ein relativ lokales Ereignis gewesen sein. Für nennenswertere Schneeverlagerungen hat es noch nicht gereicht, aber das kann sich während der nächsten 36 Stunden ja noch ändern. Aktuell wären die Bedingungen, toller Pulverschnee, sowie geringe Lawinengefahr, ideal. Eine Aufstiegsspur führte heute auch in Richtung Hoher Riffler 3168m. Allerdings sah der Hals zwischen Kleinem Riffler 3014m und Blankahorn 3129 ziemlich abgeweht und damit steindurchsetzt aus. Abfahrt in Richtung Durrich Alm 1900m bei perfekten Pulverbedingungen. Grundlegend gilt nun allen steileren Hängen, die von SW über S bis SO exponiert sind, die Sonne hat hier dem Schnee oberflächlich bereits zugesetzt. Ein mehr oder weniger massiver Schmelzharschdeckel ist vorhanden, was so ziemlich für alle Gebirgsgruppen gelten dürfte. Abfahrt über Forstweg nach Oberhaus 1600m und über Wiesen bis zur Paznauntal Landesstraße 1180m. In Summe über 17,5 Kilometer 1150 Höhenmeter Aufstieg und 2600 Höhenmeter Abfahrt.

Neutour Wankspitze 2209m im Mieminger Gebirge!

Die Wankspitze 2209m ist ein bekannter und viel frequentierter Skitourengipfel im Mieminger Gebirge. Für die meisten ist der Umstand, dass es sich um eine relativ lawinensichere Skitour handelt der Anziehungspunkt schlechthin. Zudem sorgen die vielen Tourengeher immer wieder rasch für eine auch für schwächere Skifahrer leicht zu meisternde Buckelpiste in der Abfahrt. Auf andere Tourengeher mag dieser Massenauflauf abweisend wirken, doch tut man damit diesem Skiberg unrecht. Denn auch für erfahrene Skitourengeher hat die Wankspitze 2209m einiges zu bieten. Neben der hier beschriebenen Normalroute, die insbesondere für schwächere und wenig erfahrene Skitourengeher geeignet ist, eröffnen sich einem mehrere spektakuläre Abfahrts- und Aufstiegsvarianten. Den direkten, südexponierten und mehr als 300 Höhenmeter umfassenden Gipfelhang befährt man am besten im Frühjahr bei sicheren Firnverhältnissen. Die spektakuläre Abfahrt in die Hölle sollte erfahrenen und skifahrerisch sicheren Skibergsteigern vorbehalten bleiben. Zudem müssen hier in jedem Fall sehr sicheren Lawinenverhältnisse vorherrschen. Der hochalpine Aufstieg vom Stöttltörl 2036m über den nordexponierten Klettersteig, beziehungsweise die Umrundung der Wankspitze 2209m in Verbindung mit der Abfahrt in die Stöttlreise, Übergang über das Stöttltörl und nachfolgender Abfahrt in die Hölle wird in einem separaten Tourenvorschlag beschrieben.
Neutour Wankspitze 2209m im Mieminger Gebirge!

Neutour Piz Cotschen - Wintergipfel 2973m!

Die Skitour auf den Piz Cotschen 3031m endet im Normalfall bei Punkt 2973m, als Südgipfel, oder auch als Wintergipfel bezeichnet. Der nachfolgende Gratübergang hin zum Hauptgipfel ist für einige Meter noch gut mit Skiern machbar, doch dann wartet ein meist teils stark überwächteter Abschnitt, der nur erfahrenen Winterbergsteigern vorbehalten sein sollte. Im Normalfall beendet man aber die Skitour bei Punkt 2973m. Bis hierher überwindet man ein großartiges Skitourengelände, das weitläufig und schön kupiert ist und damit ideale Voraussetzungen im Aufstieg, als auch in der Abfahrt bietet. Sowohl im Hochwinter, als auch im Frühjahr ist die Skitour bei günstigen Verhältnissen gut machbar. Das Gelände weist nur am breiten Südostrücken, sowie im oberen Bereich der direkten Abfahrtsvariante Steilheiten über 30° auf. Bei etwas problematischeren Lawinenverhältnissen hält man sich dann auch in der Abfahrt an die Aufstiegsspur. Der Südostgrat weist hier nämlich im Normalfall etwas günstigere Lawinenverhältnisse auf, weil dieser meist vom Neuschnee abgeweht ist und man sich auf einem harten Windharschdeckel bewegt. Aber natürlich kann der Einzelfall von dieser Einschätzung situationsbedingt natürlich auch abweichen. Abgesehen davon reiht sich diese Skitour in die Reihe der ganzen großen Tourenberge im Unterengadin ein, welche diese Region zu einem einzigartigen Skitouren El Dorado machen.
Neutour Piz Cotschen - Wintergipfel 2973m!

Mo,18.02. Halsl 2523m am Beginn des Kaunergrat!

Sehr selten begangene Skitour an der Nordseite der Hohen Aifner Spitze 2779m. Start in Piller im Weiler Moosanger auf ca.1250m. Aufstieg entlang dem Forstweg zur Kielebergalm 1761m. Langweilig, aber das war nicht unsere Abfahrtsroute. Von der Alm entlang dem Sommerweg in das weite Kar am Nordfuss der Hohen Aifner Spitze 2779m. Man gelangt dann recht unproblematisch im schön kupierten Gelände hinauf zum Halsl 2523m. Der Übergang zum Kreuzjöchl 2589m ist durch eine breite Felswand verstellt. Doch ca. 1300m Aufstieg sind ganz okay. Die Verhältnisse waren überwiegend gut. Oberhalb der Waldgrenze ist die Schneeverteilung stark vom Wind geprägt. Aber in den Mulden und Rinnen ist die Schneegrundlage massiv, darauf liegen bis zu 20cm Pulverschnee. Kanten, Grate und Rücken sind hingegen teils stark abgeblasen. Trotzdem waren die Verhältnisse sehr sicher. Ab der Waldgrenze hält man sich bei der Abfahrt dann in direkter Falllinie im Bereich einer breiten Waldschneise entlang dem Kielebergbach. Man gelangt derzeit problemlos zurück zum Forstweg bei Punkt 1600m. Im Bereich der Waldschneise stellenweise etwas grundloser Schnee, für gute Skifahrer aber kein Problem.

Peziner Spitze 2550m in der Verwallgruppe vom Tal aus!

Im östlichsten Teil der Verwallgruppe, am Talanfang des Paznaun, befinden sich an der Südabdachung des Hauptkamms mehrere schöne, südseitig gelegene Tourenziele. Zumal hier die Almflächen und Hochwiesen die Waldgrenze auf ca. 1700m Seehöhe in Richtung Tal drängen, eröffnen sich einem skifahrerisch gesehen ein paar sehr lohnende Tourenziele, die zudem meist vielfältige Aufstiegs- und Abfahrtsvarianten aufweisen. Ein solches Tourenziel, das mehrere solcher Varianten aufweist, ist die Peziner Spitze 2550m, die jedoch zufolge der umfangreichen Lawinenverbauung im oberen Bereich einiges an freier Skifläche eingebüst hat. Das stört uns auf dieser Tour aber nur wenig, da wir einerseits den Aufstieg direkt am Talboden bei der Trisanna, beziehungsweise beim ehemaligen Gasthof Rössle beginnen und andererseits die grandiose Abfahrt hinunter ins Flungtobel wählen, wo wir uns abseits dieser Verbauung bewegen. Dafür erhöht sich auf dieser Variante das Lawinenrisiko, was aber hauptsächlich für die Hochwintermonate gilt. Bei sicheren Firnbedingungen im Frühjahr ist man diesbezüglich problemlos am Weg. Aber es hat schon seinen besonderen Reiz 1500 Höhenmeter Aufstieg praktisch 1:1 in schöne Abfahrtsschwünge umsetzen zu können.
Peziner Spitze 2550m in der Verwallgruppe vom Tal aus!

Neutour Grünberg 1497m am Mieminger Plateau!

Der stillgelegte Grünberglift ist zum El Dorado für alle Tourengeher geworden. Freundlicherweise wird die ehemalige Piste nach wie vor präpariert und so wird diese leichte und lawinensichere Einsteigertour häufig frequentiert. Die Tour ist ideal für alle Anfänger und jene, die sich mit dem Geländefahren schwer tun. Garantie hat man allerdings keine, dass die alte Trasse auch tatsächlich präpariert ist.
Neutour Grünberg 1497m am Mieminger Plateau!

Piz Arina 2828m von Ramosch aus!

Das Unterengadin verwöhnt mit zahlreichen großartigen und formschönen Skitourengipfeln. Momentan haben die nördlich des Inn gelegenen und damit südexponierten Tourengipfel bereits Hochsaison. Vom Piz Salet 2971m über den Muttler 3294m bis eben zum Piz Arina 2828m wurden heute Skispuren in den frischen Pulverschnee gezogen. Das kommt nicht von ungefähr, denn nebst dem prachtvollen Wetter sind die aktuellen Schneebedingungen im Unterengadin grandios. Das haben wir auch entsprechend ausgenützt und sind diesmal in Ramosch direkt an der Engadiner Straße 1160m gestartet. Am Ende standen 1670 Höhenmeter und 7.5 Kilometer Aufstieg zu Buche. Neben diesem Anstieg gibt es noch jenen von Vna 1600m der Kürzeste und den meiner Meinung nach Grandiosten, weil er auch die längste und schönste Abfahrt aufweist, welcher in Seraplana ebenfalls an der Engadiner Straße 1100m beginnt. Von Vna 1600m aus sind heute einige Tourengeher auf den Piz Arina 2828m aufgestiegen. Aber die weitläufigen Hänge bieten ja auch genügend Platz, sodass man an den nächsten Tagen immer noch Platz für seine Spur vorfinden wird. Optimal wäre an den kommenden Tagen sicherlich die Abfahrt hinunter nach Seraplana. Hier hat man ab dem Hochplateau bei Buorcha Ost- bis Nordosthänge, wo der Schnee noch lange pulvrig bleibt. Leider gibt es für den Piz Arina 2828m aktuell noch keine Routenbeschreibung, was aber schon bald bereinigt wird.

Mi.13.02. Lahnkopf 2471m in der Pfundser Tschey!

Die Pfundser Tschey ist ein reizvolles Skitourengebiet. Die Skihänge locken, nur hat man hier von Jahr zu Jahr mit Schneearmut zu kämpfen. Es handelt sich nun mal um ein inneralpines Trockengebiet. Da braucht's schon einen schneereichen Winter, so wie heuer. Aber auch wenn die Schneemengen stimmen, so muss man hier an den überwiegend nordexponierten Hängen immer den Schwimmschnee im Auge behalten. Dieser bildet sich hier sehr leicht auf Grund der meist geringen Schneemächtigkeiten. Werden dann die Nordhänge wie zu Wochenbeginn von Süden her mit Südföhn eingeweht, dann wird's gefährlich. Heute waren an den Nordflanken der Berge zahlreiche, frische Lawinenkegel zu beobachten. Am südexponierten Lahnkopf 2471m waren hingegen die Verhältnisse günstig. Der Untergrund recht gut gesetzt, die Neuschneeauflage locker abgelegt. Zudem hat man heute die Sonne schon kräftig gespürt. P.S. Gegen Süden zu am Ötztaler Hauptkamm waren zahlreiche Schneefahnen zu beobachten. Wer vor hat eine Skitour südlich des Alpenhauptkamms zu unternehmen, muss dort mit einer vom Wind beeinflussten Schneedecke rechnen.

Neutour Platzer Spitze 3098m im Kaunertal!

Das Kaiserbergtal ist ein wunderschönes Hochgebirgstal, in dessen Einzugsgebiet einige sehr lohnende Skitourenziele liegen. Der bekannteste und am häufigsten begangene Skitourenberg ist der Atemkogel 3010m, weil er gleich am Beginn des Tales gelegen ist. Hier hat man natürlich die schöneren, weil direkter in der Fallinie gelegenen Skihänge. Um zur Platzerspitze 3098m zu gelangen muss man hingegen zunächst einige Kilometer im sehr flach gelegenen Kaisberbergtal zurücklegen. Erst am Talschluss beginnt sich das Gelände hin zum Gipfel langsam aufzusteilen. Dieser Geländeverlauf bedingt auch, dass man diese Tour nur bei Firnverhältnissen und nicht bei Neuschnee angehen sollte, da man ansonsten 2/3 des Aufstiegs praktisch wieder zurückschieben muss. Bei Firn und Schönwetter ist diese einsam gelegene Tour allerdings durchaus lohnenswert.
Neutour Platzer Spitze 3098m im Kaunertal!

Neutour Muttler 3294m von Tschlien aus!

Der Muttler 3294m ist der Hauptgipfel der Samnaungruppe, die von Landeck bis ins Unterengadin reicht, und damit ein begehrtes Skitourenziel. Allerdings ist die Skitour auf diesen Gipfel, egal ob man diesen von Samnaun, Vna oder eben wie hier beschrieben von Tschlien aus angeht, ein hochalpines Unterfangen. Dabei ist der hier beschriebene Anstieg skitechnisch gesehen noch der Einfachste, dafür aber mit ca. 10 km Länge und 1750 Höhenmeter auch der längste Anstieg. Idealerweise unternimmt man die Tour im Frühjahr bei perfekten Firnbedingungen, dann ist man hier problemlos unterwegs. Vor allem der steile Schlussanstieg auf den Gipfel verlangt sehr sichere Lawinenverhältnisse. Einziger Makel ist der durch eine Richtfunkanlage verschandelte Gipfelbereich, aber irgendwo müssen die Dinger ja stehen (Wer kein Handy hat, der werfe als Erster den Skistock). Bei Firn darf man sich dann auf eine großartige Abfahrt freuen. Über herrliches Skigelände geht es zurück nach Pardguin und bei guter Schneelage nun nicht der Aufstiegsspur folgend, sondern hinunter über die offenen Wiesen nach Saloms und Plajazan. Jetzt muss man zwar auf einem Forstweg die Skistöcke etwas einsetzen, aber schon bald erreicht man die Schlusswiesen, die uns zurück nach Tschlien leiten.
Neutour Muttler 3294m von Tschlien aus!

Neutour Rietzer Grießkogel 2884m Stubair Alpen!

Der Rietzer Grießkogel 2884m stellt im nördlichsten Teil der Stubaier Alpen zwischen dem Kühtai und dem Inntal die höchste Erhebung dar und ist somit eine viel besuchtes Skitourenziel. Knapp 1000 Höhenmeter Aufstieg über meist weitläufiges und schön kupiertes Gelände sorgen für recht übersichtliche Verhältnisse auf dieser Tour. Allerdings darf man die langgezogenen Südwesthänge am Beginn der Tour bis zur Oberen Zirmbacher Alm lawinentechnisch nicht außer Acht lassen. Zudem sind im weiteren Aufstieg nochmals zwei Steilstufen mit 30° bis 35° zu bewältigen, welche ebenso lawinentechnisch nicht unbeachtet bleiben sollten. Doch grundlegend von Vorteil erweist sich die häufige Begehung der Tour, sowie die südliche Exponierung des Großteils des Aufstiegsgeländes. Das Herzstück der Tour ist dann der langezogene Westgrat, welcher bis knapp unterhalb des Gipfels problemlos im Stapf zurückgelegt werden kann. Nur die letzten Meter weisen einen etwas hochalpineren Charakter auf. Grandios dann der Ausblick auf das Inntal.
Neutour Rietzer Grießkogel 2884m Stubair Alpen!

Fr,08.02. Grünberg 1497m!

Einfache und lawinensichere Tour über 470 Höhenmeter am Mieminger Plateau. Ideal für Anfänger und all jene, die mit einer Tiefschneeabfahrt Probleme haben. Auch nach dem Abbau des Grünbergliftes wird die Piste nach wie vor bis zum Gipfel präpariert.

Neutour Piz Sesvenna 3204m!

Der Piz Sesvenna 3204m ist Namensgeber für die gesamte Sesvenngruppe und zugleich ihr höchst gelegener Vertreter. Aber dieser Umstand alleine wäre zu wenig, um die Großartigkeit dieses Skiberges und der damit verbundenen Skitour herausstreichen zu wollen. Um die Tour von Schlinig aus an einem Tag angehen zu können, benötigt man aber nicht nur eine ausgesprochen gute Kondition, sondern man sollte auch ausreichend alpine Erfahrung an den Tag legen. Der Ostgrat am Ende der Gipfelbesteigung weist nämlich durchaus Ernst zunehmende alpine Schwierigkeiten auf, zumal ungünstige äußere Bedingungen und ein erhöhtes Alpinistenaufkommen diese noch zusätzlich erhöhen können. Somit sind nicht allein die beinahe 1700 Höhenmeter Aufstieg aufgeteilt auf 10 Anstiegskilometer als das Kriterium anzusehen, sondern durchaus auch das hochalpine Gelände, sowie die zu erreichende absolute Seehöhe von 3200m. Hinzu kommt natürlich auf der Abfahrt, der nicht zu vermeidende Gegenanstieg zurück vom Sesvennagletscher hinauf zur Fuorcla Sesvenna 2819m, welcher vielen noch einmal eine gewisse Überwindung abverlangt. Und dann bleiben noch weitere 7 Abfahrtskilometer zurück nach Schlinig. Wer sich dieser Herausforderung an einem Tag nicht gewachsen fühlt, dem bleibt immer noch die Möglichkeit die Tour auf zwei Tage aufzuteilen und eine Nächtigung auf der großartig geführten Sesvennahütte 2256m einzuschieben. Man kann sich dabei sicher sein, bestens bewirtet zu werden. Eindeutige Gefahrenstellen sind trotz der Länge der Tour nur sehr wenige vorhanden und zudem sehr leicht auszumachen, beziehungsweise kann man sich bereits im Vorfeld recht gut darauf einstellen. Die Erste stellt die Umgehung einer Steilstufe, der sogenannten „Croda Nera“ dar. In dieser bis zu 40° steilen Passage ist die Lawinengefahr zu beachten, aber nicht nur nach Neuschneefällen, sondern aus den darüber liegenden, südlich exponierten Steilhängen am Fuße des Vermunkopfes 2870m können insbesondere infolge kräftiger Tageserwärmung auch Selbstauslösungen von Lawinen erfolgen. Zumeist können die dafür kritischen Zeitpunkte aber recht gut abgeschätzt werden. Der weitere Aufstieg erfolgt über weitgehend gut einzuschätzendes und nicht allzu lawinenträchtiges Gelände. Die zweite kritische Stelle liegt am Ostgrat. Die Überwindung der dortigen „Schlüsselstelle“ verlangt alpine Erfahrung und Schwindelfreiheit. Wer dann noch das Glück hat günstige Schneeverhältnisse vorzufinden, kann das großartige und weitläufige Skigelände dieser Tour dann auch so richtig ausnützen.
Neutour Piz Sesvenna 3204m!

Neutour Krahberg 2203m von Rifenal aus!

Der Skitourenboom der vergangenen Jahre macht sich gerade bei dieser Tour am deutlichsten bemerkbar. Diese Tour ermöglicht nämlich einen sicheren Aufstieg abseits der Skipiste, um aber gerade dann auf der Abfahrt selbige zu nützen. Für viele endet die Tour oft schon bei der Zammer Alm 1775m, einige bezwingen aber auch den Krahberg 2203m und absolvieren die vollen 1260 Höhenmeter Aufstieg.
Neutour Krahberg 2203m von Rifenal aus!

Frudigerkopf 2149m in der Pfundser Tschey!

Kurze und einfache Tour über schöne Lärchenwiesen an der Südseite der Pfundser Tschey. Ideal für Skitoureneinsteiger, die sich schon mal 550 Höhenmeter zutrauen. Aktuell sind hier die Verhältnisse ideal, wenn man bedenkt, dass oberhalb der Waldgrenze der Südwind der letzten Zeit der Schneedecke ziemlich zugesetzt hat. Die Altschneedecke ist gesetzt und gut tragfähig. Oben auf liegen 10 bis 20 cm Pulverschnee, dem der Wind auf dieser Seehöhe kaum etwas anhaben konnte.

Neutour Niederjöchl 2340m von Pirchegg aus!

Neutour Niederjöchl 2340m von Pirchegg aus! Das eigentliche, in den Karten verzeichnete Niederjöchl 2346m, direkt am Hauptkamm gelegen, wird bei dieser Tour nicht angegangen. Vom Niederjöchl selbst ist man durch eine Senke getrennt, weshalb es auch keinen Sinn macht dieses zu besteigen, außer man fasst eine der beiden Überschreitungen ins Auge, bei denen das Niederjöchl 2346m in die Tour einzubeziehen ist. Die hier beschriebene Tour endet aber beim „Wintergipfel“ 2340m, welcher dem Joch nur wenig vorgelagert ist. Hinauf gelangt man vom Weiler Pirchegg 1500m über 840 Höhenmeter schönster Hoch- und Almwiesen. Hält man sich im Aufstieg, sowie in der Abfahrt an die Normalroute kann die Tour auch bei erheblicher Lawinengefahr durchaus problemlos gemeistert werden. Erst bei größerer Lawinengefahr könnten im Gipfelbereich Selbstauslösungen von Lawinen aus dem angrenzenden Hauptkamm zur Gefahr werden. Ansonsten aber ist diese Tour gerade für den weniger erfahrenen, jedoch interessierten Skitourengeher geeignet. Das Gelände ist meist sanft geneigt und gut zu überblicken, was gerade auch in der Abfahrt für ungeübtere Skifahrer von Vorteil ist. Die Tour hat ihren Reiz sowohl im Hochwinter bei Pulverschnee, als auch im Frühjahr bei Firn. Bei sehr günstigen Lawinenverhältnissen kann man im Gipfelbereich auch die Abfahrt über den direkten Gipfelhang ins Auge fassen.
Neutour Niederjöchl 2340m von Pirchegg aus!

Neutour Peziner Spitze 2550m Normalroute!

Im östlichsten Teil der Verwallgruppe, am Talanfang des Paznaun, befinden sich an der Südabdachung des Hauptkamms mehrere schöne, südseitig gelegene Tourenziele. Zumal hier die Almflächen und Hochwiesen die Waldgrenze auf ca. 1700m Seehöhe in Richtung Tal drängen, eröffnen sich einem skifahrerisch gesehen ein paar sehr lohnende Tourenziele, die zudem meist vielfältige Aufstiegs- und Abfahrtsvarianten aufweisen. Ein mittelschweres Tourenziel über die Normalroute ist die Peziner Spitze 2550m, die zwar zufolge der umfangreichen Lawinenverbauung im oberen Bereich einiges an freier Skifläche eingebüst hat, die aber somit nun auch bei erheblicher Lawinengefahr durchaus angegangen werden kann. Die Tour auf die Peziner Spitze 2550m eignet sich insbesondere für nicht so erfahrene Tourengeher, die einmal ein etwas alpineres Ziel angehen wollen. Man behält hier nämlich problemlos den Überblick über das Gelände und kann sich relativ leicht orientieren. Allerdings sollte man sich im Bereich der Lawinenverbauungen nicht restlos auf die Lawinengatter verlassen, denn man hat keine 100%-ige Garantie, dass sich nicht doch auch einmal zwischen den Gattern ein kleines Schneebrett löst. Trotzdem erhöhen die Gatter natürlich die objektive Sicherheit, wenn auch noch genügend Passagen übrig bleiben, bei denen man sich ganz einfach im freien, alpinen Gelände samt der damit verbundenen Lawinenproblematik , befindet. Der besondere Reiz der Tour ist, dass man die gut 1050 Höhenmeter Aufstieg praktisch 1:1 in schöne Abfahrtsschwünge umsetzen kann. Dies gilt von Dezember bis Anfang April, wobei vor allem der Hochwinter hier seinen Reiz besitzt, da Touren, die um diese Jahreszeit zur Gänze im Sonnenschein liegen, ja nicht allzu häufig sind. Aber natürlich auch als Firntour ist der Berg allemal eine Skitour wert.
Neutour Peziner Spitze 2550m Normalroute!

Neutour Matthäuskopf 2741m!

Das Tourengebiet Zanders, das von der höchst gelegenen Gemeinde Tirols von Spiss 1627m aus, noch aber idealer von der Spissermühle 1600m aus, gut zugänglich ist, stellt ein grandioses, weitläufiges alpines Skigelände dar. Dort erschließen sich mehrere Tourenziele in den verschiedensten Schwierigkeitskategorien. Ein Tourenziel, das in den einzelnen Kartenwerken namenlos, aber trotzdem mit einem Gipfelkreuz versehen ist, ist der Matthäuskopf 2741m. Für alle Tourenziele gilt, der Eingang ins Zanders, von der Spissermühle 1600m bis zu den Zanderswiesen ist bezüglich der Lawinengefährdung nicht zu unterschätzen. Es ist hier aber nicht alleine die Lawinentätigkeit nach großen Neuschneefällen zu beachten, sondern im Frühjahr auch die tageszeitlich bedingte Lawinenaktivität im Zuge der Tageserwärmung. Also auch am Ende einer Tour muss man hier nach wie vor die Augen offen halten. Von den Zanderswiesen über die Fließer Alm 2003m bis zur Stieralm 2290m bewegt man sich über schöne, freie Almwiesen, wobei sich das alpine Gelände immer mehr aufschließt und weitläufige Skihänge locken. Von der Stierlam 2290m erfolgt der Aufstieg weiterhin über sehr günstig gelegenes Skitourengelände, das lawinensicher gelegen ist. Bereits bei der Stieralm 2290m lösen wir uns von der Aufstiegsspur, welche vorbei an der Zollhütte in Richtung Unterer Malfragkopf 2666m zieht. Wir halten uns etwas nördlicher und ziehen in das nächste, in Ost-West-Richtung orientierte Kar, welches zwischen Unterem 2666m und Oberem Malfragkopf 2776m eingebettet ist. Gegen Süden grenzt sich dieses Kar durch eine Felszone ab, welche vom Unteren Malfragkopf 2666m aus gesehen sehr abweisend wirkt. Das Aufstiegskar ist hingegen sehr sanft gelegen und kaum lawinengefährdet. Die letzten Aufstiegsmeter verlaufen im Stapf über etwas steileres, aber leicht zu bewältigendes Gelände. Bei geringer Schneeauflage muss man vielleicht auch einmal kurz den Kontakt mit dem nackten Fels suchen, was jedoch kaum Probleme macht. Für die Abfahrt ist noch anzufügen, dass das Hochkar gegenüber der Sonne gut geschützt ist, sodass man hier auch noch im Frühjahr Pulverschnee vorfindet.
Neutour Matthäuskopf 2741m!

Neutour Westliche Eisentaler Spitze 2710m!

Die großartigen Tourenziele auf der Vorarlberger Seite der Verwallgruppe sind durch Aufstiegshilfen von Stuben, als auch von Wald aus relativ leicht zu erreichen und damit während den Betriebszeiten der Skilifte relativ häufig begangen. Dazu zählt auch die Westliche Eisentaler Spitze 2710m, welche von den Sonnenkopfbahnen her als Überschreitung mit deutlich weniger Aufstiegmetern zu erreichen ist. Wer es aber abwarten kann, dass einmal die Schneebedingungen bereits im Frühwinter ideal sind, oder im Frühjahr noch ausreichend Schnee liegt, der wird dann hier mitunter ein recht einsames Tourenziel vorfinden und kann das traumhaft schöne Skitourengelände in vollen Zügen auskosten. Der Start beginnt dabei in Langen 1165m im Bereich der Autobahnmeisterei, wo man auch eine Parkmöglichkeit vorfindet. Im ersten Teil des Aufstieges geht es auf dem Forstweg in Richtung Nenzigast Alm 1476m. Ab hier beginnt sich das Gelände im Nenzigast Tal so richtig aufzutun. Bis in den Bereich des Bärenbades hält man sich am Talboden, umgeben von durchaus beobachtungswerten Lawinenhängen. Nun mehr geht es über eine stellenweise über 40° steile Geländestufe hinauf ins Eisental. Hier braucht es im Aufstieg sehr sichere Lawinenverhältnisse. Positiv ist, dass der Hang im Laufe des Winters häufig befahren wird. Im Eisental verläuft der Aufstieg zunächst im relativ flachen Gelände. Wenn sich dann das Eisental gegen Süden zu auszurichten beginnt, steilt sich das Gelände langsam wieder auf. Bis hin zum Talschluss lassen sich aber Steilstufen relativ gut umgehen. Beim letzten Anstieg vor dem Gipfelaufschwung kommt man aber um 35° geneigtes, nordexponiertes Gelände nicht umhin. Hier ist die Lawinengefahr nochmals ein großes Thema. Der südexponierte Gipfelaufschwung sollte im Frühjahr, wenn nicht gerade viel Neuschnee hinzu gekommen ist, kein größeres Problem mehr darstellen. Im Stapf geht’s die letzten Meter zum Gipfel. Die nun folgende Abfahrt lässt jedenfalls keine Wünsche offen.
Neutour Westliche Eisentaler Spitze 2710m!

Neutour Hinteres Kreuzjoch 2853m!

Das Tourengebiet Zanders, das von der höchst gelegenen Gemeinde Tirols von Spiss 1627m aus, noch aber idealer von der Spissermühle 1600m aus, gut zugänglich ist, stellt ein grandioses, weitläufiges alpines Skigelände dar. Dort erschließen sich mehrere Tourenziele in den verschiedensten Schwierigkeitskategorien. Das höchst gelegenste Tourenziel, das auch mit dem längsten Anstieg verbunden ist, ist das Hintere Kreuzjoch 2853m. Doch für alle Tourenziele gilt, der Eingang ins Zanders, von der Spissermühle 1600m bis zu den Zanderswiesen ist bezüglich der Lawinengefährdung nicht zu unterschätzen. Es ist hier aber nicht alleine die Lawinentätigkeit nach großen Neuschneefällen zu beachten, sondern im Frühjahr auch die tageszeitlich bedingte Lawinenaktivität im Zuge der Tageserwärmung. Also auch am Ende einer Tour muss man hier nach wie vor die Augen offen halten. Von den Zanderswiesen über die Fließer Alm 2003m bis zur Stieralm 2290m bewegt man sich über schöne, freie Almwiesen, wobei sich das alpine Gelände immer mehr aufschließt und weitläufige Skihänge locken. Von der Stierlam 2290m erfolgt der Aufstieg weiterhin über recht günstig gelegenes Skitourengelände, wobei man sich immer wieder im Bereich der Rücken von Plateau zu Plateau vorarbeiten sollte. Der Anstieg bis zum Gipfelaufbau erfolgt nämlich über mehrstufiges Tourengelände. Das Gelände ist gut kupiert, ungünstige Geländepassagen können so gut umgangen werden. Den Gipfelhang geht man dann in seinem südöstlich exponierten Teil an. Der direkte Anstieg durch den Südhang würde nämlich durch teils 35° bis 40° geneigtes Gelände verlaufen. Da das Hintere Kreuzjoch 2853m ein nach allen Himmelsrichtungen recht freistehender Gipfel ist, ist hier oben zumeist auch die Schneedecke stark vom Wind beeinflusst. Vor allem im Zuge einer starken und kalten Nordströmung können sich gerade im direkten Südhang gefährliche Schneebretter aufbauen. Bei unsicheren Verhältnisse sollte man den Gipfelhang somit auch wieder über die Aufstiegsspur abfahren. Am sichersten unterwegs ist man natürlich im Frühjahr im Zuge einer Firntour. Wenn hierbei die Temperatur- und Schneeverhältnisse passen, dann hat man im oberen Teil der Tour ab der Stierlam 2290 kaum ein Problem. Im Zuge dieser Tour, sowohl im Hochwinter als auch im Frühjahr, bieten sich bei guten Schneeverhältnissen die schönen Hänge oberhalb des Zandersbaches an. Man bleibt dann also bis hinunter zur Fließer Alm 2003 auf der orographisch linken Seite des Baches.
Neutour Hinteres Kreuzjoch 2853m!

Mo,07.01 Wankspitze 2209m!

Der Regen der letzten Zeit hat dem Schnee unterhalb von 1500m arg zugesetzt. Man kann aktuell aber noch problemlos vom Gasthof Arzkasten 1100m starten. Die Schneedurchfeuchtung reicht derzeit nahe 2000m hinauf. Gleichzeitig ist der nasse Schnee schattseitig gefroren. Dementsprechend ruppig sind die Verhältnisse unter 2000m, oder man findet bereits einen tragfähigen Harschdeckel vor. Oberhalb von 2000m im freien Gelände ist die Schneedecke, sowie die Schneeverteilung nach wie vor stark vom Wind gezeichnet. In Summe waren die Verhältnisse hier heute mehr als besch....! Ganz nach dem Motto, Hauptsache etwas getan. Foto hab ich lieber vom letzten Jahr genommen, ist motivierender.

Neutour Unterer Malfragkopf 2666m!

Das Tourengebiet Zanders, das von der höchst gelegenen Gemeinde Tirols von Spiss 1627m aus, noch aber idealer von der Spissermühle 1600m aus, gut zugänglich ist, stellt ein grandioses, weitläufiges alpines Skigelände dar. Dort erschließen sich mehrere Tourenziele in den verschiedensten Schwierigkeitskategorien. Das „einfachste“ Tourenziel, da mit dem kürzesten Anstieg verbunden ist, ist zugleich auch das Lawinensicherste, der Untere Malfragkopf 2666m. Doch für alle Tourenziele gilt, der Eingang ins Zanders, von der Spissermühle 1600m bis zu den Zanderswiesen ist bezüglich der Lawinengefährdung nicht zu unterschätzen. Es ist hier aber nicht alleine die Lawinentätigkeit nach großen Neuschneefällen zu beachten, sondern im Frühjahr auch die tageszeitlich bedingte Lawinenaktivität im Zuge der Tageserwärmung. Also auch am Ende einer Tour muss man hier nach wie vor die Augen offen halten. Von den Zanderswiesen über die Fließer Alm 2003m bis zur Stieralm 2290m bewegt man sich über schöne, freie Almwiesen, wobei sich das alpine Gelände immer mehr aufschließt und weitläufige Skihänge locken. Von der Stierlam 2290m erfolgt der Aufstieg weiterhin über sehr günstig gelegenes Skitourengelände, das lawinensicher gelegen ist. Wenn man den eigentlichen Unteren Malfragkopf 2654m, wie er in den Kartenwerken verzeichnet ist, erreichen will, dann muss man am Schluss der Tour einen kurzen, häufig leicht überwächteten Osthang (siehe Aufstiegsvariante) aufsteigen. Allerdings ist der Durchstieg dieses Osthanges nicht unproblematisch, was dann auch für die Abfahrt über den ostseitig gelegenen Gipfelhang (siehe Abfahrtsvarianten) gilt. Dafür benötigt aber man deutlich sicherere Lawinenverhältnisse als im Bereich der hier beschriebenen Normalroute. Lohnend sind die Abfahrtsvarianten aber allemal, wenn auch der Gipfelhang eben nicht zu unterschätzen ist. Aber auch die hier beschriebene Normalroute muss sich im Abfahrtsbereich nicht verstecken. Bis hinab zur Fließer Alm 2003 wird man zahlreiche Pulverschwünge in den Schnee zeichnen.
Neutour Unterer Malfragkopf 2666m!

Neutour Große Samnaundurchquerung!

Die Große Samnaundurchquerung stellt eine von mehreren Möglichkeiten alpiner Winterüberschreitungen in der Samnaungruppe dar, die vom Skigebiet See aus in Angriff genommen werden können. Wie jede dieser Überschreitungen, so richtet sich auch dieser Tourentipp nur an erfahrene Skibersteiger mit entsprechender Erfahrung , den notwendigen Kenntnissen und ausreichender Kondition, sowie gutem skifahrerischem Können. Wer diese Tour dann bei geeigneten Wetter-, Schnee- und Lawinenverhältnissen absolvieren kann, dem eröffnet sich ein schönes, noch wenig begangenes Touren-El Dorado. Man muss dabei jedoch in Kauf nehmen größere Distanzen mit Aufstiegshilfen im Skigebiet See, sowie im Skigebiet Serfaus zurücklegen zu müssen. Da sich dabei im Skigebiet Serfaus keine Möglichkeit ergibt, eine Ski-Karte zu lösen, ist es auch nur möglich, die Tour bei Besitz einer entsprechenden Saisonkarte, bzw. einer Regiocard zu absolvieren. Da ein Großteil der Aufstiegsmeter mit Aufstiegshilfen absolviert wird, kommt man in Summe auch nur auf ca. 1150 Höhenmeter die man selbst im Aufstieg zurücklegen muss. Dafür summieren sich die Abfahrtsmeter auf ca. 3650 Höhenmeter, wobei der Großteil im freien, alpinen Gelände absolviert wird. Kürzere Abfahrten unternimmt man auch in den Skigebieten, aber meist nur, um von Lift zu Lift zu gelangen. Trödeln darf man auf dieser Tour sicherlich nicht, da diese eine Gesamtdistanz von ca. 36 Kilometer umfasst. Insgesamt muss man 5 verschiedene Aufstiegsbahnen benutzen. 6 bis 7 Stunden sind für die Tour als Minimum einzuplanen. Bei unsicheren Wetterbedingungen ist die Tour nicht zu empfehlen, da eine Orientierung bereits bei guten Bedingungen jemandem, der diese Tour zum ersten Mal in Angriff nimmt, genug abverlangt. Eines ist noch anzumerken. Da im Skigebiet Serfaus im Sommer 2011 der Minders-Schlepplift, die Letzte der Aufstiegshilfen in einen Sessellift umgebaut wurde und nun eine leicht geänderte Trassenführung verfolgt, stimmen die Angaben in der Karte in diesem Bereich mit den nun vorherrschenden aktuellen Verhältnissen noch nicht überein. Doch am Tourenverlauf selbst ändert dies wenig, einzig es kommen noch ein paar Höhenmeter Abfahrtsvergnügen hinzu.
Neutour Große Samnaundurchquerung!

Neutour Vorderes Kreuzjoch - Normalroute 2845m!

Das Vorder Kreuzjoch 2845m ist einer der schönsten Skitourenberge in der Samnaungruppe. Das weitläufige und schön kupierte Gelände bietet sich geradezu ideal für Skitouren an. Einerseits kann man recht eindeutig seine Aufstiegsspur anlegen und andererseits ermöglicht es verschiedenste Abfahrtsvarianten, welche man je nach Lawinenverhältnissen wählen kann. Neben der hier beschriebenen Normalroute kann das Vordere Kreuzjoch im Zuge einer Skitour auch in eine Überschreitung eingebaut werden. Einmal als klassische Einzelüberschreitung vom Tal aus und einmal in die großartige Mehrfachüberschreitung im Zuge der Durchquerung der Samnungruppe bei der Route „Große Samnaunrunde“. Die Normalroute mit ihren 1380 Aufstiegs-, beziehungsweise 2220 Gesamtabfahrtsmetern startet man mit der Auffahrt von See zur Bergstation der Medrigjochbahn 1787m. Von hier fährt man gut 300 Höhenmeter zunächst der Talabfahrt folgend und dann entlang einem Forstweg bis Punkt 1469m ab, wo man dann auffellt. Wer ohne Bergfahrt auskommen will, kann einerseits direkt im Tal 1036m, oder beim Putzloch 1185m starten. Dementsprechend verlängert sich der Aufstieg um 300 bis 400 Höhenmeter. Bei dem hier beschriebenen Aufstieg folgt man zunächst einem Forstweg. Bei Punkt 1535m kann man der Beschilderung folgend auf den Sommerweg ins Flathtal abzweigen. Dieser mündet vor dem Flathbach kurzzeitig nochmals in einen Forstweg. Ab der Brücke beim Flathbach bei Punkt 1678m folgen wir wiederum dem Sommerweg taleinwärts in Richtung Süden, um uns bei Punkt 1825m am Sommerweg in Richtung Gampertun Alm zu orientieren. Schon bald gelangen wir über die Waldgrenze und bewegen uns im freien und weitläufigen Gelände des Hochplateaus um die Gampertun Alm. Der Aufstieg über flaches Gelände (weshalb man hier nicht bei größeren Neuschneemengen aufsteigen sollte, da dann die Abfahrt zur reinen Schussfahrt werden muss) gegen Süden zu ist recht eindeutig vorgegeben. Wir arbeiten uns so konsequent näher an den Gipfelaufbau heran. Nun folgt der heikelste Teil des Aufstiegs. Um den Beginn des Ostrückens zu erreichen, muss man im östlichen Teil der langgestreckten Gipfelflanke eine um die 30° steile Passage überwinden. Sichere Lawinenverhältnisse sind Voraussetzung, um hier möglichst sicher den Grat zu erreichen. Über den Ostrücken geht es dann mit Ski unschwer zum Gipfel, der uns wohl mit einem der größten, wenn nicht mit dem größten Gipfelkreuz Tirols empfängt. In der Abfahrt lockt natürlich die direkte Abfahrt über den schönen Gipfelhang, wobei aber uneingeschränkt sichere Lawinenverhältnisse vorherrschen müssen. Ansonsten orientiert man sich in der Abfahrt strikt an den Aufstieg. Im Anschluss an die schönen Böden der Gampertun Alm kann man sich einerseits weiter an die Normalabfahrt halten, wobei der Osthang hinunter ins Flathtal noch einmal kritisch zu beurteilen ist, insbesondere nach Schneefall mit starkem Westwind, oder man wählt eine Waldschneise, die etwas schwieriger zu finden ist, die uns dafür aber direkter hinunter ins Flathtal bringt. Voraussetzung dafür ist aber eine ausreichende Schneelage. Ab dem Flathbach geht es auf dem schon im Aufstieg großteils benutzten Forstweg bis zur Talabfahrt, womit wir problemlos zurück nach See 1036m gelangen.
Neutour Vorderes Kreuzjoch - Normalroute 2845m!

Neutour Lawenskopf 2877m!

Der Lawenskopf 2877m im Istalanztal gelegen, steht ganz eindeutig im Schatten des Furgler 3004m. Dieser Umstand macht ihn aber als Skitourenziel nicht weniger interessant. Ganz im Gegenteil, dieser Berg ist ein ausgesprochen attraktives Tourenziel. Dabei kann man den Gipfel gleich von mehreren möglichen Ausgangspunkten aus ins Auge fassen. Der hier beschriebene Anstieg startet etwas oberhalb von See im sogenannten Putzloch auf 1185m, womit 9 Kilometer Streckenlänge, sowie 1700 Höhenmeter Aufstieg zu bewältigen sind. Je nach Schneelage ist auch ein Start direkt bei der Talstation der Bergbahnen ein Thema. In diesem Fall wären dann 1850 Höhenmeter zu bewältigen. Man kann aber auch zunächst die Auffahrt mit den Bergbahnen, hinauf zur Medrigjochbahn Bergstation 1787m wählen, womit sich die Aufstiegsmeter auf 1150 Höhenmeter reduzieren. Bis zum Beginn des Istalanztales erfolgt der hier beschriebene Aufstieg großteils auf der Talabfahrt und dann entlang dem Istalanzbach recht unspektakulär und über lawinensicheres Terrain. Im Istalanztal geht es nun oberhalb der Waldgrenze im freien Gelände relativ flach bis zu einer markanten Talstufe, die uns zwingt gegen Südwesten auszuweichen und einen teils 30° bis 35° steilen Nordosthang aufzusteigen, der durchaus mit Vorsicht angegangen werden soll, zumal auch aus den darüber befindlichen Steilflanken an der Ostseite des Stillegg 2670m Selbstauslösungen von Lawinen in ungünstigen Situationen leicht möglich sein können. Nachfolgend geht es im Bereich der Bergli Alm wiederum recht flach weiter, bevor wir auf einer Seehöhe von 2300m nach Osten schwenken, um den Aufstieg weiter fortzusetzen. Dabei halten wir deutlichen Abstand von den Nordhängen des Lawenskopfes 2877m, sowie der Arrezköpfe 2845m. Erst der Schlussanstieg ab etwa einer Seehöhe von 2700m über den Nordhang, der uns zum Gipfel führt, erfordert im 30° bis 35° geneigten Gelände nochmals sehr sichere Verhältnisse. In einem derartigen Fall erreicht man dann den Gipfel auf recht unproblematische Weise. Generell ist zu betonen, dass das in Nord-Süd-Richtung verlaufende Istalanztal sehr windanfällig bei Südföhnwetterlagen ist. In derartigen Fällen kommt es hier immer wieder zu massiven Schneeverfrachtungen und einer dementsprechenden problematischen Lawinensituation. Ansonsten zeichnen sind die potentiellen Gefahrenbereiche recht eindeutig ab. Die Abfahrt erfolgt mit nur wenigen Abstrichen weitgehend im Bereich der Aufstiegsspur. Wichtig ist noch darauf hinzuweisen, dass man nicht nur wegen der Lawinengefahr Verhältnisse mit Neuschneemengen kleiner 20 Zentimeter wählen sollten, sondern auch wegen der eingestreuten, flachen Passagen, die man ansonsten in reiner Schussfahrt zurücklegen müsste.
Neutour Lawenskopf 2877m!

Neutour Simmering 2096m!

Der Weg ist das Ziel. Eine Skitour, die bis zur Simmeringalm 1813m keine nennenswerte Lawinengefahr aufweist, zumal der Aufstieg auf einem Forstweg durch geschlossenen Wald erfolgt. Erst die letzten 250 Höhenmeter verlaufen im freien, alpinen Gelände und erfordern etwas Erfahrung, sowie ein grundsätzliches Einschätzungsvermögen alpiner Gefahren. Eine schwungvolle Abfahrt darf man sich zudem nicht erwarten, denn lediglich die obersten 250 Höhenmeter, als auch die letzten 200 Höhenmeter der 1050 Höhenmeter Abfahrt erfolgen über freies Gelände und können so ein wenig Abfahrtsgenuss versprühen. Eine Tour für Einsteiger, die vom Pistentourengehen eine Stufe weiter kommen wollen, oder auch eine Trainingstour bei größerer Lawinengefahr, wenn die Tourenmöglichkeiten in der Umgebung stärker eingeschränkt sind. In jedem Fall aber ist der grandiose Ausblick oben am Simmering 2096m allemal einen Aufstieg wert.
Neutour Simmering 2096m!

Neutour Kübelgruben Kopf 2870m!

Die Skitour auf den Kübelgruben Kopf 2870m stellt im Tourengebiet der Ascher Hütte 2256m einen der einfacheren Anstiege dar. Nicht nur weil die Aufstiegshilfen die zu bewältigenden Aufstiegsmeter auf 685m reduzieren, sondern weil auch das schöne und weitläufige Hochkar der Kübelgrube ein optimales Tourengelände darstellt. Selten beginnt ein Tourengeher den Aufstieg direkt in See 1065m im Ortsteil Schaller am Ende der Rodelbahn. Von hier kann er über Rodelbahn und dann über den Sommerweg hinauf zur Versingalm aufsteigen, ohne die Bahn benützen zu müssen. Dann allerdings summieren sich die Aufstiegsmeter bis zum Gipfel auf gut 1805 Höhenmeter. Bis an den Beginn des Schlussanstieges ist man auch relativ lawinensicher am Weg. Hier aber sollte man nun entsprechenden Abstand von den Nordflanken der Glockspitze 2846m und des Kübelgruben Kopfes 2870m lassen. Im Hochwinter, insbesondere nach Südwindphasen sind daraus auch immer wieder Selbstauslösungen von Lawinen zu beobachten. Aber auch der Schlusshang hinauf zur Kübelgruben Scharte 2770m ist immer wieder mit entsprechender Vorsicht zu begehen. Die letzten 100 Höhenmeter Aufstieg sind bei ausreichender Schneelage ebenfalls gut mit Ski bewältigbar, sodass man die Abfahrt direkt am Gipfel starten kann. Über die schönen, jedoch teils recht flachen Hänge der Kübelgrube geht es hinunter zur Versingalm und zurück ins Skigebiet. Wer sich für die Abfahrtsvariante von der Versingalm entlang dem Schallerbach hinunter zur Rodelbahn entscheidet, erhält bei ausreichender Schneelage noch ein paar zusätzliche Abfahrtsmeter im freien Gelände. Ansonsten aber bietet sich die Talabfahrt im Skigebiet See an. Somit kommen in jedem Fall gut 1800 Höhenmeter Abfahrt zusammen.
Neutour Kübelgruben Kopf 2870m!

Neutour Gamsbergspitze - Wintergipfel 2620m!

Auch wenn immer alle von der Skitour auf die Gamsbergspitze 2839m sprechen, so erreichen doch die wenigsten den eigentlichen Gipfel, da dieser deutlich schwieriger zu erreichen ist. Vielmehr haben fast alle Tourengeher „nur“ den schönen, vorgelagerten, am Beginn des NW-Grates liegenden Westhang der Gamsbergspitze 2839m im Auge. Ihr Ziel durchwegs der „Vorgipfel“ auf ca. 2620m Seehöhe gelegen. Bis hier hinauf steigt man über perfektes und weitläufiges Skitourengelände auf. Die meisten Tourengeher wollen dann eben ganz einfach die traumhaft schönen Skihänge hinunter zur Versingalm nutzen. Dabei beginnt auch der Großteil der Tourengeher seinen Aufstieg an der Bergstation der Medrigjochbahn 1787m. Selten beginnt ein Tourengeher den Aufstieg direkt in See 1065m im Ortsteil Schaller am Ende der Rodelbahn. Von hier kann er über Rodelbahn und dann über den Sommerweg hinauf zur Versingalm aufsteigen, ohne die Bahn benützen zu müssen. Dann allerdings summieren sich die Aufstiegsmeter bis zum Gipfel auf gut 1565 Höhenmeter. Die Abfahrt ist bei herrlichem Pulverschnee ganz einfach ein Traum. Das weitläufige Skigelände räumt jedem Platz für seine ganz individuelle Abfahrtsspur ein. Wer sich für die Abfahrtsvariante von der Versingalm entlang dem Schallerbach hinunter zur Rodelbahn entscheidet, erhält bei ausreichender Schneelage noch ein paar zusätzliche Abfahrtsmeter im freien Gelände. Ansonsten aber bietet sich die Talabfahrt im Skigebiet See an. Somit kommen in jedem Fall gut 1600 Höhenmeter Abfahrt zusammen.
Neutour Gamsbergspitze - Wintergipfel 2620m!

Neutour Rotpleiskopf 2936m von See aus!

Der Rotpleiskopf 2936m stellt im Bereich der Ascher Hütte 2256m das interessanteste, weil auch gewagteste Tourenziel dar. Nur bei optimalen Schnee-, sowie sehr sicheren Lawinenverhältnissen kann man diese Tour in Auge fassen. Aber auch dann sollte die Tour nur sehr erfahrenen Winterbergsteigern, die eine sehr gute Abfahrtstechnik, sowie eine perfekte Spitzkehrentechnik besitzen. Der kürzeste Aufstieg von 825 Höhenmetern ergibt sich, wenn man die Auffahrt mit der Medrigjochbahn, sowie der Zeinisbahn bis auf 2213m wählt. Selten beginnt ein Tourengeher den Aufstieg direkt in See 1065m im Ortsteil Schaller am Ende der Rodelbahn. Von hier kann er über Rodelbahn und dann über den Sommerweg hinauf zur Versingalm aufsteigen, ohne die Bahn benützen zu müssen. Dann allerdings summieren sich die Aufstiegsmeter bis zum Gipfel auf gut 1870 Höhenmeter. Auf der hier beschriebenen Route fährt man aber zunächst einmal von der Bergstation der Zeinisbahn 2213m gut 100 Höhenmeter ab, um dann auf ca. 2100m unterhalb der Ascher Hütte 2256m den eigentlichen Aufstieg zu beginnen. Für kurze Zeit folgt der Aufstieg dem Sommerweg zur Spinnscharte 2681m. Doch schon bald zweigen wir in Richtung des Nordkars am Rotpleiskopf 2936m ab. Bis auf eine Seehöhe von 2670m erfolgt der Aufstieg über relativ sanft geneigtes und weitläufiges Gelände. Dann allerdings versperrt der steile Nordhang den weiteren Aufstieg. In diesem kann man von Zeit zu Zeit auch einmal eine Aufstiegsspur erkennen. Man muss sich aber bewusst sein, dass man sich damit ohne Ausweichmöglichkeit für längere Zeit in einem gefährlichen Lawinenhang befindet. Deshalb weichen wir auch auf den etwas lawinensicheren NW-Grat aus. Der NW-Grat ist breit genug, um hier mehr oder weniger durchgängig mit Ski aufsteigen zu können. Aber auch hier sind sehr sichere Lawinenverhältnisse Voraussetzung. Die letzten Meter zum Gipfel verlaufen dann nochmals im weitläufigen Gelände. Die Abfahrt sollte sich die ersten 100 Höhenmeter an der Aufstiegsspur orientieren. Erst bei Punkt 2830m sollte man dann in die skifahrerisch reizvolle Nordflanke wechseln. Bei sehr optimalen Schnee- und Lawinenverhältnissen besteht auch die Möglichkeit direkt vom Gipfel in diese Nordflanke abzufahren. Im Anschluss an den steilen Gipfelhang kann man nun je nach Schneeverhältnissen verschiedenste Varianten hinunter zur Versingalm wählen. Wer sich für die Abfahrtsvariante von der Versingalm entlang dem Schallerbach hinunter zur Rodelbahn entscheidet, erhält bei ausreichender Schneelage noch ein paar zusätzliche Abfahrtsmeter im freien Gelände. Ansonsten aber bietet sich die Talabfahrt im Skigebiet See an. Somit kommen in jedem Fall gut 1900 Höhenmeter Abfahrt zusammen.
Neutour Rotpleiskopf 2936m von See aus!

Neutour Planskopf 2936m von See aus!

Der Rotpleiskopf 2936m stellt im Bereich der Ascher Hütte 2256m das interessanteste, weil auch gewagteste Tourenziel dar. Nur bei optimalen Schnee-, sowie sehr sicheren Lawinenverhältnissen kann man diese Tour in Auge fassen. Aber auch dann sollte die Tour nur sehr erfahrenen Winterbergsteigern, die eine sehr gute Abfahrtstechnik, sowie eine perfekte Spitzkehrentechnik besitzen. Der kürzeste Aufstieg von 825 Höhenmetern ergibt sich, wenn man die Auffahrt mit der Medrigjochbahn, sowie der Zeinisbahn bis auf 2213m wählt. Selten beginnt ein Tourengeher den Aufstieg direkt in See 1065m im Ortsteil Schaller am Ende der Rodelbahn. Von hier kann er über Rodelbahn und dann über den Sommerweg hinauf zur Versingalm aufsteigen, ohne die Bahn benützen zu müssen. Dann allerdings summieren sich die Aufstiegsmeter bis zum Gipfel auf gut 1870 Höhenmeter. Auf der hier beschriebenen Route fährt man aber zunächst einmal von der Bergstation der Zeinisbahn 2213m gut 100 Höhenmeter ab, um dann auf ca. 2100m unterhalb der Ascher Hütte 2256m den eigentlichen Aufstieg zu beginnen. Für kurze Zeit folgt der Aufstieg dem Sommerweg zur Spinnscharte 2681m. Doch schon bald zweigen wir in Richtung des Nordkars am Rotpleiskopf 2936m ab. Bis auf eine Seehöhe von 2670m erfolgt der Aufstieg über relativ sanft geneigtes und weitläufiges Gelände. Dann allerdings versperrt der steile Nordhang den weiteren Aufstieg. In diesem kann man von Zeit zu Zeit auch einmal eine Aufstiegsspur erkennen. Man muss sich aber bewusst sein, dass man sich damit ohne Ausweichmöglichkeit für längere Zeit in einem gefährlichen Lawinenhang befindet. Deshalb weichen wir auch auf den etwas lawinensicheren NW-Grat aus. Der NW-Grat ist breit genug, um hier mehr oder weniger durchgängig mit Ski aufsteigen zu können. Aber auch hier sind sehr sichere Lawinenverhältnisse Voraussetzung. Die letzten Meter zum Gipfel verlaufen dann nochmals im weitläufigen Gelände. Die Abfahrt sollte sich die ersten 100 Höhenmeter an der Aufstiegsspur orientieren. Erst bei Punkt 2830m sollte man dann in die skifahrerisch reizvolle Nordflanke wechseln. Bei sehr optimalen Schnee- und Lawinenverhältnissen besteht auch die Möglichkeit direkt vom Gipfel in diese Nordflanke abzufahren. Im Anschluss an den steilen Gipfelhang kann man nun je nach Schneeverhältnissen verschiedenste Varianten hinunter zur Versingalm wählen. Wer sich für die Abfahrtsvariante von der Versingalm entlang dem Schallerbach hinunter zur Rodelbahn entscheidet, erhält bei ausreichender Schneelage noch ein paar zusätzliche Abfahrtsmeter im freien Gelände. Ansonsten aber bietet sich die Talabfahrt im Skigebiet See an. Somit kommen in jedem Fall gut 1900 Höhenmeter Abfahrt zusammen.
Neutour Planskopf 2936m von See aus!

Neutour Gamsbergspitze 2839m - Überschreitung!

Die Gamsbergspitze 2839m ist ein wenig begangenes Tourenziel in der Samnaungruppe, auch wenn zahlreiche Tourengeher während des Winters in diese Richtung ihre Aufstiegsspuren ziehen. Ihr Ziel ist allerdings durchwegs der „Vorgipfel“ auf ca. 2570m Seehöhe am Beginn des NW-Grates. Bis hier hinauf steigt man über perfektes und weitläufiges Skitourengelände auf. Die meisten Tourengeher wollen dann ganz einfach die traumhaft schönen Skihänge hinunter zur Versingalm nutzen. Dabei beginnt auch der Großteil der Tourengeher seinen Aufstieg an der Bergstation der Medrigjochbahn 1787m. Selten beginnt ein Tourengeher den Aufstieg direkt in See 1065m im Ortsteil Schaller am Ende der Rodelbahn. Von hier kann er über Rodelbahn und dann über den Sommerweg hinauf zur Versingalm aufsteigen, ohne die Bahn benützen zu müssen. Dann allerdings summieren sich die Aufstiegsmeter bis zum Gipfel auf gut 1780 Höhenmeter. Mit Beginn des NW-Grates wird die Tour dann zum hochalpinen Unternehmen. Man kommt aber über den Grat bei sicheren Verhältnissen relativ problemlos bis zum Gipfelhang, wo man die letzten Höhenmeter zum Gipfel unschwer im Stapf ohne nennenswerte Kletterstelle zurücklegt. Die Abfahrt erfolgt über die schönen West- bis Nordwesthänge in Richtung Ascher Hütte und weiter zurück ins Skigebiet. Am sichersten begangen werden, kann die Tour im Frühjahr bei sicheren Firnverhältnissen. Aber wie den Fotos zu entnehmen ist, ist die Tour auch bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen im Hochwinter durchaus auch ein Thema. Wer sich für die Abfahrtsvariante von der Versingalm entlang dem Schallerbach hinunter zur Rodelbahn entscheidet, erhält bei ausreichender Schneelage noch ein paar zusätzliche Abfahrtsmeter im freien Gelände. Ansonsten aber bietet sich die Talabfahrt im Skigebiet See an. Somit kommen in jedem Fall gut 1800 Höhenmeter Abfahrt zusammen.
Neutour Gamsbergspitze 2839m - Überschreitung!

Do,14.12.2012 Dawin Gratl 2020m!

Im Tal liegen gut 30cm, oben am Gratl gut 80cm Schnee, sodass oben die Latschen für Mitte Dezember bereits sehr gut eingeschneit sind. Ab der letzten Wiese (Fuchswiesen) kommt somit schon problemlos durch den Wald und weiter hinauf bis zum kleinen Marterl am Gratl. Für die Wiesentouren liegt derzeit also schon ausreichend Schnee und man münzt bis ins Tal die gesamten 1100 Höhenmeter in tolle Pulverschwünge um. Derzeit ist das Dawin absolut zu empfehlen.

Mi,12.12.2012 Simmering 2096m!

Der Weg ist das Ziel. Eine Skitour, die bis zur Simmeringalm 1813m keine nennenswerte Lawinengefahr aufweist, zumal der Aufstieg auf einem Forstweg durch geschlossenen Wald erfolgt. Erst die letzten 200 Höhenmeter verlaufen im freien, alpinen Gelände und erfordern entsprechende Erfahrung, sowie entsprechendes Einschätzungsvermögen alpiner Gefahren. Eine schwungvolle Abfahrt darf man sich nicht erwarten, denn lediglich die obersten 200 Höhenmeter, als auch die letzten 200 Höhenmeter der 1050 Höhenmeter Abfahrt erfolgen über freies Gelände und so ein wenig Abfahrtsgenuss versprühen. Eine Tour für Einsteiger, die vom Pistentourengehen eine Stufe weiter kommen wollen, oder auch eine Trainingstour bei größerer Lawinengefahr, wenn die Tourenmöglichkeiten in der Umgebung stärker eingeschränkt sind. In jedem Fall aber ist der grandiose Ausblick oben am Simmering 2096m allemal einen Aufstieg wert.

Neutour Planskopf 2804m!

Das Urgtal liegt zwar in der Nähe des Skigebietes Serfaus-Fiss-Ladis, trotzdem kann man hier noch meist einsame Skitouren unternehmen. Wählt man dazu den Ausgangspunkt Hochgallmigg 1365m, so wird jede Skitour zu einem ausgedehnten Unternehmen. Die längste Skitour mit 9,1 Kilometer Anstieg ist dabei die Tour auf den Planskopf 2804m. Startpunkt ist das Marterl, wo sich der Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenlam und jener nach Ladis aufspalten. Bis hierher wird der Forstweg geräumt und man findet einen kleinen Parkplatz vor. Ist dies nicht der Fall, so muss man sich selbigen bei den letzten Wohnhäusern suchen. Man folgt nun dem Forstweg hinauf zur Fließer Ochsenalm und dann dem Sommerweg weiter zur Landecker Skihütte 1766m, welche als Selbstversorgerhütte einen idealen Standort für die Skitouren im Urgtal darstellt. Ab der Skihütte 1766m folgt man bei ausreichender Schneelage dem Urgbach bis zum Urgsee. Ansonsten muss man etwas oberhalb einen Forstweg als Aufstiegsvariante wählen. Ab dem Urgsee öffnet sich das Urgtal nun mehr zum weitläufigen Hochtal. Wir folgen dem Talverlauf in entsprechendem Abstand von den angrenzenden Hängen weiter gegen Westen bis zu dessen Ende. Dabei bewegt man sich in idealem und bei günstigen Lawinenverhältnissen auch sehr sicherem Skitourengelände. Ohne größere Schwierigkeiten gelangt man bis zum Schlussanstieg. Hier muss man einen unter Umständen etwas problematischeren Nordwesthang queren. Dann geht es relativ sicher über den breiten Ostrücken hinauf zum Gipfel, der sich einige Meter westlich des Gipfelhanges befindet. Wenn man nun in der Abfahrt den Gipfelhang konsequent meidet und der Aufstiegsspur folgend die Abfahrt anlegt, so könnte man die Tour auch bei etwas ungünstigeren Lawinenverhältnissen mit einer Lawinenwarnstufe 2 bis 3 angehen. Wer aber den Gipfelhang abfahren möchte, sollte unbedingt eine günstige Lawinensituation mit einer Lawinenwarnstufe um 1 abwarten. Generell sollte man die Tour nach Schneefällen mit Neuschneemengen größer ca. 20cm meiden. Der Grund dafür liegt in dem großteils nur gering geneigtem Tourengelände. Bei zu viel Neuschnee müsste man nämlich die Abfahrt weitgehend in Schussfahrt der Aufstiegsspur folgend zurücklegen.
Neutour Planskopf 2804m!

Neutour Furgler 3004m von See aus!

Der Furgler ist der östlichste 3000er in der Samnaungruppe und ein beliebtes Tourenziel, nicht nur weil er vom Skigebiet See aus mit einem relativ kurzen Anstieg zu erreichen ist. Wer aber die Skilifte meiden will und den klassischen, bis zu 8 Kilometer langen Anstieg vom Tal aus wählen möchte, der startet am besten vom Ortsteil Neder 1260m aus. Das Problem ist hier allerdings, bei viel Schnee einen adäquaten Parkplatz zu finden. Bei höflicher Nachfrage wird einem aber schon mal der hauseigene Parkplatz angeboten. Die einzige Alternative, die bliebe, wäre ein Start direkt bei der Talstation der Seilbahn. Der Aufstieg erfolgt dann entlang der Skipiste. Diese müssen auch wir anpeilen, allerdings verläuft so der Anstieg zunächst einmal über freies Gelände. Der Skipiste folgen wir dann bis zum Istalanzbach. Dort setzen wir im freien Gelände dem Sommerweg folgend auf der orographisch linken Talseite den Aufstieg fort. Meist sind hier schon gut sichtbar Spuren vorhanden. Im Bereich eines Forstweges wechseln wir später über eine Brücke auf die orographisch rechte Talseite. Über den Auslauf eines Lawinenstriches, der im Sommer von dichtem Erlenwald (dementsprechend viel Schnee braucht es hier) markiert wird, erreichen wir nun endlich freies und vor allem auch sehr weitläufiges Tourengelände. Bis hinauf zum Furglerjoch 2748m kann man recht problemlos in angenehmer Steigung die Aufstiegsspur anlegen. Erst ab dem Furglerjoch 2748m beginnen nun die eigentlich lawinengefährdeten Passagen. Das gut kupierte Gelände erweist sich dabei durchaus von Vorteil, sodass keine größeren, zusammenhängenden Lawinenhänge anzutreffen sind. Auf der anderen Seite aber ist der Gipfelaufbau des Furgler 3004m ziemlich windanfällig, was hier zumeist für Schneeverfrachtungen sorgt. Den Gipfel selbst kann man über eine letzte Steilstufe bei sicheren Verhältnissen direkt mit Ski erreichen, oder man weicht auf den kurzen Südostgrat aus und stapft die letzten Meter hinauf. Allerdings gibt es dann noch ein Stück eines breiten Ostrückens, welcher regelmäßig mächtige Wechten aufweist. Hier sollte man entsprechenden Abstand halten. Was nicht sehr bedrohlich aussieht, hat vor Jahren leider einem erfahrenen Alpinisten bei einem Lawinenabgang das Leben gekostet. Die Abfahrt erfolgt im Bereich des Aufstieges. Was sturzgefährdete Skifahrer im Bereich des Gipfelaufbaues noch beachten sollten, der sehr steinige Untergrund räumt kaum Sturzraum ein, nicht einmal zur Zeit schneereicher Winter. Ein Helm kann hier durchaus von Nutzen sein.
Neutour Furgler 3004m von See aus!

Neutour Nessleralm - Bränd 1930m!

Die Skitouren in der Umgebung von Pettneu sind in der Regel rassige, hochalpine Unternehmungen. Somit stellt die Tour von Pettneu 1235m über die Nessleralm hinauf nach Bränd 1930m eine Ausnahme dar, welche sich zudem erst seit der (vielleicht nur vorläufigen) Stilllegung der Skilifte Pettneu ergeben hat. Diese südexponierten Wiesen- und Waldhänge oberhalb von Pettneu stellen dabei nicht nur ein sehr schönes, sondern auch weitgehend lawinensicheres Skigelände dar. Nur oberhalb der Bergstation Bränd nähert man sich steileren Südflanken an, die natürlich kritischer beurteilt werden müssen. Aber man kann ja in diesem Fall die Tour auch direkt bei der Bergstation Bränd enden lassen. Diese Skitour stellt somit vor allem für Tourenanfänger, aber auch für alle Pistentourengeher eine ideale Einstiegstour in das klassische Skitourenmetier dar.
Neutour Nessleralm - Bränd 1930m!

Neutour Thialkopf 2398m vom Kallerle aus!

Der Thialkopf 2398m ist ein beliebtes Tourenziel in der Umgebung von Landeck, der in seinem Einzugsgebiet verschiedenste Tourenmöglichkeiten bietet. Eine weniger bekannte Skitouren-Variante ist der Anstieg vom Kallerle 1140m aus, einem Weiler unterhalb von Hochgallmigg gelegen. Dieser Aufstieg und die dazugehörende Abfahrt benötigen unterhalb der Kapelle, von wo aus der Anstieg auf den Thialkopf 2398m mit jenem direkt von Hochgallmigg 1340m aus konform geht, eine ausreichende Schneelage, weil hier die Tour teilweise in dichterem Wald verläuft. Aber diese 450 Höhenmeter Abfahrt sind es bei einer ausreichend mächtigen und gut verfestigten Schneeunterlage mit einer lockeren Pulverauflage in jedem Fall wert die Skitour auf den Thialkopf 2398m auch einmal vom Kallerle 1140m aus anzugehen. Voraussetzung hierfür ist aber ein sehr gutes skifahrerisches Können, weil es während der Abfahrt hier schon mal eng werden kann. Ab der Kapelle orientiert sich der Aufstieg am Sommerweg zunächst hinauf zur verfallenen Hochgallmigger Alm und weiter zum Thialkopf 2398m. Hält man sich dabei im Aufstieg und in der Abfahrt zwischen Grametsee und Gipfel konsequent an den relativ sicher gelegenen Sommerweg, so ist diese Tour auch bei einer etwas problematischeren Lawinensituation durchaus machbar, da man die Gefahrenzonen gut umgehen, beziehungsweise umfahren kann. Die direkte Abfahrtsvariante über die im oberen Teil der Skitour gelegenen drei Geländestufen benötigt hingegen deutlich sicherere Lawinenverhältnisse. Das besondere an dieser Tour ist die über 400 Höhenmeter lange, aber auch schmale und nach unten zu immer schmäler werdende Waldschneise, die in der Falllinie bei Neigungen um 30° bis 35° zu bewältigen ist. Bei Pulverschnee und noch möglichst unverspurten Verhältnissen ein skifahrerischer Hochgenuss. Aber auch die Schlusswiese hinunter ins Kallerele 1140m lässt bei guten Schneeverhältnissen keine Wünsche offen.
Neutour Thialkopf 2398m vom Kallerle aus!

Neutour Samnaun Haute Route!

Die Samnaun Haute Route, an einem Tag über knapp 17 Kilometer, 1360 Höhenmeter Aufstieg, sowie 2700 Höhenmeter Abfahrt in hochalpinem Gelände. Eine Skitour, die nicht nur beste Schnee- und sicherste Lawinenverhältnisse, sondern auch viel alpine Wintererfahrung voraussetzt. Man fährt nämlich nicht über jene Hänge ab, über die man zuvor aufgestiegen ist. Man muss also in die Abfahrtshänge einfahren, ohne die ansonsten übliche Einschätzung im Aufstieg erhalten zu haben. Zudem weisen die Abfahrtshänge zumeist eine nördliche Exposition auf und es handelt sich um absolut klassische Lawinenhänge. Für diese Skitour sind die Verhältnisse nur alle paar Jahre einmal optimal, dann aber eröffnet sich einem aber eine großartige Überschreitung. Nebst ausreichender Kondition benötigt man vor allem auch eine sehr gute Abfahrtstechnik. Da man insgesamt dreimal auffellen muss, ist es von Vorteil ein Ersatzfell mitzuführen. Da Start- und Zielort nicht ident sind, muss man einen Rücktransport einplanen.
Neutour Samnaun Haute Route!

Neutour Thialkopf 2398m von Pians aus!

Der Thialkopf 2398m ist ein beliebtes Tourenziel in der Umgebung von Landeck, der in seinem Einzugsgebiet verschiedenste Tourenmöglichkeiten bietet. Die längste Aufstiegsvariante auf den Thial ist dabei jene von Pians aus, welche sich bei günstigen Lawinenverhältnissen während schneereicher Winter vor allem in den Hochwintermonaten anbietet. Vom Bahnhof Pians 916m steigt man zunächst auf der im Winter gesperrten, alten Tobadiller Straße auf. Etwas unterhalb von Tobadill nützt man die erste Möglichkeit, um auf die Wiesen zu gelangen. Man steuert den Ortsteil Ruetzen an, wobei man kurz die neue Tobadiller Landesstraße queren muss. Über schöne, offene Wiesen steigt man nun bis zum dichten Waldstück auf, das uns von der Flathalm 1687m trennt. Die richtige Aufstiegsroute ist hier unter Umständen nur noch mit Hilfe eines GPS einzuhalten. Andererseits kann man sich auch am Forstweg orientieren, der uns zwar etwas umständlich, doch schlussendlich auch hin zur Alm leitet. Ab der Flathalm 1687m bewegt man sich nun im offenen und weitgehend lawinensicheren Gelände hinauf aufs Zirmegg 2073m. Der nun folgende Nordwestrücken zum Gipfel bietet ebenfalls einen recht lawinensicheren Aufstieg. Allerdings kann der Grat mitunter stark abgeweht und schneefrei sein. Bei kritischeren Lawinenverhältnissen könnte man nun auch wieder der Aufstiegsspur folgend zur Flathalm abfahren. Doch das kann man nicht mit der klassischen Abfahrt über den „Lärchhang“ vergleichen. Bereits der erste, stellenweise 30° bis 35° steile Gipfelhang hinunter auf ein Hochplateau bietet ersten Abfahrtsgenuss. Der nachfolgende „Lärchhang“ über gut 400 Höhenmeter und 1000 Meter Länge hinunter zur Flathalm 1687m ist das eigentliche Herzstück der Abfahrt. Allerdings ist dieser Hang mitunter als recht heikel einzustufen, zumal die Einfahrt in den Hang eine Neigung um 35° bis 40° aufweist. Hinzu kommt eine Almrosenfläche, die oftmals nur von einer geringen Schneedecke überdeckt wird. Dies fördert häufig die Bildung eines Schwimmschneefundamentes während der Hochwintermonate. Wenn dann noch starke, südliche Winde mit einem nennenswerten Verfrachtungspotential hinzukommen, können sich hier gefährliche, windgepresste Schneeschichten auf ungünstigem Schneeuntergrund aufbauen. Wiederholte Schneearmut, Almrosenuntergrund und Südföhn können so eine problematische Mischung auf diesem recht steilen Nordhang ergeben. Stimmen aber die Verhältnisse, so ist dieser Hang ein skifahrerisches Erlebnis. Nach der Flathalm 1687m halten wir uns auf dem Forstweg, bis wir nochmals auf schönes Skigelände hinunter zur Tobadiller Landesstraße treffen. Nun müssen wir für 10 Minuten die Ski schultern und zu Fuß marschieren, um dann direkt im Ort Tobadill ein letztes Mal auf schönen Wiesenhängen unsere Ski anzuschnallen und zu unserem Ausgangspunkt in Pians abzufahren.
Neutour Thialkopf 2398m von Pians aus!

Neutour Dawin - Lattenbachtobel!

Das Tourengebiet Dawin leitet sich vom gleichnamigen Dawinwald oberhalb von Grins, Pians und Strengen, beziehungsweise vom zweithöchsten Gipfel der Lechtaler Alpen, dem Dawinkopf (2968m) ab. Das einfache und sehr sichere Tourengelände erstreckt sich bis zur Waldgrenze. Es ermöglicht verschiedenste Aufstiegsvarianten, welche aber alle dasselbe Ziel, das sogenannte „Gratl (1940-2020m)“ haben. Das Gartl ist ein unscheinbarer Rücken im Bereich der Latschenzone, welcher über schöne Wiesen- und Waldhänge erreicht wird. In die Tour einsteigen kann man in verschiedenen Höhenstufen, je nach Kondition, beziehungsweise je nach Schneelage. Der Start in Pians erfolgt im Ortsteil Quadratsch (940m) beim Gasthof Alpenhof. Parkmöglichkeiten sind rar. Die nächste Einstiegsmöglichkeit liegt in Gmar (1045m), das über Grins auf einer teils steilen Straße (Winterausrüstung unbedingt erforderlich) erreicht wird. Der höchst mögliche Einstiegspunkt liegt in Grist (1260m). Die zu bewältigende Höhe kann somit zwischen 1080 und 760 Metern variieren. Das Tourengebiet Dawin ist aber auch etwas für routinierte Winterbergsteiger und da muss man nicht unbedingt das Königsziel den Dawinkopf (2968m) anpeilen. Bei ausreichender Schneelage, aber auch erst bei sehr sicheren Lawinenverhältnisse ergibt sich eine skifahrerisch anspruchsvolle und landschaftlich sehr eindrucksvolle Abfahrtsvariante über das Lattenbachtobel hinab nach Grins. Dabei sind zwei Aspekt zu beachten. Einmal die Einfahrt in den 300 Höhenmeter umfassenden „Gipfelhang“. Dieser nach Osten exponierte, im oberen Bereich 30° bis 35° steile Hang ist infolge den meist vorherrschenden westlichen Winden häufig eingeweht. Hinzu kommt, dass sich in diesem von dichten Erlenwäldern durchsetzten, für lange Zeit schattigen Hang leicht ein Schwimmschneefundament ausbilden kann. Auch können sich innerhalb der Schneedecke leicht kritische Schichten ausbilden. Der zweite Hotspot ist Querung entlang dem Hangfuß unterhalb des Stertekopf (2756m). Hier besteht die Möglichkeit von Selbstauslösungen von Lawinen. Man sollte also warten bis sich die Lawinenstriche entsprechend entladen haben. Am Ende der Abfahrt gelangt man nach einem 15-minütigen Fußmarsch wieder zurück in den Bereich der Aufstiegsspur im Bereich von Gmar.
Neutour Dawin - Lattenbachtobel!

Neutour Blankahorn 2822m!

Das Blankahorn 2822m ist ein großartiges Tourenziel in der Parseiergruppe und zumindest die spektakulärste Firntour (und wirklich nur eine Firntour) in den gesamten Lechtaler Alpen. Der ausgesprochen hochalpine Charakter der Tour, sowie der Umstand, dass nur selten alle äußeren Umstände perfekt zusammenpassen, machen den Berg aber auch zu einem einsamen Tourenziel. Im Frühjahr 2012 waren nach gut 15 Jahren endlich wieder einmal alle Zutaten vorhanden, um den Traum eines jeden Winterbergsteigers angehen zu können. Die Grundvoraussetzung für die Tour schlechthin bescherte uns der Winter in ausgiebigem Maße, nämlich viel Schnee. Dann benötigt man zum idealen Zeitpunkt, welcher auf Grund des Sonnenstandes zwischen Mitte März und maximal Mitte April angesiedelt ist, eine Schönwetterperiode, die die Schneedecke entsprechend umwandelt und setzen lässt, sowie natürlich entsprechend kalte Nächte. Wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, dann wird man die Tour auch direkt oberhalb des Grinner Schwimmbades, wo man sein Auto perfekt parken kann, direkt mit Ski angehen können. Es macht nur wenig Sinn wegen des Schneemangels die Ski stundenlang zu Schultern. Dann nämlich fehlt einem nicht nur ein wesentlicher Teil der Tour, sondern man kann auch davon ausgehen, dass im Mittelteil, dort, wo sich sehr viele Rinnen und Löcher gespickt mit im Sommer hochragenden Latschen befinden, zu wenig Schneeauflage sein wird. Ein Weiterkommen ist in diesem Fall kaum noch möglich. Stimmen alle Randbedingungen, dann aber eröffnen sich mehr als 1700 Höhenmeter einer grandiosen, alpinen Skiarena. Doch hinauf wagen, sollten sich nur erfahrene, trittsichere und schwindelfreie Winterbergsteiger, die auch über eine entsprechend gute und routinierte Abfahrtstechnik verfügen. Das Gelände weist über den Großteil der Tour eine mittlere Steigung zwischen 30° und 40° auf. Eine perfekte Spitzkehrentechnik auf dem notwendigerweise pickelharten Schmelzharschdeckel ist Grundvoraussetzung. Stellenweise, insbesondere aber im ausgesetzten und 300 Höhenmeter umfassenden Schlusshang, könnten auch Eispickel und/oder Steigeisen mitunter hilfreich sein. Vor allem der Schlusshang hat seine Tücken. Wenn man dort nämlich im immer steiler werdenden Gelände nicht rechtzeitig in den Stapf übergeht, ist man quasi dazu verdammt, den Schlusshang mit angeschnallten Ski durchzuziehen. Ein Sturz hätte allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit fatale Folgen, weshalb man bei Unsicherheit rechtzeitig handeln muss. Aber auch der an sich problemlos anmutende Westgrat hin zum Gipfel hat noch seine hochalpine Tücke. Eine sehr schmale Gratpassage erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Gegen Norden stürzt das Blankahorn 2822m gut 1000 Höhenmeter ins Patroltal ab und gegen Süden zu zieht die Südflanke ebenso sehr steil durchab. Wer aber all diesen Anforderungen gewachsen ist und diesen Berg bei perfekten äußeren Bedingungen bewältigt, wird eine Firnabfahrt vorfinden, die ihres gleichen sucht.
Neutour Blankahorn 2822m!

Neutour Fernpassrinne - Tagweidkopf 2408m!

Wer im Winter mit dem Auto über den Fernpass fährt, dem ist sicherlich schon einmal das gewaltige, im Nordwesten an den Pass anschließende Kar am Fuße des Östlichen Kreujochs 2231m aufgefallen. Die sogenannte „Fernpassrinne“ ist ein großartiger Skihang der sich über 900 Höhenmeter und 2.2 Kilometer Länge erstreckt, ein Muss für jeden passionierten Skitourengeher. Länge, Steilheit und Exposition der Rinne lassen sofort erkennen, dass hier die optimalste Tourenzeit das Frühjahr ist. Am besten geeignet ist der März bei sicheren Firnbedingungen. Im April gerät der Schnee im Tal dann ziemlich rasch ins Schwitzen und was viel wichtiger wiegt, die Sonne erfasst den Osthang um diese Zeit von der Früh weg, womit die Schneedecke schon am frühen Vormittag rasch aufzufirnen beginnt. Im März aber halten sich die Parameter meist noch die Waage. Wer dann auch noch eine gute Spitzkehrentechnik besitzt, wird eine einmalige Skitour vorfinden, welche ja nicht am Ausstieg der Fernpassrinne endet. Auch der Gipfelaufbau des Tagweidkopfes 2408m bietet uns an seiner Südflanke rassige Firnhänge. Da stört die kurze Querung hinüber zum Gipfelanstieg nur wenig. Allzu spät sollte man die Abfahrt allerdings auch im März nicht ins Auge fassen, denn während der Firn am Tagweidkopf 2408m ideal schmiert, kann man in der ostexponierten Fernpassrinne unter Umständen schon mal zu spät dran sein. Wer aber auch hier optimale Firnverhältnisse vorfindet wird diesen 2,2 Kilometer langen Skihang nicht so rasch vergessen.
Neutour Fernpassrinne - Tagweidkopf 2408m!

Neutour Hohe Munde 2592m!

Wem sticht bei der Fahrt auf der Autobahn von Innsbruck in Richtung Arlberg nicht die gewaltige Firnflanke an der Ostseite der Hohen Munde 2592m ins Auge? Als passionierter Skitourengeher muss man diese Firntour zumindest einmal gemacht haben. Dabei bietet sich der Monat März als idealer Zeitraum an, sofern natürlich Schneelage und Wetter mitspielen. Einerseits ist um diese Jahreszeit dann bereits die gesamte Schneedecke vom Tal bis zum Gipfel in einen kompakten Schmelzharschdeckel umgewandelt und andererseits ist die Sonne noch nicht so stark, dass sie den Hang bereits zu früh am Vormittag auffirnen kann. Man muss bedenken, dass die Ostseite an der Hohen Munde 2592m von der Früh weg im Sonnenschein liegt und hinein in den April muss man dann schon damit rechnen, dass die Schneedecke zu rasch aufgeht und die Gefahr von Nassschneelawinen somit zu groß wird. Wenn die Schnee- und Lawinenverhältnisse aber passen und man die entsprechenden konditionellen Voraussetzungen für Aufstieg und Abfahrt, sowie eine sehr gute Abfahrts- und Spitzkehrentechnik und nicht zuletzt Schwindelfreiheit an den Tag legt, ja dann steht einer großartigen Firntour eingebettet in ein gewaltiges Panorama nichts mehr im Wege. Als äußerst positiv erweist sich auch der Umstand, dass man auf der alten Pistentrasse des still gelegten Mundeliftes auch noch von der Rauthhütte 1605m bis hinunter nach Moos 1184m ca.400 Höhenmeter besten Abfahrtsgeländes vorfindet. Damit ergeben sich vom Gipfel der Hohen Munde 2592m bis ins Tal 1400m Höhenmeter Firnabfahrt aus einem Guss.
Neutour Hohe Munde 2592m!

Neutour Östliche Marienbergspitze 2561m!

Neutour Östliche Marienbergspitze 2561m! Wenn zu Anfang März die Frühjahrssonne ihre Kraft zunehmend in die Schneedecke investiert und der winterliche Schneedeckenaufbau günstig ist, dann bietet sich bei optimalen Lawinenverhältnissen eine großartige Skitour im Mieminger Gebirge an, welche aber nur erfahrenen Skibergsteigern vorbehalten sein sollte. Das hochalpine Ziel ist die Östliche Marienbergspitze 2561m. Der Aufstieg von Biberwier durch die Langlehn hinauf zur Biberwierer Scharte 2000m im teils mehr als 40° steilen Gelände erfordert nicht nur eine perfekte Spitzkehrentechnik, sondern auch sehr sichere Lawinenverhältnisse. Ab der Biberwierer Scharte 2000m öffnet sich nun das Gelände ins weitläufige Schwärzkar. Wir queren hinauf zur Steilrinne, welche zwischen Östlicher 2561m und Westlicher Marienbergspitze eingebettet ist. Nun erhält die Skitour beim Aufstieg durch eine 45° steile Rinne einen eindeutig hochalpinen Charakter, bei der man auch ohne angeschnallte Skier seine Trittsicherheit unter Beweis stellen muss. Vor allem im mehr als 40° steilen Schlusshang, welcher einem am Ende auch noch Kletterqualitäten im I-II. Schwierigkeitsgrad abverlangt und das im brüchigen Hauptdolomit, benötigt man schon einiges an hochalpiner Erfahrung. Bei mehr als 1500 Höhenmeter Aufstieg und das im wechselnden Gelände sind auch konditionelle Steherqualitäten gefragt. Etwas Kraft sollte man sich aber noch für die Abfahrt reservieren, denn diese stellt auch an das skifahrerische Können seine Ansprüche. Wenn die Verhältnisse stimmen, dann kann man sich aber auf großartiges Skigelände im Schwärzkar und in der Langlehn freuen.
Neutour Östliche Marienbergspitze 2561m!

Neutour Stöttltörl 2036 über die Stöttlreise!

Die Tour auf das Stöttltörl 2036m über die Stöttlreise von Obermieming aus ist eine großartige und eindrucksvolle Skitour im alpinen Gelände. Dabei wird die Stöttlreise auf gut 700 Höhenmeter und 1800 Meter Länge zu beiden Seiten durchgehend von potentiellen Lawinenhängen flankiert. Das heißt nach Neuschneefällen, beziehungsweise im Frühjahr, wenn die Sonne die steilen Südflanken der Gries- und Mitterspitzen erwärmt, sind leicht Selbstauslösungen von Lawinen möglich und der Tourengeher befindet sich dann genau in deren Falllinie. Ist diese Gefahr zufolge günstiger Verhältnisse gebannt, dann lässt sich die Lawinensituation in der Stöttlreise selbst, deren Neigung zumeist weniger als 30° beträgt, relativ gut einschätzen. Erst wenige Höhenmeter unterhalb der Scharte steilt sich der Hang kurzzeitig bis ca. 35° auf. Zudem muss man nach Neuschneefällen damit rechnen, dass die in West-Ost-Richtung offene Scharte, im oberen Bereich stärker eingeweht ist. Wenn aber die Verhältnisse passen, dann präsentiert sich die zumeist 150 Meter breite Reise über 700 Höhenmeter als ideales Skigelände. Bis zur Stöttelbrücke hält das Abfahrtsvergnügen sogar über 800 Höhenmeter und 3 Kilometer Länge an.
Neutour Stöttltörl 2036 über die Stöttlreise!

Neutour Stöttltörl 2036m!

Das Tourengebiet im Bereich des Lehnberghauses 1554m, welches vom Gasthof Arzkasten aus erreichbar ist, bietet mehrere lohnende Tourenziele. Dabei sind die Tourenziele im Bereich der Hölle deutlich lawinengefährdeter, als die viel begangene Wankspitze 2209m. Man sollte somit auch das Hölltörl 2126m bei möglichst sicheren Lawinenverhältnissen ansteuern. Bis zum Lehnberghaus 1554m ist der Aufstieg recht eindeutig vorgegeben. Danach geht es hinter der Hütte ohne nennenswerten Höhengewinn, dafür aber bis zu 40° steile Westhänge querend, in Richtung Hölle. Die Hölle ist der Schnittpunkt jener drei Reisen, welche das Hölltörl 2126m, das Stöttltörl 2036m und die Grünsteinscharte 2272m erschließen. Wir biegen aber in der Hölle gegen Osten und steigen nun noch über gut 250 Höhenmeter über weitläufiges und recht gut einzuschätzendes Gelände am Fuße der Wankspitze 2209m hinauf zum Stöttltörl 2036m. Hier steigt das Gelände noch einmal gegen 35° Neigung an und muss dementsprechend im Hochwinter kritisch beurteilt werden. Die Abfahrt bietet dann auf den ersten 250 Höhenmetern hinunter in die Hölle einen schönen Skihang. Ins Frühjahr hinaus, wenn sich zunehmend Firnbedingungen einstellen, gestalten sich dann die Lawinenverhältnisse deutlich günstiger. Einzig bei der Abfahrt im Verlauf des Bachbettes unterhalb der Hölle sollte man dann die im Zuge der Tageserwärmung möglicherweise zunehmende Lawinengefahr aus den Südost-, bis Südflanken des Hohen Kopf 2121m und des Zäunlkopf 2155m heraus nicht außer Acht lassen.
Neutour Stöttltörl 2036m!

Neutour Grünsteinscharte 2272m!

Das Tourengebiet im Bereich des Lehnberghauses 1554m, welches vom Gasthof Arzkasten aus erreichbar ist, bietet mehrere lohnende Tourenziele. Dabei sind die Tourenziele im Bereich der Hölle deutlich lawinengefährdeter, als die viel begangene Wankspitze 2209m. Man sollte somit auch die Grünsteinscharte 2272m bei möglichst sicheren Lawinenverhältnissen ansteuern. Bis zum Lehnberghaus 1554m ist der Aufstieg recht eindeutig vorgegeben. Danach geht es hinter der Hütte ohne nennenswerten Höhengewinn, dafür aber bis zu 40° steile Westhänge querend, in Richtung Hölle. Die Hölle ist der Schnittpunkt jener drei Reisen, welche das Hölltörl 2126m, das Stöttltörl 2036m und die Grünsteinscharte 2272m erschließen. Insbesondere die Tour auf die Grünsteinscharte durch die Höllreise ist eine sehr lohnenswerte Tour, da alleine mit der Höllreise gut 500 Höhenmeter Abfahrtsgenuss in einem Stück auf uns warten. Zu beachten ist, dass man sich gerade im Zuge kräftiger Tageserwärmung nicht zu nahe an den Steilflanken des Grünstein 2661m halten sollte, da sich hier leicht Steinschlag einstellen kann. Die heikelste Stelle erwartet uns aber im 35° bis 40° steilen Schlusshang, welcher insbesondere nach Schneefall mit nördlichem Wind stark eingeweht sein kann. Ins Frühjahr hinaus, wenn sich zunehmend Firnbedingungen einstellen, gestalten sich dann die Verhältnisse deutlich günstiger. Einzig bei der Abfahrt im Verlauf des Bachbettes unterhalb der Hölle sollte man dann die im Zuge der Tageserwärmung möglicherweise zunehmende Lawinengefahr aus den Südost-, bis Südflanken des Hohen Kopf 2121m und des Zäunlkopf 2155m heraus nicht außer Acht lassen.
Neutour Grünsteinscharte 2272m!

Neutour Hölltörl 2126m!

Das Tourengebiet im Bereich des Lehnberghauses 1554m, welches vom Gasthof Arzkasten aus erreichbar ist, bietet mehrere lohnende Tourenziele. Dabei sind die Tourenziele im Bereich der Hölle deutlich lawinengefährdeter, als die viel begangene Wankspitze 2209m. Man sollte somit auch das Hölltörl 2126m bei möglichst sicheren Lawinenverhältnissen ansteuern. Bis zum Lehnberghaus 1554m ist der Aufstieg recht eindeutig vorgegeben. Danach geht es hinter der Hütte ohne nennenswerten Höhengewinn, dafür aber bis zu 40° steile Westhänge querend, in Richtung Hölle. Die Hölle ist der Schnittpunkt jener drei Reisen, welche das Hölltörl 2126m, das Stöttltörl 2036m und die Grünsteinscharte 2272m erschließen. Wir biegen aber in der Hölle gegen Westen und steigen nun noch über gut 350 Höhenmeter über weitläufiges und recht gut einzuschätzendes Gelände am Fuße des Grünstein 2661m hinauf zum Hölltörl 2126m. Die Abfahrt bietet dann auf den ersten 350 Höhenmetern hinunter in die Hölle einen schönen Skihang. Ins Frühjahr hinaus, wenn sich zunehmend Firnbedingungen einstellen, gestalten sich dann die Verhältnisse deutlich günstiger. Einzig bei der Abfahrt im Verlauf des Bachbettes unterhalb der Hölle sollte man dann die im Zuge der Tageserwärmung möglicherweise zunehmende Lawinengefahr aus den Südost-, bis Südflanken des Hohen Kopf 2121m und des Zäunlkopf 2155m heraus nicht außer Acht lassen.
Neutour Hölltörl 2126m!

Neutour Grünsteinrunde - Extrem!

Die Grünsteinrunde ist die Skitouren-Überschreitung im Mieminger Gebirge schlechthin. Unter Zuhilfenahme der Skilifte von Biberwier hinauf zum Marienbergjoch 1789m eröffnet sich einem eine hochalpine Überschreitung eingebettet in schroffe Kalkgipfel mit traumhaft schönen, aber auch teils extrem steilen Skihängen. Die hier beschriebene Grünsteinrunde-Extremroute ist von den skitechnischen Anforderungen, sowie von der Einschätzung der Lawinengefahr her gesehen die deutlich anspruchsvollere Variante gegenüber der Grünsteinrunde-Normalroute und sollte nur von sehr guten und erfahrenen Skibergsteigern mit genausten Kenntnissen der aktuellen Schnee- und Lawinensituation ins Auge gefasst werden. Im Gegensatz zu Grünsteinrunde-Normalroute, wird nämlich nach der Grünsteinscharte 2272m nicht das Tajatörl 2259m, sondern die Biberwierer Scharte 2000m angepeilt. Bis zur Grünsteinscharte 2272m selbst ist der Tourenverlauf derselbe. Nur beim Hölltörl 2126m rentiert es sich noch gut 70 Höhenmeter an den Fuß des Grünstein 2661m aufzusteigen, um dann bei Firnbedingungen in die hier südlich exponierten Hänge direkt einfahren zu können. Während der Osthang vom Hölltörl 2126m hinunter oft noch im Schatten liegt und die Skier klappern, bieten die Südflanken am Fuße des Grünstein 2661m bereits herrlichen Firn. Die Abfahrt hinunter in die sogenannte Hölle macht dann schon mal Appetit auf mehr. Von der Hölle geht es jetzt durch die Höllreise hinauf zur Grünsteinscharte 2272m. In deren gesamten Verlauf sollte man sich nicht allzu nahe an den Südwänden des Grünstein 2661m aufhalten, da die Sonne das Eis jetzt schmelzen lässt und so die Steinschlaggefahr nicht außer Acht zu lassen ist. Hier ist man auch noch gemeinsam mit dem Gros jener Tourengeher unterwegs, die sich meist durchwegs für die leichtere Variante über das Tajatörl 2259m entschieden haben. Ab der Grünsteinscharte 2272m wählen wir aber nun einen anderen Weg und orientieren uns in der herrlichen, aber auch stellenweise sehr steilen Abfahrt nach Norden in Richtung Coburger Hütte 1917m. Da diese Nordhänge noch lange ins Frühjahr hinein keine Sonne abbekommen, wird man hier auch meist noch Pulverschnee vorfinden. Dementsprechend sicher müssen aber auch die Lawinenverhältnisse sein. Der dritte Aufstieg hinauf zur Biberwierer Scharte verlangt einem nun nicht mehr allzu viel Kraft ab, wichtiger ist, dass die Felle nach wie vor gut am Ski kleben. Ein Ersatzfell im Rucksack ist generell kein Fehler! Grundsätzlich sind es bei dieser Tour nicht die 1000 Höhenmeter Aufstieg, als vielmehr die gut 1780 Höhenmeter Abfahrt, welche der Gradmesser bei dieser Tour sind. Dazu verlangt die Abfahrt von der Biberwierer Scharte hinunter in die Langlehn neben einer Portion Mut, auch das entsprechende Know How bei der Einschätzung der örtlichen Schnee- und Lawinenverhältnisse. Die Langlehn ist hier durchaus Programm und unter dem Titel, „nomen est omen“ zu führen. Wenn aber Schnee- und Lawinenverhältnisse, sowie das Können des Skifahrers optimal zusammenpassen, dann wird man hier eine großartige Abfahrt hinunter nach Biberwier erleben. Wiederum gilt dabei, dass in der oberen, schattigen Hälfte auch im Frühjahr noch lange Pulverschneeverhältnisse vorherrschen können.
Neutour Grünsteinrunde - Extrem!

Neutour Muttekopf 2774m - Normalroute!

Der Muttekopf 2774m ist das eindrucksvollste Skitourenziel im Gebiet der Muttekopfhütte 1934m. Die Überschreitung vom Skigebiet über das Hintere Alpjoch 2425m ist ja nur bei geöffnetem Skigebiet ein Thema, da diese den Aufstieg um 800 Höhenmeter reduziert. Allerdings ist die Überschreitung nur erfahrenen Skialpinisten auf Grund einer etwas heikleren Kletterpassage vorbehalten. Auf der Normalroute beschränken sich die Schwierigkeiten hingegen rein auf die dafür notwendige Skitechnik, sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt. Von Hochimst wird man im Normalfall auf der Skipiste in Richtung Latschenhütte aufsteigen. Es bietet sich bei ausreichender Schneelage aber auch die Aufstiegsvariante über das Falzlehntal an. Ab der Latschenhütte ist der Aufstieg dann vorbei an der Muttekopfhütte 1934m hinauf ins Seebrig eindeutig vorgegeben und nach wie vor problemlos bewältigbar. Erst der Schlussanstieg über den stellenweise mehr als 40° steilen Gipfelhang erfordert eine perfekte Spitzenkehrentechnik. Dazu sind in diesem Steilgelände sehr sichere Lawinenverhältnisse Voraussetzung, weshalb sich diese Tour auch primär als Firntour im Frühjahr eignet. Dann absolviert man eine gewaltige und eindeutig einzuschätzende Skitour, die mit einer ausgiebigen Abfahrt aufwartet, wobei jeder Aufstiegsmeter 1:1 in Abfahrtsschwünge umgesetzt werden kann. Bei sehr günstigen Verhältnissen bietet sich auch eine spektakuläre Abfahrtsvariante über die Ostflanke des Muttkopf 2774m direkt hinunter zur Muttekopfhütte an. Dazu muss man zuerst die Skier tragend etwas nicht allzu schwierig über den Nordgrat absteigen, bis man eine geeignete Stelle findet, um in die gewaltige Ostflanke einfahren zu können. Dabei ist einmal das Problem der Überwechtung im Bereich dieses Nordgrates zu beachten. Andererseits firnt dieser gegen Osten und Südosten exponierte Steilhang aber deutlich früher als der nach Süden zu exponierte Gipfelhang auf. Man muss also sein Zeitmanagement dementsprechend danach ausrichten.
Neutour Muttekopf 2774m - Normalroute!

Neutour Kübelwände 2615m!

Die Tour auf die Kübelwände 2615m ist ebenfalls eine klassische Firntour. Der zwischen 35° und 40° steile Schlusshang erfordert sehr sichere Lawinenverhältnisse, die man am wahrscheinlichsten im Frühjahr zwischen Anfang März und Anfang April vorfindet. Der Aufstieg von Hochimst kann je nach Schneelage über die Skipiste oder auch als Variante durch das Falzlehntal via Latschenhütte erfolgen. Von dort geht es recht einfach vorbei an der Muttekopfhütte 1934m hinauf ins Seebrig. Bis hierher ist der Aufstieg problemlos bewältigbar und bei geöffnetem Skibetrieb ermöglichen Aufstiegshilfen 550 Höhenmeter einzusparen. Erst der Schlussanstieg erfordert eine routinierte Aufstiegstechnik, eine sehr gute Spitzkehrentechnik ist von großem Vorteil. Die nachfolgenden mehr als 1550 Abfahrtshöhenmeter mit ihrem weitläufigen Skigelände räumen auch dem weniger geübten Skifahrer ausreichend Platz ein.
Neutour Kübelwände 2615m!

Neutour Rotkopf 2692m!

Das Tourengebiet um die Muttekopfhütte 1934m weist zahlreiche Tourenmöglichkeiten auf. Eines der großartigsten Tourenziele ist dabei der Rotkopf 2692m, oberhalb des Seebrig. Wenn man das Glück hat, die Tour bei derart perfekten Bedingungen absolvieren zu dürfen, wie wir sie vorfanden, dann erwarten einen 1645 Höhenmeter tollstes Tourengelände, sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt. Voraussetzung dafür sind aber sehr sichere Lawinenverhältnisse, da im oberen Teil der Tour Hänge mit mehr als 40° Steilheit zu queren sind. Eine Tour, die man also ganz eindeutig erst im Frühjahr ins Auge fassen kann, wenn die Sonne in den Ost-, teils auch Nordosthängen bereits ihre volle Wirkung entfalten konnte, sodass meist schon Firnbedingungen vorherrschen. Trotzdem wird man auch im Frühjahr in den nordexponierten Hängen immer auch noch trockenen Pulverschnee vorfinden können.
Neutour Rotkopf 2692m!

Neutour Kreuzjoch 2464m - Überschreitung!

Das Kreuzjoch 2464m ist zwar nicht die höchste Erhebung des Venetmassives, bietet hier dafür aber die gewaltigste Skitour mit 1730 Höhenmetern rassiger Abfahrt. In Form einer Überschreitung von Imsterberg 890m über die Venetalm 1994m gelangen wir unschwer und sehr sicher auf den Gipfel. Der herrlich-offene Rundblick ist beeindruckend und für eine Alpintour dieses Kalibers eigentlich nicht allzu typisch. So unproblematisch sich der Aufstieg gestaltet, umso gefährlicher präsentiert sich aber die Abfahrt. Dies ergibt sich einerseits zufolge des am Venetmassiv so häufig angreifenden Windes, der für Schneeverfrachtungen sorgt und des sich an den oftmals schneearmen Nordhängen mit Erlen- und Almrosenbewuchs leicht bildenden Schwimmschneefundamentes. Hinzu kommen Hangneigungen zwischen 35° und 40°, welche an einer Stelle auch einmal für längere Zeit gequert werden müssen. Deshalb sollte diese Tour auch nur bei sehr günstigen Lawinenverhältnissen angegangen werden. Dann aber erwarten einen 1730 Höhenmeter und 7,3 Kilometer Traumabfahrt bis ins Inntal hinab.
Neutour Kreuzjoch 2464m - Überschreitung!

Neutour Glanderspitze 2512m von Fließ aus!

Die Glanderspitze 2512m bietet von verschiedenen Seiten her mehrere interessante Tourenvarianten. Jene, die am seltensten machbar ist, ist die Route direkt von Fließ aus über den Südwestrücken . Ausschlussgrund ist zumeist die fehlende, beziehungsweise nicht ausreichende Schneelage im unteren Bereich. Fließ zufolge seiner inneralpinen Trockenlage, der geringen Seehöhe und seiner Südexposition benötigt sehr schneereiche Winter, wie etwa den Winter 2011/12, damit sich eine geschlossene und mächtige Schneedecke aufbauen kann, welche sich dann auch entsprechend lange ins Frühjahr behaupten kann. Dies ist notwendig, da diese Tour vor allem eine Firntour ist. Im Hochwinter ist der Bereich oberhalb, auf Grund der großen Windanfälligkeit des Geländes, mit großer Vorsicht zu sehen. Bei ausgesprochen sicheren Lawinenverhältnissen lässt die Tour aber auch als Pulvertour keine Wünsche offen. Dabei wird auch wiederholt eine Abfahrtsvariante westlich des Südwestrückens hin zum Glandertal gewählt. Der Aufstieg ist aber sowohl im Zuge der Normalroute, als auch bei Wahl der Abfahrtsvariante immer derselbe. Und auf Höhe der Fließer Skihütte 1870m stoßen die beiden Varianten sowieso wieder aufeinander. Am sichersten ist man allerdings bei idealen Firnbedingungen unterwegs, da kann man dann nicht nur die unteren schönen Wiesenhänge in vollen Zügen genießen, sondern da sind auch die Hänge oberhalb der Waldgrenze zum richtigen Abfahrtszeitpunkt unproblematisch zu bewältigen. http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/venet/glanderspitze_fliess
Neutour Glanderspitze 2512m von Fließ aus!

DIE BALTORO DAMENMODELLE GEHEN AUF SKITOUR

Der Skitourenspezialist DYNAFIT präsentiert für Winter 12/13 das perfekte Ausrüstungspaket speziell für Frauen: Baltoro Women!Der Baltoro Damenski ist mit knapp 1200 Gramm einer der Leichtesten in seiner Klasse und aufgrund seiner Konstruktion besonders schwungfreudig. Das Modell ist entwickelt für einen breiten Einsatzbereich und verspricht Fahrfreude für Einsteigerinnen und ambitionierte Tourengeherinnen.Farblich und funktionell gibt es den passenden Schuh dazu: Als leichter, agiler und stabiler Schuh stellt der One Women´s PX-TF den perfekten Schuh im Aufstieg und der Abfahrt für weibliche Skitourengeher dar. Auch im Bindungsbereich lässt sich Gewicht sparen: das rahmenlose System der TLT Radical ST Bindung ist einfach zu bedienen und überzeugt durch minimales bewegtes Gewicht.
Der Skitourenspezialist DYNAFIT

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Neutour Glanderspitze 2512m von Piller aus!

Die Skitour von Piller aus auf die 2512m hoch gelegene Glanderspitze, den Hauptgipfel des Venetmassives, ist eine klassische Firntour und sollte auch nur als solche in Angriff genommen werden, zumal oberhalb der Waldgrenze, so wie an der gesamten Südflanke des Venet steiles, stark kupiertes und windanfälliges Gelände vorherrscht, welches man im Hochwinter besser meidet. Im Frühjahr allerdings von etwa Ende Februar bis Anfang März, wenn ideale Firnverhältnisse vorherrschen, tut sich hier eine sehr lohnende Firntour auf. Der Weiler Piller ist sowohl vom Oberen Gericht her über Fließ und Kauns, als auch vom Pitztal her gut erreichbar und zufolge der Höhenlage im März meist auch noch recht schneesicher. Ein anderes Thema ist natürlich, ob die Wettersituation zu dieser Jahreszeit auch entsprechend günstige Firnverhältnisse aufkommen lässt. Wenn aber die Verhältnisse stimmen, dann bekommt man alles geboten, was eine rassige und schöne Firntour zu bieten hat. Der Aufstieg erfolgt vom Weiler Infang aus auf dem Sommerweg bis zur Goglesalm. Das Gelände steigt nur langsam an. Ab der Goglesalm betreten wir dann allerdings alpines Gelände. Bei sicheren Firnverhältnissen muss man sich nicht an den recht sicheren Südwestrücken halten, sondern man kann die direkte Route über die weiten Südhänge wählen. Für den sportlich ambitionierten Tourengeher, der den Gipfel auf direktestem Wege erreichen möchte, bietet sich auch die Aufstiegsvariante parallel zur Abfahrtsroute an. Das größte und spektakulärste Abfahrtsvergnügen hat man, wenn man die direkte Abfahrtsvariante wählen kann. Dann erwarten einen gut 1000 Höhenmeter Firnvergnügen in einem Stück. Dabei müssen aber im Bereich des sehr steilen Schlusshanges die Verhältnisse auch zur Zeit der Abfahrt nach wie vor sehr sicher sein.
Glanderspitze 2512m von Piller aus!

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Neutour Taufkarkogel (3362m)!

Die Tour auf den Taufkarkogel (3362m), welche an der Bergstation des Pitzexpresses startet, stellt so wie die anderen Touren im Einzugsbereich des Mittelbergferners eine einfache und sehr schneesichere Skitour dar, da diese großteils auf Gletscherflächen verläuft. Im Vergleich zu den anderen Touren kann man hierbei aber von einem richtigen „Gletscherhatscher“ sprechen. Der Anstieg ist überwiegend recht flach, sodass man nicht nach Neuschneefällen am Weg sein sollte, da man ansonsten die Abfahrt als reine Schussfahrt zurücklegen müsste.
Neutour Taufkarkogel (3362m)!

Neutour Rechter Fernerkogel (3300m)!

Die Tour auf den Rechten Fernerkogel (3300m), welche an der Bergstation des Pitzexpresses startet, stellt so wie die anderen Touren im Einzugsbereich des Mittelbergferners eine sehr schneesichere Skitour dar, da diese großteils auf Gletscherflächen verläuft. Der Gipfelanstieg ist hingegen recht anspruchsvoll, zumal im sehr schneearmen Winter 2010/11 der SW-Grat großteils aper war und man deshalb immer wieder in die Südflanke ausweichen musste. Die klettertechnischen Schwierigkeiten waren dabei nicht so sehr das Problem, als mehr das lose Blockwerk. In einem Winter mit normalen Schneeverhältnissen sollte man den Gipfel durchaus fast durchgängig im Stapf erreichen können. Dann scheint auch eine direkte Befahrung der steilen Südflanke machbar. http://www.skitours-paradise.com/tour/rechter_fernerkogel
Neutour Rechter Fernerkogel (3300m)!

Neutour Hohe Wände (3432m)!

Die Tour, welche an der Bergstation des Pitzexpresses startet, stellt so wie die anderen Touren im Einzugsbereich des Mittelbergferners eine einfache und sehr schneesichere Skitour dar, da diese großteils auf Gletscherflächen verläuft. Auch in schneeärmeren Wintern kann diese Tour angegangen werden, zumal die Spaltengefahr gerade auf dem Mittelbergferner nicht allzu groß ist. http://www.skitours-paradise.com/tour/hohe_waende
Neutour Hohe Wände (3432m)!

Neutour Schuchtkogel (3471m)!

Die Tour auf den Schuchtkogel (3471m), welche an der Bergstation des Pitzexpresses startet, stellt so wie die anderen Touren im Einzugsbereich des Mittelbergferners, stellt eine einfache und sehr schneesichere Skitour dar, da diese großteils auf Gletscherflächen verläuft. Auch in schneeärmeren Wintern kann diese Tour angegangen werden, zumal die Spaltengefahr gerade auf dem Mittelbergferner nicht allzu groß ist.
Neutour Schuchtkogel (3471m)!

Neutour Linker Fernerkogel (3277m) - Normalroute!

Die Normaltour auf den Linken Fernerkogel (3277m), welche an der Bergstation des Pitzexpresses startet, stellt eine einfache und sehr schneesichere Skitour dar, da diese großteils auf Gletscherflächen verläuft. Auch in schneeärmeren Wintern kann diese Tour angegangen werden, zumal die Spaltengefahr gerade auf dem Mittelbergferner nicht allzu groß ist. Etwas anders sieht dies auf der Nordseite des Gipfelanstieges im Bereich des Hängenden Ferners aus. Jedoch selbst im sehr schneearmen Winter 2011/12 waren die Spalten ausreichend zugeweht. http://www.skitours-paradise.com/tour/linkerfernerkogel_normal
Neutour Linker Fernerkogel (3277m) - Normalroute!

Neutour Piz Kesch (3418m) in den Albula Alpen!

Der Piz Kesch (3418m) ist der höchste Berg der Albula Alpen und damit für viele Tourengeher ein interessantes Tourenziel, welches von diesen aber zumeist auf der Nordseite der Albula Alpen über die Kesch Hütte angegangen wird. Der hier beschriebene Anstieg erfolgt über die Südseite der Albula Alpen vom Oberengadin aus und ist eine Tagestour. Diese zählt mehr als 1700 Höhenmeter und ca. 9.5 Entfernungskilometer im Aufstieg und in der Abfahrt, weshalb man auch auf dieser Route deutlich weniger Tourengehern begegnet. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass auch hier an der Südseite der Albula Alpen eine Übernachtung im Winterraum der Chamanna d’Es – cha und damit ein Splitting des Aufstieges auf zwei Tage möglich wäre. Aber ein Winterraum bietet nun einmal deutlich weniger Komfort als eine bewirtschaftete Hütte. Für die meisten wird dies somit eine sehr anspruchsvolle Skitour, was noch zusätzlich durch den schweren Gipfelanstieg untermauert wird. http://www.skitours-paradise.com/tour/albula_alpen/pizkesch
Neutour Piz Kesch (3418m) in den Albula Alpen!

Wurmtaler Kogel (3225m)

Die Tour auf den Wurmtaler Kogel (3225m) ist wohl der sicherste, als auch einfachste Gipfelanstieg im Rifflseegebiet. Mit knapp 1000 Höhenmetern Aufstieg ist dieser auch für weniger gut trainierte Tourengeher entsprechend zu meistern. Zudem stellt das weitläufige und großteils flache Tourengelände kaum größere skitechnische Ansprüche.
Wurmtaler Kogel (3225m)

Neutour Löcherkogel (3244m) im Rifflseegebiet!

Die Tour auf den Löcherkogel (3244m) zählt so wie die Tour auf den Vizelkogel (3251m) zu den selten begangenen Touren im Rifflseegebiet. Das liegt einmal daran, dass man die Tour auf den Löcherkogel wohl hauptsächlich als Firntour angehen sollte, als auch am schwierig zu besteigenden Gipfel. Der Gipfelgrat weist nämlich eine Kletterstelle im oberen II.-Schwierigkeitsgrad auf. Aber man kann ja auch auf einen Gipfelsieg verzichten, die Tour am Beginn des Gipfelgrates enden lassen und erreicht dann mit ca. 3270m Seehöhe immer noch eine Höhe, die über jener des Gipfels des K2 (3253m) liegt.
Neutour Löcherkogel (3244m) im Rifflseegebiet!

Alle Bilder zur Tour auf den Gsallkopf (3277m)!

Ab sofort sind unter http://www.skitours-paradise.com/tour/gsall die aktuellen Fotos der Tour auf den Gsallkopf (3277m) abrufbar!
Alle Bilder zur Tour auf den Gsallkopf (3277m)!

Alle Bilder zur Tour auf das Wallfahrtsjöchl (2766m)!

Ab sofort sind unter http://www.skitours-paradise.com/tour/wallfahrt_kaunertal die aktuellen Fotos der Tour auf das Wallfahrtsjöchl (2766m) abrufbar!
Alle Bilder zur Tour auf das Wallfahrtsjöchl (2766m)!

Alle Bilder zur Tour auf die Eisenspitze (2859m)!

Ab sofort sind unter http://www.skitours-paradise.com/tour/eisen_strengen die aktuellen Fotos der Tour auf die Eisenspitze (2859m) abrufbar. Alle aktuellen Bilder zur Tour auf die Eisenspitze (2859m) sind jetzt abrufbar!

Neutour Muttekopf (2774m) - Überschreitung!

Anspruchsvolle Überschreitung für schwindelfreie und trittsichere Tourengeher. Die Aufstiegshilfen der Hochimster Bergbahnen reduzieren die zu bewältigenden Höhenmeter auf unter 1000m. Aktuell herrscht bei den BB bereits Saisonende, weshalb diese verkürzte Variante einmal heuer kaum noch ein Thema sein dürfte, außer man steigt über die Skipiste bis zur obersten Sesselliftsektion auf. Aber dann kann man gleich den Normalanstieg vorbei an Latschenhütte und Muttekopfhütte wählen. Dafür herrschen übrigens immer noch beste Schneeverhältnisse vor. Neutour Muttekopf (2774m) - Überschreitung!

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Neutour Rostizkogel (3394m)!

Der Rostizkogel steht mittlerweile als Skitour ganz eindeutig im Schatten des kleineren und alpinistisch unbedeutenderen Nachbarn, nämlich des K2 (3253m). Der Grund dafür liegt sicherlich im höheren konditionellen, sowie alpinistischen Anspruch der Tour gegenüber dem K2. Auch benötigt man auf den Rostizkogel deutlich sicherere Lawinenverhältnisse als auf den K2. In Summe macht dies den Rostizkogel zum einsameren Gipfelziel. Doch als passionierter Skibergsteiger sollte man zumindest einmal das höchste Skitourenziel im Rifflseegebiet anpeilen. Rostizkogel

Neutour Kreuzjoch (2464m) von Wenns aus!

Das Venetmassiv bietet viele unscheinbare Tourenziele, die sich dann aber als ganz große Skitouren herausstellen. Dazu zählt ganz sicher auch die Tour auf das Kreuzjoch (2464m) von Wenns (1120m) aus. Man benötigt sicherlich einen schneereicheren Winterverlauf, um diese Tour überhaupt bei brauchbaren Verhältnissen absolvieren zu können. Dann allerdings eröffnet sich einem ein anspruchsvoller Aufstieg mit einer anschließend tollen Abfahrt. Allerdings wird der Venet auch, „Berg der Winde“ genannt und dieser Umstand sorgt gerade im Hochwinter oftmals für kritische Lawinenverhältnisse im Tourenbereich oberhalb der Waldgrenze. Im Frühjahr bei Firnbedingungen legt sich dieses Problem allerdings. Dafür kann es dann aber oftmals kritisch mit einem Start in Wenns werden. Die östliche Exposition im unteren Bereich der Tour kann aber ein zu rasches Abschmelzen der Schneedecke meist noch etwas hinauszögern. http://www.skitours-paradise.com/tour/kreuzjoch_wenns Kreuzjoch

Neutour Rofelewand (3353m)

Beim Namen Rofelewand denkt man im ersten Moment weniger an eine Ski-, denn an eine Klettertour. Und tatsächlich entpuppt sich dieser Berg als ernst zu nehmende, hochalpine Wintertour, die man doch großteils mit Skiern zurücklegen kann. Wobei die letzten Meter zum Gipfel dann auch tatsächlich alpine Erfahrung im Hochgebirge voraussetzen. In Summe gehört diese Tour wohl zum Anspruchsvollsten, was das Pitztal neben der Skitour auf die Hohe Geige (3393m) zu bieten hat. Die beinahe 2000 Höhenmeter, sowie 8,5 Kilometer Distanz im Aufstieg unterstreichen die konditionellen Anforderungen und dasselbe gilt es dann ja auch in der Abfahrt noch einmal zu bewältigen. http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/rofelewand Rofelewand

Teilt eure Erfahrungen mit anderen!

Ab sofort könnt ihr bei jeder Tour eure eigenen Erfahrungen hinterlassen, die ihr auf dieser Tour selbst gemacht habt. Es geht hier darum anderen die derzeitige Situation (Schneelage, ...) und andere wissenswerte Dinge weiterzugeben. Davon profitieren schlussendlich alle, wenn mehr aktuelle Informationen über eine Tour vorhanden sind. Wenn ihr also eine Tour gegangen seid, zögert nicht eure Erfahrungen mit anderen zu teilen!

Neutour Nördlicher Schönpleiskopf (2943m)!

Neutour Nördlicher Schönpleiskopf (2943m)! Mit Ischgl verbindet wohl ein jeder primär alpinen Skilauf auf überfüllten Skipisten, jedoch kaum einsame Skitouren in unberührter Naturlandschaft. Aber auch damit ist die Umgebung von Ischgl reichlich gesegnet. Die imposantesten und schönsten Touren findet man dabei im abgeschiedenen Madleintal. Bei guten Schneeverhältnissen wandeln sich die 1600 Höhenmeter Aufstieg 1:1 in perfekte Abfahrtsmeter um. Eine große Skitour, die alles zu bieten hat, die allerdings auch viel Erfahrung in der Beurteilung alpiner Gefahren voraussetzt. Nördlicher Schönpleiskopf

Schartl-Trilogie in den Miemingern!

Mo.27.02. Schartl-Trilogie in den Miemingern! Vom Gasthof Arzkasten 1150m) vorbei am Lehnberghaus (1554m) in die sogenannte "Hölle". Von dort zunächst aufs Hölltörl (2126m), dann auf die Grünsteinscharte (2272m) und zuletzt noch auf das Stöttltörl (2036m). 3 Aufstiege und ebenso viele Abfahrten. In Summe 1700 Höhenmeter Aufstieg und dann auch Abfahrtsmeter. Waren heute die Ersten in diesem gewaltigen Skitourenkessel. Der starke Wind hat den Schnee stark verfrachtet. Trotzdem ist die Bindung mit der Altschneedecke sehr gut. Es gab keinerlei Setzungsgeräusche und das war auch gut so, denn im Bereich der Grünsteinscharte haben sich schon mal bis zu 40 cm Neuschnee aufgebaut. Deshalb haben wir hier auch auf die letzten Meter verzichtet, um nicht im Gratbereich noch ein ungute Überraschung erleben zu müssen. Aber die positiven Eindrücke überwiegen, zumal wir abgesehen vom Hölltörl auch alleine unsere Spuren durch den Schnee zogen.

Neutour Piz Chamins (2928m) in der Samnaungruppe!

Die Skitour auf den Piz Chamins (2928m) zählt zu den weniger bekannten Touren in der Samnaungruppe. Deshalb kann man durchaus von einem Geheimtipp sprechen, der ab durchaus seine Tücken besitzt. Denn der Eingang in das kleine Hochtälchen, Val Gravas ist sehr schmal und ziemlich lawinengefährdet. Präsentiert sich der Eingang in das Val Gravas von seiner unproblematischen Seite so eröffnet sich einem ein faszinierendes Hochtal mit idealem Skigelände. Die landschaftliche Szenerie ist recht typisch für die Schieferberge der Samnaungruppe, welche hier aber zur Hochform aufläuft. Während des Großteils des Aufstieges hält man Abstand von der steilen Gratflanke im Westen und hält sich im östlichen Teil dieses Hochtales. Die Abfahrt legt man hingegen in der direkten Falllinie des Val Gravas an und genießt 900 Höhenmeter tollsten Skigeländes. Piz Chamins

Neutour Köpfle (2509m)!

Neutour Köpfle (2509m)! Dass sich dieser Gipfel oberhalb von Nauders geradezu als klassische Skitour anbietet, zeigt sich am Umstand, dass hier hinauf vor Jahrzehnten ein Skilift gebaut wurde, um das schöne Skigelände der Stableswiesen zu erschließen. Heute wissen wir, dass die Entwicklung anders kam und das Skigebiet heute im Bereich Bergkastell gebaut wurde. Unverändert aber ist auch die Tatsache, dass die Stableswiesen nach wie vor ihren skifahrerischen Reiz ausstrahlen. Und wer diese Tour bei guten Schneeverhältnissen absolvieren darf, der wird von der Abfahrt restlos begeistert sein. Köpfle (2509m)

Furgler 3004m von See/Mairhof (Paznaun) aus

Sa.25.02. Tour auf den Furgler 3004m von See/Mairhof aus. Mehr als 1700 Höhenmeter, eine Tour die ihre konditionellen Ansprüche stellt. Schnee liegt ja genug, allerdings die Durchfeuchtung reicht auch nordseitig bereits auf 2500m hinauf. Also 500 Höhenmeter Pulverschnee, darunter Naßschnee inklusive beinahe einer Art Firnverhältnisse. Heuer ist der Schnee einfach optimal gesetzt, es hat uns die Skier auch weiter unten, wo der Schnee so richtig stoppte und angefangen hat zu saugen, nie gefressen. Der Kraftanspruch war allerdings nicht ohne. Wichtig ist jetzt aber eine Abkühlung, denn erste Naßschneelawinen gingen bereits am Vormittag aus den sonnenbeschienenen Hängen da und dort ab. Bei diesem Anstieg kann man aber von solchen gefährdeten Hängen ausreichenden Abstand halten und dramatisch war die Situation ja auch nicht.

Neutour Latschenhütte (1623m)

Eine Tour für Anfänger, oder auch am Abend nach der Arbeit, um die Kondition aufzubessern. Von Hochmist (1050m) wechseln wir zunächst in östlicher Richtung über den Malchbach. Dann geht es durch das Falzlehntal hinauf zum Opferstock und weiter zur Latschenhütte, wo man am Mittwoch, Freitag und Samstag auch am Abend verköstigt wird. Diese Tourenabende erfreuen sich großer Beliebtheit. Der klassische Skibergsteiger wird von hier aus aber den Blick bereits in Richtung Muttekopfgebiet richten, wo es einige rassige Anstiege gibt, die wir ihnen auf Skitours Paradise schon bald präsentieren werden. Latschenhütte (1623m)

Neutour Aifnerspitze 2558m von Falpaus aus!

Neutour Aifner Spitze (2558m) von Falpaus aus! Im Gegensatz zu der bereits vorgestellten Tour von Mairhof aus http://www.skitours-paradise.com/tour/oetztaler_alpen/aifner_kaunerberg sind hier 120 Höhenmeter weniger zu absolvieren. Von Falpaus hinauf zur Aifner Alm (1980m) geht es über schöne Bergwiesen, danach fallen beide Anstiege zusammen. Sensationell ist der Panoramablick während der gesamten Tour. Aifnerspitze

Tour auf das Kreuzjoch (2464m)

Tour auf das Kreuzjoch 2464m von Wenns aus über 1326 Höhenmeter. Sehr schöne Tour über interessant kupiertes Gelände. Obwohl man sich hier an der Südseite des Venetmassives befindet, sorgen die großteils nach Osten exponierten Hänge für Pulververgnügen. Die Lawinensituation zeigt sich auch hier deutlich verbessert. Es gab keinerlei Setzungsgeräusche. Trotzdem muss man seine Aufstiegs- und Abfahrtsspur zurückhaltend anlegen und steile Mulden, sowie Rinnen meiden. Die oberflächliche Durchfeuchtung der Schneedecke an südexponiertem Gelände hält weiter an. Makellosen Pulver findet man nun zusehends nur noch an nordexponiertem Gelände.

Tour auf die Aifnerspitze 2558m

Tour auf die Aifnerspitze 2558m von Falpaus-Kaunerberg aus. Die Westhänge bis zur Waldgrenze hinauf haben bereits einiges an Sonnenenergie aufgesaugt und einen Schmelzharschdeckel, der im unteren Bereich massiv, aber noch nicht tragfähig ist. In den schattigen Lagen findet man noch makellosen Pulverschnee vor. In den Sonnenlagen geht der Harschdeckel mit der Tageserwärmung auf und ist für gute Skifahrer durchaus fahrbar. Die Durchfeuchtung wird aber nun von Tag zu Tag größer. Generell zeigt sich wie vom Lawinenwarndienst angedeutet eine Entschärfung der Lawinensituation. Heute gab es keine Setzungsgeräusche mehr. Steile Hänge, Rinnen und Mulden sind aber weiterhin mit Vorsicht zu genießen. Aifnerspitze (2558m)

Neutour Wildspitze (3768m)

Auf den höchsten Berg Tirols über das Mittelbergjoch (3166m) vom Pitztaler Gletscherskigebiet aus. Die meist begangene, weil kürzeste Aufstiegsvariante. An schönen Wochenenden im Frühjahr heillos überlaufen. Doch der Berg kann nichts dafür. Die Schönheit des Berges bleibt trotzdem ungebrochen und auf dieser Plattform werden wir mit der Zeit noch alle Aufstiegsvarianten vorstellen. Wildspitze (3768m)

Skitour auf's Niederjöchl (2310m)

Tour auf's Niederjöchl (2310m) im Paznaun von Pirchegg-Langesthai aus. Noch konnten wir diese Tour nicht online stellen, aber anbei ein aktueller Statusbericht. Der Neuschneefall vom Mittwoch in Kombination mit dem stürmischen Wind hat auch hier seine Spuren hinterlassen. Deutliche Setzungsgeräusche haben wiederholt die angespannte Lawinensituation verdeutlicht. Trotzdem lässt die Geländeneigung <30° auch bei Lawinenwarnstufe 3 einen Aufstieg zu. Die Sonne hat der Schneeoberfläche zudem bereits einen dünnen Schmezharschdeckel verpasst, der aber mit der Tageserwärmung aufging und der Schnee so recht gut fahrbar war. Insgesamt gelten aber noch sehr eingeschränkte Tourenmöglichkeiten.

Tour zur Venetalm (1930m)

Auch nordseitig hat die Erwärmung zusammen mit dem Sonnenschein den Pulverschnee nun bereits oberflächlich durchfeuchtet. Makellosen Pulverschnee findet man aber noch in den schattigen Lagen vor.

Tour aufs Wanneköpfl (2223)

Tour aufs Wanneköpfl (2223) in der Venetregion von Grist (1244m) aus. In Grist 20cm, am Wanneköpfl 30 bis 40cm Neuschnee. Wind und Neuschnee berechtigen zur Ausgabe der Lawinenwarnstufe 4 vollends. Trotz Windeinfluss gab's Pulverschnee von oben bis unten. Wanneköpfl (2223)

Neutour K2 (3253m)

Neutour K2 (3253m) vom Pitztal aus! Beliebte und viel begangene Skitour, da sich der Aufstieg durch die Auffahrt mit der Rifflseebahn auf 1000 Höhenmeter reduziert. Wenn man noch vor Jahren von einer Skitour auf den K2 gesprochen hat, so traf man meist nur auf kopfschüttelnde Tourenkollegen. Mittlerweile aber hat diese Tour beinahe schon Kultstatus unter Skitourengehern und jeder weiß mittlerweile, dass man nicht unbedingt in den Himalaya muss, um den K2 zu besteigen (Ach, hätte das doch einmal jemand der Gerlinde K. gesagt). K2 (3253m)

Skitours-Paradise ist online!

Willkommen auf skitours-paradise.com dem Skitouren-Portal für West-Tirol und angrenzende Gebiete in Südtirol, Voralrberg und der Schweiz. Wie schon bei unserem Mountainbike-Portal setzen wir auf Qualität anstatt auf Quantität. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten noch einige Touren und neue bereits geplante Features hinzufügen.



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Neueste Kommentare/Berichte

Wanneköpfl 2223m
09. Feb. 2014 - Skitours Paradise -

Sa,08.02.2014 Aufstieg von Grist auf's Köpfle. Stürmischer Südföhn. Der Aufstieg ist machbar, aber je weiter man nach oben kommt, desto weniger Schnee liegt. Der viele Wind in diesem Winter hat ganze Arbeit geleistet. Ich empfehle ein Abfahrt über die Skipiste hinunter nach Rifenal. Eine Abfahrt nach Grist kann man durchaus als Harakiri-Unternehmen bezeichnen. Zur Strecke »

Glockturm 3353m durch das Krummgampental
11. Jan. 2014 - Matthias Rietzler -

Heute haben wir zu fünft (1 Mann aus See, 1 Frau aus Arzl, 2 Personen aus Bad Tölz und ich aus Roppen eine schöne Spur zum Gipfel gezogen.Im Gipfelhang war etwas eingewehter Schnee aber Schneedecke gut gefestigt.lg.Matthias Zur Strecke »

Gamsbergspitze - Wintergipfel 2620m von See aus!
10. Feb. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Für alle jene die Höhenmeter (1650 Höhenmeter) hamstern wollen bietet sich diese Variante von See hinauf zur Versingalm an. Vorsicht, im ersten Teil bewegt man sich auf der Rodelbahn. Man muss unbedingt früh genug dran sein. Dann geht's im Bereich des Schaller Baches bis zur Versingalm. Für den hier stark kupierten Untergrund liegt nun genug Schnee, sodass man sowohl im Aufstieg, als auch in der Abfahrt problemlos vorankommt. Ab der Versingalm hält man sich an den Standardaufstieg. Aktuell herrschen perfekte Pulverschneebedingungen, wobei aber die Hänge zwischen Gipfel und Versingalm nach dem heutigen Tag nun mehr stark verspurt sind. Von der Versingalm kommt man nun auch problemlos in das Tobel des Schaller Baches hinab. http://www.skitours-paradise.com/tour/samnaungruppe/paznaun_samnaun/gamsbergspitze_wintergipfel Zur Strecke »

So,27.01. Rauhkopf 2366m in der Pfundser Tschey!
27. Jan. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Ein unbedeutender Gipfel neben dem alles dominierenden Hochjoch 2896m. Doch die knapp 770 Höhenmeter Aufstieg können hier 1:1 in herrliche Pulverschwünge umgesetzt werden. Das macht die Tour so attraktiv. Wer allerdings primär Höhenmeter ausfassen will, der wird diesen Gipfel links liegen lassen. Dabei gibt es einmal die Möglichkeit der Abfahrt über die Wannerböden, über die man aufgestiegen ist und über die man den Westrücken erreicht, der hinauf zum Hochjoch 2896m zieht. Doch der eigentliche Reiz, ist die direkte Nordabfahrt hinab in das westlichste Tobel, das in den Riedwald und weiter zum Riedwaldbach führt. Allerdings sind dies im Normalfall sehr steile, lawinengefährdete Hänge. Doch heute konnte man es wagen und die Verhältnisse gaben uns Recht. Spätestens ab der Waldgrenzen bei ca.2200m war die Altschneedecke kompakt genug, sodass keine Gefahr mehr Bestand im Altschnee einzubrechen. Die häufig große Lawinengefahr hier an den steilen Nordhängen zwischen Rauhkopf 2366m und Hochjoch 2896m machen vor allem zwei Umstände aus. Einmal die hier häufig vorherrschende Schneearmut, sodass sich leicht ein Schwimmschneefundament bilden kann. Und dann die große Windanfälligkeit dieses Kamms. Insbesondere Südwind kann dann leicht Schneebretter auf einem Schwimmschneefundament ablagern. Zur Strecke »

Sa,26.01. Kegelkopf 2837m in der Samnaungruppe!
26. Jan. 2013 - Skitours Paradise - info(at)skitours-paradise.com

Der Gipfel des Kegelkopfes ist eigentlich der absolute Höhepunkt jenes Grates, welcher beim Thialkopf 2398m beginnt, beim Gatschkopf 2588m seine Fortsetzung findet und am Kegelkopf 2837m endet. Von Tobadill 1220m sind es gut 1700 Höhenmeter, von Pians waren es heute an die 2000 Höhenmeter bis zum Gipfel. Und diese großartige Gratüberschreitung beginnt eigentlich bereits beim Zirmegg 2073m, ab dem Thialkopf wird der Aufstieg dann richtigehend alpin. Eine Tour ausschließlich für den erfahrenen,alpinen Winterbergsteiger. Die Abfahrtsverhältnisse waren überraschend positiv, wenn man bedenkt, dass während der letzten Tage der föhnige Südwind die Schneedecke mancherorts ordentlich in Mitleidenschaft gezogen hat. Hier aber im großartigen Hochkar oberhalb der Flathalm war der Pulverschnee nach wie vor makellos. Einzig die aufbauende Umwandlung im grobblockigen Gelände sorgte stellenweise für Kollisionsgefahr mit den knapp unterhalb der Schneedecke lauernden Steinen. Ab dem Lärchhang hinunter zur Flathalm aber zeigte sich die Schneedeckenbasis recht gut gesetzt, das Pulververgnügen damit uneingeschränkt makellos. Zur Strecke »

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